Gibts auch negative Seiten am Stillen?

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Thaleska
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Gibts auch negative Seiten am Stillen?

Beitrag von Thaleska »

Hallo,

ich hoffe ihr steinigt mich nicht, weil ich diese frage stelle. ihr fragt euch bestimmt, warum ich diese frage ausgerechnet in einem stillforum stelle. Nunja, ich hab mir gedacht, wer sonst kann dazu was sagen, wenn nicht stillende mütter?!
Nun vorweg muß ich wohl ein bißchen erklären: ich stille nicht. habe auch nie gestillt. bei meiner großen tochter war es damals leider nicht möglich, weil sie ein mkrofrühchen war und eine ausgeprägte saugschwäche hatte. damals hab ich 9 monate lang abgepumpt und ihr die milch dann mit dem fläschchen gefüttert. nun in meiner zweiten ss war es mein größter wunsch, dieses kind stillen zu können. ich hab mich so darauf gefreut...und dann....wieder ein frühchen, wieder ein kaiserschnitt, 3 tage nach der geburt wurde eine lungenembolie festgestellt und 5 tage nach der geburt eine lebensbedrohliche herzmuskelschwäche. ich wurde auf die intensivstation verlegt und bekam lebensrettende medikamente und muß auch heute noch täglich eine ganze menge an herztabletten und blutverdünnern schlucken. natürlich ist kein einziges der medikamte stillfreundlich :roll: - ich mußte also gleich noch im kh abstillen. aus der traum! :(

der punkt ist, daß ich nur sehr schwer damit klar komme, das ich nicht stillen kann und die flasche geben MUSS. ich bin einfach sooo unglaublich traurig darüber diese erfahrung nicht machen zu dürfen. :( Ich denke mir immer, daß stillen so viel praktischer ist und es das leben mit baby um soviel einfacher und unkomplizierter macht. man muß nachts nicht aufstehen und ein fläschchen anrühren, sondern kann einfach liegen bleiben und weiter dösen und dann wieder einschlafen. wenn man mit baby raus gehen möchte, muß man nicht vorher die große tasche packen und fläschen, pulver, thermoskanne und wasserflasche mitschleppen.... :roll: und...und....und.... mir fallen noch tausend vorteile des stillens ein.
Überall wo man hinkommt, wird das stillen total idealisiert. wenn man nicht stillt, wird man ja schon fast als rabenmutter gesehen. Wenn ich irgendwo im café sitze und meine kleine bekommt hunger und ich hol ihr fläschchen raus, ernte ich immerwieder blöde blicke... :( mir ist das total unangenehm.
...aber natürlich fragt niemand, WARUM ich nicht stille. überall sieht man in prospekten, im fernsehen, in zeitschriften, in cafés glückliche frischgebackene stillende mütter und überall kriegt man eingeimpft daß stillen natürlich das BESTE ist für mutter UND kind. *seufz*

jedenfalls hab ich mir gedacht, es würde mir vielleicht helfen, die tasache nicht stillen zu dürfen besser akzeptieren zu können, wenn ich auch mal etwas über die nachteile des stillens hören würde (sofern es solche denn gibt). Gibt es dinge, die euch auch manchemal stören bzw.nerven am stillen? Hattet ihr schon mal momente, in denen ihr euch sehnlichst milchpilver und fläschchen gewünscht hättet??

ich hoffe ihr versteht meine frage nicht als kritik gegen das stillen selbst, denn so ist es absolut nicht gemeint. wie gesagt ich hätte selber soooo gerne gestillt....
also bitte nicht steinigen!

lg, die traurige thaleska
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muema
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Re: Gibts auch negative Seiten am Stillen?

Beitrag von muema »

Ich ringe gerade mit mir, ob ich schreiben soll, oder nicht. Zum einen möchte ich dir gerne antworten, auf der anderen Seite nicht noch Salz in deine Wunde streuen. Aber du stellst ja eine Frage, weil du darauf eine Antwort möchtest.

Zuerst mal tut es mir wahnsinnig leid, was du erlebt hast (und noch immer erlebst). Zu deiner Frage. Ich finde das Stillen etwas wunderschönes und sehe im Moment nur die Vorteile. Als ich deine Frage von wegen "auch schon Mal gedacht Fläschchen wäre einfacher" gelesen habe, sah ich mich wieder am Anfang unserer Stillbeziehung und da war weiss Gott nicht alles rosa! Die ersten 8 Wochen hab ich mich einige Male gefragt, warum ich das mache und ob nicht Fläschchen die bessere Option wäre! Im KH musste ich abpumpen (was rückblickend nicht nötig gewesen wäre) und dabei ist mir ein Stück Haut an der Brustwarze verloren gegangen :roll: Die Wunde konnte dann nicht wirklich abheilen, weil ich etwas spät bemerkt habe, dass die Kombination von Lanolin und Einweg-Einlagen noch mehr Haut kostet. Als ich dann dachte, ich sei über den Berg, erwischte mich eine Brustentzündung. In dieser Zeit saugte J. stärker (klar, weil die entzündete Brust nicht so spendebegeistert war) und ich hatte plötzlich Blasen an der anderen Warze! Diese haben sich dann geöffnet und bluteten, so dass Sohnemann rosa Milch gespuckt hat. Juhu!
Zusammengefasst habe ich also während der meisten Zeit der ersten acht Wochen unter Tränen, unter Schreien oder auf ein Kleidungsstück gebissen gestillt, weil die Schmerzen übelübel waren. Da sah ich auch mehrere Male ein Fläschchen vor meinem geistigen Auge!
Das Andere sind die Einschränkungen. So eine Flasche Wein mit meinem Mann wäre schon Mal wieder schön. :wink: Verschieben wir halt noch etwas. :)
Auf der anderen Seite dachte ich, ich würde hööööööööööchstens 6 Mt stillen... ja, hab da Mal Verlängerung eingegeben :wink:

Ich verstehe dich gut, hab ja auch gekämpft fürs Stillen. Wir hatten eine primäre Sectio. Das zu akzeptieren fällt mir auch immer noch schwer. (BEL und Nabelschnur um den Hals...) Auch wenn ich immer wieder höre "da hast du nichts verpasst".

Ich hoffe es war nicht nur Salz, sondern auch etwas "Trost". Und steinigen: auf keinen Fall! Ich hoffe du kannst für dich mit der Tatsache Frieden schliessen. (Ich und die Narbe auf meinem Bauch sind noch am runden Tisch in Verhandlung... aber irgendwann werden wir Pfeife rauchen :wink: )
Ju (7/78) mit Sonnenschein J.L. (*2.8.2010)
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tania
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Re: Gibts auch negative Seiten am Stillen?

Beitrag von tania »

ach, es tut mir so leid.

ich kann ausgiebigst jammern übers stillen. er will IMMER. er lässt mich NIE. IMMER hängt er an meiner brust. UUUAAAAAH.

wenn ich es nicht über alles lieben würde, das stillen, dann würde ich schon lange nicht mehr stillen. ich kann mir wirklich keine situation vorstellen, wo ich die flasche dem stillen vorziehen würde.

ich habe hier im forum schon von einigen müttern gelesen, die nicht stillen konnten. von ganz innigen momenten beim füttern, beieinander schlafen, beim tragen.

stillen ist NUR EIN weg der absoluten nähe von mutter und kind.

ganz liebe grüße, tania
tania mit sohn *09 und sohn *12
EhMiPB

Re: Gibts auch negative Seiten am Stillen?

Beitrag von EhMiPB »

wenn er manchmal tage hat, an denen er den ganzen tag an der brust klebt, stelle ich mir immer vor, wie schön es wäre, wenn der papa auch mal übernehmen könnte. :wink:
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**Stefanie**
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Re: Gibts auch negative Seiten am Stillen?

Beitrag von **Stefanie** »

panikbesen hat geschrieben:wenn er manchmal tage hat, an denen er den ganzen tag an der brust klebt, stelle ich mir immer vor, wie schön es wäre, wenn der papa auch mal übernehmen könnte. :wink:
Da kann ich unterschreiben. Und nachts wäre ich wenigstens ab und zu auch mal froh gewesen, wenn der Papa hätte übernehmen können - denn meine Kleine ist lange, lange nachts oft aufgewacht und nur mit dem "Original" direkt aus Mamas Brust wieder eingeschlafen, da hatte der Papa Null Chance - und ich konnte leider nie wirklich beim Stillen weiterschlafen.

Es tut mir Leid, dass du so darunter leidest, nicht stillen zu können und dass du so viel mitgemacht hast. Aber ich will dir sagen, je größer das Baby wird, desto mehr komische Blicke erntet man, wenn man es noch stillt :roll: Das relativiert sich dann...


GLG Stefanie
LG Stefanie mit * und

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hennnamae
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Re: Gibts auch negative Seiten am Stillen?

Beitrag von hennnamae »

Oh wow! Da hast du ja einiges durchmachen müssen. Hut ab!

Ich glaube, du solltest dich davon befreien, die beiden Möglichkeiten, sein Kind zu ernähren, so wertend nebeneinander zu stellen.

Ich selbst habe meine erste Tochter nur knapp 4 Monate gestillt, weil sie schlecht zunahm und ich nicht wusste, wo ich Hilfe her bekomme und der KiA mir riet, nach dem Stillen noch mit der Flasche beizufüttern. Binnen einer Woche war sie abgestillt. Ich habe mir auch massiv in den allerwertesten gebissen. Das war pure... naja, ich will nicht sagen Dummheit, aber zumindest mal Unerfahrenheit von mir, es nicht weiter zu versuchen. Still ist nun mal die beste und praktischste Möglichkeit, sein Kind zu ernähren, und das habe ich einfach so flöten gehen lassen. Ich knabbere immer noch daran, dass sie durch meine Blödheit dieser guten Ernährung beraubt wurde und dass ich dieses "körperliche" Band zwischen uns druchtrennt habe.

Aber: Ich habe gelernt, dass Stillen nicht die einzige Möglichkeit ist, eine innige Beziehung - auch auf der Ernährungsebene, denn man kann seinem Kind ja auch sehr bewusst und hingebungsvoll die Flasche anbieten - aufbauen kann. Die Brust ist da nur eine Möglichkeit, auf die man sich selbst nicht reduzieren sollte.

Ich finde, wir haben verdammtes Glück, in der heutigen Zeit zu leben. Der ursprüngliche, natürliche Weg ist natürlich der, den man als erstes versuchen sollte, zu beschreiten. Aber da, wo es schlicht nicht möglich ist, gibt es heutzutage gute Hilfe. Sei es eine gute medizinische Versorgung, die eine Sectio da ermöglicht, wo die Schwangerschaft sonst wahrscheinlich nicht glücklich endet oder halt ein ziemlich gut entwickelter Ersatz für Muttermilch für Mütter, die ihr Kind nicht selbst ernähren können.

Du machst das allerallerallerbeste aus eurer Situation. Hut ab, dass du beim ersten so extrem lange mit der Pumpe durchgehalten hast. Deine Motivation ist entscheidend. Und du machst das mit der richtigen Sichtweise! Nimm die Alternativen da an, wo dir der erste Weg versperrt ist. Deine Kinder spüren deine Liebe und deine Hingabe. Das werden sie dir später genauso danken, wie wenn du ihnen die Brust gibst. Und in anbetracht der Umstände ist das für sie sicherlich viel bewusster als für mein problemlos gestilltes zweites (das ich zugegebenermaßen gern mal ein paar Stündchen mitm Papa allein lassen würde... dummdidumm).
Mädel 12/2006
Bub 05/2010
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Re: Gibts auch negative Seiten am Stillen?

Beitrag von jusl »

jedenfalls hab ich mir gedacht, es würde mir vielleicht helfen, die tasache nicht stillen zu dürfen besser akzeptieren zu können, wenn ich auch mal etwas über die nachteile des stillens hören würde (sofern es solche denn gibt). Gibt es dinge, die euch auch manchemal stören bzw.nerven am stillen? Hattet ihr schon mal momente, in denen ihr euch sehnlichst milchpilver und fläschchen gewünscht hättet??
Liebe Thaleska,

nichts gegen einen Tread, in dem die nervigen Seiten des Stillens das Thema sind. Aber ich glaube ehrlich gesagt überhaupt nicht, dass es Dir helfen würde, eine Sache die Du Dir sehr gewünscht hast, nun gemeinschaftlich niederzumachen, in der Hoffnung, dass Du Dich hinterher besser fühlst. Im Gegenteil, stell Dir vor, es kämen jetzt wirklich 100 Antworten zusammen wie ätzend das Stillen ist, damit würdest Du im Nachhinein Deine völlig berechtigten Gefühle auch noch negieren, so dass zur Trauer selbst auch noch das Gefühl hinzukäme, sie sei unberechtigt, übertrieben, falsch. Das ergibt keinen Sinn.

Jemanden, der in einem Land lebt, aus dem er nicht ausreisen darf und dessen sehnlicher Wunsch es wäre, endlich die Welt sehen zu dürfen, trösten wohl auch kaum Berichte darüber, dass Reisen auch anstrengend und nervtötend sein können, man Durchfall kriegen kann, unter der Zeitverschiebung leidet und Fremdsprachen den Kopf zum Brummen bringen. Die Aufforderung "Sei doch froh, dass Du zuhause bleibst; Reisen hat auch negative Seiten!" ergibt ebenso keinen Sinn. Sie mildert die Trauer übers Eingesperrtsein nicht.
Überall wo man hinkommt, wird das stillen total idealisiert.
Ich glaube Dir, dass Du es so erlebst - viele stillende Mütter machen aber komplett gegenteilige Erfahrungen (insb. wenn das Baby älter als nur ein paar Wochen ist). Idealisierung des Stillens ist bekanntlich nicht das Gleiche wie Stillfreundlichkeit, und Stillfreundlichkeit ist nicht das Gleiche wie Flaschenfeindlichkeit. Du konntest nicht stillen, und bist eben auf Ersatz angewiesen. Dies erlebt Ihr als sehr traurig (vielen hier ginge es zweifellos genauso!), aber es ist eben nicht zu ändern. Ich wünsche Dir, dass Du damit irgendwann Deinen Frieden machen kannst; ich bin 100%ig sicher, dass Deine mütterlichen Fähigkeiten, Liebe und Fürsorge NICHT vom Stillen/Nichtstillen abhängen. Es ist schade, dass Du nicht stillst - aber lass es Dir nicht zusätzlich(!) vermiesen, indem Du das Flaschefüttern als unangenehm ablehnst! Im Gegenteil: genieß es ganz besonders, schmus mit Deinem Baby, schau ihm in die Augen, kuschelt Haut an Haut. Für Dein Baby ist das sooo angenehm (das Schönste was es kennt!) - ich hoffe, für Dich auch irgendwann.

LG;
Julia
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Thaleska
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Re: Gibts auch negative Seiten am Stillen?

Beitrag von Thaleska »

Liebe Julia,

ich möchte dir zuerst antworten, weil mich deine zeilen gerade wirklich zum nachdenken gebracht haben - vielleicht auch schon ein bißchen zum umdenken!
jusl hat geschrieben:
Liebe Thaleska,

nichts gegen einen Tread, in dem die nervigen Seiten des Stillens das Thema sind. Aber ich glaube ehrlich gesagt überhaupt nicht, dass es Dir helfen würde, eine Sache die Du Dir sehr gewünscht hast, nun gemeinschaftlich niederzumachen, in der Hoffnung, dass Du Dich hinterher besser fühlst. Im Gegenteil, stell Dir vor, es kämen jetzt wirklich 100 Antworten zusammen wie ätzend das Stillen ist, damit würdest Du im Nachhinein Deine völlig berechtigten Gefühle auch noch negieren, so dass zur Trauer selbst auch noch das Gefühl hinzukäme, sie sei unberechtigt, übertrieben, falsch. Das ergibt keinen Sinn.
hmm, von der warte aus, hab ich das noch gar nicht gesehen. mir gings aber auch gar nicht ums niedermachen des stillens, sondern einfach "nur" darum es (für mich) ein bißchen zu deidealisieren. ich glaub nämlich, daß ich auch ein bißchen mit unrealistischen, völlig idealisierten erwartungen an das stillen herangegangen bin. und dadurch, daß ich es ja auch nie selber ausprobieren durfte, konnte ich dieses bild auch nicht durch eigene erfahrungen zurechtrücken.

Jemanden, der in einem Land lebt, aus dem er nicht ausreisen darf und dessen sehnlicher Wunsch es wäre, endlich die Welt sehen zu dürfen, trösten wohl auch kaum Berichte darüber, dass Reisen auch anstrengend und nervtötend sein können, man Durchfall kriegen kann, unter der Zeitverschiebung leidet und Fremdsprachen den Kopf zum Brummen bringen. Die Aufforderung "Sei doch froh, dass Du zuhause bleibst; Reisen hat auch negative Seiten!" ergibt ebenso keinen Sinn. Sie mildert die Trauer übers Eingesperrtsein nicht.
ja, da hast du schon recht. trotzdem helfen die berichte der anderen über ferne länder zu erkennen, daß auch dort nicht überall milch und honig fließen, auch dort nicht alles gold ist, was glänzt. das hilft zu relativieren.
Überall wo man hinkommt, wird das stillen total idealisiert.
Ich glaube Dir, dass Du es so erlebst - viele stillende Mütter machen aber komplett gegenteilige Erfahrungen (insb. wenn das Baby älter als nur ein paar Wochen ist). Idealisierung des Stillens ist bekanntlich nicht das Gleiche wie Stillfreundlichkeit, und Stillfreundlichkeit ist nicht das Gleiche wie Flaschenfeindlichkeit. Du konntest nicht stillen, und bist eben auf Ersatz angewiesen. Dies erlebt Ihr als sehr traurig (vielen hier ginge es zweifellos genauso!), aber es ist eben nicht zu ändern. Ich wünsche Dir, dass Du damit irgendwann Deinen Frieden machen kannst; ich bin 100%ig sicher, dass Deine mütterlichen Fähigkeiten, Liebe und Fürsorge NICHT vom Stillen/Nichtstillen abhängen. Es ist schade, dass Du nicht stillst - aber lass es Dir nicht zusätzlich(!) vermiesen, indem Du das Flaschefüttern als unangenehm ablehnst! Im Gegenteil: genieß es ganz besonders, schmus mit Deinem Baby, schau ihm in die Augen, kuschelt Haut an Haut. Für Dein Baby ist das sooo angenehm (das Schönste was es kennt!) - ich hoffe, für Dich auch irgendwann.

danke, diese zeilen geben wir wirklich ein bißchen trost. wir kuscheln wirklich sehr viel und ich trage seeehr viel mit dem tragetuch.

LG;
Julia
06/2005 & 09/2010
Lösche Benutzer 1828

Re: Gibts auch negative Seiten am Stillen?

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

ich kann jusl nur zustimmen - du solltest das nicht tun.......Das bringt Dir auch nicht den inneren Frieden, den Du suchst.

Nachteile beim Stillen? Ich kenne keinen EInzigen - außer, man sucht auch NAchteile beim Elternsein und vergleicht das.
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Shaiera
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Registriert: 23.08.2010, 00:55

Re: Gibts auch negative Seiten am Stillen?

Beitrag von Shaiera »

Hallo!

Es tut mir leid, dass Du nicht stillen kannst, obwohl Du es doch so sehr wolltest.

Ich finde ja, das Stillen mehr ist als nur Nahrungsaufnahme an der Brust ist. Und genau dieses "Mehr" wird oft bei vielen Flaschenkindern vergessen. In meinem Umfeld kenne ich Babies, da berichten die Eltern ganz stolz, dass es jetzt seine Flasche selbst hält. da denke ich, dass man auch mit Flasche sehr viel "mehr" tun kann. Das Baby immer zum trinken gaaanz nah bei sich zu halten, auch nachts nicht selbst die Flasche halten lassen, sondern ran an die Mama, eben wie beim Stillen. Eben oft eine schöne Atmosphere zaubern.

Also vor allem jetzt im Winter finde ich das Stillen draußen genauso unpraktisch wie ich mir Flasche machen vorstelle. Bei der Kälte würd ich mich auch nicht auf ne Parkbank setzen und loslegen, sondern müsste mir auch erst mal ein Café suchen. (Stillen im Tragetuch hab ich noch nicht hinbekommen)

Und Gerede werden wir uns wohl auch immer einfangen. Ob man nun stillt oder nicht, es wird immer Leute geben, die das, was man gerade tut als unmöglich betrachten.
LG von Shaiera mit dem Schulkind 06/10 und dem Schatzekeks 01/17
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