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Dringend Hilfe gesucht
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Jojolein
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Re: Dringend Hilfe gesucht
Asoooo, aber dafür braucht man ja eine spezielle Waage oder ?!
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- klimaforscherin
- Prof. Dr. SuT
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Re: Dringend Hilfe gesucht
Hallo Jojolein,
Ich habe dir ein paar Links zur Relaktation herausgesucht, schau mal:
Forumsbeitrag Relaktation
Stilllexikon Relaktation
Gewichtskontrolle
Hast du eine Stillberaterin in deiner Nähe, die dich unterstützen kann?
AFS
LLL
Ich habe dir ein paar Links zur Relaktation herausgesucht, schau mal:
Forumsbeitrag Relaktation
Stilllexikon Relaktation
Gewichtskontrolle
Hast du eine Stillberaterin in deiner Nähe, die dich unterstützen kann?
AFS
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Grüße
klimaforscherin
mit Wetterfrosch 2010 und Schwälbchen 2012

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jusl
- Jusl Almighty
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Re: Dringend Hilfe gesucht
Hallo Jojolein,
Vielleicht helfen Dir zunächst folgende allgemeine Info über Relakation weiter:
Nach der Geburt gibt es ein gewisses Zeitfenster für einen physiologischen Stillstart, der auch passieren muss (zur Not geht auch Pumpen), da dadurch letzte "Umbauten" am Brustgewebe stattfinden (sozusagen "Abschlussarbeiten" - die Umbauarbeiten haben mit Eintritt der Schwangerschaft begonnen), und bestimmte hormonelle Prozesse ineinandergreifen müssen. Diese Prozesse sind störanfällig (z.B. wenn permanente große Mengen an Schmerz- oder Stresshormonen dazwischen funken oder das Baby zu selten gestillt wird). Eine besondere "Störung" stellt die Einnahme von Abstillmedikamenten dar, die VOR dem initialen Milcheinschuss genommen werden. Diese senken den Prolaktinspiegel und verhindern diese letzten Umbauarbeiten. Haben diese Medikamente "gut" angeschlagen, dann ist späteres VOLLstillen sehr unwahrscheinlich. Wohlgemerkt: VOLLstillen - TEILstillen ist selbstverständlich möglich.
Nicht alle Mütter reagieren psychisch und körperlich gleich. Bei mancher Mutter findet das erste erfolgreiche Stillen/Pumpen erst eine Woche nach der Geburt statt, aber dennoch gelingt es ihr und ihrem Kind, die Stillbeziehung so zu retten, dass hinterher beide problemlos stillen (Mutter erreicht Laktation auf Vollstillniveau, Kind lernt gute Stilltechnik). Bei anderen Müttern reicht ein vermeintlich geringerer Grund, so dass Störungen sich potenzieren: Kind trinkt nicht richtig, Mutter bildet nicht genug Milch, vielleicht noch med. Besonderheiten dazu - und eh man sich versieht hat das Kind wochenlang viele Flaschen mit künstlicher Milch bekommen, und die Milchbildung kam nie vollständig in Gang.
Relaktation kann gelingen - die Erfolgsquote (damit meine ich jetzt im Speziellen die Chance auf VOLLstillen - als "Erfolg" sind bei Relaktation normalerweise ganz andere Dinge zu werten, die sich NICHT in Millilitern ausdrücken lassen!!..) hängt sehr empfindlich von bestimmten Rahmenbedingungen ab.
1. War die Mutter je auf Vollstillniveau? Irgendwann? Vielleicht direkt nach der Geburt, oder irgendwann später? Falls NEIN, sind die VOLLstill-Aussichten bei Relaktation praktisch gleich null.
2. Wie einfach akzeptiert das Baby die Brust? (Problemlos, oder ist langewierige Rückgewöhnung nötig?)
3. Wie gut ist die Stilltechnik des Babys? (Saugt es effektiv, kräftig, lang genug, um somit SELBST beim Hochfahren der Milchproduktion helfen zu können?)
4. Wie lange liegt die letzte Still(-mahl-)zeit zurück?
5. Wie viel Stillerfahrung hat die Mutter insgesamt (vorherige Kinder)?
6. Wie viel Unterstützung aus ihrem Umfeld erfährt die relaktierende Mutter?
7. Wie ist die psychische Verfassung der Mutter?
- Das sind so die wichtigsten, ersten Fragen, die ich mit jeder Mutter, die sich in persönlicher Beratung an mich wendet weil sie eine Relaktation erwägt, im Laufe der Beratung erarbeite.
Letztlich besteht Relaktation aus zwei Aufgaben: 1. Hochfahren der Milchproduktion und 2. dem Baby korrektes Stillen beibringen. Welches davon die größere Aufgabe ist, ist individuell; bei Euch wäre es sicherlich 1.
Mit anderen Worten: es ist ganz toll, dass Dein Baby offenbar noch stillen kann - Du könntest dann z.B. ab sofort nur noch mit dem Brusternährungsset stillen und darüber automatisch die notwendige Zufüttermenge zufüttern. Es gibt Frauen, die selbst überhaupt keine Milch bilden können, ihr Baby aber vollständig auf diese Weise stillen.
Zur Steigerung der Milchmenge gibt es mehrere Möglichkeiten; welche davon in Frage kommen, hängt immer von der Gesamtsitustion ab, müssten also individuell erwogen werden. Erwähnt sei auch die medikamentöse Unterstützung - auf entsprechende Medikamente, "Anti-Abstill-Pillen" sozusagen (also solche, die den Prolaktinspiegel steigern), sind Frauen, die nie auf Vollstillniveau waren und ihre Milchproduktion nicht mit anderen Methoden steigern können (häufig pumpen usw.) in der Regel angewiesen.
Der ganz ganz wesentliche Punkt bei jeder Relaktation ist die Erkenntnis, dass Bindung und Beziehung zum Kind NICHT von der Milchmange abhängen! Jede relaktierende Mutter sollte sich ausreichend Zeit nehmen, diese Tatsache für sich einzuordnen. In persönlichen Relaktations-Stillberatungen nimmt dieser Punkt bei mir einen recht großen Raum ein - hier sind wir direkt bei der Definition von "Erfolg"! Für Mütter, die "Erfolg" mit "Vollstillen" gleichsetzen, bedeutet selbst 90%iges Stillen mit 10% Zufüttern automatisch Missverfolg. Das ist sooo schade!.. In der persönlichen Beratung begleite ich diese Mütter v.a. dabei, dass sie "Erfolg" für sich neu definieren können. Denn vor lauter Abpump-Stress und Kind-an-die-Brust-Bringen und den 100 Sorgen die all dies im Alltag mit sich bringt, kann man leicht vergessen, WOFÜR man den ganzen Aufwand eigentlich treibt.
LG;
Julia
Vielleicht helfen Dir zunächst folgende allgemeine Info über Relakation weiter:
Nach der Geburt gibt es ein gewisses Zeitfenster für einen physiologischen Stillstart, der auch passieren muss (zur Not geht auch Pumpen), da dadurch letzte "Umbauten" am Brustgewebe stattfinden (sozusagen "Abschlussarbeiten" - die Umbauarbeiten haben mit Eintritt der Schwangerschaft begonnen), und bestimmte hormonelle Prozesse ineinandergreifen müssen. Diese Prozesse sind störanfällig (z.B. wenn permanente große Mengen an Schmerz- oder Stresshormonen dazwischen funken oder das Baby zu selten gestillt wird). Eine besondere "Störung" stellt die Einnahme von Abstillmedikamenten dar, die VOR dem initialen Milcheinschuss genommen werden. Diese senken den Prolaktinspiegel und verhindern diese letzten Umbauarbeiten. Haben diese Medikamente "gut" angeschlagen, dann ist späteres VOLLstillen sehr unwahrscheinlich. Wohlgemerkt: VOLLstillen - TEILstillen ist selbstverständlich möglich.
Nicht alle Mütter reagieren psychisch und körperlich gleich. Bei mancher Mutter findet das erste erfolgreiche Stillen/Pumpen erst eine Woche nach der Geburt statt, aber dennoch gelingt es ihr und ihrem Kind, die Stillbeziehung so zu retten, dass hinterher beide problemlos stillen (Mutter erreicht Laktation auf Vollstillniveau, Kind lernt gute Stilltechnik). Bei anderen Müttern reicht ein vermeintlich geringerer Grund, so dass Störungen sich potenzieren: Kind trinkt nicht richtig, Mutter bildet nicht genug Milch, vielleicht noch med. Besonderheiten dazu - und eh man sich versieht hat das Kind wochenlang viele Flaschen mit künstlicher Milch bekommen, und die Milchbildung kam nie vollständig in Gang.
Relaktation kann gelingen - die Erfolgsquote (damit meine ich jetzt im Speziellen die Chance auf VOLLstillen - als "Erfolg" sind bei Relaktation normalerweise ganz andere Dinge zu werten, die sich NICHT in Millilitern ausdrücken lassen!!..) hängt sehr empfindlich von bestimmten Rahmenbedingungen ab.
1. War die Mutter je auf Vollstillniveau? Irgendwann? Vielleicht direkt nach der Geburt, oder irgendwann später? Falls NEIN, sind die VOLLstill-Aussichten bei Relaktation praktisch gleich null.
2. Wie einfach akzeptiert das Baby die Brust? (Problemlos, oder ist langewierige Rückgewöhnung nötig?)
3. Wie gut ist die Stilltechnik des Babys? (Saugt es effektiv, kräftig, lang genug, um somit SELBST beim Hochfahren der Milchproduktion helfen zu können?)
4. Wie lange liegt die letzte Still(-mahl-)zeit zurück?
5. Wie viel Stillerfahrung hat die Mutter insgesamt (vorherige Kinder)?
6. Wie viel Unterstützung aus ihrem Umfeld erfährt die relaktierende Mutter?
7. Wie ist die psychische Verfassung der Mutter?
- Das sind so die wichtigsten, ersten Fragen, die ich mit jeder Mutter, die sich in persönlicher Beratung an mich wendet weil sie eine Relaktation erwägt, im Laufe der Beratung erarbeite.
Letztlich besteht Relaktation aus zwei Aufgaben: 1. Hochfahren der Milchproduktion und 2. dem Baby korrektes Stillen beibringen. Welches davon die größere Aufgabe ist, ist individuell; bei Euch wäre es sicherlich 1.
Mit anderen Worten: es ist ganz toll, dass Dein Baby offenbar noch stillen kann - Du könntest dann z.B. ab sofort nur noch mit dem Brusternährungsset stillen und darüber automatisch die notwendige Zufüttermenge zufüttern. Es gibt Frauen, die selbst überhaupt keine Milch bilden können, ihr Baby aber vollständig auf diese Weise stillen.
Zur Steigerung der Milchmenge gibt es mehrere Möglichkeiten; welche davon in Frage kommen, hängt immer von der Gesamtsitustion ab, müssten also individuell erwogen werden. Erwähnt sei auch die medikamentöse Unterstützung - auf entsprechende Medikamente, "Anti-Abstill-Pillen" sozusagen (also solche, die den Prolaktinspiegel steigern), sind Frauen, die nie auf Vollstillniveau waren und ihre Milchproduktion nicht mit anderen Methoden steigern können (häufig pumpen usw.) in der Regel angewiesen.
Der ganz ganz wesentliche Punkt bei jeder Relaktation ist die Erkenntnis, dass Bindung und Beziehung zum Kind NICHT von der Milchmange abhängen! Jede relaktierende Mutter sollte sich ausreichend Zeit nehmen, diese Tatsache für sich einzuordnen. In persönlichen Relaktations-Stillberatungen nimmt dieser Punkt bei mir einen recht großen Raum ein - hier sind wir direkt bei der Definition von "Erfolg"! Für Mütter, die "Erfolg" mit "Vollstillen" gleichsetzen, bedeutet selbst 90%iges Stillen mit 10% Zufüttern automatisch Missverfolg. Das ist sooo schade!.. In der persönlichen Beratung begleite ich diese Mütter v.a. dabei, dass sie "Erfolg" für sich neu definieren können. Denn vor lauter Abpump-Stress und Kind-an-die-Brust-Bringen und den 100 Sorgen die all dies im Alltag mit sich bringt, kann man leicht vergessen, WOFÜR man den ganzen Aufwand eigentlich treibt.
LG;
Julia
- prinzesschenmama
- alter SuT-Hase
- Beiträge: 2248
- Registriert: 13.01.2009, 17:06
- Wohnort: Viersen
Re: Dringend Hilfe gesucht
das hast Du wie immer sehr schön geschrieben, Jusl! da merk ich wieder dass ich noch eine ganze menge dazulernen muss, um es so auf den Punkt zu bringen! 
-
Jojolein
- Herzlich Willkommen
- Beiträge: 6
- Registriert: 26.11.2010, 21:18
Re: Dringend Hilfe gesucht
Mhm ok danke... Ich sortiere das mal in meinem Kopf !
- Steff
- ist nicht mehr wegzudenken
- Beiträge: 1071
- Registriert: 02.10.2007, 00:26
- Wohnort: Rheinland
Re: Dringend Hilfe gesucht
Hat hier jemand schon das Brusternährungsset empfohlen? (hab mir nicht die Links durchgelesen).
Das Baby bekommt statt per Flasche, die Milch durch ein ganz dünnes Schläuchlein, während es an der Brust trinkt. Dabei wird die Milchbildung gleichzeitig mit angeregt.
HIER ein VIDEO wo man ein Baby damit trinken sieht
Zufütterungstechniken für gestillte Säuglinge (auf Seite 6, das Brusternährungsset)
Eltern-Info "Stillen mit dem Brusternährungsset"
Brusternährungsset (ziemlich weit unten rechts)
Toi toi toi!
Das Baby bekommt statt per Flasche, die Milch durch ein ganz dünnes Schläuchlein, während es an der Brust trinkt. Dabei wird die Milchbildung gleichzeitig mit angeregt.
HIER ein VIDEO wo man ein Baby damit trinken sieht
Zufütterungstechniken für gestillte Säuglinge (auf Seite 6, das Brusternährungsset)
Eltern-Info "Stillen mit dem Brusternährungsset"
Brusternährungsset (ziemlich weit unten rechts)
Toi toi toi!
Sohn 01/05 - Tochter 08/07 - Tochter 08/09 - Sohn 08/11





