Direkt nach Geburt stillen?

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Naschkatze
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Re: Direkt nach Geburt stillen?

Beitrag von Naschkatze »

Danke euch für eure Erfahrungen! Das hilft mir schon sehr viel weiter. Ich glaub ich muß mir das alles aufschreiben, was ich gern bei der Geburt hätte/nicht hätte :lol:
Werde mich diesmal zu nix zwingen/überreden lassen...
Was bei mir damals noch sehr blöd gelaufen ist, ist dass die die Plazenta direkt wollten! Ich meine normalerweise soll das in 30min passieren. Es hat höllisch weh getan, weil sie sie schon nach 15 min brutal rausgezogen hat ( hab noch den Geburtsbericht). Wenn ich vorher schon gestillt hätte, wärs bestimmt von selbst und abgegangen :roll: . Immerhin wurde sie mir direkt auf den Bauch gelegt. Aber wegen Absaugen war die Harmonie auch schnell ruiniert. Paar Min war sie schon bei mir, bevor der Apgar gemacht wurde( oder währenddessen?)...

[quote="nwsurgeon" sucht Euch vorher eine Hebamme der Ihr vertraut, mit der Ihr all diese Punkte klären könnt (was Ihr wollt und was Euch wichtig ist) und die in Momenten Eures Lebens wo ich sehr verletzlich seid für Euch und Eure Interessen eintritt. Ich persönlich könnte mich nicht auf die Geburt einlassen, wenn ich von mir unbekannten Menschen umgeben bin.
Alles Liebe[/quote]

Vorher? Ist bestimmt nicht einfach in den Dienstplan so mitzumischen. Hab hehört, dass ne Bekannte von mir das so gewollt hat und die muß einen sehr hohen Betrag an Bereitschaftsgebühr oder so ans KKH bezahlen, so dass ihre Hebamme dann auch Dienst hat.
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Nimue1212
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Re: Direkt nach Geburt stillen?

Beitrag von Nimue1212 »

Danke euch für eure Erfahrungen! Das hilft mir schon sehr viel weiter. Ich glaub ich muß mir das alles aufschreiben, was ich gern bei der Geburt hätte/nicht hätte
Ganz genau! Such mal im Schwangerschaftsbereich unter dem Stichwort "Geburtsplan" :wink: . Da gibts ganz viele Anregungen, worüber man sich vorher Gedanken machen sollte.
Liebe Grüße
Anika mit Lisa (03/95), Livie (07/06), Nottie (03/08 ) und

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jusl
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Re: Direkt nach Geburt stillen?

Beitrag von jusl »

Vorher? Ist bestimmt nicht einfach in den Dienstplan so mitzumischen. Hab hehört, dass ne Bekannte von mir das so gewollt hat und die muß einen sehr hohen Betrag an Bereitschaftsgebühr oder so ans KKH bezahlen, so dass ihre Hebamme dann auch Dienst hat.
Ja, da sprichst Du einen wesentlichen Punkt an - nicht überall gibt es Beleghebammen, und nicht jeder kann sie sich leisten. Ich persönlich halte dies im Übrigen definitiv NICHT für "den einzigen Rat", den man Schwangeren geben sollte. Es gibt zwar werdende Mütter, die sich absolut nicht vorstellen können "mit Fremden" zu gebären (für einige von ihnen ist das das wesentliche Argument für Hausgeburten), aber viele Frauen bekommen ihre Kinder ohnehin eher "mit sich", und ihnen ist im Endeffekt relativ egal, wer dabei um sie herumspringt. Günstig ist es, eine liebe Person als Begleitung zur Geburt mitzunehmen (Mann, beste Freundin, eigene Mutter,...), die im Fall der Fälle mit einschreiten kann und z.B. die Interessen von Mutter und Kind evtl. besser vertreten kann als die Mutter selbst. Das ist eine schöne "Aufgabe" für den werdenden Vater (und damit hätte er auch wirklich üüüüberhaupt keinen Grund mehr, sich irgendwie "nutzlos" oder "überflüssig" zu fühlen), bedarf kaum Organisationsarbeit vorher und ist zudem kostenlos.
Auf jeden Fall ist es ungünstig, im Vorfeld die allgemeine Erwartungshaltung zu schüren à la "Meine Geburt /mein Stillstart kann nur dann gut werden, wenn ich vertraute Menschen, meine private Beleghebi und die Lieblings-CD dabei hab, sonst gibt es ganz sicher Probleme!" - denn das stimmt so verallgemeinert auf keinen Fall.

Geburtsplan und eine überlegte Wahl des Geburtsortes sind bestimmt eine sehr gute Sache - aber ob alles letztlich so läuft, wie es soll, liegt ohnehin nicht in unserer Hand. Selbstvertrauen zu haben und guten Mutes zu sein - das wäre für mich wohl der erste Rat an Schwangere.

LG;
Julia
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Nimue1212
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Re: Direkt nach Geburt stillen?

Beitrag von Nimue1212 »

jusl hat geschrieben:
Vorher? Ist bestimmt nicht einfach in den Dienstplan so mitzumischen. Hab hehört, dass ne Bekannte von mir das so gewollt hat und die muß einen sehr hohen Betrag an Bereitschaftsgebühr oder so ans KKH bezahlen, so dass ihre Hebamme dann auch Dienst hat.
Ja, da sprichst Du einen wesentlichen Punkt an - nicht überall gibt es Beleghebammen, und nicht jeder kann sie sich leisten. Ich persönlich halte dies im Übrigen definitiv NICHT für "den einzigen Rat", den man Schwangeren geben sollte. Es gibt zwar werdende Mütter, die sich absolut nicht vorstellen können "mit Fremden" zu gebären (für einige von ihnen ist das das wesentliche Argument für Hausgeburten), aber viele Frauen bekommen ihre Kinder ohnehin eher "mit sich", und ihnen ist im Endeffekt relativ egal, wer dabei um sie herumspringt. Günstig ist es, eine liebe Person als Begleitung zur Geburt mitzunehmen (Mann, beste Freundin, eigene Mutter,...), die im Fall der Fälle mit einschreiten kann und z.B. die Interessen von Mutter und Kind evtl. besser vertreten kann als die Mutter selbst. Das ist eine schöne "Aufgabe" für den werdenden Vater (und damit hätte er auch wirklich üüüüberhaupt keinen Grund mehr, sich irgendwie "nutzlos" oder "überflüssig" zu fühlen), bedarf kaum Organisationsarbeit vorher und ist zudem kostenlos.
Auf jeden Fall ist es ungünstig, im Vorfeld die allgemeine Erwartungshaltung zu schüren à la "Meine Geburt /mein Stillstart kann nur dann gut werden, wenn ich vertraute Menschen, meine private Beleghebi und die Lieblings-CD dabei hab, sonst gibt es ganz sicher Probleme!" - denn das stimmt so verallgemeinert auf keinen Fall.

Geburtsplan und eine überlegte Wahl des Geburtsortes sind bestimmt eine sehr gute Sache - aber ob alles letztlich so läuft, wie es soll, liegt ohnehin nicht in unserer Hand. Selbstvertrauen zu haben und guten Mutes zu sein - das wäre für mich wohl der erste Rat an Schwangere.

LG;
Julia

Mir fällt dazu noch ein, dass man, wenn es mit der Beleghebamme nicht klappt, vielleicht eine Doula mit in den Kreissaal nehmen kann. Die kann wahrscheinlich noch besser die Interessen der Gebärenden vertreten als es der werdende Vater kann (jedenfalls wäre das bei uns wohl so) und zusätzlich hätte man auch noch eine liebevolle Betreuung.
Liebe Grüße
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jusl
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Re: Direkt nach Geburt stillen?

Beitrag von jusl »

Doulas sind allerdings oft NOCH teuer ;-)
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Re: Direkt nach Geburt stillen?

Beitrag von Julinka »

Ich habe meinen Sohn im Stehen -an der Fensterbank abgestützt- geboren. Als er da war habe ich mich erstmal auf den Geburtshocker hinter mir gesetzt und mich an meinen Mann angelehnt. Ohne daß mein Sohn vermessen oder gewaschen wurde, hat ihn mir die Hebamme direkt in den Arm gelegt und hat noch ein Tuch um uns gelegt und schon hat der Kleine an meiner Brust gesaugt! Wunderschön!

Auch danach waren wir noch ca. eine halbe Stunde bis Stunde im Kreißsaal, ich habe ihn dort auch noch ein zweites Mal gestillt.

Das war übrigens kein babyfreundliches Krankenhaus, trotzdem ist es schön verlaufen.
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nwsurgeon
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Re: Direkt nach Geburt stillen?

Beitrag von nwsurgeon »

Hallo entschuldigt wenn ich jetzt etwas penetrant bin, aber das ist mir wichtig,
jusl hat geschrieben:Ja, da sprichst Du einen wesentlichen Punkt an - nicht überall gibt es Beleghebammen, und nicht jeder kann sie sich leisten. Ich persönlich halte dies im Übrigen definitiv NICHT für "den einzigen Rat", den man Schwangeren geben sollte.
ich wollte damit sagen, dass das der eine Ratschlag ist auf den ich mich beschränke, wenn ich mich mit einer werden Mama unterhalte, da er mir der wichtigste ist, ich kann sie ja nicht mit allen "Weisheiten" auf einmal volltexten.
Naschkatze hat geschrieben:Vorher? Ist bestimmt nicht einfach in den Dienstplan so mitzumischen. Hab hehört, dass ne Bekannte von mir das so gewollt hat und die muß einen sehr hohen Betrag an Bereitschaftsgebühr oder so ans KKH bezahlen, so dass ihre Hebamme dann auch Dienst hat.
Es gibt Beleghebammen, die haben mit dem Dienstplan im KH nix zu tun. Mit denen kann frau in der Regel den Geburtsort frei wählen (zu Hause, evtl. Geburtshaus oder KH), auch noch nach Beginn der Geburt (z.B. doch zu Hause bleiben). Die Bereitschaftgebühr meiner Hebamme waren ca. 200€, dazu kam eine Betriebskostenpauschale des Geburtshauses, die seit (ich glaub) 2008 von der Krankenkasse übernommen werden muß. Also bleibt frau meist "nur" auf der Bereitschaftsgebühr sitzen.
jusl hat geschrieben:Auf jeden Fall ist es ungünstig, im Vorfeld die allgemeine Erwartungshaltung zu schüren à la "Meine Geburt /mein Stillstart kann nur dann gut werden, wenn ich vertraute Menschen, meine private Beleghebi und die Lieblings-CD dabei hab, sonst gibt es ganz sicher Probleme!" - denn das stimmt so verallgemeinert auf keinen Fall.
das hatte für mich persönlich nichts mit Erwartungshaltung ("perfekte Geburt") zu tun, sondern ich will wissen, wem ich mich und mein Kind anvertraue, denn ich bin sicherlich unter der Geburt nicht mehr in der Lage eine Entscheidung zu treffen oder auszudiskutieren.

Alles Liebe
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Naschkatze
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Re: Direkt nach Geburt stillen?

Beitrag von Naschkatze »

200€ können wir uns dafür nicht leisten !(meine Bekannte zahlt 300€)
Mit der ausgesuchten Klinik bin ich zwar nicht so zufrieden, aber ist halt in der Nähe und ich kenne alles und jeden da. Von ganz Fremden wollte ich mich auch nicht betreuen/versorgen lassen. Geburtshaus wäre eh viel zu weit weg (abgesehn davon, dass mein Mann dagegen wär).
Werde mal nach diesem Plan suchen, er hat dann aufzupassen, was sie mit mir anstellen wollen!
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Nimue1212
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Re: Direkt nach Geburt stillen?

Beitrag von Nimue1212 »

Vielleicht kannst du ja dann mit deinem Geburtsplan in der Klinik vorbeischauen und den schonmal hinterlegen. Anmelden muss man sich ja eh vorher...
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Cerellia
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Re: Direkt nach Geburt stillen?

Beitrag von Cerellia »

Mein Sohn ist erstmal zum Absaugen weggetrage worden :cry: , dann hat man ihn mir schreiend auf die Brust gelegt und ich habe versucht, ihn anzulegen, konnte es aber noch nicht. Ich habe die Hebamme um Hilfe gebeten, die hat einmal kurz seinen Kopf an meinen Busen gedrückt, er hat weiter geschrien und sie meinte, wenn er nicht will, kann man nichts machen :roll: Dann ist erstmal die U1 gemacht worden (inklusive ungefragtem Vitamin K :? ), der Papa hat ihn gehalten und auch beruhigt :D und dann habe ich ihn wieder gekriegt und konnte ihn auch stillen - ca. eine halbe Stunde nach der Geburt.
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