Da gibts also definitiv noch Aufklärungsbedarf, gerade in den Geburtsvorbereitungskursen, damit nicht so viele Mütter verzweifelt und enttäuscht das Stillen aufgeben müssen.
Warum sagt niemand, wie schwierig Stillen sein kann?
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Schokomonster
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Re: Warum sagt niemand, wie schwierig Stillen sein kann?
Hm, also ich wusste von diesen Problemen auch nicht. Meine Kleine lag nach der Geburt sofort an meiner Brust und wusste gleich Bescheid. Auch später gab es bis auf wunde Brustwarzen und nach einigen Wochen mal meiner stressbedingten und angelesenen Angst, nicht genug Milch zu haben, keine Schwierigkeiten. Allerdings hat es mich gewundert, dass alle möglichen Leute (Hebamme, andere Mütter, Schwiegermutter, Arzt usw.) so oft nachfragten, ob denn beim stillen alles klappt. Für mich wars selbstverständlich. Wenn ich nun hier lese, dass es Kinder gibt, die es scheinbar nicht von Anfang an können, erklärt sich das Nachfragen dann aber.
Da gibts also definitiv noch Aufklärungsbedarf, gerade in den Geburtsvorbereitungskursen, damit nicht so viele Mütter verzweifelt und enttäuscht das Stillen aufgeben müssen.
Da gibts also definitiv noch Aufklärungsbedarf, gerade in den Geburtsvorbereitungskursen, damit nicht so viele Mütter verzweifelt und enttäuscht das Stillen aufgeben müssen.
Zwei Mausekinder - sehnlichst erwartet und von Tag zu Tag mehr geliebt
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Meli 307
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Re: Warum sagt niemand, wie schwierig Stillen sein kann?
ich gehöre auch zu denjenigen, die dachten , Stillen ist ganz einfach.nie im Leben hätte ich erwartet daß das so schwierig sein kann.
okay, im KH hab ich die Frauen auch immer nur 3-6 Tage betreut, das danach habe ich ja nie erlebt...ich war der irrigen Meinung, die Nachsorge-hebi besorgt den Rest...
trotz einigem Wissen und etwas Erfahrung damit bin ich sang-und klanglos baden gegangen.und hab jeweils nach 2 Wochen entnervt aufgegeben, nicht zuletzt auf Druck und Anraten der Hebammen.
jetzt seit dem dritten Kind weiß ich auch, daß das Kind eben auch mitmachen muß.
von Stillproblemen und wie man sie löst hab ich vorher nie etwas gehört.die Nachsorge-hebis haben jedesmal gesagt, das Kind kapierts halt nicht., da ist nix zu machen.und ich habs geglaubt.
okay, im KH hab ich die Frauen auch immer nur 3-6 Tage betreut, das danach habe ich ja nie erlebt...ich war der irrigen Meinung, die Nachsorge-hebi besorgt den Rest...
trotz einigem Wissen und etwas Erfahrung damit bin ich sang-und klanglos baden gegangen.und hab jeweils nach 2 Wochen entnervt aufgegeben, nicht zuletzt auf Druck und Anraten der Hebammen.
jetzt seit dem dritten Kind weiß ich auch, daß das Kind eben auch mitmachen muß.
von Stillproblemen und wie man sie löst hab ich vorher nie etwas gehört.die Nachsorge-hebis haben jedesmal gesagt, das Kind kapierts halt nicht., da ist nix zu machen.und ich habs geglaubt.
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LunaSelina
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Re: Warum sagt niemand, wie schwierig Stillen sein kann?
Es ist allerdings auch sehr frustierend, wenn das Andocken problemlos klappt, das Kind dauerstillt, alles bestens scheint und das Baby trotzdem seehr viel abnimmt, anstelle von zunimmt. Da ist das Milchpulver leider lebenswichtig.
Ich habe mir das Stillen beim 2. Kind anderes vorgestellt (beim ersten hatte ich auch zugefüttert, dachte im Nachhinein, es hätte andere Gründe gehabt).
Ich habe mir das Stillen beim 2. Kind anderes vorgestellt (beim ersten hatte ich auch zugefüttert, dachte im Nachhinein, es hätte andere Gründe gehabt).
LG
Luna 04/77 Sohnemännchen 05/07 kleiner Mann 06/2010
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Rosinchen
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Re: Warum sagt niemand, wie schwierig Stillen sein kann?
Bei mir hat sich am Anfang an der rechten Brust eine Rhagade (ich weiß nicht genau, wie es geschrieben wird) gebildet. Das ist wie ein eingerissener Mundwinkel, nur eben um die halbe Brustwarze rum. Ich hab geheult vor Schmerzen und alles mögliche an Mitteln versucht (Mother-mates-Einlagen, Wollfett, sämtliche Brustwarzensalben. Aber der kleine Vampir hatte einen Zug drauf, dass sofort jedes bißchen Haut, das zugeheilt war, wieder aufgeklafft ist). Meine Nachsorge-Hebamme meinte nur, dass es irgendwann vorbei geht. Nach drei Wochen war ich kurz vorm aufgeben. Aber dann hab ich mir Schonung verordnet, einfach rechts nur ausgestrichen oder mit der Handpumpe ganz sanft abgepumpt und der Spuk war innerhalb von 5 Tagen vorbei. Unserer Maus hab ich die ausgestrichene Milch dann mit einer Spritze in den Mund geträufelt, während sie an meinem Finger genuckelt hat. Dann bin ich nach vier Wochen zum ersten Mal in eine Stillgruppe und hab noch eine Lösung bekommen, die auf die Brust aufgeträufelt wird. Seitdem hatte ich keine Probleme mehr beim Stillen, auch keinen Milchstau o.ä.
Im Krankenhaus hatte mir die eine Krankenschwester gesagt "Stillen ist erst nach 4-6 Wochen schön." Stimmt!
Im Krankenhaus hatte mir die eine Krankenschwester gesagt "Stillen ist erst nach 4-6 Wochen schön." Stimmt!
Große Maus, geb. Juni 2009
Mittlerer Mäuserich, geb. Mai 2011
Kleine Maus, geb. Juli 2013
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allisa
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Re: Warum sagt niemand, wie schwierig Stillen sein kann?
Bei meinem ersten Sohn wurde das Stillen erst nach 3 langen Monaten schön und entspannt. Zum Glück ging es beim 2. dann schneller, aber auch da hat es 3 Wochen gedauert, bis ich keine Probleme mehr hatte.
Allisa, 2 Kinder, geb. 05 und 07
What will our children do in the morning if they do not see us fly?
— Rumi
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Re: Warum sagt niemand, wie schwierig Stillen sein kann?
huhu klimaforscherin,
ich seh das auch so... es heisst immer "jede Frau kann stillen", und man bekommt das gefühl, eine totale Versagerin zu sein, wenn es nicht klappt... Mein Großer hat in der leider stillfeindlichen Neo eine Saugverwirrung bekommen, sie haben ihm kurz nach dem Not-KS eine Flasche reingedrückt und damit war es schon aus, bevor wir überhaupt anfangen konnten. Was haben wir alles versucht. Ich war todunglücklich, habe gefühlt ewig abgepumpt, damit er wenigstens MuMi bekommt, musste aber trotzdem zufüttern, weil es einfach nicht gereicht hat mit der Pumperei...
So ging ich mit viel Angst und Skepsis zum zweiten Mal zum KS, diesmal geplant (eine natürliche Geburt wegen der Vorgeschichte mit vorzeitigerPlazentalösung leider nicht möglich) und in einer anderen Klinik... als klar wurde, dass auchdieses Kind etwas intensivmedizinische Betreuung braucht, lief mein Mann gleich auf die Station und warnte alle vor, dass unsere Tochter nicht ungefragt eine Flasche bekommen darf... die hielten sich daran, ich konnte sie immerhin 7 Stunden später anlegen, und was soll ich sagen, sie hat es einfach gemacht... wir hatten so ein Glück, konnten einfach losstillen, und es gab bis heute nie nennenswerte Probleme.
Hätte ich gleich beim ersten Kind so ein Erlebnis gehabt, würde ich heute vielleicht auch denken, dass Stillen ja wohl kein Problem ist... so weiß ich, wie nervenaufreibend das sein kann... aber ich glaube, viele trauen sich auch nicht, öffentlich zuzugeben, dass sie Stillprobleme hatten, denn "die perfekte Mutter" hat ja sowas nicht
ich seh das auch so... es heisst immer "jede Frau kann stillen", und man bekommt das gefühl, eine totale Versagerin zu sein, wenn es nicht klappt... Mein Großer hat in der leider stillfeindlichen Neo eine Saugverwirrung bekommen, sie haben ihm kurz nach dem Not-KS eine Flasche reingedrückt und damit war es schon aus, bevor wir überhaupt anfangen konnten. Was haben wir alles versucht. Ich war todunglücklich, habe gefühlt ewig abgepumpt, damit er wenigstens MuMi bekommt, musste aber trotzdem zufüttern, weil es einfach nicht gereicht hat mit der Pumperei...
So ging ich mit viel Angst und Skepsis zum zweiten Mal zum KS, diesmal geplant (eine natürliche Geburt wegen der Vorgeschichte mit vorzeitigerPlazentalösung leider nicht möglich) und in einer anderen Klinik... als klar wurde, dass auchdieses Kind etwas intensivmedizinische Betreuung braucht, lief mein Mann gleich auf die Station und warnte alle vor, dass unsere Tochter nicht ungefragt eine Flasche bekommen darf... die hielten sich daran, ich konnte sie immerhin 7 Stunden später anlegen, und was soll ich sagen, sie hat es einfach gemacht... wir hatten so ein Glück, konnten einfach losstillen, und es gab bis heute nie nennenswerte Probleme.
Hätte ich gleich beim ersten Kind so ein Erlebnis gehabt, würde ich heute vielleicht auch denken, dass Stillen ja wohl kein Problem ist... so weiß ich, wie nervenaufreibend das sein kann... aber ich glaube, viele trauen sich auch nicht, öffentlich zuzugeben, dass sie Stillprobleme hatten, denn "die perfekte Mutter" hat ja sowas nicht
Bilingual German-American family wrapping away!
L. 6.2.2008
C. 5.5.2010
E. 22.6.2013
In liebevollem Gedenken an K. (8.11.1963-19.5.2001) und little K. (*19.5.2009, 14. SSW)
L. 6.2.2008
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In liebevollem Gedenken an K. (8.11.1963-19.5.2001) und little K. (*19.5.2009, 14. SSW)
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JamLuMa
- Herzlich Willkommen
- Beiträge: 3
- Registriert: 12.07.2010, 13:41
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Re: Warum sagt niemand, wie schwierig Stillen sein kann?
Bei mir war es genau anders herum.
Mein großer ist ein Flaschenkind und den kleinen wollte ich dann um jeden Preis stillen.
Ich bekam von allen Seiten zu hören, ich solle mich nicht zu sehr reinsteigern, bei manchen klappt es gar nicht.Dann kamen Horrorstories über fehlende Milch und tagelang durchschreiende Kinder, eine Freundin erzählte mir, ihre Tochter hätte irgendwann nur noch Blut getrunken ansttt Milch, weil ihre BW so belutet hätten. Fast jeder sagte, ich solle mir das nicht so einfach vorstellen und dass es am Anfang meist tierisch weh tut.
Dann wurde Jamie per Notsectio geboren und kam direkt in eine Kinderklinik.
Am Tag danach fragte ich mal nach einer Pumpe, dann hab ich auf eigene Faust immer abgepumpt und in der Klinik versucht mein Kind zwischendurch anzulegen, was aber nie klappte, da er ja ständig gefüttert und sondiert wurde und demzufolge nie richtig Hunger hatte.
Zu Hause pumpte ich dann erst, aber nach wenigen Tagen blieb die Milch weg. Kurze Mail an eine Stillberaterin von der LLL, die mir zu Stillhütchen und Anlegen riet. Genau das Tat ich und von diesem Tag an stillten wir völlig problemlos und immer schmerzfrei, bis Jamie sich mit 13 Monaten selbst abstillte.
Jetzt bei Maja stell ich mich aufs schlimmste ein, aber im Prinzip vertraue ich einfach darauf, dass wir beide das schon hinkriegen
Mein großer ist ein Flaschenkind und den kleinen wollte ich dann um jeden Preis stillen.
Ich bekam von allen Seiten zu hören, ich solle mich nicht zu sehr reinsteigern, bei manchen klappt es gar nicht.Dann kamen Horrorstories über fehlende Milch und tagelang durchschreiende Kinder, eine Freundin erzählte mir, ihre Tochter hätte irgendwann nur noch Blut getrunken ansttt Milch, weil ihre BW so belutet hätten. Fast jeder sagte, ich solle mir das nicht so einfach vorstellen und dass es am Anfang meist tierisch weh tut.
Dann wurde Jamie per Notsectio geboren und kam direkt in eine Kinderklinik.
Am Tag danach fragte ich mal nach einer Pumpe, dann hab ich auf eigene Faust immer abgepumpt und in der Klinik versucht mein Kind zwischendurch anzulegen, was aber nie klappte, da er ja ständig gefüttert und sondiert wurde und demzufolge nie richtig Hunger hatte.
Zu Hause pumpte ich dann erst, aber nach wenigen Tagen blieb die Milch weg. Kurze Mail an eine Stillberaterin von der LLL, die mir zu Stillhütchen und Anlegen riet. Genau das Tat ich und von diesem Tag an stillten wir völlig problemlos und immer schmerzfrei, bis Jamie sich mit 13 Monaten selbst abstillte.
Jetzt bei Maja stell ich mich aufs schlimmste ein, aber im Prinzip vertraue ich einfach darauf, dass wir beide das schon hinkriegen
Liebe Grüße von Selina mit
Lucien *18. Oktober 2005
Jamie *13. September 2007 und
Maja im Bauch ET 09.11.2010
Lucien *18. Oktober 2005
Jamie *13. September 2007 und
Maja im Bauch ET 09.11.2010
- Sabsi
- Dipl.-SuT
- Beiträge: 5352
- Registriert: 19.09.2007, 00:29
Re: Warum sagt niemand, wie schwierig Stillen sein kann?
Es gibt aber auch wirklich Kinder, die "machen es einfach". Bei meiner Großen hatte ich - dem Krankenhaus sei Dank
- anfangs auch Probleme. Zu der fehlenden Hilfe kam bei ihr Probleme mit dem Bili dazu, aber, spätestens jetzt, wo ich gesehen habe, dass es auch anders geht, bin ich mir sicher, dass wir uns viel Streß und Ärger hätten durch kompetente Hilfe ersparen können damals. Ich weiß gar nicht mehr, ob ich vorher mal gehört hatte, dass Stillen schmerzhaft sein kann - ich "wusste" von einer Freundin, dass die Milch nicht unbedingt reichen muss und es sein kann, dass man zufüttern muss oder gar nicht stillen kann, aber dass man u.U. für eine erfüllte Stillzeit erst mal kämpfen muss, das wusste ich glaub ich nicht.
Jetzt beim Sohnemann war das Stillen von anfang an problemlos. Ich war noch "drin", weil die Große ja auch noch stillt, er hat gleich - so mit etwa 30 Minuten - gestillt wie ein Großer. Meine Nachsorgehebi war jedes mal begeistert, "wie der da ran geht", er KONNTE es einfach
Und er TAT es, die ersten Wochen quasi den ganzen Tag
Wäre ich da nun eine uninformierte Erstmama gewesen, ich hätte trotz des traumhaften Stillstarts, 100 % zugefüttert, Ich hätte sicher gedacht, es kann ja nicht sein, dass ein Baby sooo viel stillt, der wird doch nur nicht satt, weil ich nicht genug Milch hatte... Mit meiner eigenen Erfahrung bei der Großen, mit meinem angelesenen Wissen hier aus SuT und mit meiner tollen Hebamme, die ganz meine Schiene fährt, konnte ich nun meinen Stillstart absolut genießen. Der Zwerg nahm von anfang an zu, ich hatte nie (das allerdings aber auch nicht bei der Großen) wunde BW, Milcheinschuss kam recht früh und zwar merklich aber nicht schmerzhaft, Bub wurde das Mekonium am ersten Tag los und wurde nur gaaaaaaanz minimal und ganz kurz mal gelblich... na und das anfängliche Dauerstillen habe ich einfach hingenommen, er sollte in Ruhe auf der Welt ankommen, und so hatte ich im Wochenbett eben meistens ein Kind an der Brust 
Liebe Grüße,
Sabsi
Jetzt beim Sohnemann war das Stillen von anfang an problemlos. Ich war noch "drin", weil die Große ja auch noch stillt, er hat gleich - so mit etwa 30 Minuten - gestillt wie ein Großer. Meine Nachsorgehebi war jedes mal begeistert, "wie der da ran geht", er KONNTE es einfach
Liebe Grüße,
Sabsi
... das Leben geht weiter weil es muss ... es hält nicht an ... nur weil Du stehen bleibst ...
Tochter 3/07 und Sohn 4/10
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