Tragekundige Ärzte/Orthopäden/Psychologen gesucht
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luna24
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Re: Tragekundige Ärzte/Orthopäden/Psychologen gesucht
Ich bin Psychologin und tragende Mama und arbeite im Bereich der Bindungsforschung. Falls Interesse besteht, melde Dich gerne per PN.
- kaehde
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Re: Tragekundige Ärzte/Orthopäden/Psychologen gesucht
Hallo,
evtl. noch Frau Dr. Kirkilionis:
kirkilionis@verhaltensbiologie.com
und/oder Dr. Renz-Polster:
herbert.renz-polster@kinder-verstehen.de
Viele Grüße,
Katja
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Viele Grüße,
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Katja mit Benjamin (32.0 SSW, 02/05)
und Rebecca (02/08 )
Das Wichtigste im Leben sind ja sowieso die gelebten Beziehungen und die Liebe, die man schenkt und bekommt. (duduja)
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pisces
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Re: Tragekundige Ärzte/Orthopäden/Psychologen gesucht
hey, das find ich toll, das das Thema nochmal aufgegriffen wird 
Kind 1 11/2007
Kind 2 02/2011
Kind 3 07/2014
Alles passiert aus einem bestimmten Grund, auch wenn wir ihn manchmal nicht gleich sehen.
- cocotte
- ist nicht mehr wegzudenken
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Re: Tragekundige Ärzte/Orthopäden/Psychologen gesucht
Ich bin Dir leider auch keine Hilfe (mein KiA befürwortet das Tragen zwar sehr, aber ich glaube nicht, dass er so sehr propagiert, dass er dazu ein Interview geben würde).
Das unterschreib ich mal ganz dick und fett! Ganz große klasse find ich das, vielen Dank für dein großes Engagement und dass du die Anregungen von hier so positiv aufgenommen hast! Und ich bin schon sooooo gespannt auf die Fotos! *freufreufreu*Seerose hat geschrieben:Wow!
Ich kann leider nichts beitragen, aber ein ganz großes Lob an Dich, daß Du das Thema nochmal so fundiert angehst bzw. daß Du das so durchsetzen konntest.
S. mit großem Mädchen *04/08 und fast großem Mädchen *02/10 und kleinem Mädchen *12/14 und winzigem Sternenbübchen *+11/17 im Herzen
Nicht müde werden
sondern dem Wunder
leise
wie einem Vogel
die Hand hinhalten.
Hilde Domin
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- Inken
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Re: Tragekundige Ärzte/Orthopäden/Psychologen gesucht
Super! Auf die Ausgabe der ELTERN freue ich mich sehr.
Ein Problem bei Deiner Suche nach Experten wird vielleicht sein, daß es wenige gibt, die ihr Wissen aus erster Hand haben. Ich bin selbst Ärztin und begeisterte Tragemama - davon gibt es viele
- und ich kenne die Schriften der hier schon zitierten Spezialisten für dieses Thema. Aber das macht mich noch lange nicht zur Expertin. Und das dürfte mit vielen Kinderärzten, die sich für das Tragen aussprechen, nicht anders sein... Theorien zu den Vorteilen des Tragens sind sehr überzeugend. Aber wirklich beweisen ... wer kann das schon?
Liebe Grüße
Ein Problem bei Deiner Suche nach Experten wird vielleicht sein, daß es wenige gibt, die ihr Wissen aus erster Hand haben. Ich bin selbst Ärztin und begeisterte Tragemama - davon gibt es viele
Liebe Grüße
Mama von drei wundervollen Kindern
- Alexandra
- Homo sapiens SuTtensis
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Re: Tragekundige Ärzte/Orthopäden/Psychologen gesucht
Das, was Inken schreibt, habe ich bisher auch so erlebt.
Grundsätzlich möchte ich sagen, daß es eh schwierig sein dürfte, eine Schädigung, die beim (jungen) Erwachsenen auftritt, tatsächlich auf das ein oder andere Ereignis in der Kindheit zurückzuführen.
Da kommt so viel zusammen.
Veranlagung des Kindes - was dem einen schadet, kann das andere ewig lang tolerieren. Summe der Belastungen - folgt auf suboptimales Tragen vielleicht eine Kindheit vorm Fernseher mit zu schwerem Schulranzen? Wie sieht die Freizeitgestaltung aus? Halten sich Sitzen und Bewegung die Waage? Wo bewegt sich das Kind - weicher oder fester Untergrund?
Ich denke, das könnte man noch eine ganze Weile so fortführen.
Die Art des Tragens - nämlich stark angehockt und leicht gespreizt, ist die einzig logische Schlussfolgerung aus der Anatomie des Säuglings, leicht nachzuvollziehen aus den Behandlungsmethoden der Hüftdysplasie. Der (im Schlaf bzw. beim Neugeborenen) gerundete Rücken ergibt sich ganz automatisch beim Anhocken durch die gelenkige Verbindung von Wirbelsäule und Becken.
Auch die Erkenntnisse aus der Erwachsenenmedizin sprechen da eine deutliche Sprache. So ist man seit einigen Jahren weg gekommen von der Empfehlung, sich möglichst aufrecht zu halten hin zum Rat, eine gesunde Mischung aus aufrechter Haltung und entspannendem "Herumlümmeln" zu praktizieren.
Die Erkenntnisse über Entwicklung und Aufbau von Hüftgelenken, Wirbelsäule und Bandscheiben sind nicht geheim und überall nachlesbar.
Was mir hingegen schon häufig begegnet ist, das ist, daß gewisse Rückschlüsse nicht unbedingt gezogen werden von Fachleuten. Zeigt man sie hingegen auf, erntet man zustimmendes Nicken - ist ja alles logisch
Heißt im Klartext, daß der unschlagbare Vorteil des Tragetuches und die genaue Wahl der Tragehilfe (ncht überspreizt, aber auch nicht mit herabhängenden Beinen) so logisch ist, daß es eigentlich keine Ärzte mehr braucht, die das unterschreiben. Nett ist das aber natürlich trotzdem - der Deutsche (?? kommt mir manchmal so vor
) fährt auf chefisches Abnicken einfach ab 
Ähm, Faden verloren, wollte noch was schreiben.
Egal.
Gut informiert ist auch der Osteopath Alexander Klawunde aus Dresden, gib mal bei Suchmaschinchen ein, kommt gleich die Adresse
Doch, jetzt hab ichs wieder! Ich denke, wenn wir uns anschauen, WIE doch so manche Kinder transportiert werden, dann kann man manches Mal nur noch auf Schadensbegrenzung plädieren. Ich zitiere hier gern das, was Dr. Biedermann (KiSS-Spezialist) zu mir sagte, als ich ihn fragte: Hauptsache Tragen und bloß nicht in einen Buggy setzen. Ihm selbst sei die Art der Tragehilfe da völlig egal.
Okay, ich sollte ihn mir mal vornehmen
Wie gesagt, ich selbst sehe das komplett anders - denn "Hauptsache Tragen" muss heutzutage eben nicht mehr eine schlechte Tragehilfe sein, der Markt hat sich in den letzten Jahren erfreulicherweise mit wirklich guten und erschwinglichen Produkten gefüllt. Und nur, weil etwas vielleicht im ersten Moment nicht unbedingt schadet, muss ich es doch nicht machen, denke ich. Zumindest würden das die meisten Eltern bei anderen Dingen auch so sehen: ein Schlückchen Likör schadet auch als einmalige Gabe sicherlich keinem Kind. Und trotzdem würde niemand sagen, naja, dann mach halt, so lange es nicht zu oft und zu lange ist...
Aber DAS schreibst Du sicherlich nicht im Heft 
Lass uns einfach telefonieren, wenn Du magst!
Liebe Grüße Alex
Grundsätzlich möchte ich sagen, daß es eh schwierig sein dürfte, eine Schädigung, die beim (jungen) Erwachsenen auftritt, tatsächlich auf das ein oder andere Ereignis in der Kindheit zurückzuführen.
Da kommt so viel zusammen.
Veranlagung des Kindes - was dem einen schadet, kann das andere ewig lang tolerieren. Summe der Belastungen - folgt auf suboptimales Tragen vielleicht eine Kindheit vorm Fernseher mit zu schwerem Schulranzen? Wie sieht die Freizeitgestaltung aus? Halten sich Sitzen und Bewegung die Waage? Wo bewegt sich das Kind - weicher oder fester Untergrund?
Ich denke, das könnte man noch eine ganze Weile so fortführen.
Die Art des Tragens - nämlich stark angehockt und leicht gespreizt, ist die einzig logische Schlussfolgerung aus der Anatomie des Säuglings, leicht nachzuvollziehen aus den Behandlungsmethoden der Hüftdysplasie. Der (im Schlaf bzw. beim Neugeborenen) gerundete Rücken ergibt sich ganz automatisch beim Anhocken durch die gelenkige Verbindung von Wirbelsäule und Becken.
Auch die Erkenntnisse aus der Erwachsenenmedizin sprechen da eine deutliche Sprache. So ist man seit einigen Jahren weg gekommen von der Empfehlung, sich möglichst aufrecht zu halten hin zum Rat, eine gesunde Mischung aus aufrechter Haltung und entspannendem "Herumlümmeln" zu praktizieren.
Die Erkenntnisse über Entwicklung und Aufbau von Hüftgelenken, Wirbelsäule und Bandscheiben sind nicht geheim und überall nachlesbar.
Was mir hingegen schon häufig begegnet ist, das ist, daß gewisse Rückschlüsse nicht unbedingt gezogen werden von Fachleuten. Zeigt man sie hingegen auf, erntet man zustimmendes Nicken - ist ja alles logisch
Heißt im Klartext, daß der unschlagbare Vorteil des Tragetuches und die genaue Wahl der Tragehilfe (ncht überspreizt, aber auch nicht mit herabhängenden Beinen) so logisch ist, daß es eigentlich keine Ärzte mehr braucht, die das unterschreiben. Nett ist das aber natürlich trotzdem - der Deutsche (?? kommt mir manchmal so vor
Ähm, Faden verloren, wollte noch was schreiben.
Egal.
Gut informiert ist auch der Osteopath Alexander Klawunde aus Dresden, gib mal bei Suchmaschinchen ein, kommt gleich die Adresse
Doch, jetzt hab ichs wieder! Ich denke, wenn wir uns anschauen, WIE doch so manche Kinder transportiert werden, dann kann man manches Mal nur noch auf Schadensbegrenzung plädieren. Ich zitiere hier gern das, was Dr. Biedermann (KiSS-Spezialist) zu mir sagte, als ich ihn fragte: Hauptsache Tragen und bloß nicht in einen Buggy setzen. Ihm selbst sei die Art der Tragehilfe da völlig egal.
Okay, ich sollte ihn mir mal vornehmen
Wie gesagt, ich selbst sehe das komplett anders - denn "Hauptsache Tragen" muss heutzutage eben nicht mehr eine schlechte Tragehilfe sein, der Markt hat sich in den letzten Jahren erfreulicherweise mit wirklich guten und erschwinglichen Produkten gefüllt. Und nur, weil etwas vielleicht im ersten Moment nicht unbedingt schadet, muss ich es doch nicht machen, denke ich. Zumindest würden das die meisten Eltern bei anderen Dingen auch so sehen: ein Schlückchen Likör schadet auch als einmalige Gabe sicherlich keinem Kind. Und trotzdem würde niemand sagen, naja, dann mach halt, so lange es nicht zu oft und zu lange ist...
Lass uns einfach telefonieren, wenn Du magst!
Liebe Grüße Alex
Liebe Grüße von Alex mit dem ganz Großen 05/00, dem Großen 06/04, dem ziemlich Großen 01/08, der Pferdenärrin 11/13 an der Hand und Mondmädchen Luna Nicole (*+ 9/11) für immer im Herzen
Tragekinder - "Mein" Kindersachbuch zum Tragen
"Ich ehre das Leben... In tiefer Dankbarkeit..." alequito
Ließe der Mensch sich genügen, so hätte er Ruhe. Jakob Böhme
Tragekinder - "Mein" Kindersachbuch zum Tragen
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- ist mit Leidenschaft dabei
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Re: Tragekundige Ärzte/Orthopäden/Psychologen gesucht
Hallo Alex und Co,
ich verstehe genau, was Ihr meint. Und ich finde, die "natürliche Anatomie des Säuglings" ist ein sehr wichtiges und belastbares Argument, da braucht es nicht noch Studien zur Schädlichkeit weniger ergonomischer Tragehilfen. Insofern: Keine Sorge, all diese Aspekte werden selbstverständlich in meinem Text ihren Raum finden, gerade auch was Du über die Parallelen zur Physiologie der Erwachsenen beschreibst, Alex. Und mir ist auch klar, dass nicht jeder Kinderarzt das Rad neu erfinden und Tragestudien machen kann, trotzdem wäre es gut, noch ein, zwei Kinderärzte stellvertretend nennen zu können, die einfach sagen: Ich empfehle Eltern das Tragen aus diesen und jenen Gründen.
Die Aufgabe, die ich mir mit diesem Artikel gesteckt habe, ist aber eben nicht nur die logischen Vorzüge des korrekten Tragens darzustellen, sondern darüber hinaus auch diverse Behauptungen, die einem im Zusammenhang mit dem Thema Tragen immer wieder begegnen, mal auf den Zahn zu fühlen. Wenn der BB wirklich zu Hodenquetschungen führen kann, dann müsste sich doch ein Arzt finden, der das bestätigen kann bzw. so einen Fall schon mal in seiner Praxis hatte. Sonst würde ich *dieses* Argument unter der Kategorie "Mythos" verbuchen - was ja trotzdem nicht heißt, dass es nicht andere gute Gründe geben kann, die gegen die Tragehilfe sprechen.
Ich finde den Minimalansatz - Hauptsache Tragen, egal wie - auch nicht optimal. Und ich sehe da auch Parallelen: Wir schreiben ja auch nicht, Hauptsache, Ihr Kind kriegt was zu essen, egal was. Sondern geben da auch Empfehlungen ab. Nur: Das Tragen ist noch nicht so selbstverständlich in der Gesellschaft wie das Füttern von Babys. Und deshalb müssen wir irgendwie den Spagat schaffen, die Eltern erstmal abzuholen, wo sie stehen, und ihnen zu vermitteln, dass Tragen etwas ist, bei dem man gar nicht so viel falsch machen kann. Und ein zentrales Argument pro Tragen, die Nähe zwischen Eltern und Kind, ist ja tatsächlich bei allen Tragen gegeben. Und dann, in einem zweiten Schritt, kann man vorsichtig ansetzen und sagen: Ihr füttert nicht "irgendwelches" Essen, ihr kauft nicht "irgendwelches" Spielzeug, und so wie es geeigneteres und weniger geeignetes Essen oder Spielzeug für Kinder gibt, so gibt es auch besser und weniger gut geeignete Tragehilfen. Und Ihr solltet Euch und Eurem Kind eine richtig gute gönnen! Es ist halt nur ganz schwierig, das so zu vermitteln, dass nicht einige Eltern gleich wieder abgeschreckt werden, weil sie denken: Oh, wenn das doch so kompliziert ist und man so viel falsch machen kann, lasse ich's besser. Und das Gefühl kann eben aufkommen, wenn man in der Beratung und Aufklärung zu sehr auf das Optimum fixiert ist.
Ich selbst halte mich für eine recht trageerfahrene und überdurchschnittlich tragekundige Mama, habe viel gelesen, mich informiert und viel, viel getragen. Und trotzdem geht es mir, wenn ich manche Threads lese über Mütter, die "falsch" tragen, dass ich denke: Hey, die könnte auch mich gesehen haben. Denn ich kann natürlich nicht garantieren, dass ich mit meiner ältere Tochter, die ich im gesamtem 1. Lebensjahr ausschließlich getragen habe, nicht auch mal in einer schlecht gebundenden Wickelkreuztrage unterwegs war. Und trotz vieler Informationen, die ich mir zum Thema eingeholt habe, habe ich vergangenen Sonntag von Alex zum ersten Mal gehört, dass Komforttragen wie der Beco eigentlich erst ab dem Sitzalter - bei meiner jüngeren Tochter also jetzt - geeignet sind. Ich habe sie aber bestimmt schon seit vier Monaten darin getragen, in dem Gefühl, es wirklich ganz richtig zu machen, weil sie ja in Hock-Spreiz-Haltung sitzt (dachte ich).
Liebe Grüße,
Nora
ich verstehe genau, was Ihr meint. Und ich finde, die "natürliche Anatomie des Säuglings" ist ein sehr wichtiges und belastbares Argument, da braucht es nicht noch Studien zur Schädlichkeit weniger ergonomischer Tragehilfen. Insofern: Keine Sorge, all diese Aspekte werden selbstverständlich in meinem Text ihren Raum finden, gerade auch was Du über die Parallelen zur Physiologie der Erwachsenen beschreibst, Alex. Und mir ist auch klar, dass nicht jeder Kinderarzt das Rad neu erfinden und Tragestudien machen kann, trotzdem wäre es gut, noch ein, zwei Kinderärzte stellvertretend nennen zu können, die einfach sagen: Ich empfehle Eltern das Tragen aus diesen und jenen Gründen.
Die Aufgabe, die ich mir mit diesem Artikel gesteckt habe, ist aber eben nicht nur die logischen Vorzüge des korrekten Tragens darzustellen, sondern darüber hinaus auch diverse Behauptungen, die einem im Zusammenhang mit dem Thema Tragen immer wieder begegnen, mal auf den Zahn zu fühlen. Wenn der BB wirklich zu Hodenquetschungen führen kann, dann müsste sich doch ein Arzt finden, der das bestätigen kann bzw. so einen Fall schon mal in seiner Praxis hatte. Sonst würde ich *dieses* Argument unter der Kategorie "Mythos" verbuchen - was ja trotzdem nicht heißt, dass es nicht andere gute Gründe geben kann, die gegen die Tragehilfe sprechen.
Ich finde den Minimalansatz - Hauptsache Tragen, egal wie - auch nicht optimal. Und ich sehe da auch Parallelen: Wir schreiben ja auch nicht, Hauptsache, Ihr Kind kriegt was zu essen, egal was. Sondern geben da auch Empfehlungen ab. Nur: Das Tragen ist noch nicht so selbstverständlich in der Gesellschaft wie das Füttern von Babys. Und deshalb müssen wir irgendwie den Spagat schaffen, die Eltern erstmal abzuholen, wo sie stehen, und ihnen zu vermitteln, dass Tragen etwas ist, bei dem man gar nicht so viel falsch machen kann. Und ein zentrales Argument pro Tragen, die Nähe zwischen Eltern und Kind, ist ja tatsächlich bei allen Tragen gegeben. Und dann, in einem zweiten Schritt, kann man vorsichtig ansetzen und sagen: Ihr füttert nicht "irgendwelches" Essen, ihr kauft nicht "irgendwelches" Spielzeug, und so wie es geeigneteres und weniger geeignetes Essen oder Spielzeug für Kinder gibt, so gibt es auch besser und weniger gut geeignete Tragehilfen. Und Ihr solltet Euch und Eurem Kind eine richtig gute gönnen! Es ist halt nur ganz schwierig, das so zu vermitteln, dass nicht einige Eltern gleich wieder abgeschreckt werden, weil sie denken: Oh, wenn das doch so kompliziert ist und man so viel falsch machen kann, lasse ich's besser. Und das Gefühl kann eben aufkommen, wenn man in der Beratung und Aufklärung zu sehr auf das Optimum fixiert ist.
Ich selbst halte mich für eine recht trageerfahrene und überdurchschnittlich tragekundige Mama, habe viel gelesen, mich informiert und viel, viel getragen. Und trotzdem geht es mir, wenn ich manche Threads lese über Mütter, die "falsch" tragen, dass ich denke: Hey, die könnte auch mich gesehen haben. Denn ich kann natürlich nicht garantieren, dass ich mit meiner ältere Tochter, die ich im gesamtem 1. Lebensjahr ausschließlich getragen habe, nicht auch mal in einer schlecht gebundenden Wickelkreuztrage unterwegs war. Und trotz vieler Informationen, die ich mir zum Thema eingeholt habe, habe ich vergangenen Sonntag von Alex zum ersten Mal gehört, dass Komforttragen wie der Beco eigentlich erst ab dem Sitzalter - bei meiner jüngeren Tochter also jetzt - geeignet sind. Ich habe sie aber bestimmt schon seit vier Monaten darin getragen, in dem Gefühl, es wirklich ganz richtig zu machen, weil sie ja in Hock-Spreiz-Haltung sitzt (dachte ich).
Liebe Grüße,
Nora
- Alexandra
- Homo sapiens SuTtensis
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Re: Tragekundige Ärzte/Orthopäden/Psychologen gesucht
Liebe Nora,
da haben wir genau den richtigen Ansatz!
Ich kenne diesen Spagat aber auch, wenngleich ich auch meist erst an späterer Stelle ansetze(n muss), als Du. Immerhin - die Leute, die sich an mich wenden, egal ob hier im Forum, in der Trageberatung oder den Ausbildungskursen, sind so weit, DASS sie tragen wollen.
Gerade hier auf Forumsebene ist es aber nicht immer leicht, zum einen wirklich tiefgehende Fragen umfassend zu beantworten, ohne damit vielleicht Leuten, die es anders gemacht haben, vor den Kopf zu stoßen.
Daher berate ich im Forum anders, als in der Familie. Aber da sist ja eh klar
Ich denke, wer hier ins SuT kommt und liest, der kann vielleicht schon abgeschreckt werden und zur Ansicht gelangen, daß Tragenm etwas ganz schrecklich Kompliziertes ist. Dennoch ist es uns auch ganz wichtig, die teils ja schon ins Detail gehenden Fragen nach bestem Wissen und Gewissen zu beantworten - und trotzdem auch immer wieder die Leichtigkeit des Tragens zu betonen.
Von daher ist es mir durchaus bewusst, daß es schwierig ist, Familien dort abzuholen, wo sie stehen,w enn man das über ein Massenmedium tut. Und die Eltern ist ja noch "massiger", als mein Forum
Ganz klar daher, daß Du / Ihr da auch vollkommen anders herangehen müsst - wenn es selbst hier, wo doch überwiegend gut informeirte Leute lesen, schon teils zu heftigen Verunsicherungen kam, in welch größerem Ausmaß muss das dann bei Euch der Fall sein.
Aber ich denke, Dein Anstatz ist wirklich toll und bin sicher, daß der Artikel klasse wird! Wenns "nur"
darum geht, daß ein Arzt sage, Tragen ist toll und ich empfehle es weil..., dann werde ich sehr gern unseren HAusarzt fragen, ob er sich äußern möchte.
Zur BB-Hoden-Sache: mir ist eine Beraterin bekannt, die das gehört oder mitbekommen hat. Ich werde sie nachfragen. Aber mir ist tatsächlich kein Fall einer Hodenquetschung / Symphysenverformung bekannt, der BELEGBAR durch die Verwendung einer schlechten Trage wäre. Daher rate ich bei solchen Aussagen auch immer zu äußerster Vorsicht. Und wie Dus chreibst - es gibt genug andere Gründe, die gegen die Verwendung solcher Tragen sprechen
Liebe Grüße Alex
da haben wir genau den richtigen Ansatz!
Ich kenne diesen Spagat aber auch, wenngleich ich auch meist erst an späterer Stelle ansetze(n muss), als Du. Immerhin - die Leute, die sich an mich wenden, egal ob hier im Forum, in der Trageberatung oder den Ausbildungskursen, sind so weit, DASS sie tragen wollen.
Gerade hier auf Forumsebene ist es aber nicht immer leicht, zum einen wirklich tiefgehende Fragen umfassend zu beantworten, ohne damit vielleicht Leuten, die es anders gemacht haben, vor den Kopf zu stoßen.
Daher berate ich im Forum anders, als in der Familie. Aber da sist ja eh klar
Ich denke, wer hier ins SuT kommt und liest, der kann vielleicht schon abgeschreckt werden und zur Ansicht gelangen, daß Tragenm etwas ganz schrecklich Kompliziertes ist. Dennoch ist es uns auch ganz wichtig, die teils ja schon ins Detail gehenden Fragen nach bestem Wissen und Gewissen zu beantworten - und trotzdem auch immer wieder die Leichtigkeit des Tragens zu betonen.
Von daher ist es mir durchaus bewusst, daß es schwierig ist, Familien dort abzuholen, wo sie stehen,w enn man das über ein Massenmedium tut. Und die Eltern ist ja noch "massiger", als mein Forum
Aber ich denke, Dein Anstatz ist wirklich toll und bin sicher, daß der Artikel klasse wird! Wenns "nur"
Zur BB-Hoden-Sache: mir ist eine Beraterin bekannt, die das gehört oder mitbekommen hat. Ich werde sie nachfragen. Aber mir ist tatsächlich kein Fall einer Hodenquetschung / Symphysenverformung bekannt, der BELEGBAR durch die Verwendung einer schlechten Trage wäre. Daher rate ich bei solchen Aussagen auch immer zu äußerster Vorsicht. Und wie Dus chreibst - es gibt genug andere Gründe, die gegen die Verwendung solcher Tragen sprechen
Liebe Grüße Alex
Liebe Grüße von Alex mit dem ganz Großen 05/00, dem Großen 06/04, dem ziemlich Großen 01/08, der Pferdenärrin 11/13 an der Hand und Mondmädchen Luna Nicole (*+ 9/11) für immer im Herzen
Tragekinder - "Mein" Kindersachbuch zum Tragen
"Ich ehre das Leben... In tiefer Dankbarkeit..." alequito
Ließe der Mensch sich genügen, so hätte er Ruhe. Jakob Böhme
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EhMiws
Re: Tragekundige Ärzte/Orthopäden/Psychologen gesucht
Hallo Du,
ich finde dass sehr gut, dass du in der nächsten ELTERN einen Bericht übers (richtige) Tragen machst. Ich freu mich schon jetzt auf die Ausgabe
Mein Sohn und ich sind noch Trage Anfänger, aber es klappt doch schon recht gut! Wir wohnen hier auf dem Lande ( wie man immer so schön sagt), es gibt hier weit und breit kaum Mütter/ Väter die ihre Babys/Kinder tragen. Daher sind wir hier echte Exoten. Meistens "gestehen" einem dann Mütter, dass sie ihr Kind auch gerne getrgen hätten aber dann nach 2 - 3 Versuchen gefrustet aufgegeben haben. Vielleicht kann man daher in deinem Bericht nochmal auf Trageberaterinnen aufmerksam machen?
Ich wusste bis ich durch ZUfall auf SuT gestoßen bin rein gar nichts von einer Trageberatung und mir kam es auch nicht in den Sinn bei Google "Trageberatung" einzugeben
Und so gehts sicherlich vielen.
Lg
fra
ich finde dass sehr gut, dass du in der nächsten ELTERN einen Bericht übers (richtige) Tragen machst. Ich freu mich schon jetzt auf die Ausgabe
Mein Sohn und ich sind noch Trage Anfänger, aber es klappt doch schon recht gut! Wir wohnen hier auf dem Lande ( wie man immer so schön sagt), es gibt hier weit und breit kaum Mütter/ Väter die ihre Babys/Kinder tragen. Daher sind wir hier echte Exoten. Meistens "gestehen" einem dann Mütter, dass sie ihr Kind auch gerne getrgen hätten aber dann nach 2 - 3 Versuchen gefrustet aufgegeben haben. Vielleicht kann man daher in deinem Bericht nochmal auf Trageberaterinnen aufmerksam machen?
Ich wusste bis ich durch ZUfall auf SuT gestoßen bin rein gar nichts von einer Trageberatung und mir kam es auch nicht in den Sinn bei Google "Trageberatung" einzugeben
Lg
fra
- Muschelsucherin
- SuT-Legende
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- Registriert: 24.11.2008, 14:12
- Wohnort: Wetteraukreis
Re: Tragekundige Ärzte/Orthopäden/Psychologen gesucht
Das finde ich einen guten Hinweis. Vielleicht kannst du auch schreiben, wo man nach einer Trageberatung suchen kann.
Das hier ist ja kein kommerzielles Forum und deswegen wäre das ja auch keine Schleichwerbung, nicht?
Das hier ist ja kein kommerzielles Forum und deswegen wäre das ja auch keine Schleichwerbung, nicht?

