antibiotika bei brustentzündung
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antibiotika bei brustentzündung
Ich habe anlässlich eines Berichtes im Fernsehen folgende theoretische Frage:
es gibt doch schon antibiotika, die man gegen eine Brustentzündung nehmen kann, und die einem das Weiterstillen trotzdem ermöglichen, oder?
es gibt doch schon antibiotika, die man gegen eine Brustentzündung nehmen kann, und die einem das Weiterstillen trotzdem ermöglichen, oder?
elica aus der Schweiz mit Mädel (Juli 09), Junge (Halloween 11) und Minimädel (Juli 14)
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jusl
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Re: antibiotika bei brustentzündung
Ja. Es gibt - sowohl theoretisch wie auch höchst praktisch
- eine ganze Reihe an stillverträglichen Antibiotika, die zur Behandlung von bakterieller Brustentzündung (und natütrlich auch anderen bakteriellen Infektionen) geeignet sind.
LG,
Julia
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- Seerose
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Re: antibiotika bei brustentzündung
Bei einer üblen Mastitis MUSST Du die sogar nehmen (41 Fieber, extrem hohe Entzündungswerte) und zusätzlich SOLLTEST Du weiterstillen und zwar so viel wie möglich, weil das eben auch zur Besserung/Heilung beträgt. Auch wenn das in der Tat die Hölle ist, weil die "kranke" Brust ja eh schon so schmerzt ohne das ein Kind dran saugt.elica hat geschrieben: es gibt doch schon antibiotika, die man gegen eine Brustentzündung nehmen kann, und die einem das Weiterstillen trotzdem ermöglichen, oder?
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Seerose
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jusl
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Re: antibiotika bei brustentzündung
Danke für diesen Hinweis, Seerose. Wobei die Indikation für eine AB-Therapie keineswegs erst bei "41° und extrem hohen Entzündungszeichen" vorliegt, sondern schon bedeutend früher. Erhöhte Temperatur (ab ca. 38°) und grippeähnliche Krankheitsgefühle weisen zusammen mit dem Brustsymptom deutlich auf ein Mastitis hin, der eigentlich nicht mehr mit klassischen Hausmitteln beizukommen ist, sondern die in der Tat antibiotisch behandelt werden sollte. Und völlig richtig ist: Weiterstillen ist ein wichtiger Teil der Therapie. Denn mangelnde Entleerung kann der Verlauf der Erkrankung erheblich verschlimmern (mögliche Komplikationen sind dann z.B. Übertritt von Milch ins umliegende Gewebe, was heftige Entzündungszeichen und Schwellungen verursacht, Gewebeschäden durch übermäßige Schwellung, Vernarbungen des Gewebes, bis hin zu Abszessbildung und Stauungsinvolution).
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Re: antibiotika bei brustentzündung
Oh nein, das sollte keine HINWEIS sein.jusl hat geschrieben:Danke für diesen Hinweis, Seerose.
Klar, ich seh schon, ich sollte wieder länger schreiben, immer wenn ich abkürze, stimmt's inhaltlich nicht mehr.Wobei die Indikation für eine AB-Therapie keineswegs erst bei "41° und extrem hohen Entzündungszeichen" vorliegt, sondern schon bedeutend früher.
Ich seh nur so oft hier im Forum Beiträge wie "hey, ich hab ne Mastitis, was mach ich denn jetzt, mach ich überhaupt was?" und wundere mich dann, weil ich mit meiner plötzlich auftauchenden Mastitis nicht mehr in der Lage war etwas zu schreiben geschweige denn per Pedes ins Khs zu kommen. Daraus schließe ich einfach, es gibt wohl ganz "harmlose" Brustentzündungen die recht lockerflockig wieder vorbeigehen können.
Ich sag ja, der Fachmann bist Du.Erhöhte Temperatur (ab ca. 38°) und grippeähnliche Krankheitsgefühle weisen zusammen mit dem Brustsymptom deutlich auf ein Mastitis hin, der eigentlich nicht mehr mit klassischen Hausmitteln beizukommen ist, sondern die in der Tat antibiotisch behandelt werden sollte. Und völlig richtig ist: Weiterstillen ist ein wichtiger Teil der Therapie. Denn mangelnde Entleerung kann der Verlauf der Erkrankung erheblich verschlimmern (mögliche Komplikationen sind dann z.B. Übertritt von Milch ins umliegende Gewebe, was heftige Entzündungszeichen und Schwellungen verursacht, Gewebeschäden durch übermäßige Schwellung, Vernarbungen des Gewebes, bis hin zu Abszessbildung und Stauungsinvolution).
Ich hab damals echt Glück gehabt, bin gerade noch um Drainage, Herausschneiden etc. drumrum gekommen.
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jusl
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Re: antibiotika bei brustentzündung
Ich stimme Dir auch völlig zu - die Verläufe können schon unterschiedlich empfunden werden, von "Oh, ich dachte es wär nur ein kleiner Milchstau - war aber ne Brustentzündung", bis "Hilfe, ich sterbe" ist wohl alles normal
LG,
Julia
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Re: antibiotika bei brustentzündung
danke für eure bestätigung. es gab eben letzthin in einer CH-Sendung einen Bericht übers Stillen, der mich total aufgeregt hat. Es ging vor allem darum, dass der Druck, zu stillen, mittlwerweile zu gross sei. Als Beispiel wurde dann eine Frau gezeigt, die eine Mastitis hatte, wegen Antibiose nicht mehr stillen durfte (laut Bericht) und dann die Flasche gegeben hat. Sie hat die "Rückkehr" zum Stillen nicht mehr geschafft und sich deshalb schlecht gefühlt. Sie erzählt dann von dem immensen Druck und fast schon Mobbing von anderen Mamis.
Ich glaube zwar auch, dass der Druck mittlerweile gross ist. Aber wichtig finde ich zu betonen, dass es ganz offensichtlich immer noch nicht genug Unterstützung für die Frauen gibt. Zu wenig Stillberatungen, zu wenig Fachwissen (eben z.B. über STillfreundliche Antibiotika) bei den Ärzten, etc.
Ich glaube zwar auch, dass der Druck mittlerweile gross ist. Aber wichtig finde ich zu betonen, dass es ganz offensichtlich immer noch nicht genug Unterstützung für die Frauen gibt. Zu wenig Stillberatungen, zu wenig Fachwissen (eben z.B. über STillfreundliche Antibiotika) bei den Ärzten, etc.
elica aus der Schweiz mit Mädel (Juli 09), Junge (Halloween 11) und Minimädel (Juli 14)
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Re: antibiotika bei brustentzündung
dachte mir, dass du wegen diesem bericht im CH-fernsehen fragst. mich hat das nämlich auch gewaltig aufgeregt.
ist ja gut und recht, dass man nicht um jeden preis stillen muss, aber grad wieder ins andere extrem einschlagen muss es doch auch nicht. zudem nerven mich immer diese unfachlichen aussagen. wenigstens war die LLL im experten-telefonteam vertreten. ansonsten war ich von diesem stillbeitrag extrem enttäuscht.
danke jusl für deine immer wieder tollen fachlichen infos. du bist einfach goldwert. müsste ich wohl mal in meine statisik als interne weiterbildung vermerken. das lernpotential ist bei deinen beiträgen immer wieder riesig. *blumenreich*
grüessli
flädi
danke jusl für deine immer wieder tollen fachlichen infos. du bist einfach goldwert. müsste ich wohl mal in meine statisik als interne weiterbildung vermerken. das lernpotential ist bei deinen beiträgen immer wieder riesig. *blumenreich*
grüessli
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Tochter 2005, Sohn 2007 und Tochter 2010
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Re: antibiotika bei brustentzündung
wer die sendung sehen möchte:
http://videoportal.sf.tv/video?id=9314 ... 2616b79a26
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- elica
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Re: antibiotika bei brustentzündung
hab denen jetzt einen saftigen Kommentar geschrieben.
Ich weiss selbst, wie schwierig das Stillen sein kann (eine Frau hat im Beitrag ganz entsetzt gesagt: "manchmal hat es sogar weh getan!!!" - ich selbst habe mehrere Tage lang weinend gestillt vor Schmerzen). Ich verstehe es auch, wenn Frauen aufgeben. Ich selbst hätte auch aufgegeben, hätte ich mein Mami nicht gehabt, welche mir gut zugeredet und mich gestärkt hat. ABER: die sollten in einem solchen Beitrag doch die Frauen ermuntern, sich noch mehr Hilfe und Rat zu holen, sich nicht von unwissenden Ärzten verunsichern zu lassen, sich für sich und ihr Kind stark zu machen, etc. Ich finde auch, man sollte öfter sagen, dass das Stillen oftmals nicht einfach und so intuitiv ist, wie man es sich vielleicht vorstellt, aber DASS SICH DAS DURCHHALTEN LOHNT!
Ich weiss selbst, wie schwierig das Stillen sein kann (eine Frau hat im Beitrag ganz entsetzt gesagt: "manchmal hat es sogar weh getan!!!" - ich selbst habe mehrere Tage lang weinend gestillt vor Schmerzen). Ich verstehe es auch, wenn Frauen aufgeben. Ich selbst hätte auch aufgegeben, hätte ich mein Mami nicht gehabt, welche mir gut zugeredet und mich gestärkt hat. ABER: die sollten in einem solchen Beitrag doch die Frauen ermuntern, sich noch mehr Hilfe und Rat zu holen, sich nicht von unwissenden Ärzten verunsichern zu lassen, sich für sich und ihr Kind stark zu machen, etc. Ich finde auch, man sollte öfter sagen, dass das Stillen oftmals nicht einfach und so intuitiv ist, wie man es sich vielleicht vorstellt, aber DASS SICH DAS DURCHHALTEN LOHNT!
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