MUSS man eigentlich zu den U-Untersuchungen?

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GwAMg

Re: MUSS man eigentlich zu den U-Untersuchungen?

Beitrag von GwAMg »

Hat sie ihm das Stethoskop vorher nicht gezeigt? Unser Doc kitzelt die Kids immer etwas, dann tastet er den Bauch abdann zeigt er ihnen das Stehtoskop und erklärt es etwas udn sagt auch "ich horch jetzt mal kurz ab..." das einzige was M nicht zugelassen hat war, dass er ihre Scheide anschaut, aber das war dann für ihn auch OK, er fragte ob Verklebungen da seien und gut wars...bei der U7a wars dann gar kein Problem mehr...
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Muschelsucherin
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Re: MUSS man eigentlich zu den U-Untersuchungen?

Beitrag von Muschelsucherin »

Doch, sie wollte ihm sogar das Stethoskop in die Hand geben und SIE abhören lassen.
Wollte er nicht "Nein, nein, weg, weg".

Kitzeln wollte sie ihn auch, fand er schrecklich.
Liebe Grüße von B. mit Bär (März 2008), Maus (März 2010) und

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ClauWi-Trageberaterin GK
Paniclady
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Re: MUSS man eigentlich zu den U-Untersuchungen?

Beitrag von Paniclady »

Baba hat geschrieben: Dann kam sie mit dem Ohrleuchtedings an und er schrie nur noch wie am Spieß.
Spätestens da hätte ich das ganze eigentlich abbrechen müssen.
Aber was hättest du damit deinem Kind vermittelt? --> "Das muss ja wirklich was richtig Gefährliches sein, wenn Mama mich davor beschützt".
Ich bin wirklich weit davon entfernt, mich zur "da müssen sie durch"-Fraktion zu zählen. Aber ich finde es schon wichtig, meinem Kind eindeutige Signale zu geben, die ihm helfen, die Welt zu verstehen. Und dazu gehört für mich, dass ich ihm klar zeige, dass "In die Ohren gucken" kein Grund für Megapanik ist. Das Kind kann das ja von sich aus nicht wissen, insofern ist es schon nachvollziehbar, wenn die Arztinstrumente erstmal Angst hervorrufen. Aber ich als Erwachsene kann die Situation einordnen und meinem Kind vermitteln: "Das ist nichts Wildes, wir machen das jetzt schnell, und dann ist es auch gleich wieder gut".
Ich möchte dich bestimmt nicht angreifen, soll einfach ein Denkanstoß in eine andere Richtung sein.
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Muschelsucherin
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Re: MUSS man eigentlich zu den U-Untersuchungen?

Beitrag von Muschelsucherin »

Mein Kind war vor Panik aber nicht mehr zugänglich für Erklärungen.
Meinst du, ich habe nicht versucht ihm zu erklären was gemacht wird? Er KONNTE mir gar nicht mehr zuhören, weil er so Angst hatte.
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ClauWi-Trageberaterin GK
Paniclady
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Re: MUSS man eigentlich zu den U-Untersuchungen?

Beitrag von Paniclady »

Ich meinte ehrlich gesagt auch keine gezielten Erklärungen, sondern eher "Kind festhalten - Ruhe ausstrahlen - in die Ohren gucken lassen". Aber das hast du ja scheinbar sowieso gemacht, wie ich deine Beschreibung verstanden habe. Ich finde nur nicht, dass du dafür ein schlechtes Gewissen haben musst, weil du die Sache nicht abgebrochen hast.
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Sabsi
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Re: MUSS man eigentlich zu den U-Untersuchungen?

Beitrag von Sabsi »

mmh, dieses Ruhe ausstrahlen und durchziehen klingt jetzt für mich, aus meiner Position heraus mit einem Kind, das sich problemlos untersuchen lässt, auch ganz easy. Wir hatten aber eine Situation bei der U7a, wegen der ich mir Mika beim Abhören gut vorstellen kann. Leni hatte, bevor die Ärztin rein kam, die Instrumente auf der Liege gesehen. Stetoskop kannte sie noch vom letzten mal ("Mama, ist das das für so machen?" und stupst sich dabei im Brustbereich an), daneben das Ohrguckding hat ihr der Papa erklärt, und dann lag da noch das Hämmerchen für die Reflexe. Ohne sich was dabei zu denken, hat mein Mann auf ihr Nachfragen erklärt "Das ist ein Hammer, und mit dem haut Dir die Frau Doktor aufs Knie" Ich hab Lenis Blick in dem Moment aufgefangen, versucht zu schlichten "Nur ganz leicht, tut nicht weh", aber da war mir schon klar, dass das Thema durch ist. Die Untersuchung war problemlos, abhören, Ohren gucken... und dann hat die KiÄ nach dem Hammer gegriffen, Leni hat "Nein" gebrüllt, ist aufgesprungen und quasi in mich reingekrochen. Absolute Angst in den Augen. Klar, sie kennt es, wenn der Opa mit dem Hammer Nägel in die Wand haut, und das will man nicht am Knie haben :) Auf diesen Teil der Untersuchung haben wir dann einvernehmlich verzichtet, die Ärztin hat von selbst gleich gesagt "Na, dann lassen wir das" und hat gar nicht probiert, Leni zu ködern oder uns zum "Durchsetzen" zu bewegen.

Als sie zwei, drei Wochen später wegen Husten (KiGa-Kumplel hatte Bronchitis und ich wollte das vorm WE abgesichert haben) nochmal dort war, hat sie hinterher ihrer Oma gesagt, dass die "Wau Dotor" aber den Hammer nicht genommen hat... Fast ein bisschen traumatisiert, das arme Kind...

Liebe Grüße,
Sabsi
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Re: MUSS man eigentlich zu den U-Untersuchungen?

Beitrag von Paniclady »

Ja, es ist ne schwierige Sache. Aber dein Beispiel zeigt ganz gut was ich meine: Klar, dass sie nun nicht wissen kann, dass die Sache in der Tat ganz harmlos ist und der Hammer jetzt womöglich in irgendwelchen "Horrorvorstellungen von der Frau Doktor" noch in ihrem Kopf herumgeistert. Da ist halt die Frage, was ist das größere Übel fürs Kind. Ich persönlich würde es dann wohl sinnvoller finden, das Kind in dem akuten Moment damals zumindest mit dem Hämmerchen kurz anzutippen, zu sagen "So macht man das - schon vorbei", und es danach zu Hause nochmal in Ruhe aufzuarbeiten, evtl. nochmal nachzuspielen o.ä.
Oder pauschal gesagt: Ich finde, es macht wenig Sinn, sein Kind vor harmlosen Dingen zu "beschützen", weil es logischerweise den Eindruck vermittelt, da gäbe es in der Tat einen wichtigen Grund dafür, wenn Mama das nicht zulässt.
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Sabsi
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Re: MUSS man eigentlich zu den U-Untersuchungen?

Beitrag von Sabsi »

Und ich finde, es macht viel Sinn, meinem Kind zu vermitteln, dass ich auf seine Ängste eingehe und es ernst nehme...
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Re: MUSS man eigentlich zu den U-Untersuchungen?

Beitrag von Muschelsucherin »

Sabsi hat geschrieben:Und ich finde, es macht viel Sinn, meinem Kind zu vermitteln, dass ich auf seine Ängste eingehe und es ernst nehme...
Unterschreib....
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