Also da ich es generell interessant finde über Ernährung zu reden, antworte ich mal, wenn Du erlaubst.
tonia1976 hat geschrieben:Ja was der Schulmediziener gesagt hat, war schon teilweise ziemlicher Quatsch. Dennoch mit der Verdauung hatte er recht: Man muss schon darauf achten.
Na klar, ich kenne Leute die haben sich Monate ins Verderben gestürzt weil sie dachten 100% Vollkorn sei ihr Essen der Wahl - dabei haben sie es in keinster Weise vertragen.
Aber die Leute, die Ohren und Augen haben, nahmen ihn auch nicht ganz ernst.
Ich denke halt immer bei solchen Sendungen, daß genau die Leute die sich mit sog. Junkfood ernähren es von solchen Leuten wieder bestätigt bekommen, daß es genau so richtig ist wie sie sich ernähren. Und daß diese dann weiter damit leben daß angeblich ihre Fett- und Schwabbelsucht rein erblicher Ursache ist und man eh nichts dagegen machen könne.
Seerose hat geschrieben:Auf dem Land ist es wohl machbar, aber verlockend stell ich mir es nicht vor das Pflanzenzeug unabgewaschen aus dem Wald zu essen.
In der Rohkostwelt gelten andere Regeln. Dort kann man ruhig sagen: Meine beste Freundin heißt Salmonelle

Ich kann mich nicht erinnern wann ich etwas das letzte mal gewaschen habe: Es ist so zusagen eine natürliche Impfung. Aber es ist schon eine andere Dimension. Wildpflanzen tuen einfach dem Körper sehr gut, das kann ich nicht beschreiben.
Nun gut, das eine kann ich verstehen, also von wegen die Freundin Salmonelle etc. Aber wenn an dem Waldstück jetzt ne Autobahn vorbeiführt, dann gehört das für mich nicht mehr zu "natürlichen Impfungen".

Wie soll ich sagen, ich hätte keine Angst vor "natürlichen" Giften (wobei ich weiß daß die Gifte in der Natur teilweise schlimmer sind als die aus dem Chemielabor - in Gedenken an meinen Chemielehrer...

) aber vor denen, die Menschen angerichtet haben.
Magst Du noch was zu Wildpflanzen schreiben, was Du da genau meinst mit "sie tun dem Körper sehr gut"...? Sind sie sehr bekömmlich... oder..? Ich find's total interessant, nicht daß ich Urköstlerin werden möchte, aber ich finde man soll schon rein wissensmäßig offen für alles sein.
Noch dazu würde mich der Fuchsbandwurm stören
Da gabs es schon in Medien eine Entwarnung. Den Kot sieht man ausserdem und man muss ja nicht dort essen, wo Kot liegt. Ausserdem überleben die Parasiten nur ein paar Stunden ausserhalb des Tieres.
Ist klar, ich weiß schon, daß da viel Panikmache in den Medien war. Fiel mir nur gerade als erstes ein..
und der bayerische Waldboden ist nach wie vor kontaminiert von Tschernobyl. Gerade manche Speisepilze hier sind außergewöhnlich hoch belastet, auch Waldbeeren.
Dann ist nicht nur Waldbodern sondern auch die Felder (auch von Bio-Bauern) rundherum verseucht. Ich finde Waldboden jedoch am wenigsten problematisch, da er sich von alleine durch Pflanzen regeneriert - die Felder werden von den Menschen bewirtschaftet, da weißt die Natur schon besser Bescheid.
Hmmm, da hab ich wieder ganz anderes gehört, nämlich daß die Kontamination wesentlich geringer ist bei landwirtschaftlich genutzten Böden, eben wegen der unterschiedlichen Beschaffenheit. Wenn Du möchtest such ich Dir einen Link darüber raus. Aber wie gesagt, ich kann mir mein Wissen immer nur herauslesen, muß eben gewissen Untersuchungen vertrauen oder nicht, wirklich WISSEN tu ICH es ja nun nicht.
Moos wird garantiert nicht untersucht, da man dies wohl weniger als Speise für Menschen ansieht.
Für die Urköstler ist nur eine Notlösung für den Winter, da kaum Wildpflanzen gibt. Im Frühjahr gibt es dafür andere schmackhaftere Pflanzen. Obwohl wenn man die Pflanzen mit den leckeren reifen Früchten zusammen isst, übertönt man den Geschmack. Als Rohköstler hat man eh einen anderen Geschmack, viel sensibleren fürs Natürliche. Mein Sohn isst nur das was ihm schmeckt. Und so verpuzt er auch einiges an Wildpflanzen wenn sie wieder verfügbar sind.
Also interessant find ich es schon, vor allem die Vorstellung wie sensibel tatsächlich der Geschmack dann ist. Was ißt denn Dein Sohn für Wildpflanzen?
Ansonsten war die Sendung etwas nervig, aber unterhaltsam. Den Koch fand ich sehr sympatisch, da er so undogmatisch wirkte.
Genau das wollt ich auch schreiben über den Koch, aber dann fiel mir sein Name nicht ein. Ich verwechsel die alle, ob Schuhbeck oder Witzigmann oder wie sie alle heißen. Ich werd wohl nie das große Interesse für Kochsendungen verstehen was wohl seit Jahren vorherrscht. (Also Kochen ist ja ne schöne Sache, aber ständig im TV daraus ne Show machen..

) Ich hab aber genau diesen Koch schonmal gehört in irgendner Talkshow (glaub NDR) und da fand ich es total interessant was er so über Gewürze erzählt hatte. Also gerade was den gesundheitlichen Aspekt betrifft bzw. auch den verdauungstechnischen.
Also gerade wegen der Unterhaltsamkeit bitte immer wieder so was posten, auch wenn's Maischberger ist.
