Muss ich jetzt doch abstillen?

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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josch

Muss ich jetzt doch abstillen?

Beitrag von josch »

Meine Tochter stillt jetzt seit 17 Monaten. An ausbleibendem Milcheinschuss und schmerzenden Brustwarzen habe ich meine neue Schwangerschaft bemerkt. Ich bin jetzt in der 17. Woche. Leider wird dadurch unsere Stillbeziehung immer schwieriger. Ich habe erst versucht, tagsüber abzustillen, doch da die Milchmenge rapide zurückgegangen ist, wollte sie nachts quasi alle 15 Minuten andocken, was mir arge Schmerzen verursacht hat. So habe ich versucht, sie nur vor dem Einschlafen (abends und Tagschlaf) - jeweils wenn sie gut gegessen hat - und morgens zum Aufwachen zu stillen. Eigentlich dachte ich, dass es leidlich funktioniert. Leider funken uns mittels Grippaler Infekt, MD_Infekt, Eckzähne oben, Bronchitis, jetzt Eckzähne unten mit Durchfall ziemlich viele "Krisen" dazwischen und dementsprechend will sie dann auch öfter andocken. Doch sie bekommt nach wenigen ja Schlucken nichts mehr raus und fängt an, regelrecht zu wüten oder in Verzweiflung auszubrechen, ich weiss es nicht. Mir geht es dabei nicht gut, aber ich muss mich ihr verweigern und versuche zu kuscheln und alternativ Wasser anzubieten, wenn sie die Brust verlangt. Doch letzte Nacht zwischen 23 und 1 Uhr hat sie fast ununterbrochen fast panisch geweint und ihre "Mimi" verlangt, sie hat weder Alternativen (Wasser, Marmeldadenbrot) angenommen noch sich bekuscheln lassen - weder von mir noch von meinem Mann. Den Rest der Nacht hat sie hin und wieder 30 Minuten geschlafen.
Heute hat sie tagsüber auch oft die Brust verlangt, doch ich habe sie auf den Tagschlaf vertröstet. Doch vorm Tagschlaf ist das Gleiche passiert: Sobald sie keine Milch mehr rausbekommt, wechselt sie hektisch ständig von einer Brust zur anderen und fängt an wütend/panisch zu werden, bis ich den Loop unterbreche, indem ich ihr sage, dass ich mich jetzt wieder anziehe und wir ...Wasser trinken, die Windel wechseln, aus dem Fenster gucken...whatever, Hauptsache Programmänderung. Danach wieder zum Einschlafkuscheln ausdrücklich ohne Brust. Das scheint zu funktionieren. Sie fragt zwar, doch wenn ich sie erst garnicht andocken lasse, kommt sie garnicht in diesen Panikloop rein und schläft dann auch.
Aber heisst das jetzt, ihr geht es besser, wenn ich abstille? Oder ist das garnicht ihre, sondern meine Krise und ihr Verhalten eine normale Phase? Eigentlich wollte ich ja durchhalten, doch ich bin gerade so unsicher...
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ellaundbo
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Re: Muss ich jetzt doch abstillen?

Beitrag von ellaundbo »

oh... ((((josch))))

ich kann dir leider gar nicht helfen, wollte dich aber nicht wegklicken. es kommen GANZ SICHER noch gute tipps und erfahrungsberichte für dich.
ich hoffe ihr kriegt das hiN!!

und: herzlich willkommen im forum!
josch

Re: Muss ich jetzt doch abstillen?

Beitrag von josch »

Danke, ellaundbo, deine Anteilnahme hat echt gutgetan - um mich herum weiss kaum jemand, dass ich die Mamsell noch stille. Dementsprechend wenig Verständnis hätte mein Umfeld auch für die Problematik.
Der Infekt ist jetzt überstanden. Wenn sie nachts nach der Brust verlangt, weint sie nicht mehr ganz so schlimm. Sie ist zwar erst beleidigt und dreht sich weg, trinkt irgendwann aber Kuhmilch, wenn sie ihr angeboten wird, da ich glaube, dass sie Hunger hat, da sie viel aufholen muss.
Mein Mann meint, ihr die Brust anzubieten, wäre, wie ihr einen leeren Becher tum Trinken zu geben - frustrierend.
Da kann er schon Recht haben, doch ich meine, das Nuckeln an der Brust braucht sie so sehr. Sie isst wieder gut und trinkt auch viel - demnach braucht sie rein ernährungstechnisch die Muttermilch nicht mehr. Allerdings sie fragt ziemlich oft nach "Mimi" und schläft die letzte Zeit auch auschließlich mit direktem Körperkontakt zu mir/auf mir. Also braucht sie das das Stillritual und die dazugehörige Nähe-oder interpretiere ich das falsch. Abstillen fühlt sich für mich zum jetzigen Zeitpunkt deshalb einfach falsch an, oder klammere ich etwa und sie merkt das?

Gibt es hier jemanden, der in der Schwangerschaft wenig Milch hatte und trotzdem das Stillen durchgehalten hat?
Wie war das? Welche Probleme hattet ihr und wie habt ihr sie gemeistert?
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ellaundbo
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Re: Muss ich jetzt doch abstillen?

Beitrag von ellaundbo »

josch hat geschrieben:Danke, ellaundbo, deine Anteilnahme hat echt gutgetan - um mich herum weiss kaum jemand, dass ich die Mamsell noch stille. Dementsprechend wenig Verständnis hätte mein Umfeld auch für die Problematik.
Der Infekt ist jetzt überstanden. Wenn sie nachts nach der Brust verlangt, weint sie nicht mehr ganz so schlimm. Sie ist zwar erst beleidigt und dreht sich weg, trinkt irgendwann aber Kuhmilch, wenn sie ihr angeboten wird, da ich glaube, dass sie Hunger hat, da sie viel aufholen muss.
Mein Mann meint, ihr die Brust anzubieten, wäre, wie ihr einen leeren Becher tum Trinken zu geben - frustrierend.
Da kann er schon Recht haben, doch ich meine, das Nuckeln an der Brust braucht sie so sehr. Sie isst wieder gut und trinkt auch viel - demnach braucht sie rein ernährungstechnisch die Muttermilch nicht mehr. Allerdings sie fragt ziemlich oft nach "Mimi" und schläft die letzte Zeit auch auschließlich mit direktem Körperkontakt zu mir/auf mir. Also braucht sie das das Stillritual und die dazugehörige Nähe-oder interpretiere ich das falsch. Abstillen fühlt sich für mich zum jetzigen Zeitpunkt deshalb einfach falsch an, oder klammere ich etwa und sie merkt das?

Gibt es hier jemanden, der in der Schwangerschaft wenig Milch hatte und trotzdem das Stillen durchgehalten hat?
Wie war das? Welche Probleme hattet ihr und wie habt ihr sie gemeistert?
also wenn sie nach der mimi fragt, dann ist abstillen sicherlich nicht angesagt :-). ich hab auch da leider keine erfahrungen, glaube aber das es hier einige im forum gibt denen auch die milch in der schwangerschaft weg blieb oder weniger wurde wo die kinder im prinzip trocken weiter gestillt haben. gibt sicherlich unterschiedliche varianten hier, luema hatte auch eine bestimmte problematik, vielleicht mag sie was schreiben, da weiß ich das es mit positivem ausgang war :-).
ich würde es ihr auf jeden fall die brust weiter anbieten, denn es geht auch um die nähe, das interpretierst du sicherlich ganz richtig.

schade das sich noch niemand mit echten erfahrungen gemeldet hat... ich hoffe es meldet sich noch jemand!
Luema
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Re: Muss ich jetzt doch abstillen?

Beitrag von Luema »

Hallo Josch
Ich lese das leider erst jetzt, sonst hätte ich viel früher geantwortet.
Ich war in einer ähnlichen Situation wie Du, als ich schwanger wurde, nur war meine Tochter da schon älter, nämlich 20Monate. Aber ob das sehr viel ausmacht, weiss ich nicht einmal.

Ich musste das Stillen in der Schwangerschaft ebenfalls drastisch reduzieren. Leider blieb mir keine andere Wahl, da ich zu Frühgeburtsbestrebungen neige und das Stillen sehr bald Wehen auslöste. Gerne hätte ich meine Tochter die ganze Schwangerschaft hindurch weitergestillt.
Um es ihr so einfach wie möglich zu machen, habe ich ziemlich bald Fixzeiten zum Stillen eingeführt. Selber habe ich darauf geachtet, viel zu trinken, um möglichst dennoch etwas Milch zu haben. Ausserdem versuchte ich, sie nicht hungrig stillen zu müssen, sondern eher zum Kuscheln. Sie sollte möglichst vorher etwas gegessen haben.
Diese Fixzeiten formulierte ich für L. dann so, dass sie es auch verstehen konnte. "Wenns morgens hell ist!" oder "nach dem Mittagsschlaf!" Natürlich fragte sie ständig zwischendurch, aber wenn ich ihr nochmals die nächste Fixzeit in Erinnerung rief, war sie zufrieden. In der Zeit haben wir ganz viel zusammen gemacht. Viel Bücher geguckt, was sie liebt, viel gekuschelt, Familienbett war selbstverständlich... sie sollte nebst dem Stillen kein bisschen Nähe verlieren.
Natürlich gab es ab und an Tränen. Es kam auch vor, dass ich einfach "einpacken" musste und sie in den Arm nehmen und trösten musste, diesen Konflikt dann auszuhalten war sehr schwer.
Mit der Zeit begann sie, das Stillen manchmal zu vergessen. Und irgendwann - war es ganz vorbei! Das war dann mit genau 24 Monaten. Ich war traurig darüber, aber wie es sich später herausstellte, war es sehr gut, denn in der 32. SSW lag ich mit Frühgeburtsgefahr für mehrere Wochen im Krankenhaus und hätte die Möglichkeit, L. zu stillen, nicht mehr gehabt. So abzustillen, wäre in meinen Augen grausam gewesen.

Das Schönste kam später: Luisa begann 2 Monate nach der Geburt ihres Brüderchens wieder zu stillen. Etwa ein Jahr lang stillten wir dann Tandem, und es war wunderschön. Mit 3 Jahren und 4 Monaten beschloss sie von heute auf morgen, das Stillen nicht mehr zu brauchen - und stillte sich einfach ab. Es war ein schönes, harmonisches und gutes Ende.

Ich wünsche Euch, dass Ihr Euren Weg findet! Ganz viel Kraft und Energie, viel Geduld und Liebe für Dich und Dein Kind!
Liebe Grüsse von Maria
mit kleiner Lady Bild (Jan.06), Sonnenschein Bild (Juni 08) und Herzkäferchen (August 2012)Bild
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Minchen
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Re: Muss ich jetzt doch abstillen?

Beitrag von Minchen »

WIr haben es "durchgezogen". Bei mir wurde die Milch weniger im zweiten Drittel und mein Sohn war damals erst 10 Monate alt und ein starker Trinker. Er fing zu der Zeit vermehrt an zu essen, hat hingenommen, dass nicht mehr viel Milch fließt. Wir hatten auch Infekte und er schien es nicht schlimm zu finden. Wenn ich das so lese, hab ich offenbar Glück gehabt.

Sicher, es gab auch Phasen, in denen ich gehadert habe, weil ich grad beim Einschlafstillen plötzlich immer sehr unruhig war, weil mich auch das Trockennuckeln so genervt hat. Umso schöner war es dann aber, als mein Kleiner zu Welt kam, die Milch einschoss und der Große sich plötzlich verschluckte beim Trinken, weil es mehr als genug war. Wir stillen noch immer tandem und ich bin froh, dass es geklappt hat. Grad die Zeit nach der Geburt hat er durch das Stillen meiner Meinung nach viel besser verkraftet. Und die Milch, die danach wieder kam (die hätte er ja ohne die erneute Geburt nie bekommen), tat ihm sichtlich gut: er war kaum krank und ist bis heute wenn immer nur leicht erkältet/krank und eine entzündete Hautstelle, die wir ewig nicht in den Griff bekamen, war auf einmal weg.

Ich würde es an Deiner Stelle auch reduzieren, wenn es Dir nicht gut geht damit. Und wenn es GAR NICHT geht, dann würde ich vielleicht auch abstillen. Aber wenn Du es durchhältst kann ich Dir versprechen, dass es irgendwann wieder richtig schön wird (vor allem, weil man damit mit dem großen Kind ne exklusive Kuschelzeit hat, die ohnehin selten wird mit zweien).
"Tanze mit Deinem Baby im Mondschein, wenn es die Nacht zum Tag macht, singe fröhliche Lieder mit Deinen Kindern im Regen, mache Kissenschlachten, matsche mit ihnen im Schlamm und springe in Pfützen, macht ein Picknick UNTERM Tisch - vergiss nie: in 20 Jahren wirst Du sagen, es war die schönste Zeit Deines Lebens!"
von Minchen mit Frühling (2008), Sommer (2009), Herbst (2013) und Winter (2011)
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malismama
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Re: Muss ich jetzt doch abstillen?

Beitrag von malismama »

Hallo!

Bei mir war es ähnlich, wie bei meinen Vorschreiberinnen: Meine Große war ca. 8 Monate als die Milch viel weniger wurde. Sie hat damals aber noch nicht viel gegessen. Auf anraten einer Bekannten habe ich ihr zusätzlich Hafermilch gegeben. Ob ich die heute auch wieder geben würde, weiß ich nicht, aber M. hat Kunstmilch immer sofort erbrochen, und zum Arzt deshalb wollte ich auch nicht, weil die hätten mich ja alle sofort abgestillt. War nämlich die Aussage im 5. Monat, als die SS festgestellt wurde.

Wir kämpften uns über die Zeit mit tw. Stillen und tw. Hafermilch und irgendwann war die Milch dann ganz weg und sie bekam nur mehr Hafermilch und konnte zu der Zeit auch schon ganz gut essen (war ca. 10 Monate). Dann eines Tages, ca. 1 Monat vor EGT war sie Mittags nach dem Schlafen sehr unrund und wollte auf einmal "Nam trinken", obwohl sie seit über einem Monat nicht mehr gestillt hatte.Ich habe sie versuchen lassen und siehe da, es floss Milch. Sie hat ab da wieder immer zum Aufwachen getrunken. Als der Kleine geboren wurde, freute ich mich, dass sie mir helfen würde über den Milcheinschuß drüberzukommen. Aber ihr schmeckte diese Milch nicht und so machte sie fast 2 Wochen Stillpause, bis wieder "gute" Milch da war. Ab da stillte sie eigentlich immer, wenn der Kleine auch wollte (sie war 13 Monate). Ich habe das Tandemstillen seeeeehr genossen und bin der festen Überzeugung, dass dies der Grund ist, warum es bei uns gar keine Eifersucht gibt!

Mit der Zeit reduzierte sich ihr Stillen immer mehr und mit ziemlich genau ihrem 2. Gebrtstag hat sie sich selbst abgestillt.

Ich würde an deiner Stelle einfach viel auf dein Gefühl hören und gar nicht zuviel nachdenken. So wie es wird, wirde es wahrscheinlich recht werden. Wenn dir dein Gefühl sagt, abstillen wäre jetzt nicht gut, dann stimmt das sicher!
Deine ist ja schon etwas Größer, aber vielleicht magst du ihr auch mal altanative Milcharten anbieten - Saoja, Hafer, Reis, Ziege,.. und was es da sonst noch gibt. Vielleicht findet sie ja etwas davon sehr lecker und kann es in dieser schweren Übergangszeit als Trost nehmen. Und irgenwann hast du wieder mehr Milch und sie kann fröhlich mit ihrem Geschwisterchen zusammen weiterstillen!

Hast du denn eine Stillgruppe in die du gehen kannst? Das hat mir sehr geholfen. Vielleicht gibt es ja eine Langzeitstillgruppe in deiner Nähe, da gibts dann mehr Mamais mit ähnlichen Problemchen.

LG
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josch

Re: Muss ich jetzt doch abstillen?

Beitrag von josch »

Eure Beiträge tun so gut! Offensichtlich bin ich doch nicht so ganz auf dem Holzweg...
Wofür ich euch am meisten danken möchte, sind eure Berichte über das Tandemstillen! Das ist eine echte Perspektive!

@ luema: Die Fixzeiten sind auch mein Rettungsanker! Die habe ich gleich eingeführt, sobald ich reduziert habe. Doch ich habe den Eindruck, dass wie uns da irgendwie "synchronisieren" müssen. Ich vermute, die von mir gewählten Stillabstände waren einfach zu weit auseinander oder einfach nicht zu ihren Zeiten. Ich versuche jetzt seit gestern sie statt morgens erst "wenns hell ist", bereits "um 6 Uhr" stillen zu lassen,da sie sonst ab 6 Uhr sehr ungehalten ist. Wenn's hell ist darf sie stillen, sooft sie will, bis sie dann ihren Topf verlangt, dann wieder zum Mittagsschlaf - da freut sie sich schon beim Mittagessen drauf, dann erst wieder zum Einschlafen. Das ist im Prinzip einmal mehr als bisher. Heute hat sie nicht so vehement nach der Brust verlangt. Aber momentan ist sie eh ein fröhliches Engelchen und super gut drauf. Mal sehen, wie sich das entwickelt.
@malismama: Wir haben sicherheitshalber immer eine Tasse Kuhmilch parat stehen, die sie mit Genuss vertilgt - und zwar zwischen 6 und 7 Uhr.
Wir haben mit 10 Monaten richtig mit Beikost angefangen, wobei sie ausser MuMi jegliche Milch - auch Pre, Hafer-/Ziegenmilch usw verweigert hat. Getreidebrei ging nur mit Wasser. Mittlerweile isst sie mit viel Spaß und Appetit voll mit (wir haben unseren Speiseplan kindgerecht modifiziert) und wir haben soweit keine Probleme mit Kuhmilchprodukten. Kuhmilch als Getränk hat sie erst vor 2 Wochen für sich entdeckt, ist aber ganz verrückt danach. Dennoch begrenze ich die Menge auf maximal 200 ml. Allerdings kaufe ich keine homogenisierte Milch. Ich weiss, dass Kuhmilchprodukte in der Kleinkindernährung mitunter kritsich gesehen werden, doch irgendwo möchte ich auch ein Stückweit authentisch bleiben und unsere Lebensführung nicht komplett verbiegen.

Ich muss nur noch meinen Gatterich "bändigen". Der arme Kerl macht sich nämlich einerseits echt Sorgen um mich und das Geschwisterchen und andererseits fehlt auch ihm ja der Schlaf, da sie sich ja 16 Monate lang kaum nachts mit Weinen äussern musste. Er gibt sich echt Mühe und bietet seinem heissgeliebten Töchterchen Tee, Wasser, Kuscheeinheiten usw an, doch leider will die nur die Mama - da tut er mir auch ein bischen leid.

Eine Stillgruppe habe ich auch schon ausfindig gemacht. Leider findet die genau zur Mittagsschlafzeit statt :roll:
Hmpf.
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Sabsi
Dipl.-SuT
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Registriert: 19.09.2007, 00:29

Re: Muss ich jetzt doch abstillen?

Beitrag von Sabsi »

josch hat geschrieben: Gibt es hier jemanden, der in der Schwangerschaft wenig Milch hatte und trotzdem das Stillen durchgehalten hat?
Wie war das? Welche Probleme hattet ihr und wie habt ihr sie gemeistert?
Ja, hier! Ich hatte ab der 17. Woche keine Milch mehr. Da bekam ich kurz hintereinander den Norovirus, einen grippalen Infekt und die Windpocken, und damit war mein Körper wohl ausgelastet. 10 Wochen haben wir trockengestillt, seit der 27. Woche kommt wieder ein bisschen was raus, und seit ein paar Tagen berichtet mir mein Töchterlein regelmäßig strahlend, dass wieder Milch kommt. Also schätze ich mal vorsichtig, dass wir "die Krise überwunden" haben und nun auch noch die Rest-SWS schaffen... Problematisch war für mich, dass mir das Trockennuckel teilweise echt doll wehgetan hat. Nun ist meine Tochter aber schon ein gutes Stück älter und hat es darum ganz gut verstanden, wenn ich sie nur kurz habe stillen lassen. Und wir haben eh nur noch zum Aufwachen, zum Mittagsschlaf und abends zum Einschlafen gestillt, nachts schläft sie durch. Sie hat sich nie beschwert, dass keine Milch mehr kam, und sooo schlimm, dass ich Abstillen ernsthaft ins Auge gefasst hätte, war es nicht. Aber ich bin schon froh, dass wieder was kommt und erleichtert, dass unsere Stillbeziehung daran nicht kaputtgegangen ist. Von der Stilldauer war ich zwar auch vor der SWS schon der Meinung, wenn sie nun von sich aus nicht mehr wollte, wäre das für mich okay, aber hätte sie nun aufgrund der SWS und dadurch ausbleibenden Milch abgestillt, dann hätte ich ein schlechtes Gewissen gehabt, dass ich sie quasi dazu "gezwungen", ihr das Stillen weggenommen habe und sie doch nicht aus freien Stücken entscheiden konnte, so wie ich es mir eigentlich für sie gewünscht hatte...
Ich bin sehr gespannt auf das eventuelle Tandemstillen - ob die Große mag oder nicht, ob wir das alle so hinbekommen. Ich lasse es auf mich zukommen und bin offen für alles ;)

Liebe Grüße,
Sabsi
... das Leben geht weiter weil es muss ... es hält nicht an ... nur weil Du stehen bleibst ...

Tochter 3/07 und Sohn 4/10
Lösche Benutzer 2872

Re: Muss ich jetzt doch abstillen?

Beitrag von Lösche Benutzer 2872 »

Woran merkt ihr, dass die Milch weniger wird? Ich vermute verstärktes Wechselstillen ist ein Anzeichen dafür. Kann das sein? Manchmal wechselt sie fünf - sechs Mal die Seite, bevor sie dann beschließt doch an einer zu bleiben. Ansonsten lässt sich meine Maus nicht beeindrucken. Sie regt sich dabei nicht und stillt immer noch sehr oft und ausdauernd und mir ist es auch nicht körperlich unangenehm, wenn auch phasenweise sehr anstrengend.
Meine größte Angst war, dass das Stillen für mich so unangenehm wird und weh tut, dass ich meine Tochter nicht mehr stillen möchte. Das sie nicht mehr möchte, habe ich nie so wirklich in Erwägung gezogen, auch wenn ich wusste das es theoretisch möglich ist. Ich schätze sie so ein, dass das Stillen bzw. das Nuckeln an sich ihr sehr wichtig ist, nicht unbedingt die Milch.
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