Wanderurlaub von Hütte zu Hütte mit Kleinkind?
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Erika
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Wanderurlaub von Hütte zu Hütte mit Kleinkind?
Hallo,
hat jemand von Euch Erfahrung mit Wanderurlaub von Hütte zu Hütte mit Kleinkind (im Sommer 17 Monate)? Geht das? Mir kam heute irgendwie die Idee, dass dieser Sommer auf absehbare Zeit wohl die letzte Möglichkeit ist, eine Alpenüberquerung zu machen. Ich würde keinen Gewaltakt machen, sondern es mit 4-6 Stunden laufen täglich (über den Tag verteilt) versuchen. Wir wären zu dritt, mein Mann, unser Kind und ich. Ich würde das Kind tragen, mein Mann unsere Sachen. Ist das schaffbar, hat das schon mal jemand gemacht? Ich weiß nicht recht, wie das mit Windeln mitschleppen usw. ist. Wie ist das bei Regen? Hat da jemand Erfahrung?
LG und sorry für die absurde Fragestellung.
Erika
hat jemand von Euch Erfahrung mit Wanderurlaub von Hütte zu Hütte mit Kleinkind (im Sommer 17 Monate)? Geht das? Mir kam heute irgendwie die Idee, dass dieser Sommer auf absehbare Zeit wohl die letzte Möglichkeit ist, eine Alpenüberquerung zu machen. Ich würde keinen Gewaltakt machen, sondern es mit 4-6 Stunden laufen täglich (über den Tag verteilt) versuchen. Wir wären zu dritt, mein Mann, unser Kind und ich. Ich würde das Kind tragen, mein Mann unsere Sachen. Ist das schaffbar, hat das schon mal jemand gemacht? Ich weiß nicht recht, wie das mit Windeln mitschleppen usw. ist. Wie ist das bei Regen? Hat da jemand Erfahrung?
LG und sorry für die absurde Fragestellung.
Erika
LG
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mit großem Schnuffel (*Jan 2009) und kleinem Schnuffel (*Aug 2011)
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monelein
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Re: Wanderurlaub von Hütte zu Hütte mit Kleinkind?
Klar geht sogar prima...
Man muss halt genug Pausen einplanen...wir isnd jedes Jahr in den Bergen, allerdings mit Kraxe unterwegs...in dem Alter gings am besten-jetzt brauchen wir schon mehr Zeit weil er selber laufen mag
Aber frag mal Montanara-sie ist glaub ich sehr bewandert was das angeht-im wahrsten Sinne des Wortes
Man muss halt genug Pausen einplanen...wir isnd jedes Jahr in den Bergen, allerdings mit Kraxe unterwegs...in dem Alter gings am besten-jetzt brauchen wir schon mehr Zeit weil er selber laufen mag
Aber frag mal Montanara-sie ist glaub ich sehr bewandert was das angeht-im wahrsten Sinne des Wortes
Unterwegs mit Großkind (10/07) , Mittelkind (3/14) und bald Minikind (8/17)
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Erika
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Re: Wanderurlaub von Hütte zu Hütte mit Kleinkind?
Klingt ja schon mal gut.
LG
Erika
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honigbienchen
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Re: Wanderurlaub von Hütte zu Hütte mit Kleinkind?
Ja das stimmt, das wollte ich auch grad schreibenmonelein hat geschrieben: Aber frag mal Montanara-sie ist glaub ich sehr bewandert was das angeht-im wahrsten Sinne des Wortes
Sie wird den thread hier sicher finden und dir etwas dazu schreiben.
Ich persönlich, als Stadtmensch, denke aber auch, dass es gut machbar ist und es klingt richtig klasse.
(Könnte mir auch als Stadtmensch gefallen
LG.
Annette
Die Tugend des Alltags ist die Hoffnung, in der man das Mögliche tut und das Unmögliche Gott zutraut.
Karl Rahner
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Re: Wanderurlaub von Hütte zu Hütte mit Kleinkind?
Genau, da kann Montanara die besten Tipps geben.
Ich finde das klingt toll! Bei uns wäre das in dem Alter nicht möglich gewesen, weil wir so ein Wuselkind haben, dafür könnte ich es mir jetzt gut vorstellen, mit meiner wilden Gemsentochter!
Ich finde das klingt toll! Bei uns wäre das in dem Alter nicht möglich gewesen, weil wir so ein Wuselkind haben, dafür könnte ich es mir jetzt gut vorstellen, mit meiner wilden Gemsentochter!
Liebe Grüße
Danny
mit 16-jähriger Pferdeflüsterin
und dem Dinoexperten :

Danny

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Re: Wanderurlaub von Hütte zu Hütte mit Kleinkind?
Hier bin ich!
Also, prinzipiell geht das. Absurd ist die Frage bestimmt nicht!
Als unsere Ältere in dem Alter war, machten wir das auch schon. Schau mal, in diesem Thread kannst Du ein Bild auf einem hohen Gipfel sehen, das war damals!
. Es hat sich aber gezeigt, dass die von Dir angestrebten Etappenlängen zu lang sind. Ein Kind in dem Alter möchte auch gerne mal laufen und spielen und kriechen... Es war für unsere Tochter nicht so toll, immer nur in der Kraxe sitzen zu müssen. Diese Etappen waren mit ihren 5 Stunden eindeutig zu lang, Eva Sophia bekam zu wenige Gelegenheiten, sich selber zu betätigen. Unsere Erfahrung zeigt, dass man mit kleinen Kindern Wanderungen machen muss, die ein Erwachsener so in plusminus 3 Stunden bewältigt. Mit Kindern - auch Krabbelkindern - hat man schnell doppelt so lang.
Es ist schwer, allen Kraumpel in einen grossen Rucksack zu stopfen, damit das Baby ergonomisch gerecht getragen werden kann. Man muss auf die Kraxengestelle ausweichen, die auch gut eingestell mit der Zeit sehr mühsam zu tragen sind...
Hier Bilder einer solchen Tour, da war unsere Kleine 3 und wurde teilweise getragen.
Wenn das Kind noch so klein ist, braucht es viel Gepäck. Windeln, und Klamotten - es braucht genügend zum Wechseln. Nur schon ein Brunnen macht Wechselklamotten nötig... Unsere Säcke waren immer schwer. Die Windeln kann man ja nicht auf den Hütten lassen!
Ja, auch heute noch gehen wir lieber in Selbstversorgerhütten. Man muss zear den Food mitschleppen, aber Bergsteiger nehmen nicht gern auf Kleinkinder Rücksicht, wie wir wiederholt festgestellt haben. Ausser es sind Hütten mit kleinen Zimmern, dann geht es natürlich gut!
Bei Regen waren wir kaum unterwegs, da braucht man halt einfach auch gutew Regenkleider. Der Platz und das Gewicht haben uns abgehalten, gross Regensachen mitzuschleppen. Jetzt, wo die Kinder grösser sind, geht es wieder.
Frag nur weiter, wenn Du Fragen hast! Ich muss gerade weg, daher muss ich Schluss machen.
Schau aber noch hier und hier rein! Die Kinder sind allerdings keine Traglinge mehr.
Liebe Grüsse
Dorothea
Also, prinzipiell geht das. Absurd ist die Frage bestimmt nicht!
Als unsere Ältere in dem Alter war, machten wir das auch schon. Schau mal, in diesem Thread kannst Du ein Bild auf einem hohen Gipfel sehen, das war damals!
Es ist schwer, allen Kraumpel in einen grossen Rucksack zu stopfen, damit das Baby ergonomisch gerecht getragen werden kann. Man muss auf die Kraxengestelle ausweichen, die auch gut eingestell mit der Zeit sehr mühsam zu tragen sind...
Hier Bilder einer solchen Tour, da war unsere Kleine 3 und wurde teilweise getragen.
Wenn das Kind noch so klein ist, braucht es viel Gepäck. Windeln, und Klamotten - es braucht genügend zum Wechseln. Nur schon ein Brunnen macht Wechselklamotten nötig... Unsere Säcke waren immer schwer. Die Windeln kann man ja nicht auf den Hütten lassen!
Ja, auch heute noch gehen wir lieber in Selbstversorgerhütten. Man muss zear den Food mitschleppen, aber Bergsteiger nehmen nicht gern auf Kleinkinder Rücksicht, wie wir wiederholt festgestellt haben. Ausser es sind Hütten mit kleinen Zimmern, dann geht es natürlich gut!
Bei Regen waren wir kaum unterwegs, da braucht man halt einfach auch gutew Regenkleider. Der Platz und das Gewicht haben uns abgehalten, gross Regensachen mitzuschleppen. Jetzt, wo die Kinder grösser sind, geht es wieder.
Frag nur weiter, wenn Du Fragen hast! Ich muss gerade weg, daher muss ich Schluss machen.
Schau aber noch hier und hier rein! Die Kinder sind allerdings keine Traglinge mehr.
Liebe Grüsse
Dorothea
hausgeburtserprobte, langzeitstillende und kinderwagenfreie Mutter von Eva Sophia (Mai 2002) und Susanna Martina (Sept. 2004)
Trageberaterin
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Erika
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Re: Wanderurlaub von Hütte zu Hütte mit Kleinkind?
Vielen lieben Dank!
Stimmt, wenn ich ehrlich bin war unser letzter Wanderurlaub in der Mala Fatra auch nur mit 3-Stunden-Touren, für die wir aber meistens den ganzen Tag gebraucht haben. Da war mein Sohn 7 Monate alt. Ging erstaunlich gut. Nur eine Mammutbergtour (hoch mit der Seilbahn, runter ca. 15km und 1000 Höhenmeter (mittelschweres Gelände) im Ergo wurde die letzte Stunde für ihn zu Qual und für uns zur Lehre, dass so etwas wirklich zu weit ist. Zumal es beim Abstieg für den Getragenen auch "härter" zugeht als beim Aufstieg. Das wusste aber damals noch nicht.
Nun habe ich parallel schon mal ein bißchen die gängigen Alpenüberquerungswanderwege angeschaut und die Tagestouren sind allesamt länger. Wird also nichts mit einem Fernwanderweg über die Alpen.
Ich schaue jetzt mal, ob wir entweder
a) ein oder zwei Hütten finden, wo wir länger bleiben können und von dort aus kindgerechte Tagestouren machen oder
b) ein Wandergebiet finden mit gute Infrastruktur (Dörfer zwischendurch) und viiiiele Hütten, bei denen man schon von Hütte zu Hütte laufen kann, aber eben dazwischen nur 2-3 Stunden Erwachsenenfußmarsch hat.
Es müssen ja auch icht unbedingt die Alpen sein, Norwegen ist ja auch sehr kinderfreundlich.
Gut, dass Du mich nochmal dran erinnert hast Dorothea, dass es in de Hütten oft nicht gerade kinderfreundlich zugeht. Mich hat das früher nicht gestört, aber ich hatte da noch nicht die Perspektive, ob das denn auch für ein Kleinkind passt. Daher sollten wir wirklich nach einem familienfreundlichen Wander- und Hüttengebiet Ausschau halten. Oder eben doch ne Ferienwohnung nehmen und Tagsausflüge machen. Das kann ja auch schön sein.
Bis zum Sommer ist ja auch noch ein bißchen Zeit.
Zwei Dinge interessieren mich momentan noch, später kommen sicherlich weitere Fragen:
(1)
Wie habt Ihr das mit Windeln gemacht? Mein Sohn wird dann 17 Monate sein, braucht also definitiv noch Windeln. Pampers für mehrere Tage rumschleppen ist schon Gewicht. Oder windelfrei probieren?
(2)
Gibt es Alternativen zur Kraxe? Gibt es eine Möglichkeit mit Ergo und Rucksack oder Ergo und großer Bauch/Hüfttasche zu wandern? Mit diesen Kraxen kann ich mich noch nicht so anfreunden. Die gehen vielleicht für Kinder, die schon kleinere Strecken laufen können, aber für so ein kleines Kind würde ich dann doch lieber nen anderen Urlaub planen, als tagelang mit Kraxe unterwegs zu sein.
Stimmt, wenn ich ehrlich bin war unser letzter Wanderurlaub in der Mala Fatra auch nur mit 3-Stunden-Touren, für die wir aber meistens den ganzen Tag gebraucht haben. Da war mein Sohn 7 Monate alt. Ging erstaunlich gut. Nur eine Mammutbergtour (hoch mit der Seilbahn, runter ca. 15km und 1000 Höhenmeter (mittelschweres Gelände) im Ergo wurde die letzte Stunde für ihn zu Qual und für uns zur Lehre, dass so etwas wirklich zu weit ist. Zumal es beim Abstieg für den Getragenen auch "härter" zugeht als beim Aufstieg. Das wusste aber damals noch nicht.
Nun habe ich parallel schon mal ein bißchen die gängigen Alpenüberquerungswanderwege angeschaut und die Tagestouren sind allesamt länger. Wird also nichts mit einem Fernwanderweg über die Alpen.
Ich schaue jetzt mal, ob wir entweder
a) ein oder zwei Hütten finden, wo wir länger bleiben können und von dort aus kindgerechte Tagestouren machen oder
b) ein Wandergebiet finden mit gute Infrastruktur (Dörfer zwischendurch) und viiiiele Hütten, bei denen man schon von Hütte zu Hütte laufen kann, aber eben dazwischen nur 2-3 Stunden Erwachsenenfußmarsch hat.
Es müssen ja auch icht unbedingt die Alpen sein, Norwegen ist ja auch sehr kinderfreundlich.
Gut, dass Du mich nochmal dran erinnert hast Dorothea, dass es in de Hütten oft nicht gerade kinderfreundlich zugeht. Mich hat das früher nicht gestört, aber ich hatte da noch nicht die Perspektive, ob das denn auch für ein Kleinkind passt. Daher sollten wir wirklich nach einem familienfreundlichen Wander- und Hüttengebiet Ausschau halten. Oder eben doch ne Ferienwohnung nehmen und Tagsausflüge machen. Das kann ja auch schön sein.
Bis zum Sommer ist ja auch noch ein bißchen Zeit.
Zwei Dinge interessieren mich momentan noch, später kommen sicherlich weitere Fragen:
(1)
Wie habt Ihr das mit Windeln gemacht? Mein Sohn wird dann 17 Monate sein, braucht also definitiv noch Windeln. Pampers für mehrere Tage rumschleppen ist schon Gewicht. Oder windelfrei probieren?
(2)
Gibt es Alternativen zur Kraxe? Gibt es eine Möglichkeit mit Ergo und Rucksack oder Ergo und großer Bauch/Hüfttasche zu wandern? Mit diesen Kraxen kann ich mich noch nicht so anfreunden. Die gehen vielleicht für Kinder, die schon kleinere Strecken laufen können, aber für so ein kleines Kind würde ich dann doch lieber nen anderen Urlaub planen, als tagelang mit Kraxe unterwegs zu sein.
LG
Erika
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mit großem Schnuffel (*Jan 2009) und kleinem Schnuffel (*Aug 2011)
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- Montanara
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Re: Wanderurlaub von Hütte zu Hütte mit Kleinkind?
Hallo Erika
Ich kann Dir die Tessiner Alpen empfehlen. Da gibt es eine Menge Hütten, zum Teil sehr kleine mit nur 4 Plätzen, die sind eigentlich für Jäger, und wenn nicht Jagdsaison ist, kann man da schlafen. Die meisten Hütten haben Decken und eine Küche mit Holzherd, Food muss mitgebracht werden. Da sie nicht unbedingt an den grossen Routen liegen, sind sie nicht gross frequentiert. Wir machen unsere Touren immer so, dass wir diese Hütten berühren. Auf der Tour im letzten Sommern haben wir in 2 von 3 Nächten die Hütte für uns gehabt! Wenn Ihr ins Tessin fahrt, kann ich Euch beraten, ich kenne die Gegend sehr gut.
Hier ein Verzeichnis. Die Gegend ist sehr wild und ursprünglich, wie Du auf den Bildern gesehen hast, und bietet uns Erwachsenen eine Menge an landschaftlichen Schönheiten. Und die Wege sind anspruchsvoll, und man muss doch einige Höhenmeter machen - die Tour, die ich verlinkt habe zum Rifugio Costa vom Sommer 07, das waren auch 1200 Höhenmeter, verteilt auf wenig Kilometer. Aber eben, wir hatten ja viel Zeit und unsere Kinder sind vertraut mit Steigungn, da wir selber eine Hütte haben, zu der man 550 HM aufsteigen muss.
Für Euch ideal wären diese Bücher. Da gibt es tolle Tipps und es sind allesamt Hütten, wo Familien willkommen sind und die teils Familienzimmer haben. Es sind allerdings bewartete Hütten, das heisst, es kostet mehr und man braucht nur die Marschverpflegung mitzubringen - will heissen, bedeutend weniger Gepäck. Und meist sind se gut frequentiert, man muss sich anmelden.
Wir haben z.B. aus Band 1 die Tour zur Windgällenhütte gemacht - IDEAL, denn bei der Hütte ist eine Schwemmebene, was die Kinder lieben, und hinter der Hütte kann man Kristalle suchen (und findet auch welche!). Und es hat Familienzimmer. Fast alle Hütten in den Führern bieten irgendwas Spezielles. Wir LIEBEN diese Führer, allein schon der tollen Spielvorschläge wegen...
Eine FeWo, die in Frage käme, wäre diese Alphütte. Sie liegt recht entlegen, aber hat eine Materialseilbahn und man kann von da aus eine Menge kleine Touren machen. Das Tal ist spitze! Du siehst es im Bericht vom Sommer 08, da haben wir in der Schutzhütte zuhinterst im Tal geschlafen (das ist von dem Ferienhaus her etwa 90 Minuten).
Mit den Windeln haben wir es so gemacht, dass wir sie teils mitgenommen haben, teils im Ofen verbrannt, und teils vergraben. Es gibt kompostierbare Windeln (sie verrotten allerdings schlecht, wie wir inzwischen wissen). Kam immer auf die Situation an.
Mt dem Gepäck verhielt es sich so:
Meist machten wir Tagestouren. Mein Mann trug alles Zeug und ich das Kind im TT / Mei Tai / Ergo plus eine Tasche mit Windeln, Crackers, Wasser für das Kind. Für die Übernachtungen meist mit der Kraxe, da mein Mann sonst alles alleine hätte schleppen müssen. Aber eben, wir waren in Selbstversorgerhütten, das heisst einfach sehr viel Proviant... und den Schlafsack für das Kind, da meine beiden sich dauernd abdeckten mit Decken. Und es brauchtmehr Wechselklamotten bei so Kleinen. Jetzt sind meine beiden Mädels grösser und sie kriechen gerne in ihr Seideninlett und die Wolldecken. Und Klamotten zum Wechseln brauchen wir auch kaum mehr und ihr Wasser tragen sie selber.
Ich rate also, wenn Du Dein Kind im Ergo tragen möchtest, dass ihr eher zu bewarteten Hütten tendiert, weil dann die ganzen Fressalien (ausser Picknicks) wegfallen und Dein Mann nicht so viel tragen muss. Oder zu einer Ferienwohnung.
Wie Du auf den Bildern siehst, kommt die Zeit von gemeinsamen Touren schnell. Unsere Grosse hat heute gesagt, sie hätte Heimweh nach dem Tessin und möchte gerne da mal wieder wanderen gehen!
Wir haben gerade überlegt, welche Touren mit ihr schon drinliegen....
Liebe Grüsse
Dorothea
Ich kann Dir die Tessiner Alpen empfehlen. Da gibt es eine Menge Hütten, zum Teil sehr kleine mit nur 4 Plätzen, die sind eigentlich für Jäger, und wenn nicht Jagdsaison ist, kann man da schlafen. Die meisten Hütten haben Decken und eine Küche mit Holzherd, Food muss mitgebracht werden. Da sie nicht unbedingt an den grossen Routen liegen, sind sie nicht gross frequentiert. Wir machen unsere Touren immer so, dass wir diese Hütten berühren. Auf der Tour im letzten Sommern haben wir in 2 von 3 Nächten die Hütte für uns gehabt! Wenn Ihr ins Tessin fahrt, kann ich Euch beraten, ich kenne die Gegend sehr gut.
Hier ein Verzeichnis. Die Gegend ist sehr wild und ursprünglich, wie Du auf den Bildern gesehen hast, und bietet uns Erwachsenen eine Menge an landschaftlichen Schönheiten. Und die Wege sind anspruchsvoll, und man muss doch einige Höhenmeter machen - die Tour, die ich verlinkt habe zum Rifugio Costa vom Sommer 07, das waren auch 1200 Höhenmeter, verteilt auf wenig Kilometer. Aber eben, wir hatten ja viel Zeit und unsere Kinder sind vertraut mit Steigungn, da wir selber eine Hütte haben, zu der man 550 HM aufsteigen muss.
Für Euch ideal wären diese Bücher. Da gibt es tolle Tipps und es sind allesamt Hütten, wo Familien willkommen sind und die teils Familienzimmer haben. Es sind allerdings bewartete Hütten, das heisst, es kostet mehr und man braucht nur die Marschverpflegung mitzubringen - will heissen, bedeutend weniger Gepäck. Und meist sind se gut frequentiert, man muss sich anmelden.
Wir haben z.B. aus Band 1 die Tour zur Windgällenhütte gemacht - IDEAL, denn bei der Hütte ist eine Schwemmebene, was die Kinder lieben, und hinter der Hütte kann man Kristalle suchen (und findet auch welche!). Und es hat Familienzimmer. Fast alle Hütten in den Führern bieten irgendwas Spezielles. Wir LIEBEN diese Führer, allein schon der tollen Spielvorschläge wegen...
Eine FeWo, die in Frage käme, wäre diese Alphütte. Sie liegt recht entlegen, aber hat eine Materialseilbahn und man kann von da aus eine Menge kleine Touren machen. Das Tal ist spitze! Du siehst es im Bericht vom Sommer 08, da haben wir in der Schutzhütte zuhinterst im Tal geschlafen (das ist von dem Ferienhaus her etwa 90 Minuten).
Mit den Windeln haben wir es so gemacht, dass wir sie teils mitgenommen haben, teils im Ofen verbrannt, und teils vergraben. Es gibt kompostierbare Windeln (sie verrotten allerdings schlecht, wie wir inzwischen wissen). Kam immer auf die Situation an.
Mt dem Gepäck verhielt es sich so:
Meist machten wir Tagestouren. Mein Mann trug alles Zeug und ich das Kind im TT / Mei Tai / Ergo plus eine Tasche mit Windeln, Crackers, Wasser für das Kind. Für die Übernachtungen meist mit der Kraxe, da mein Mann sonst alles alleine hätte schleppen müssen. Aber eben, wir waren in Selbstversorgerhütten, das heisst einfach sehr viel Proviant... und den Schlafsack für das Kind, da meine beiden sich dauernd abdeckten mit Decken. Und es brauchtmehr Wechselklamotten bei so Kleinen. Jetzt sind meine beiden Mädels grösser und sie kriechen gerne in ihr Seideninlett und die Wolldecken. Und Klamotten zum Wechseln brauchen wir auch kaum mehr und ihr Wasser tragen sie selber.
Ich rate also, wenn Du Dein Kind im Ergo tragen möchtest, dass ihr eher zu bewarteten Hütten tendiert, weil dann die ganzen Fressalien (ausser Picknicks) wegfallen und Dein Mann nicht so viel tragen muss. Oder zu einer Ferienwohnung.
Wie Du auf den Bildern siehst, kommt die Zeit von gemeinsamen Touren schnell. Unsere Grosse hat heute gesagt, sie hätte Heimweh nach dem Tessin und möchte gerne da mal wieder wanderen gehen!
Liebe Grüsse
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Trageberaterin
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Re: Wanderurlaub von Hütte zu Hütte mit Kleinkind?
Hallo Erika! Schön, auf andere wander- und tragebegeisterte Mamas zu treffen!
Mein Mann und ich wandern beide unheimlich gerne und haben im letzten Juli unsren Traum von einer Hüttentour mit Kind zumindest teilweise endlich in die Tat umgesetzt!
Wie du an der Sig erkennen kannst, war meine Tochter damals 15 Monate alt, also fast genauso alt wie Eure Kleine im Sommer sein wird. Wir haben eine Tour in Österreich im Montafon gemacht; ausschlaggebend für die Wahl des Ortes war eine Alpen-Special-Ausgabe des Magazins "Outdoor", wo eine 5-Tage-Tour durch die Silvretta mit Kleinkind in der Kraxe beschrieben wurde. Das hat uns sofort angesteckt.
Wir haben die Tour dann etwas "abgemildert", weil ich vor einer Etappe Bedenken hatte, da ich mir gelegentlich mit schwierigen Streckenabschnitten etwas schwer tue wg. leichter Höhenangst, und weil ich damals grade wusste, dass ich wieder schwanger bin und kräftemäßig auch nicht zuviel riskieren wollte aus Angst vor einer FG bei Überanstrengung oder so.
Wir haben dann schlussendlich aus der vorgegebenen Mehrtagestour einzelne Etappen herausgenommen, insgesamt 2 Hüttenübernachtungen gemacht. Was uns zu denken gab, war auch das Müllproblem mit den Windeln. Man schleppt schon ne Menge Gepäck mit sich herum. Wir haben es genauso gemacht wie Montanara es beschrieb; ich hatte die Kleine im Ergo (sie passte im Juli echt noch super rein, Stegbreite war grade gut so, mit 17 Monaten wär sie da schon leicht rausgewachsen gewesen, sie ist aber auch recht groß) und nahm noch ne kleine Hüfttasche zusätzlich mit. Mein Mann trug das ganze Gepäck - einmal trug er sogar 2 Rucksäcke, einen hinten, einen vorm Bauch. Da waren wir auf 2 Hütten-Übernachtungen eingestellt, haben am Ende aber wieder nur 1 gemacht, weil das Wetter anderntags schlecht war, so dass wir einfach nur denn schnellsten Abstieg zurück ins Tal gewählt haben.
Wenn dich die Tour interessiert, kann ich Dir gerne mal den Zeitschriten-Artikel einscannen und per PN schicken (und gerne auch Fotos von unserer Tour), es war wirklich toll, aber die komplette Tour so wie sie dort beschrieben ist, schätze ich doch ziemlich anstrengend ein und insgesamt ist sie auf jeden Fall nur was für geübte Bergwanderer.
Eine Kraxe hatten wir eigentlich gar nicht in Erwägung gezogen; ich hab so ein Ding zwar noch nicht ausprobiert, aber ich fand es so super mit dem Ergo, eine Kraxe stell ich mir einfach nur extrem unbequem vor, sowohl für mich als auch fürs Kind, zumindest solange das Kind noch so klein ist wie Eure oder unsre Maus. Ich hätte auch supergerne das Tuch benutzt, aber mein Mann hat auf dem Rücken immer nur mit dem Ergo getragen, kann keine Rückenbindeweisen und so wäre das Tuch nur zusätzlicher Ballast gewesen auf den Touren.
Zum Thema Regen: Hatten wir glücklicherweise nicht. Ich hatte vorm Urlaub noch extra den Trage-Regenponcho von Suse´s Kinder gekauft, er kam aber wie gesagt nicht zum Einsatz. Aber so ein Teil ist wahrscheinlich am besten für den Zweck.
Das Ganze hat bei uns primal funktioniert und ich bin wirklich glücklich, das wir das letztes Jahr noch durchgezogen haben - Nr. 2 ist nun ja unterwegs und wer weiß, wann wir wieder eine ähnliche Tour machen können... (Wir hoffen ja beide aufs nächste Jahr, dann halt aber nur Tagestouren wegen dem Mini). Unsre Tochter war sooo brav, wir haben auch wirklich versucht, möglichst viel Strecke zu machen, wenn sie auf dem Rücken am Schlafen war. Aber sie war echt super geduldig. Der Vorteil war auch, dass sie grade mal 3 Tage vorm Urlaub das Laufen gelernt hatte. Sie war also noch recht wacklig auf den Beinen und wollte daher noch nicht wirklich selber laufen. Ein bisschen durch die Gegend "stolpern" während der Pausen hat ihr damals gereicht. Beim nächsten Urlaub ist klar, dass wir auf jeden Fall nur noch wesentlich kürzere Tagestouren werden gehen können.
Mein Fazit: Es war ein sooo toller Urlaub und ich kann Euch nur bestärken, das Hüttenwandern mit Kind auszuprobieren! Ihr werdet es ganz bestimmt nicht bereuen - aber gute Vorbereitung, Planung und Ausrüstung ist alles! Für uns war es definitiv NICHT der letzte Hüttenurlaub mit Kleinkind!
GLG cocotte
Mein Mann und ich wandern beide unheimlich gerne und haben im letzten Juli unsren Traum von einer Hüttentour mit Kind zumindest teilweise endlich in die Tat umgesetzt!
Wie du an der Sig erkennen kannst, war meine Tochter damals 15 Monate alt, also fast genauso alt wie Eure Kleine im Sommer sein wird. Wir haben eine Tour in Österreich im Montafon gemacht; ausschlaggebend für die Wahl des Ortes war eine Alpen-Special-Ausgabe des Magazins "Outdoor", wo eine 5-Tage-Tour durch die Silvretta mit Kleinkind in der Kraxe beschrieben wurde. Das hat uns sofort angesteckt.
Wir haben die Tour dann etwas "abgemildert", weil ich vor einer Etappe Bedenken hatte, da ich mir gelegentlich mit schwierigen Streckenabschnitten etwas schwer tue wg. leichter Höhenangst, und weil ich damals grade wusste, dass ich wieder schwanger bin und kräftemäßig auch nicht zuviel riskieren wollte aus Angst vor einer FG bei Überanstrengung oder so.
Wir haben dann schlussendlich aus der vorgegebenen Mehrtagestour einzelne Etappen herausgenommen, insgesamt 2 Hüttenübernachtungen gemacht. Was uns zu denken gab, war auch das Müllproblem mit den Windeln. Man schleppt schon ne Menge Gepäck mit sich herum. Wir haben es genauso gemacht wie Montanara es beschrieb; ich hatte die Kleine im Ergo (sie passte im Juli echt noch super rein, Stegbreite war grade gut so, mit 17 Monaten wär sie da schon leicht rausgewachsen gewesen, sie ist aber auch recht groß) und nahm noch ne kleine Hüfttasche zusätzlich mit. Mein Mann trug das ganze Gepäck - einmal trug er sogar 2 Rucksäcke, einen hinten, einen vorm Bauch. Da waren wir auf 2 Hütten-Übernachtungen eingestellt, haben am Ende aber wieder nur 1 gemacht, weil das Wetter anderntags schlecht war, so dass wir einfach nur denn schnellsten Abstieg zurück ins Tal gewählt haben.
Wenn dich die Tour interessiert, kann ich Dir gerne mal den Zeitschriten-Artikel einscannen und per PN schicken (und gerne auch Fotos von unserer Tour), es war wirklich toll, aber die komplette Tour so wie sie dort beschrieben ist, schätze ich doch ziemlich anstrengend ein und insgesamt ist sie auf jeden Fall nur was für geübte Bergwanderer.
Eine Kraxe hatten wir eigentlich gar nicht in Erwägung gezogen; ich hab so ein Ding zwar noch nicht ausprobiert, aber ich fand es so super mit dem Ergo, eine Kraxe stell ich mir einfach nur extrem unbequem vor, sowohl für mich als auch fürs Kind, zumindest solange das Kind noch so klein ist wie Eure oder unsre Maus. Ich hätte auch supergerne das Tuch benutzt, aber mein Mann hat auf dem Rücken immer nur mit dem Ergo getragen, kann keine Rückenbindeweisen und so wäre das Tuch nur zusätzlicher Ballast gewesen auf den Touren.
Zum Thema Regen: Hatten wir glücklicherweise nicht. Ich hatte vorm Urlaub noch extra den Trage-Regenponcho von Suse´s Kinder gekauft, er kam aber wie gesagt nicht zum Einsatz. Aber so ein Teil ist wahrscheinlich am besten für den Zweck.
Das Ganze hat bei uns primal funktioniert und ich bin wirklich glücklich, das wir das letztes Jahr noch durchgezogen haben - Nr. 2 ist nun ja unterwegs und wer weiß, wann wir wieder eine ähnliche Tour machen können... (Wir hoffen ja beide aufs nächste Jahr, dann halt aber nur Tagestouren wegen dem Mini). Unsre Tochter war sooo brav, wir haben auch wirklich versucht, möglichst viel Strecke zu machen, wenn sie auf dem Rücken am Schlafen war. Aber sie war echt super geduldig. Der Vorteil war auch, dass sie grade mal 3 Tage vorm Urlaub das Laufen gelernt hatte. Sie war also noch recht wacklig auf den Beinen und wollte daher noch nicht wirklich selber laufen. Ein bisschen durch die Gegend "stolpern" während der Pausen hat ihr damals gereicht. Beim nächsten Urlaub ist klar, dass wir auf jeden Fall nur noch wesentlich kürzere Tagestouren werden gehen können.
Mein Fazit: Es war ein sooo toller Urlaub und ich kann Euch nur bestärken, das Hüttenwandern mit Kind auszuprobieren! Ihr werdet es ganz bestimmt nicht bereuen - aber gute Vorbereitung, Planung und Ausrüstung ist alles! Für uns war es definitiv NICHT der letzte Hüttenurlaub mit Kleinkind!
GLG cocotte
S. mit großem Mädchen *04/08 und fast großem Mädchen *02/10 und kleinem Mädchen *12/14 und winzigem Sternenbübchen *+11/17 im Herzen
Nicht müde werden
sondern dem Wunder
leise
wie einem Vogel
die Hand hinhalten.
Hilde Domin
Nicht müde werden
sondern dem Wunder
leise
wie einem Vogel
die Hand hinhalten.
Hilde Domin
