Über Ibu habe ich auch mit meinem Orthopäden diskutiert. Ich habe ihm dann Embryotox empfohlen und er war ganz dankbar. Ich habe übrigens bis auf eine Ausnahme noch keinen Arzt erlebt, der Embryotox kannte. Auch sind die meisten gar nicht offen dafür. Ich habe den Eindruck, dass es für die meisten Ärzte einfach unwichtig ist, ob das Stillen gelingt oder nicht. Bei den meisten Medikamenten müsse man eben abstillen oder ne Stillpause machen, behaupten sie - besten Wissens und Gewissens - aber ohne eine Idee davon zu haben, wie denn das gehen soll und welche Folgen das haben kann.
Gut, dass ich eine mündige Patientin bin!
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Re: Gut, dass ich eine mündige Patientin bin!
Mir wurde im KH sogar Ibu verweigert, weil ich noch stille.
Ich hab dann nur gefragt: "Wo muss ich unterschreiben?" und dann hat mich der Arzt das tatsächlich in meiner Akte unterschreiben lassen.
Über Ibu habe ich auch mit meinem Orthopäden diskutiert. Ich habe ihm dann Embryotox empfohlen und er war ganz dankbar. Ich habe übrigens bis auf eine Ausnahme noch keinen Arzt erlebt, der Embryotox kannte. Auch sind die meisten gar nicht offen dafür. Ich habe den Eindruck, dass es für die meisten Ärzte einfach unwichtig ist, ob das Stillen gelingt oder nicht. Bei den meisten Medikamenten müsse man eben abstillen oder ne Stillpause machen, behaupten sie - besten Wissens und Gewissens - aber ohne eine Idee davon zu haben, wie denn das gehen soll und welche Folgen das haben kann.
Über Ibu habe ich auch mit meinem Orthopäden diskutiert. Ich habe ihm dann Embryotox empfohlen und er war ganz dankbar. Ich habe übrigens bis auf eine Ausnahme noch keinen Arzt erlebt, der Embryotox kannte. Auch sind die meisten gar nicht offen dafür. Ich habe den Eindruck, dass es für die meisten Ärzte einfach unwichtig ist, ob das Stillen gelingt oder nicht. Bei den meisten Medikamenten müsse man eben abstillen oder ne Stillpause machen, behaupten sie - besten Wissens und Gewissens - aber ohne eine Idee davon zu haben, wie denn das gehen soll und welche Folgen das haben kann.
Iris mit Großer -10/05- und Kleiner -02/08- , erzogen und geimpft
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Re: Gut, dass ich eine mündige Patientin bin!
Iris hat geschrieben:Ich habe übrigens bis auf eine Ausnahme noch keinen Arzt erlebt, der Embryotox kannte. Auch sind die meisten gar nicht offen dafür. Ich habe den Eindruck, dass es für die meisten Ärzte einfach unwichtig ist, ob das Stillen gelingt oder nicht.
Die Mama-Ärztinnen, die ich kenne und die mir gerade einfallen (das sind neun Mamas), stillen alle. Und interessieren sich logischerweise auch dafür. Ähnliches kann ich durchaus auch von einigen Papa-Ärzten behaupten - also nicht, daß sie sich super auskennen würden, aber das sie prinzipiell gewillt sind, sich zu informieren.
Und die kinderlosen Ärzte? Sind in vielen Fällen die noch sehr frischen und idealistischen, die im Zweifelsfall auch nachlesen...
Hmm, mir fällt jetzt nur auf, daß es sich um Klinikärzte handelt... Ob´s daran liegt??? (Ich erinnere mich zumindest an eine klinikinterne Weiterbildung zum Thema Medikamentenauswahl beim Stillen.)
Liebe Grüße
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Re: Gut, dass ich eine mündige Patientin bin!
Ich wohne zwischen Köln und Bonn, mit dem ersten Kind und vielen Fragen zu Medikamenten und Stillen lebte ich in Bonn, also eigentlich keine Gegend, die für besonders wenig Bildung bekannt sein sollte
. Dennoch waren meine Erfahrungen verheerend, sowohl mit Klinikärzten als auch mit niedergelassenen Ärzten.
Für eine OP, als mein Sohn 4 Wochen alt war, sollte ich laut Arzt 1 eine Woche Stillpause machen, laut Arzt 2 die Milch ein paar Tage verwerfen, laut Anästhesisten 24 Stunden nicht stillen und dann endlich laut IBCLC bald wieder anlegen. Darunter waren auch Gynäkologen, von denen man annehmen sollte, dass sie es besser wüssten.
Als meine Tochter 1,5 Jahre alt war, bekam ich von einer niedergelassenen Ärztin kein Medikament gegen Bindehautentzündung verschrieben, weil ich noch stille. Meiner Tochter hätte sie eins verschrieben
. Da kann man doch nur noch jaulen, oder? Ich hielt ihr auch den Ausdruck der Embryotox-Seite hin, der wurde mild belächelt. Embryotox wird hier IMMER belächelt, wenn es denn überhaupt bekannt ist.
Das waren nur zwei Beispiele, es gibt noch einige mehr. Nur mein eigener Hausarzt ist ziemlich gut im Bilde, er hat ein paar Jahre auf der Säuglingsintensiv gearbeitet und sich mit Säuglingspharmakologie beschäftigt. Ach ja, mein Zahnarzt in Bonn hat auch Ahnung. Aber besonders bei Gynäkologen, Anästhesisten und Chirurgen scheint besonderer Fortbildungsbedarf zu bestehen.
Für eine OP, als mein Sohn 4 Wochen alt war, sollte ich laut Arzt 1 eine Woche Stillpause machen, laut Arzt 2 die Milch ein paar Tage verwerfen, laut Anästhesisten 24 Stunden nicht stillen und dann endlich laut IBCLC bald wieder anlegen. Darunter waren auch Gynäkologen, von denen man annehmen sollte, dass sie es besser wüssten.
Als meine Tochter 1,5 Jahre alt war, bekam ich von einer niedergelassenen Ärztin kein Medikament gegen Bindehautentzündung verschrieben, weil ich noch stille. Meiner Tochter hätte sie eins verschrieben
Das waren nur zwei Beispiele, es gibt noch einige mehr. Nur mein eigener Hausarzt ist ziemlich gut im Bilde, er hat ein paar Jahre auf der Säuglingsintensiv gearbeitet und sich mit Säuglingspharmakologie beschäftigt. Ach ja, mein Zahnarzt in Bonn hat auch Ahnung. Aber besonders bei Gynäkologen, Anästhesisten und Chirurgen scheint besonderer Fortbildungsbedarf zu bestehen.
Liebe Grüße,
Christine mit Sohn (2/05), Tochter (6/07) und Tochter (2/14)
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Re: Gut, dass ich eine mündige Patientin bin!
@Inken: Ich bin mit einer Anästhesistin befreundet, die auch Mutter ist. Vorher hat sie allen stillenden Frauen, wie es "Standard" sei, eine 24-stündige Stillpause empfohlen. Inzwischen weiß sie es besser. Aber sie sagt auch, dass sie damit eine Ausnahme ist. Viele Ärztinnen, die Mutter sind, haben ja wegen ihrer eigenen "Standards" selbst wieder früh abgestillt.
Mein Zahnarzt forderte mich übrigens zum indirekten Abstillen auf, als meine erste Tochter sechs Wochen alt war: "Wie lannge wollen Sie denn noch stillen? Meine Frau hat abgestillt, als unser Sohn vier Wochen war. Da hat er dann auch endlich richtig zugenommen." Solche Äußerungen sind verheerend für den Stillerfolg, zumal Mütter im Wochenbett, v. a. Erstmütter, sehr verletzlich und leicht zu verunsichern sind.
Übrigens habe ich im Regal eines mir bekannten Anästhesisten (komisch, ich kenn echt viele
) ein "Kitteltaschenbuch" Pädiatrie gefunden. Es war noch nicht alt, enthielt aber furchtbare Falschinformationen zum Stillen (z. B. Masitis als Abstillindikation).
Mein Zahnarzt forderte mich übrigens zum indirekten Abstillen auf, als meine erste Tochter sechs Wochen alt war: "Wie lannge wollen Sie denn noch stillen? Meine Frau hat abgestillt, als unser Sohn vier Wochen war. Da hat er dann auch endlich richtig zugenommen." Solche Äußerungen sind verheerend für den Stillerfolg, zumal Mütter im Wochenbett, v. a. Erstmütter, sehr verletzlich und leicht zu verunsichern sind.
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Re: Gut, dass ich eine mündige Patientin bin!
In der Universitätsstadt Mainz. Ursprünglich komme ich aus Heidelberg, weswegen ich da viele kenne. Da ists auch nicht anders.Inken hat geschrieben:Ich frage mich, wo Ihr lebt...
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Ich finde aber, dass ein Gynäkologe oder Kinderarzt die häufigsten Medikament-Stillinteraktionen auswendig wissen sollte und sich nicht erst informieren muss. Zumindest aber schnell WÄHREND der Sprechstunde auf die *in den Favoriten gespeicherte" Siete des Embryotox geht. Gyn ist doch ein eher begrenztes Fachgebiet (also im Vergleich zu Innere zb) und trotzdem kennen sich die Gyns nicht mit Stillen und dessen "Problemen" aus (im Übrigen auch meist nicht mit Senkungsbeschwerdenetc, aber das ist ein völlig anderes Thema). Die Liste bei Embryotox ist nun wirklich nicht lang!Inken hat geschrieben:Die Mama-Ärztinnen, die ich kenne und die mir gerade einfallen (das sind neun Mamas), stillen alle. Und interessieren sich logischerweise auch dafür. Ähnliches kann ich durchaus auch von einigen Papa-Ärzten behaupten - also nicht, daß sie sich super auskennen würden, aber das sie prinzipiell gewillt sind, sich zu informieren.
In meinen Erfahrungen nicht. Die Unkenntnis über Migränetherapie in SS und Stillzeit war allen niedergelassenen Gyns, mit denen ich darüber geredet hab, eigen. Genauso die beste Therapie bei Mastitis: Weiterstillen!Inken hat geschrieben:Hmm, mir fällt jetzt nur auf, daß es sich um Klinikärzte handelt... Ob´s daran liegt??? (Ich erinnere mich zumindest an eine klinikinterne Weiterbildung zum Thema Medikamentenauswahl beim Stillen)
Ich bin - glaub ich - so ziemlich das Gegenteil von einem Ärztehasser (ich studier ja selbst Medizin, meine Mutter und viiiiele Freunde sind Ärzte). Aber der Umgang mit Schwangeren, Schwascha, Stillen und Geburt in der modernen Medizin ist für mich bedenklich. (ich wurde von meiner FÄ veranlasst, mir einen anderen Arzt zu suchen, weil ich für MEINE Schwascha selbst die Vernatwortung übernehme und mich bis auf die Schalls von einer Hebi betreuen ließ! Ohne Worte!).
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Re: Gut, dass ich eine mündige Patientin bin!
Dabei hat "Der Anaesthesist" bereits 2003 (da war ich noch Studentin!) einen Artikel veröffentlicht, der wie folgt schließt: "Die Wiederaufnahme des Stillens gilt nach moderner Auffassung postoperativ dann als wieder möglich, wenn sich die Mutter dazu physisch und psychisch wieder in der Lage fühlt." (Dir ist dieser Artikel ja sicherlich bekannt.)Iris hat geschrieben:@Inken: Ich bin mit einer Anästhesistin befreundet, die auch Mutter ist. Vorher hat sie allen stillenden Frauen, wie es "Standard" sei, eine 24-stündige Stillpause empfohlen. Inzwischen weiß sie es besser. Aber sie sagt auch, dass sie damit eine Ausnahme ist.
Ich habe einer stillenden Mutter auch nie etwas anderes gesagt.
Allerdings steht es teilweise noch anders in der Roten Liste bzw. den Fachinformationen. Aber DAS sollte man nicht dem Arzt vorwerfen, der sich dort informiert.
Das kann allerdings sein. Da habe ich nicht so die Übersicht, wer wie lange (bzw. immer noch) gestillt hat.Iris hat geschrieben:Viele Ärztinnen, die Mutter sind, haben ja wegen ihrer eigenen "Standards" selbst wieder früh abgestillt.
In meiner Umgebung ist es aber gerade ziemlich verbreitet, z.B. Hannah Lothrop oder Jean Liedloff zu lesen. Ich sehe da durchaus eine Bewegung hin zu mehr Natürlichkeit in der Babypflege.
Liebe Grüße
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Re: Gut, dass ich eine mündige Patientin bin!
Ich habe von meinem Gyn eine Medikamentenempfehlung bzgl. meiner Schilddrüse bekommen. Das was er empfiehlt steht auch so bei Embryotox. Meine Hausärztin war davon relativ unbeeindruckt und sagt, sie hätte da andere Informationen (rote Liste). Tja, was soll man da noch sagen.....

LG
Dani mit dem kleinen Räuber Rotzi (10/08), der Püppi Spucki (09/10) und Pommy (03/13)!
"Wer heute in Deutschland etwas wirklich Revolutionäres, völlig Ausgeflipptes und absolut Waghalsiges machen will, der sollte albernen Extremsport vergessen und heiraten. Er sollte zwei Jahrzehnte seines Lebens in die Zukunft investieren, die Ärmel hochkrämpeln und mehrere Kinder großziehen - und zwar erhobenen Hauptes, bitteschön!"(von "Unbekannt)"
"Wo die Angst ist - da geht´s lang."


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Re: Gut, dass ich eine mündige Patientin bin!
Ich habe eine Frage an die Krampfadern-OP-Kennerinnen unter Euch. Wir habt Ihr denn die Krampfadern in den Oberschenkel bemerkt? Ich meine, je nach "Bepolsterung"
SIEHT man die doch nicht direkt sondern spürt sie "nur" oder? Sind das richtige Schmerzen?
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Re: Gut, dass ich eine mündige Patientin bin!
Irgendwie kann ich das schon verstehen. Denn wenn doch etwas schief geht und ein Patient ihr Böses will, hat die Ärztin vor dem Richter einen schlechten Stand - auch wenn sie eigentlich im Interesse des Patienten von offiziellen Empfehlungen abgewichen war...MissMarpelchen hat geschrieben:Meine Hausärztin war davon relativ unbeeindruckt und sagt, sie hätte da andere Informationen (rote Liste)
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Re: Gut, dass ich eine mündige Patientin bin!
Und da liegt sicher auch der Hase im Pfeffer. Dass der Arzt verständlicherweise keine "Lust" hat, die Verantwortung zu übernehmen, was er ja tut, wenn er von der Roten Liste oder der Fachinfo abweicht...Inken hat geschrieben:Irgendwie kann ich das schon verstehen. Denn wenn doch etwas schief geht und ein Patient ihr Böses will, hat die Ärztin vor dem Richter einen schlechten Stand - auch wenn sie eigentlich im Interesse des Patienten von offiziellen Empfehlungen abgewichen war...MissMarpelchen hat geschrieben:Meine Hausärztin war davon relativ unbeeindruckt und sagt, sie hätte da andere Informationen (rote Liste)
Grüßle, Ma
