Sehr geehrte Damen und Herren,
mit Interesse haben wir den Artikel „Die Nippel der Welt“, erschienen im Süddeutsche Zeitung Magazin 41/2009 von Susanne Frömel gelesen. Ein wichtiges Thema, und es ist gut, sich kritisch mit der Materie auseinanderzusetzen - das Hinterfragen von Extremismus jeglicher Art bringt wertvolle Impulse und Anregungen.
Wir sind jedoch sehr befremdet, in welcher Art über nicht alltägliche Formen des Stillens geschrieben wird. Man kann sich kritisch-humorvoll, mit einer gewissen Achtung, oder aber kritisch-abschätzig-herabmindernd mit dieser Thematik auseinandersetzen. Leider wurde von der Autorin letztere Form der „Abrechnung“ gewählt, womit nicht nur die eigentliche Thematik, sondern auch gleich das Stillen selbst als normale Form der Säuglingsernährung ins Lächerliche gezogen wird.
Es stört uns auch, wie unreflektiert das Internet-Forum http://www.stillen-und-tragen.de zitiert wird. Erstens halten wir es für sehr problematisch, Namen von Usern öffentlich zu nennen. Zweitens scheint sich die Autorin nicht die Mühe gemacht zu haben, im Forum etwas mehr zu lesen als nur Threads mit plakativen Titeln. Denn dann hätte sie gemerkt, dass die Forumsleitung ein Auge auf „extreme“ Meinungen hat und gegebenenfalls einschreitet. Auch wenn ein Forum eine Plattform zum Austausch eigener Meinungen darstellt, sind wir uns von Seiten der Forumsleitung unserer Verantwortung gegenüber ratsuchenden Müttern bewusst. Leider gilt dies nicht für das Verantwortungsgefühl der Autorin gegenüber ihrer Leserschaft. Der von ihr verwendete Thread ist zum einen sinnentstellend, zum anderen falsch zitiert worden.
Für äußerst problematisch halten wir in diesem Zusammenhang Ausdrücke wie „Stillnazis“, „Stillfaschisten“ usw. Von einer Autorin, die sich kritisch mit einem brisanten Thema auseinandersetzt, wäre eigentlich dasselbe auch im Umgang mit den von ihr gewählten Ausdrücken zu erwarten.
Mit freundlichen Grüßen
Alexandra Schneider, Nicole Rudolf – Betreiberinnen des Forums http://www.stillen-und-tragen.de
Dorothea Burkhard, Yvonne Willker, Markus Schneider – Administrationsteam
Christine Odenthal, Iris Schmeink, Julia Streit-Lehmann – Stillberaterinnen des Forums
Offener Brief an die Redaktion des "SZ Magazin"
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Re: Offener Brief an die Redaktion des "Süddeutsche Zeitung Maga
Liebe LeserInnen,
wir haben uns im Team zu einer gemeinsamen Reaktion in oben genannter Form entschieden. Der Brief wird so der Redaktion der SZ und dem deutschen Presserat in Kopie zugehen.
Aktuell haben Markus und ich uns gegen die Möglichkeit, hier zu antworten entschieden. Wir möchten an dieser Stelle informieren, diskutiert werden darf selbstverständlich weiter im bereits bestehenden Thread
Liebe Grüße Alex
wir haben uns im Team zu einer gemeinsamen Reaktion in oben genannter Form entschieden. Der Brief wird so der Redaktion der SZ und dem deutschen Presserat in Kopie zugehen.
Aktuell haben Markus und ich uns gegen die Möglichkeit, hier zu antworten entschieden. Wir möchten an dieser Stelle informieren, diskutiert werden darf selbstverständlich weiter im bereits bestehenden Thread
Liebe Grüße Alex
Liebe Grüße von Alex mit dem ganz Großen 05/00, dem Großen 06/04, dem ziemlich Großen 01/08, der Pferdenärrin 11/13 an der Hand und Mondmädchen Luna Nicole (*+ 9/11) für immer im Herzen
Tragekinder - "Mein" Kindersachbuch zum Tragen
"Ich ehre das Leben... In tiefer Dankbarkeit..." alequito
Ließe der Mensch sich genügen, so hätte er Ruhe. Jakob Böhme
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Re: Offener Brief an die Redaktion des "SZ Magazin"
Wir haben vor 2 Tagen eine sehr allgemein gehaltene Antwort erhalten, in der Frau Frömel betonte, daß sie weder das Stillen an sich, noch unser Forum verunglimpft habe und wir lediglich unterschiedlicher Meinung seien.
Nach einigem Nachdenken haben wir entschieden, auch dazu Stellung zu nehmen und haben folgende Antwort geschickt:
Liebe Grüße Alex
Nach einigem Nachdenken haben wir entschieden, auch dazu Stellung zu nehmen und haben folgende Antwort geschickt:
Bislang haben wir nichts weiter gehört und eigentlich erwarten wir auch nichts wirklich Neues, aber wir möchten euch zeigen, daß wir dran sind und dran bleiben.Sehr geehrte Frau Frömel,
herzlichen Dank für Ihre Antwort. Wir freuen uns, dass Sie unsere Stellungnahme wahrgenommen haben, auch wenn uns noch mehr gefreut hätten, Sie wären auf unsere Argumentation eingegangen, anstatt uns eine Standardantwort zukommen zu lassen, die nahezu gleichlautend auch an andere Leserbriefverfasser ging.
Wir sind in der Sache gar nicht anderer Meinung als Sie. Wie Sie sind wir gegen Extremismus. Wir können sogar darüber lachen. Wir hätten auch mit Ihnen gelacht, hätten Sie eine kleine Glosse geschrieben. Doch Ihr zwischen den journalistischen Textsorten schwankender Artikel, der mal als Satire, mal als Reportage daherkommt, erweckt den Eindruck, die LaLecheLiga und unser Forum wären ein Sammelbecken radikaler Still-Fanatikerinnen, von denen man sich besser fernhält. Das können wir nicht akzeptieren, weil es schlicht nicht den Tatsachen entspricht.
Auch fragen wir uns, warum Sie es für nötig hielten, eine große Zahl engagierter, ehrenamtlich tätiger Frauen lächerlich zu machen, die nichts anderes tun, als stillenden Müttern die Unterstützung zu verschaffen, die ihnen häufig durch ihr Umfeld (einschließlich schlecht informierten Fachpersonals) versagt bleibt.
Mit freundlichen Grüßen
Alexandra Schneider und Iris Schmeink im Namen des Forumsteams stillen-und-tragen.de
Liebe Grüße Alex
Liebe Grüße von Alex mit dem ganz Großen 05/00, dem Großen 06/04, dem ziemlich Großen 01/08, der Pferdenärrin 11/13 an der Hand und Mondmädchen Luna Nicole (*+ 9/11) für immer im Herzen
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Re: Offener Brief an die Redaktion des "SZ Magazin"
Wir haben erwartungsgemäß keine weitere Reaktion mehr erhalten. Schade, aber wirklich damit gerechnet habe ich eh nicht.
Ich denke, ich werde den Thread dann heut Abend ent-pinnen, um diesem Thema nicht weiterhin mehr Raum zu geben, als ihm eigentlich zusteht
Liebe Grüße Alex
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Liebe Grüße Alex
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Re: Offener Brief an die Redaktion des "SZ Magazin"
So, entsperrt und ins Stillforum verfrachtet 
Liebe Grüße Alex
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