Pumpen bei der Arbeit - genug für Milcherhaltung?

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Lolomama
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Pumpen bei der Arbeit - genug für Milcherhaltung?

Beitrag von Lolomama »

Hallo!

Heute ist mein erster Arbeitstag, ich habe meine Pumpe mitgenommen :)

Leider bin ich vormittags nicht zum Pumpen gekommen, aber um 12 Uhr konnte ich (nur!) 70ml abpumpen und am Nachmittag pumpe ich wieder.

Nun meine Frage: Meine Kleine trinkt ja nicht viel, aber wahrscheinlich doch mehr als 300ml pro Arbeitstag. Ich denke nicht, dass ich es schaffen werde, so viel abzupumpen (ich pumpe schon seit 4 Monaten regelmässig, aber ich bekomme fast nie mehr raus als 50-70ml). Könnte es Probleme geben, wenn ich dann am Wochenende zu Hause bin? Also dass ich nicht genug Milch dann habe plötzlich? Oder reicht die Stimulation mit der Pumpe für die Brust, auch wenn nicht so viel Milch rauskommt? (ich pumpe 2x9Min, 2x7Min und 2x3Min pro Seite).

Danke!!

(Ich kann meine Kleine leider nicht bringen lassen, da sie im Auto extrem schreit... und sie ist zu weit weg, dass ich zu ihr gehen könnte - habe kein Auto hier, ist bei meinem Mann)
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Lolomama
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Re: Pumpen bei der Arbeit - genug für Milcherhaltung?

Beitrag von Lolomama »

So, heute ist schon mein zweiter Arbeitstag. Lea hat gestern 370ml getrunken, da habe ich noch gedacht, es reicht sicher noch eine Weile mit der abgepumpten MuMi und mit der Milch, die ich während der Arbeitszeit pumpe, aber heute hatte sie bisher bereits fast 270ml!! Und der Tag ist noch laaang. Es könnte gut ein Wachstumsschub sein.

Nun habe ich mir gedacht, dass es vielleicht sinnvoll wäre, Pre-Nahrung bereits jetzt langsam einzuführen und nicht damit zu warten, bis meine Milch alle ist. Also täglich vielleicht 100ml oder so? Ist das eine gute Idee? Natürlich würde nicht ich die Pre-Milch geben, sondern nur meine Mama. Oder macht es vielleicht sogar Sinn langsam (sie ist 5 Monate alt) Beikost einzuführen? Bitte helft mir!

Ich mache mir solche Sorgen, dass am Wochenende meine Milch nicht mehr reicht zum stillen, ich wollte doch sooo gerne sehr lange stillen. :cry:
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jusl
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Re: Pumpen bei der Arbeit - genug für Milcherhaltung?

Beitrag von jusl »

Hallo,

Pre früher einzuführen als nötig hat eigentlich keine Vorteile ;-). Bei Sorge um Allergiegefährdung entscheiden sich viele Mütter dafür, zwischen 4 und 6 Monate statt künstlicher Milch lieber babygeeignete Schonkost aus fester Nahrung anzubieten, also z.B. Brei aus gekochter Kartoffel, Reis, Zucchini, oder gedünsteter Apfel, Birne, mit etwas Reis- oder Hirseflockenbrei. Dies könnte auf 1-2 Mahlzeiten am Tag verteilt werden, wenn Du nicht da bist, dazwischen etwas abgepumpte Milch (kleinstmögliches Saugerloch wählen!), und dann halt Stillen nach Bedarf, wenn Du wieder da bist.

LG;
Julia
Lolomama
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Re: Pumpen bei der Arbeit - genug für Milcherhaltung?

Beitrag von Lolomama »

Hallo Julia,

Also feste Kost, bzw. Brei würde ich natürlich viel lieber geben als Pre-Milch, irgendwie wäre es eine richtige Überwindung für mich, überhaupt zu schauen, was es für Pulvermilch zu kaufen gibt.

Was ist genau gemeint mit "babygeeigneter Schonkost", also zum Beispiel zermanschte Kartoffeln als Einführung? Oder muss ich da etwas noch speziell beachten, mit Öl vermischen oder mit MuMi? Hättest Du mir ev. einen Link, wo ich was darüber lesen könnte?

Lea wird diese Woche 5 Monate alt und ich hatte Sorge, Beikost einzuführen, weil es ja immer heisst, nicht vor 6 Monaten. Aber wenn Du sagst, es ist besser als Pre, dann können wir ja einen Versuch starten.
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jusl
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Re: Pumpen bei der Arbeit - genug für Milcherhaltung?

Beitrag von jusl »

Was ist genau gemeint mit "babygeeigneter Schonkost", also zum Beispiel zermanschte Kartoffeln als Einführung? Oder muss ich da etwas noch speziell beachten, mit Öl vermischen oder mit MuMi?
:D , "Schonkost" bedeutet einfach: einzelne, milde Lebensmittel, gedünstet. Keine Gewürze, aber Fettzugabe (ein TL Pflanzenöl z.B.).
Hättest Du mir ev. einen Link, wo ich was darüber lesen könnte?
Es gibt einige gute Bücher zum Thema, z.B. das von Gabi Eugster, oder auch die AFS-Broschüre "Beikost für das gestillte Kind".
Aber wenn Du sagst, es ist besser als Pre, dann können wir ja einen Versuch starten.
Ich sagte nicht, dass dies BESSER sei. ;-) Aber viele Mütter teilen Deinen Wunsch, nicht noch "so spät" mit künstlicher Milch anfangen zu müssen, wo das Kind ja eigentlich gestillt wird, und da ist besagte Schonkost in den Monaten 4-6 eine vertretbare Alternative.

LG,
Julia
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Re: Pumpen bei der Arbeit - genug für Milcherhaltung?

Beitrag von Lolomama »

Dann frage ich mal so: :wink:

Würdest Du - wenn Du jetzt in meiner Situation wärst - lieber Pre-Milch füttern oder Beikost?

Dann ist auch die Frage, ob Lea Beikost überhaupt annimmt... ich denke, da müssen wir einfach probieren. Sonst bleibt uns ja nur die Lösung Pre...
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Re: Pumpen bei der Arbeit - genug für Milcherhaltung?

Beitrag von jusl »

Ich persönlich würde in dieser Situation, Beikostbereitschaft beim Kind vorausgesetzt, aus diversen Gründen lieber feste Nahrung als Pre geben.

LG,
Julia
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Iris
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Re: Pumpen bei der Arbeit - genug für Milcherhaltung?

Beitrag von Iris »

Falls Du Deine "Pumpleistung" :wink: steigern möchtest (sofern das nötig ist) - es gibt da ein paar Tricks:
Normalerweise sollte etwa etwa 20 Minuten lang gepumpt werden und dabei alle 4-6 Minuten die Brust gewechselt werden.
Die Milch fließt besser, wenn Du entspannt bist (bequeme Sitzgelegenheit, Ruhe, angenehmes Licht) und die Brust gut vorbereitet ist, z. B. durch Anwärmen und Massieren. Der Anblick (Foto) oder der Geruch (getragenes Kleidungsstück)Deines Kindes können hilfreich sein, um den Milchspendereflex auszulösen. Manchen hilft es auch, in Gedanken fließendes Wasser o. ä. zu visualisieren.
Ich selbst komme mit einer Pumpe nicht gut zurecht, kann aber recht passabel Muttermilch von Hand gewinnen. Evt. gibt es in Deiner Nähe eine Stillberaterin, die Dir dies zeigen kann. Es gibt aber auch ein tolles Video von Elisabeth Kurth dazu, das Du bestellen kannst, aber in vielen Stillgruppen auch auszuleihen ist.
Iris mit Großer -10/05- und Kleiner -02/08- , erzogen und geimpft
lilith35
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Re: Pumpen bei der Arbeit - genug für Milcherhaltung?

Beitrag von lilith35 »

Hallo,
ich habe angefangen Vollzeit zu arbeiten, als Mena ein jahr alt war. Bis zu dem Zeitpunkt hat sie kaum etwas außer Muttermilch zu sich genommen (und auch die nur in Originalverpackung :) Aber als ich dann weg war hat sie serh schnell alles mögliche gegessen, vielleicht geht es Dir mit Deiner Tochter ja ähnlich? Beikostversuche würde ich am ehesten vom Pap/Oma machen lassen, geht meistens besser als von der Mama... Und meine Milchmenge hat sich immer sehr schnell auf die jeweilige Situation eingestellt, also viel Milch, wenn ich zuhause war und weniger, wenn ich bei der Arbeit war.
Ich wünsch Dir viel Erfolg beim Pumpen und Stillen!
Katharina mit Lina (12/96), Jonathan (8/98), Finja (10/04), Mena (2/07) und Timon 11.07.2009
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Re: Pumpen bei der Arbeit - genug für Milcherhaltung?

Beitrag von Nini Caillou »

Hallo,

ich hab wieder angefangen voll zu arbeiten, als Maus 5 Monate alt war.
Habe zweimal täglich gepumpt (Medela Symphony, vormittags und nachmittags), und gestillt morgens wenn ich aus dem Haus ging und wenn ich nach hause kam. Kurz darauf haben wir auch Beikost gestartet.

Bei uns war es so, dass die Beikosteinführung sehr schleppend ging und wirklich 2-3 Monate (!) vergingen, bis man von einer ersetzen Stillmahlzeit sprechen konnte. Sprich, das hat in dem Moment nicht wirklich was gebracht (obwohl meine Überlegen auch in die Richtung gingen, also lieber Beikost als Kunstmilch).

Leider hat meine Milch dann nciht ganz gereicht, so dass wir irgendwann schweren Herzens eine Flasche Kunstmilch am Tag zugefüttert haben.

Maus ist zum Glück sehr unkompliziert gewesen, sie wechselte mühelos zwischen abgepumpter Mumi und Kunstmilch und akzeptierte auch weiterhin die Brust.
Am Wochenende hab ich dann übrigens immer ganz normal gestillt, das hat auch geklappt.

Alles Gute!
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