@mrz:
das, was du empfiehlst, entspricht dem Prinzip "ferbern" und DAS ist wohl eher weniger das, was man empfehlen würde wenn man sich fast zwei jahre lang an der bindungsorientierten kindererziehung orientiert hat, damit würdest du in nullkommanix ALLES, was du deinem kind an urvertrauen aufrechterhalten oder geschenkt hast zerstören, sorry aber auch ein knapp 2-jähriges gehört m.E. nicht geferbert
ebensowenig halte ich jegliche "radikalkuren" die mit dem verschwinden der person, zu der das kind das größte vertrauen hat, für grausam - auch das würde das urvertrauen negativ beeinflussen
vielmehr sollte man sich vor augen führen, das ein solches stillverhalten eher normal ist
in einem Buch habe ich gestern noch etwas sehr interessantes gelesen:
Eine Studie über die Gainj in Papua-Neuguinea hat gezeigt, dass auch deren Kinder mehrmals pro Stunde rund um die Uhr gestillt werden; auch dort herrscht heißes und feuchtes Klima.
Interessanterweise werden ältere Kinder nicht weniger oft gestillt; die Stillhäufigkeit bleibt bis ins dritte (!) Lebensjahr mehr oder weniger unverändert.
Quelle: Gestillte Sehnsucht-starke Kinder S.138
Im Übrigen stellen OP´s keinen Grund zum kompletten abstillen dar und auch Dienstreisen kann man "stillerhaltend" gestalten, darüber gibt es genügend Berichte, auch sind sehr viele Medikamente stilltauglich - auch da besteht sehr selten die Notwendigkeit des abstillens!
Generell sollte man sanfte Methoden vorziehen dabei aber konsequent bleiben!