Gibt es zu wässrige Milch?

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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hanna01
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Gibt es zu wässrige Milch?

Beitrag von hanna01 »

Ich stille meinen Sohn und bin auch sehr froh darüber. Was mir aber manchmal richtig auf den Keks geht ist die Generation meiner Eltern. Ständig hört man den Satz: "Also ich KONNTE nicht stillen". Ich kann verstehen das sie nicht stillen WOLLTEN, weil es auch nicht so hochgehalten wurde wie es heute der Fall ist, aber dieses ständige "ich konnte nicht".

Meine Schwiegermutter sagt sie habe zu wässrige Milch gehabt. Ich habe sie mal gefragt woher sie das denn weiß und sie hat mir gesagt das das im KH getestet wurde. Ihr erstes Kind ist 1977 geboren. Irgendwie kann ich mir das nicht vorstellen das das stimmt.

Kann mir jemand was dazu sagen?
Viele Grüße,
Andrea mit L. (11/08) und F. (6/10)
GwAMg

Re: Gibt es zu wässrige Milch?

Beitrag von GwAMg »

ALso ich habe schon öfter gehört, dass die Milch getestet und für schlecht befunden wurde...ich will aber glaub gar nicht wissen was Hu*ana, Mi*upa und Ne*tle den KKHs und Ärzten so zahlten...

Ansonsten wundert es mich nicht, dass viele nicht stillen konnten...wenn man sein Kind nur alle vier Stunden anlegen darf, und dann auch nur auf einer Seite, auf der anderen pumpen muss, hinterher weigen und das fehlende per Flasche nafütttern muss ists ja klar, dass es irgndwann nimmer geht, oder?
hanna01
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Re: Gibt es zu wässrige Milch?

Beitrag von hanna01 »

Klar, die Unterstützung die wir heute beim Stillen bekommen die gab es damals auch nicht.
Es gab damals ja auch keine Hebamme die nach Hause gekommen ist und die ganzen Babykurse die man jetzt besuchen kann etc.
Ich kann nachvollziehen das man sich früher für die Flasche entschieden hat, aber mir stinkt es gewaltig es so darzustellen als wenn es nicht ging.

Bei meiner SM glaube ich es nicht da doch am Anfang wenn man im KH ist, die "richtige" Milch noch überhaupt nicht vorhanden ist. Wenn ich überlege wie meine Milch zu Anfang aussah und jetzt . . .
SM erzählt häufiger mal Schwachsinn und ich möchte in diesem Punkt wissen, ob ich ihr da unrecht tue und es vielleicht wirklich stimmt das früher die Milch im KH untersucht wurde.
Viele Grüße,
Andrea mit L. (11/08) und F. (6/10)
Trillian
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Re: Gibt es zu wässrige Milch?

Beitrag von Trillian »

find ich ein interessantes Thema. Ich habe mir allerdings abgewöhnt zu denen was zu sagen, bei denen es Jahre her ist, weil ich denke da war's halt so und gut. nur wenn's um heute geht, dann informiere ich gerne mal
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GwAMg

Re: Gibt es zu wässrige Milch?

Beitrag von GwAMg »

Die Milch wurde ne Zeitlang tatsächlich untersucht...Ich kenne auch heute ne Hebamme die bei Frauen abgepumpte Milch gern mal vors Licht hält und felsenfest davon überzeugt ist, dass die Mich nichts taugt
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Lyra
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Re: Gibt es zu wässrige Milch?

Beitrag von Lyra »

Ja, das Thema kenne ich auch :roll:
Als Püppi mit ca. 16 Wochen einen Schub hatte und alle zwei Stunden kam, da hat meine Mum auch gesagt, dass meine Milch zu dünn ist und nicht ausreicht... Sie meinte ich MUSS jetzt unbedingt abstillen und sie Flasche geben, sonst würde Püppi quasi hungern... als sie dann 5 Monate alt war hab ich ihr gezeigt, dass meine Tochte über 1 kg mehr gewogen hat, als ich mit 6 Monaten (und Flasche) Die Infos hatte ich aus meinem Fotoalbum :wink: Da war sie dann beruhig und hat auch nix mehr zum Stillen gesagt *lach*
Nuun stille ich schon fast 9 Monate und keinen interessiert´s mehr (zum Glück) DAS wird dann wohl erst wieder zur Sprache kommen, wenn sie merken, dass ich länger als nur im ersten Lebensjahr stillen will :roll:
Viele liebe Grüße
Lyra mit dem Mann, der Püppi (09/08), dem kleinen Mann (04/11) und einem * (05/10) für immer im Herzen.
Schau doch mal in meinem Blog die Rumpelbutze vorbei.
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Es ist ein alchemistischer Augenblick, in dem sich Wissen in Verstehen verwandelt.
jusl
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Re: Gibt es zu wässrige Milch?

Beitrag von jusl »

ana85 hat geschrieben:Die Milch wurde ne Zeitlang tatsächlich untersucht...Ich kenne auch heute ne Hebamme die bei Frauen abgepumpte Milch gern mal vors Licht hält und felsenfest davon überzeugt ist, dass die Mich nichts taugt
:shock: ui - OK, das ist heftig.

Früher waren Muttermilchuntersuchungen im Labor gängiger - ein häufiger klassischer Fehler mit fatalen Folgen war, dass als Muttermilchprobe diejenige Milch eingeschickt wurde, die sich zwischen den Mahlzeiten in Milchauffangschalen gesammelt hat! Diese ist bekanntlich quasi fettfrei, und das Untersuchungsergebnis lautete dann, dass "die Milch leider einen zu geringen Fettgehalt hat und daher abgestillt werden muss". Übelst - aber es soll immerhin auch heute noch Leute geben, die eigentlich wissen müssten (und es aber leider nicht wissen), dass sich der Fettgehalt der Milch WÄHREND DER MAHLZEIT massiv steigert und Milch aus Milchauffangschalen selbstverständlich KEINE GEEIGNETE Stichprobe darstellt.

LG;
Julia
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Dickkopf-Mama
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Re: Gibt es zu wässrige Milch?

Beitrag von Dickkopf-Mama »

hanna01 hat geschrieben:Ich stille meinen Sohn und bin auch sehr froh darüber. Was mir aber manchmal richtig auf den Keks geht ist die Generation meiner Eltern. Ständig hört man den Satz: "Also ich KONNTE nicht stillen". Ich kann verstehen das sie nicht stillen WOLLTEN, weil es auch nicht so hochgehalten wurde wie es heute der Fall ist, aber dieses ständige "ich konnte nicht".
Ich finde schon, dass du vielen Frauen der Generation deiner SM mit der Aussage unrecht tust. Wie ist es denn, wenn du dich an alle Vorgaben hälst, die dir die Leute machen,( die sich eigentlich mit Stillen und Babyernährung auskennen sollten)hältst und die Milch dann nicht reicht, dein Kind hunrig und unzufrieden ist...
Willst du dann nicht oder kannst du dann nicht stillen?
Nichts stilen können kann ja sowohl an falschen Tips und Anleitungen liegen als auch an körperlichen Problemen.
Liebe Grüße von Meike mit drei Dickköpfen ( * 2007),( * 2010) und (*2013)
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duduja
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Re: Gibt es zu wässrige Milch?

Beitrag von duduja »

Meine Mutter konnte auch nciht lange stillen - und bei dem Stress, den sie damals hatte ist mir das auch völlig klar! Da hätte ich auch nicht steillen können...Und sie hat sehr darunter gelitten und fand es dann sos chön, dass es bei mir geklappt hat!
Meine Cousine musste damals ihre wenige Wochen alte Tochter abstillen, weil sie von den Ärzten etc. völlig falsch informiert wurde....sie hat die Vorgaben weinend befolgt....und ihre 9 und 11 Jahren später geborenen Söhne gestillt, gestillt, gestillt.....so lange es ging !

Die Frauen damals konnten unter den Umständen oft wirklich nicht stillen....und ich selbst hätte es bei meinem ersten Sohn trotz Infos und Stillbuch etc. auch nciht geschafft, wenn er nicht so vehement alles andere verweigert hätte...er war bei mir praktisch der Vorkämpfer für seine Geschwister. Und spätestens beim dritten Kind wusste ich, dass meine Kinder eben überhaupt keine Stillabstände haben und alle hundsmiserabel schlafen :-) .
Liebe Grüße, Duduja - und die wilde SIEBEN mit 20, 22, 24, 26, 29, 31 und 33 - plus zwei Sternenkindern
Und einem Enkelkind :)

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inselkind08
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Re: Gibt es zu wässrige Milch?

Beitrag von inselkind08 »

Ich finde auch gerade der älteren Generation sollte man es nicht übelnehmen, die haben es damals mit all den Vorgaben die vom "Fachpersonal" gemacht wurden gar nicht so einfach gehabt...
Meine Mutter hatte auch arge Probleme, obwohl sie selbst dachte sie als Krankenschwester wäre ja so gut informiert, und hat dann abgestillt....
Es gab übrigens zu der Zeit (so vor 25Jahren) wohl schon Hebammen die auch nach Hause kamen und betreuten, aber allgemein war es eher auf dem Land verbreitet das man zur Dorfhebamme ging (und eventuell mit der ins Krankenhaus), aber die meisten Frauen wussten gar nichts von ihrem Anspruch auf Wochenbettbetreuung. Meine Mutter und meine Hebamme (die damals schon tätig war) haben sich mal ausgiebig darüber unterhalten....
Liebe Grüsse vom inselkind mit Sohn und 2 *

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