Ich schieb dir eine Portion Kraft rüber! Und eine kleine Anekdote dazu:
Ich war neulich beim Stilltreff (es war ausser mir und den Stillberaterinnen keiner da *g*) und das Gespräch kam auf die Nachtruhe. Ich sagte: "unsere Nächte sind toll. Elina schläft nachts ihre 12 Stunden, sie wird lediglich aller 2-3 Stunden zum Stillen wach. Dann rutsch ich im Bett zu ihr hin, halt die Brust rüber, sie trinkt und schläft dann direkt weiter. Also total entspannt."
Da sagten die Stillberaterinnen: es ist schön, dass du das so sehen kannst. Viele Mütter haben die gleichen Nächte, und sie sehen es als Problem an und fragen, wie sie es ändern können.
Das hat jetzt mit deiner Situation nur teilweise was zu tun. Was ich damit sagen will ist - die Einstellung macht so viel aus! Wenn man rangeht mit "menno, mein Kind will dauernd trinken, andere schlafen schon lange durch, ich will das nicht" - dann empfindest du das als Problem. Ich hatte das Glück, schon im SuT (und anderen Foren) rumgelesen zu haben bevor ich schwanger wurde. Ich habe von Schlafproblemen gelesen, von nächtlichem Dauerstillen, von dauerndem Aufstehen, von Geschwistern die zu unterschiedlichen Zeiten wachwerden und sich gegenseitig dauernd wieder wecken... ach, von allen möglichen Sachen, bei denen man nachts auf dem Zahnfleisch kriecht! Und dann kam unsere Elina - und schlief nachts! Einfach so. Natürlich braucht sie ab und zu ihre Stillmahlzeit, aber wenn sie schläft, schläft sie. Sie sitzt nicht plötzlich nachts im Bett und macht Party und die Nacht zum Tag. Man muss nicht nachts herumlaufen und Liedchen singen und schaukeln und sonstwas. Sondern wenn Nacht ist, SCHLÄFT sie. Und darüber bin ich so dankbar! Was solls, dass sie aller 2-3 Stunden (und abends manchmal öfter) nach der Brust verlangt. Es ist ja nicht so, als müsste ich mir dafür einen abbrechen, nur mal eben für ein paar Minuten die Brust rüberzureichen. Natürlich ist das auch manchmal etwas nervig, vor allem wenn man abends grad so schön am suten ist

und dann muss man aller naselang rüberrennen. Aber gerade in Anbetracht der Tatsache, dass sie älter wird und sie vielleicht bald von selbst anfängt weniger zu stillen... dass es gar langsam möglich wird, dass sie sich abstillt... wenn dieser Gedanke greifbar wird, und man den Hauch des Abschiedsschmerzes empfindet den man spüren würde wenn es jetzt wirklich so wäre, dass die Stillzeit ein Ende hat... gerade dann geniesse ich die Tatsache lieber, dass wir noch stillen, als sie zu beklagen. Lieber halte ich die Brust hin als nachts aufzustehen und ein Glas Wasser zu holen, oder etwas anderes das sie wieder beruhigt wenn sie zwischendurch aufwacht (falls es kein Durst ist, meine ich).
Okay, jetzt ist es doch ein Roman geworden

Eigentlich wollte ich nur sagen, dass die Einstellung eine entscheidende Rolle dabei spielt, wie man die Gegebenheiten empfindet - als Last oder als Geschenk. Ich empfinde unsere Nächte als Geschenk, andere würden vielleicht die gleichen Nächte als Last empfinden. Und dieser Unterschied liegt bei dir.
Wahrscheinlich kannst du deinen Sohn und sein Trinkverhalten nicht ändern. Aber vielleicht deinen Blickwinkel?
Viel Glück und Durchhaltevermögen wünsche ich dir!