Tragetuch/-hilfe und Fahrrad

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Fahrrad mit Kind im Tuch?

Niemals.
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Kam schon vor.
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Könnte ich mir vorstellen.
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Habs probiert, aber nie wieder.
3
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Werde es wieder tun.
7
3%
Warum sollte ich? Ich habe Hänger/Sitz.
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Feleni
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Re: Tragetuch/-hilfe und Fahrrad

Beitrag von Feleni »

Besser diesen hier ausgraben, als immer neue eröffnen.
Hier steht ja schon alles zu dem Thema drin, auch div. Male der Gesetzestext.
Man braucht ihn ja nicht mehr zu öffnen, wenn man ihn kennt und nichts mehr zu sagen hat ;)
So wie ich jetzt, denke ich....
LG U. mit M. und unseren Kindern J. (*07/06), M.(*11/08) und F. (*10/10)
Mein Blog Mien lütte Stuuv - aber eher privat jetzt
Elena
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Re: Tragetuch/-hilfe und Fahrrad

Beitrag von Elena »

sitra hat geschrieben:
Elena hat geschrieben:
Sandküste hat geschrieben:Nun ja - generell, mal unabhänging vom Thema, muss man ja nun nicht alles immer so richtig finden.
Wenn es z.B. eine Impfpflicht geben würde, dann würden sich auch nicht alle daran halten.
Und über die Schulpflicht setzen sich auch einige hinweg.
Jeder ist wohl mal bei rot über die Ampel gegangen, hat im Parkverbot geparkt usw. ........
So pauschal kann man das nicht sagen, finde ich.
Das stimmt, aber hier könnte es ja durchaus sein, dass eine Versicherung mit Verweis auf die Rechtslage bei einem Unfall nicht zahlt. Die Krankenversicherung zum Beispiel, oder die Haftpflicht des Unfallgegners. Aus dem Grund haben mich meine Eltern früher gezwungen, beim Reiten einen Helm zu tragen. Man stelle sich vor, dem Kind passiert doch was, und aufgrund der Rechtswidrigkeit zahlt eine Versicherung nicht - nicht jede Familie könnte mal so eben für die vielleicht entstehenden Kosten aufkommen. Und schon gar nicht für die Rente im Falle einer bleibenden Behinderung. Ich weiß nicht, wie realistisch dieses Szenario ist, aber für ganz unwahrscheinlich halte ich es nicht.
Diese "Rechtslage" war der Grund, warum ich mit TT nicht tretender Weise Draisine fahren durfte (DH gebunden)
Man war der Meinung eine 2 Jährige ist mit Bauchgurt gesichert auf einer Holzbank in Fahrtrichtung sicherer!!!
Zum Glück ging die Draisinefahrt nur 1,5 km (wussten wir, sonst hääten wir es gar nicht probiert)
Klar, das ist nicht unbedingt nachvollziehbar. Aber es ändert nichts daran, dass die Versicherung bei einem Radunfall mit Kind im TT vielleicht nicht für Kopfverletzungen aufkommen will, weil sie (nicht ganz zu Unrecht, oder?) sagt "Mit Helm wäre dem Kopf nichts passiert". So war es zumindest früher bei Reitunfällen.

Ich möchte gar nicht auf die Eltern einprügeln, die mit TT Rad fahren. Ab und zu mit TT auf dem Rad ist statistisch gesehen wahrscheinlich auch wieder weniger gefährlich als täglich im Auto. Ich wollte nur den Aspekt der Versicherung zu bedenken geben. :wink:
Hier gehts zu meinen Bewertungen:
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Fiddlegirl
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Re: Tragetuch/-hilfe und Fahrrad

Beitrag von Fiddlegirl »

Die Versicherung ist die eine Seite und natürlich ein gutes Argument, aber es ist bei uns schon oft gewesen, dass Versicherung trotz verschiedenster Vorsichtsmaßnahmen (bei anderen Dingen natürlich) trotzdem nichts gezahlt hat. Die drehen sich das ja auch, wie sie es brauchen. Lücken im Geibt es immer. Meist zählt, wer den besseren Anwalt hat. Deutschland gibt doch in vielen Dingen nur vor, ein Rechtsstaat zu sein. Im täglichen Leben läuft vieles ganz anders.

Ich finde es nur schade, dass hier grundsätzlich alle als verantwortungslos abgestempelt werden, die mit TT Rad fahren. Es gibt eben welche, die sind sehr vorsichtig und würden wahrscheinlich am liebsten im Auto auch noch einen Helm aufsetzen, andere sehen den Sachverhalt und vermutlich das Leben an sich etwas lockerer, als sich alle kleinlichen Gesetze einfach überhelfen zu lassen. (Btw. Bei uns auf dem Dorf krähen die Hähne auch vor um 6 und keiner klagt wegen Ruhestörung, die ja gesetzlich vorgeschrieben ist.) Dass man als Fußgänger wahrscheinlich seltener in Verkehrsunfälle verwickelt ist, stimmt sicherlich. Man sollte aber nicht vergessen, dass man als Fußgänger auch andere Unfälle haben kann. Die Wahrscheinlichkeit, zu stolpern und zu stürzen oder eine Treppe herunter zu fallen ist für mich persönlich die größere Gefahr als mit dem Fahrrad und Kind huckepack zu fahren.
Für mich, in meiner Umgebung, mit meinem Gefühl kann ich das Rad fahren mit dem TT vereinbaren. Wenn das andere nicht können, dann ist das ihre Entscheidung, aber sie sollten eben andere Denkweisen und Entscheidungsfähigkeiten tolerieren statt ihre eigene Meinung als die allein gültige darzustellen. Ich bin nicht verantwortungslos, sondern habe für mich und mein Baby einen guten Weg gefunden, wie wir gemeinsam mobil sind. Wir beide haben Spaß daran. Dass heißt aber nicht, dass ich es immer und grundsätzlich machen würde.
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vrabec
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Re: Tragetuch/-hilfe und Fahrrad

Beitrag von vrabec »

Einen wichtigen Unterschied zwischen dem Tragen zu Fuß und auf dem Rad ist aber doch auch, wo das geschieht. Zu Fuß ist man auf Bürgersteigen und Fußwegen unterwegs, mit dem Rad auf Radwegen und Straßen. Im ersten Fall kann man gegen einen anderen Fußgänger stoßen, da passiert in der Regel nicht viel. Im zweiten Fall wäre ein Zusammenstoß mit einem anderen Radfahrer oder Auto, ein Sturz ist dabei das Mindeste...

Und zum Thema stillen/auf dem Schoß im fahrenden Auto: Bei einer Aktion verschiedener Rettungsdienste hatten sie auch ein Gerät mit Autositz, bei dem man (angeschnallt!) testen durfte, wie sich ein Unfall bei 10 (!!!) km/h anfühlt. Teilnehmen durften nur gesunde Menschen über 18, und für alle war es eine sehr heftige Erfahrung. Die Wirkung eines Aufpralls schon bei sehr niedrigen Geschwindigkeiten wird total unterschätzt! Ein Kind könnte man dabei schon nicht mehr festhalten.

Ich kann für mich nur sagen, dass ich solche Risiken nicht eingehen mag. Die Vorwürfe, die ich mir hinterher machen würde, wenn doch was passiert ist, möchte ich nicht erleben müssen...
Liebe Grüße,
vrabec mit den Jungs "Eja" *18.12.2007 und "Nuna" *2.9.2010 und der kleinen Schnuffelmaus *15.02.2014
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MaareMum
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Re: Tragetuch/-hilfe und Fahrrad

Beitrag von MaareMum »

vrabec hat geschrieben:Einen wichtigen Unterschied zwischen dem Tragen zu Fuß und auf dem Rad ist aber doch auch, wo das geschieht. Zu Fuß ist man auf Bürgersteigen und Fußwegen unterwegs, mit dem Rad auf Radwegen und Straßen. Im ersten Fall kann man gegen einen anderen Fußgänger stoßen, da passiert in der Regel nicht viel. Im zweiten Fall wäre ein Zusammenstoß mit einem anderen Radfahrer oder Auto, ein Sturz ist dabei das Mindeste...

Und zum Thema stillen/auf dem Schoß im fahrenden Auto: Bei einer Aktion verschiedener Rettungsdienste hatten sie auch ein Gerät mit Autositz, bei dem man (angeschnallt!) testen durfte, wie sich ein Unfall bei 10 (!!!) km/h anfühlt. Teilnehmen durften nur gesunde Menschen über 18, und für alle war es eine sehr heftige Erfahrung. Die Wirkung eines Aufpralls schon bei sehr niedrigen Geschwindigkeiten wird total unterschätzt! Ein Kind könnte man dabei schon nicht mehr festhalten.

Ich kann für mich nur sagen, dass ich solche Risiken nicht eingehen mag. Die Vorwürfe, die ich mir hinterher machen würde, wenn doch was passiert ist, möchte ich nicht erleben müssen...
Das merkt man ja allein schon in der Straßenbahn, wie sich die Leute da noch "festhalten können", wenn die Bahn aus praktisch Schrittgeschwindigkeit raus eine Vollbremsung macht. Nämlich gar nicht, da fliegen die Leute auch schon durch den Gang.

Ich seh es genauso.
Ich hab schon genug Kopfverletzungen von "läppischen" Fahrradunfällen auf der Intensivstation gesehen. Helm tragen ist jedem seine Sache, aber TT auf dem Rad ist verboten und ich versteh nicht, warum die Leute sich die Gesetze immer hinbiegen wollen wie es ihnen passt. Gerade was die Straßenverkehrsordnung angeht, scheinen viele das alles nur als nette Anregung, aber nicht als Pflicht anzusehen (Telefonieren am Steuer, Blinken, Fahren über rote Ampeln, Geschwindigkeitsbegrenzungen,...kann man endlos fortsetzen).
Gruß, MaareMum
mit dem Großkind (2011) an der Hand und dem Kleinkind (2014) im Tuch
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