Und ich dachte immer mit dem ersten Geburtstag kommt der große Durchbruch was das Schlafen angeht
Dabei hat Matilda damals gar nicht mal so schlecht geschlafen, wenn ich mir nun die derzeitige Situation ansehe.
Mein Stillkind schläft nachts ganz gut, was heißt, dass sie durchschnittlich ungefähr 3 Mal wach wird.
Sie stillt dann kurz und schläft weiter.
Einschlafen an der Brust geht momentan überhaupt nicht. Sie mag stillen, dockt ab, klettert auf mich, ich leg' meinen Kopf auf sie (mag sie gerne), ich singe, sie mag wieder an die Brust (mag ich dann aber nicht mehr), sie nimmt ihre Flasche, legt sich wieder auf mich...
Das Ganze kann sich über eine Stunde hinziehen
Und wenn sie dann schläft, dann schläft sie häufig auf mir und ich muss einen Weg finden mich irgendwie unter ihr wegzubewegen.
Natürlich frage ich mich, warum die Situation ist wie sie ist.
Wenn ich momentan an der Uni wäre, dann würde ich sagen, sie hat Mamaentzug am Tag, aber dem ist derzeit nicht so. Ich bin Tag und Nacht für sie da.
Auch am Tag ist sie sehr anhänglich und mag viel kuscheln und küssen.
Sicherlich hat sie viel zu verarbeiten und findet deshalb so schwer in den Schlaf.
Und dann sind gerade auch wieder Zähne unterwegs, weshalb ich vermute, dass sie beim Stillen Schmerzen hat und deshalb so häufig abdockt, nicht stillen kann und deshalb auch nicht in den Schlaf findet.
Viele Vermutungen, aber keine Lösung.
Nachts trinkt Matilda nur kurz und schläft meist auch gleich wieder ein. Gott sei Dank!
Aber gegen morgen - ihr werdet es erahnen - wird es ganz schlimm! Am liebsten würde sie dauernuckeln.
Aber ganz ehrlich: Ich kann's nicht ertragen und verbiete es ihr. Sie darf stillen, aber nach einer gewissen Zeit ist meine Grenze erreicht. Dann bekommt sie ihre Flasche mit Saft. Ab und zu gibt sie sich für ein paar Minuten

damit zufrieden, manchmal wird sie auch wütend. Manchmal schafft sie es auch alleine wieder in den Schlaf zu finden, aber nur manchmal.
Ab und zu ist auch schon der Papa kurz nach 5 Uhr aufgestanden mit der Maus. Entweder sie schläft oder sie lässt es halt
Ich sehe es nicht als meine Aufgabe an mich täglich über Wochen als Dauernuckel am Morgen benutzen, für mich missbrauchen, zu lassen.
Immer öfter kommt mir in letzter Zeit der Gedanke Matilda nachts abzustillen... dabei wollte ich es immer ganz sanft für Matilda... dann hätte ich sie mit 10 Monaten einfacher abstillen können... Ich fänds so schade!
Auf der anderen Seite wäre eine klare Grenze für sie vielleicht einfacher zu verstehen und auch zu akzeptieren.
Manchmal frage ich mich wirklich, ob ein solches Verhalten noch normal sein kann. Vielleicht würde sie ja auch gerne schlafen und kann einfach nicht weil sie die Brust braucht. Ist sie in einem Abhängigkeitsverhältnis in dem sie eigentlich nicht sein müsste, wenn ich sie früher anders als mit Stillen bruhigt hätte?
Manchmal glaube ich, dass ich mich falsch verhalten habe in meinem Stillwahn

Gerne hätte ich ihr das nächtliche Aufwachen, die Schwierigkeiten beim Einschlafen und das morgendliche nicht mehr schlafen können, erspart - und mir natürlich auch
... ich hab die Befürchtung, dass wir irgendwann einen falschen Weg gegangen sind, denn die Situation fühlt sich oft falsch an für mich.
Dann müsste ich Matilda "schupsen" um sie wieder auf den richtigen Weg zu bringen. Ein Kind dass mit 3 oder 4 Jahren ggf. älter nicht ohne Brust einschlafen kann macht mich nämlich traurig.
Vielleicht ist aber auch alles normal so wie's ist (ich kann mich noch nicht so recht entscheiden, weil ich die Situation schlecht objektiv bewerten kann)
Dann würde ich aber auch nichts an der Situation ändern wollen, sondern ehrgeizig durchhalten und hoffen, dass Matilda baldmöglichst die Kurve bekommt und ein Stück selbstständiger wird. Wenns normal wäre, dann könnte ich nämlich davon ausgehen, dass sich mit der Zeit etwas verändert.
Wenn ich also sicher wäre, dass es der richtige Weg ist, dann würde ich ihn mit aller Kraft und Überzeugung gehen - aber diese Überzeugung ist mir derzeit irgendwo verloren gegangen und Zweifel kriechen in mir hoch.
(Genau wie ich momentan das Familienbett verteufle - schlimme Situation gerade

Schlafmangel!!!!)
... wenn ich dann allerdings von Kindern lese, die nie gestillt wurden und trotzdem des Öfteren wach werden in der Nacht, phasenweise auch sehr schwierig sind, dann gehts mir wieder besser - auch wenn sich's fies anhört
Richtige Tipps hatte ich nun leider keine für dich, nur meine wirren Gedanken zum Thema und meine Anteilnahme an eurem "Schicksal".
Ich wünsche euch, dass es sich bald von alleine erledigt hat und diese doch sehr anstrengende Phase schnell vorüber geht!