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Trage(hilfen)unwillige Kleinkinder ohne fahrbaren Untersatz
Verfasst: 31.07.2009, 23:07
von xknäckebrotx
Thema steht im Betreff...wer kämpft noch an der gleichen Front?
Wir haben uns ja bewusst für ein Leben ohne Kinderwagen, Buggy etc. entschieden und sind damit auch nach wie vor happy...
Mittlerweile legen wir eben viele Strecken mit Kind auf dem Fahrrad zurück.
Damit hat sich auch schlagartig das Tragen auf ein Minimum reduziert. Sie läuft auch sehr gerne, aber meistens nicht in unsere Richtung
Tragen geht: Auf dem Arm, auf den Schultern...auch mal im Sling. Aber nie wirklich lange, zwischendurch will sie runter und selbst (ihrer eigenen) Wege gehen. Ja, ich gebe zu, es ist schon nicht ohne. Verdammt anstrengend und recht langwierig...
Auf dem Rücken geht so gut wie gar nicht mehr. "Nicht dücken!"

Re: Trage(hilfen)unwillige Kleinkinder ohne fahrbaren Untersatz
Verfasst: 31.07.2009, 23:32
von Chris-Cross
Wir leben ja auch KiWa-frei und Marc läuft seit einem Monat. Auch in seine eigene Richtung. Er ist so begeistert vom Laufen, dass er es kaum 5 Minuten wach im TT aushält, dann quengelt er und will runter - um in irgendeine Richtung zu laufen

Leider ist er langsam wie eine Schnecke und will alles angucken
Mit dem Rad sind wir viel unterwegs und er mag das auch gerne - eigentlich. Ab und an gibts Theater...
Wenn er müde ist, dann lässt er sich gerne in das Tuch einbinden, ansonsten finde ich den Sling grad in dieser Zeit toll, weil es schnell geht, Kind rein, Kind raus...
Also ich sag jetzt einfach mal dreist, eine KiWa-Mutter hat es da bestimmt nicht einfacher, die muss zum Laufling ja noch den Buggy schieben
Ich hoffe, Marc wird schneller im Laufen und versteht bald, wo wir lang wollen, dann klappt das besser mit dem Spazierengehen.
Oder er entscheidet sich, wieder längere Strecken getragen zu werden...
Re: Trage(hilfen)unwillige Kleinkinder ohne fahrbaren Untersatz
Verfasst: 31.07.2009, 23:39
von xknäckebrotx
Ich hoffe, Marc wird schneller im Laufen und versteht bald, wo wir lang wollen, dann klappt das besser mit dem Spazierengehen.
Oder er entscheidet sich, wieder längere Strecken getragen zu werden...
na das hab ich auch gehofft, aber das Gegenteil war der Fall: Je schneller sie im Laufen ist, desto schneller rennt sie weg dahin, wo sie hinwill
wo wir lang wollen, das versteht sie sehr wohl, aber das tut ja madame's interessen keinen abbruch

Re: Trage(hilfen)unwillige Kleinkinder ohne fahrbaren Untersatz
Verfasst: 01.08.2009, 08:23
von Indigo
Hallo,
die Phase hatten wir auch und da war der Buggy doch recht hilfreich, wobei ich ihn nie sonderlich gemocht habe, aber ein paar Wochen lang war ich froh drum.
Mittlerweile ist er wieder abgemeldet und Kind geht in den Mei Tai wenn sie müde ist aber es hat schon gedauert und geht auch nur, wenn sie wirklich restlos fertig ist, sonst will sie auch nach 5 Minuten wieder raus und weitersprinten.
Das in die falsche Richtung laufen legte sich bei uns mit der Zeit und sie läuft halbwegs nach Ansage links oder rechtsherum. Haben wir einfach immer dazu gesagt wenn wir in die entsprechende Richtung abgebogen sind und heute kann sie es zu ca 80 % unterscheiden.
Kopf hoch, das wird wieder. Achso... Dreirad mit Schubstange und Miniaufbewahrung hinten dran war auch ne prima und gern genommene Lösung
Viele Grüße
Anja
Re: Trage(hilfen)unwillige Kleinkinder ohne fahrbaren Untersatz
Verfasst: 01.08.2009, 10:19
von Alexandra
Liebe Anna,
hast Du überhaupt Komforttragen?
In diesen Phasen habe ich mit Jonas den Ergo hergenommen. Der geht nicht nur unschlagbar flott, sondern "dückt" auch nicht

Ergo hab ich nun nicht mehr, dafür Manduca - selbes in grün (oder eher pink in meinem Fall

).
Liebe Grüße Alex
Re: Trage(hilfen)unwillige Kleinkinder ohne fahrbaren Untersatz
Verfasst: 01.08.2009, 13:22
von xknäckebrotx
Alexandra hat geschrieben:Liebe Anna,
hast Du überhaupt Komforttragen?
Klar hab ich - von jedem Tierchen eins

Aber Charis hat das Prinzip längst durchschaut. Bis auf Sling ("Bäcker" - weil Björn damit morgens immer mit ihr zum Bäcker ist), heißt hier alles "Duch" - und keins davon kommt für ihren Alltag mehr in Frage.
Wenn sie mal alle drei Wochen für zehn Minuten tragewillig ist, dann auch egal, welches "System".
"dücken" ist aber nicht "drücken" sondern "Rücken"
Letztendlich bin ich auch nicht wirklich traurig wegen dem Tragen an sich - man wird sich nur bewusst, wie praktisch das Tragen trotz aller Hampeleien und Problemchen war - und wie viel Geduld ein Leben ohne Karre manchmal erfordert. Aaaaber: Wir haben uns das Experiment ja selbst ausgesucht.

Wenns schnell gehen soll, ist das Fahrrad zum Glück sehr beliebt und das Laufrad klappt auch schon ganz gut.
Ich brauch hier einen Smiley wie diesen hier

, wo das Kind aber wegrennt...
Re: Trage(hilfen)unwillige Kleinkinder ohne fahrbaren Unters
Verfasst: 01.08.2009, 14:10
von Talgaro
Genau in diesem Alter ist mein Kleiner vom Manduca (Tuch war da schon out) aufs Laufrad umgestiegen, das kleine von Puky geht auch schon für so junge Kinder.
Re: Trage(hilfen)unwillige Kleinkinder ohne fahrbaren Unters
Verfasst: 01.08.2009, 14:20
von xknäckebrotx
Ja, das LRM haben wir jetzt auch und üben kräftig. Hattet ihr auch keine Karre? Wie war das bei deinem Großen?
Re: Trage(hilfen)unwillige Kleinkinder ohne fahrbaren Untersatz
Verfasst: 01.08.2009, 14:21
von Tigerlein
Wir haben ja auch keinen Kinderwagen und fahren damit sehr gut. Am Anfang als er anfing zu laufen, was mittlerweile ja auch schon 7 Monate her ist, empfand ich es als sehr anstrengend. Jeder Stein wurde umgedreht, jedes Blatt angeschaut, man kam nicht vorwärts. Dann habe ich erkannt, dass es für MICH anstrengend war, nicht für mein Kind. Also habe ich mir einfach sehr viel Zeit gelassen, bin mit ihm gelaufen so oft es ging und habe ihn die Welt entdecken lassen. So war es einfach entspannter für mich und es war eigentlich sehr schön mit ihm die Welt zu entdecken.
Mittlerweile läuft er auch gut nach Ansage und in die Richtung, in die wir wollen. Meist verknüpfen wir das spielerisch. Wenn ich ein bißchen schneller will fange ich ihn, wenn ich in einer andere Richtung will und er absolut nicht mit will, lasse ich mich fangen oder verstecke mich. Wenn wir was zu erledigen haben, haben wir hier den Kompromiss, dass ich ihn auf dem Hinweg trage bis wir fertig sind, zurückzu kann er laufen. Fahrrad fahren wir auch sehr oft. Ich vermisse den Kinderwagen so absolut gar nicht und wir bekommen sehr oft positive Reaktionen, weil er schon so schön läuft. Tücher sind momentan bei uns auch nicht so beliebt, weil das einfach zu lange dauert das einbinden. Tragen geht nur wenn wir uns bewegen. Der MT geht einigermaßen. Ich hab in letzter Zeit oft den Sling genutzt, den mag er gerne. Der absolute Hit im Moment ist aber der neue Schnallenonbu. Der ist mal echt schnell angelegt und die erste Tragehilfe, in die er schon fast rein springt wenn er sie nur sieht. Auch mal für schnelles rein und raus super praktisch. Wir tragen momentan auch weniger, aber es kommt wieder der Zeitpunkt, an dem er mehr getragen werden will, da bin ich mir sicher.
Re: Trage(hilfen)unwillige Kleinkinder ohne fahrbaren Untersatz
Verfasst: 01.08.2009, 14:28
von xknäckebrotx
Tigerlein hat geschrieben: Am Anfang als er anfing zu laufen, was mittlerweile ja auch schon 7 Monate her ist, empfand ich es als sehr anstrengend. Jeder Stein wurde umgedreht, jedes Blatt angeschaut, man kam nicht vorwärts. Dann habe ich erkannt, dass es für MICH anstrengend war, nicht für mein Kind. Also habe ich mir einfach sehr viel Zeit gelassen, bin mit ihm gelaufen so oft es ging und habe ihn die Welt entdecken lassen. So war es einfach entspannter für mich und es war eigentlich sehr schön mit ihm die Welt zu entdecken.
Tja, bei uns ist das immer noch so...

und nach über einem halben Jahr finde ich das Entdecken nicht mehr ganz so schön, vor allem, weil Charis immer eine ganz eigene Vorstellung davon hat, wo wir hinwollen. Ist auch ein gutes Stück Charaktersache, denke ich.
In der Stadt ist das allerdings ein bisschen eine andere Nummer mit spielerisch Fangen und Verstecken spielen...