Infos Waschanleitung Hanf
Verfasst: 29.07.2009, 11:02
Hallo,
ich bekam eben von einem meiner Großhändler eine Mail, die ich Euch gerne weiterleiten möchte:
Hanf und Leinen
robuste Fasern mit einem kleinen Schwachpunkt
Hanf ist eine sehr strapazierfähige Naturfaser. Sie wird traditionell überall da eingesetzt, wo es auf goße
Haltbarkeit unter ungünstigen Bedingungen ankommt. Bekannt ist ihr Einsatz für Segel, Tauwerk und Zelte.
Besonders haltbares Papier, zum Beispiel für Geldscheine, wird heute noch aus Hanf hergestellt. Und schon
Gutenberg druckte seine Bibel auf Hanfpapier.
Auch die berühmten Hosen, die ein gewisser Levi Strauss für amerikanische Goldwäscher zusammennietete,
waren damals aus Hanfstoff und nicht, wie heute, aus Baumwolle.
Um so mehr überrascht die Tatsache, dass man Hanfgewebe (und auch Leinen) durch falsches Waschen
reativ schnell zerstören kann.
Das liegt am besonderen Aufbau der Hanffaser:
Hanf besteht aus Faserbündeln, wobei die einzelnen Fasern die Form feiner Röhren haben. Hanf nimmt bis
zu 60 Gewichtsprozent an Wasser auf und quillt dabei um bis zu 30% auf. Beim Quellen vergrößern sich auch
die Hohlräume. In diese können nun Feststoffe aus dem Waschmittel eingeschwemmt werden. Beim
Trocknen und damit verbundenen Schrumpfen der Faser werden die Feststoffe eingeschlossen.
Das eigentliche Problem stellt in diesem Zusammenhang das fein gemahlene Kieselgur dar, das
pulverförmigen Waschmitteln als Rieselhilfe zugesetzt wird. Mit jedem Waschgang wird das feine
mineralische Pulver in die Kapilaren eingetragen. Beim Trocknen schrumpft die Faser und die Hohlräume
verengen sich wieder. Da die eingelagerten Feststoffe nicht schrumpfen, sprengen sie die feinen Röhren. Das
Gewebe wird dann, brüchig und löst sich schließlich auf.
Für Flachs (Leinen) gilt das gleiche, wenn auch in etwas abgeschwächter Form. Auch die Leinenfaser ist eine
Röhre, sie nimmt allerdings nicht so viel Wasser auf und quillt daher nicht ganz so stark, wie die Hanffaser.
Hanf und Leinen sollten daher ausschließlich mit füssigen Waschmitteln
gewaschen werden, die keine unlöslichen Feststoffe enthalten.
Mikroskopische Aufnahmen (ca. 300-fache Vergrößerung)
Gut zu erkennen ist der röhrenartige Aufbau der Hanf- und Flachsfaser.
Die Baumwollfaser hat keinen Hohlraum.
Quelle: www.didymos.de
Liebe Grüße
sabine
ich bekam eben von einem meiner Großhändler eine Mail, die ich Euch gerne weiterleiten möchte:
Hanf und Leinen
robuste Fasern mit einem kleinen Schwachpunkt
Hanf ist eine sehr strapazierfähige Naturfaser. Sie wird traditionell überall da eingesetzt, wo es auf goße
Haltbarkeit unter ungünstigen Bedingungen ankommt. Bekannt ist ihr Einsatz für Segel, Tauwerk und Zelte.
Besonders haltbares Papier, zum Beispiel für Geldscheine, wird heute noch aus Hanf hergestellt. Und schon
Gutenberg druckte seine Bibel auf Hanfpapier.
Auch die berühmten Hosen, die ein gewisser Levi Strauss für amerikanische Goldwäscher zusammennietete,
waren damals aus Hanfstoff und nicht, wie heute, aus Baumwolle.
Um so mehr überrascht die Tatsache, dass man Hanfgewebe (und auch Leinen) durch falsches Waschen
reativ schnell zerstören kann.
Das liegt am besonderen Aufbau der Hanffaser:
Hanf besteht aus Faserbündeln, wobei die einzelnen Fasern die Form feiner Röhren haben. Hanf nimmt bis
zu 60 Gewichtsprozent an Wasser auf und quillt dabei um bis zu 30% auf. Beim Quellen vergrößern sich auch
die Hohlräume. In diese können nun Feststoffe aus dem Waschmittel eingeschwemmt werden. Beim
Trocknen und damit verbundenen Schrumpfen der Faser werden die Feststoffe eingeschlossen.
Das eigentliche Problem stellt in diesem Zusammenhang das fein gemahlene Kieselgur dar, das
pulverförmigen Waschmitteln als Rieselhilfe zugesetzt wird. Mit jedem Waschgang wird das feine
mineralische Pulver in die Kapilaren eingetragen. Beim Trocknen schrumpft die Faser und die Hohlräume
verengen sich wieder. Da die eingelagerten Feststoffe nicht schrumpfen, sprengen sie die feinen Röhren. Das
Gewebe wird dann, brüchig und löst sich schließlich auf.
Für Flachs (Leinen) gilt das gleiche, wenn auch in etwas abgeschwächter Form. Auch die Leinenfaser ist eine
Röhre, sie nimmt allerdings nicht so viel Wasser auf und quillt daher nicht ganz so stark, wie die Hanffaser.
Hanf und Leinen sollten daher ausschließlich mit füssigen Waschmitteln
gewaschen werden, die keine unlöslichen Feststoffe enthalten.
Mikroskopische Aufnahmen (ca. 300-fache Vergrößerung)
Gut zu erkennen ist der röhrenartige Aufbau der Hanf- und Flachsfaser.
Die Baumwollfaser hat keinen Hohlraum.
Quelle: www.didymos.de
Liebe Grüße
sabine