Bin stillend schwanger geworden, Hebamme fordert Abstillen
Verfasst: 30.06.2009, 21:23
Hallo Ihr Lieben!
Ich hoffe, Ihr könnt mir ein bisschen Mut machen.
Meine Geschichte ist ein wenig außergewöhnlich: Wir sind eigentlich KiWu-Kandidaten, haben unsere Tochter nach sechs Jahren aktiven Kinderwunsches bekommen, nach insgesamt vier FG in Folge, drei Inseminationen, einer ICSI und zwei Kryo-Zyklen. Wir hatten drei Spermiogramme, die sich zusehends verschlechterten, so dass wir von IVF zur ICSI "hochgestuft" wurden. Nachdem unser Kind dieses Jahr schon 2 wird, dachten wir über ein Geschwisterchen nach und wollten, da unser KiWu-Doc eine Behandlung während der Stillzeit ablehnt, am Ende des Jahres mal sehen, ob Abstillen schon ein Thema für uns ist/sein könnte und dann ggf. einen erneuten Versuch starten. In der Zwischenzeit haben wir natürlich nicht verhütet, hätten ja nichts gegen ein Wunder gehabt, wenngleich wir in keinster Weise ernstlich damit gerechnet haben. Nun ist das Wunder aber tatsächlich eingetroffen: Ich bin -völlig überraschend -
!!! Juchhu, und das, obwohl mir gesagt wurde, die Stillerei mindere meine Fruchtbarkeit.
Soo gravierend dann offenbar doch nicht...
Nachdem ich letzte Woche meinen ersten Termin bei der FÄ hatte und alles anscheinend gut läuft, hatte ich heute meinen ersten Termin bei der Hebamme, denn ich strebe eine Hausgeburt an. Diese Hebamme wurde mir von einer guten Bekannten empfohlen, und sie hat auch die gleiche Wellenlänge wie ich, so dass ich durchaus auf ihr Urteil vertrauen kann. Soweit ist auch alles gut gewesen. Die Hebamme macht einen netten und kompetenten Eindruck, ist schon älter (schätze 55 - 60), hat entsprechende Erfahrungen, aber möglicherweise einen veralteten Wissensstand, denn während der Anamnese fragre sie auch nach dem Stillen, und alös ich antwortete "immer noch" (Kind ist jetzt 22 Monate alt), war ihr Kommentar, ich müsse sofort abstillen.
Ich fragte extra nach, ob das ihr Ernst sei, und sie bejahte. Ihre Begründung: Das Stillen fördere Wehen und somit ggf. eine FG. Ich müsse am besten gleich abstillen. Gut, sie weiß nicht, wie oft mein Kind zur Zeit noch trinkt
, das ist 'ne ganze Menge, aber sie fordert es auch ein, und ich werde den Teufel tun, meinem Kind sein "Mi" vorzuenthalten. Je länger ich darüber nachdenke, desto ratloser werde ich. Was würdet Ihr tun? Neue Hebamme suchen, in der Hoffnung, dass die besser Bescheid weiß? Das Problem ist, dass ich nur noch 1 - 2 hier zur Auswahl habe, die auch Hausgeburten betreuen.
Ich bin mir jedenfalls sicher, dass ich nichts gegen Tandem-Stillen hätte, und bin fest davon überzeugt, dass die Menschheit längst ausgestorben wäre, wenn Stillen in einer erneuten SS ebendiese gefährden würde. Meine Güte, anderswo ist das gang und gäbe, oder etwa nicht? Ich werde auf jeden Fall noch eine Stillberaterin kontaktieren und/oder die LaLecheLiga - und das Abstillen vermutlich doch meiner Tochter überlassen.
Bin für Eure Gedanken dankbar und freue mich, wenn mir die Ein oder Andere den Rücken stärken kann!
LG
chocolate-cookie,
& 8+2
Ich hoffe, Ihr könnt mir ein bisschen Mut machen.
Meine Geschichte ist ein wenig außergewöhnlich: Wir sind eigentlich KiWu-Kandidaten, haben unsere Tochter nach sechs Jahren aktiven Kinderwunsches bekommen, nach insgesamt vier FG in Folge, drei Inseminationen, einer ICSI und zwei Kryo-Zyklen. Wir hatten drei Spermiogramme, die sich zusehends verschlechterten, so dass wir von IVF zur ICSI "hochgestuft" wurden. Nachdem unser Kind dieses Jahr schon 2 wird, dachten wir über ein Geschwisterchen nach und wollten, da unser KiWu-Doc eine Behandlung während der Stillzeit ablehnt, am Ende des Jahres mal sehen, ob Abstillen schon ein Thema für uns ist/sein könnte und dann ggf. einen erneuten Versuch starten. In der Zwischenzeit haben wir natürlich nicht verhütet, hätten ja nichts gegen ein Wunder gehabt, wenngleich wir in keinster Weise ernstlich damit gerechnet haben. Nun ist das Wunder aber tatsächlich eingetroffen: Ich bin -völlig überraschend -
Nachdem ich letzte Woche meinen ersten Termin bei der FÄ hatte und alles anscheinend gut läuft, hatte ich heute meinen ersten Termin bei der Hebamme, denn ich strebe eine Hausgeburt an. Diese Hebamme wurde mir von einer guten Bekannten empfohlen, und sie hat auch die gleiche Wellenlänge wie ich, so dass ich durchaus auf ihr Urteil vertrauen kann. Soweit ist auch alles gut gewesen. Die Hebamme macht einen netten und kompetenten Eindruck, ist schon älter (schätze 55 - 60), hat entsprechende Erfahrungen, aber möglicherweise einen veralteten Wissensstand, denn während der Anamnese fragre sie auch nach dem Stillen, und alös ich antwortete "immer noch" (Kind ist jetzt 22 Monate alt), war ihr Kommentar, ich müsse sofort abstillen.
Ich bin mir jedenfalls sicher, dass ich nichts gegen Tandem-Stillen hätte, und bin fest davon überzeugt, dass die Menschheit längst ausgestorben wäre, wenn Stillen in einer erneuten SS ebendiese gefährden würde. Meine Güte, anderswo ist das gang und gäbe, oder etwa nicht? Ich werde auf jeden Fall noch eine Stillberaterin kontaktieren und/oder die LaLecheLiga - und das Abstillen vermutlich doch meiner Tochter überlassen.
Bin für Eure Gedanken dankbar und freue mich, wenn mir die Ein oder Andere den Rücken stärken kann!
LG
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