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Niedriger Hb beim Kind
Verfasst: 17.06.2009, 09:46
von Alexandra
Hallo,
gestern wurde uns allen wg. einer möglicherweise Kinderkrankheit Blut abgenommen, außerdem noch ein Röhrchen fürs Bltubild, wenn wir eh schon dabei sind
Nun habe ich eben erfahren, daß Johannes Hb zu niedrig ist. Wie niedrig genau weiß ich nicht, ich soll halt mal reinkommen in die Sprechstunde, ich warte aber erstmal die weiteren Ergebnisse (wohl morgen) ab.
Johannes scheint mir nicht akut krank (wenn, dann wärens die Ringelröteln, die ja meist symptomlos verlaufen).
Nun habe ich einige ernährungsspezifische Fragen: Kann ich Johannes schon Kräuterblut geben? Nutzt es etwas, wenn ich Kräuterblut zu mir nehme? Mein Hb war übrigens völlig in Ordnung. Johannes isst ja schon recht regelmäßig, mal kleine, mal bissel größere Portionen, aber er stillt auch noch ganz viel.
Na, ich werd ihm mal einen Hirsebrei zum Frühstück kochen. Fleisch mag er halt gar nicht gerne, Auch Wurst nicht sooo gern. Nüsse hab ich noch nicht probiert...
Ich hoffe, das steht hier richtig, war mir gerade nicht siche - ansonsten bitte ins Ernährungs- oder Krankseinforum verschieben
Danke!
Liebe Grüße Alex
Re: Niedriger Hb beim Kind
Verfasst: 17.06.2009, 09:59
von Maja
Der niedrige Wert kann jetzt aber auch von den Ringelröteln kommen - weißt ja, bei Infekten fährt der Körper das Eisen runter und zusätzlich wird noch mehr davon verbraucht. Interessant wäre also eher der Eisenspeicher.
Yara hat in dem Alter auf ärztliches Anraten hin schon Kräuterblut bekommen, besser gesagt bekommen sollen, leider mochte sie es nicht. So habe ich den Kampf bald wieder aufgegeben, die Flasche selbst zuende genommen und ihr Hirse mit Früchte-Eisen-Saft angerührt und solche Dinge, bis sie nicht mehr ganz so blass war.
Gute Besserung!
Re: Niedriger Hb beim Kind
Verfasst: 17.06.2009, 10:16
von Alexandra
Hmm, ja stimmt. Die Viren, die die Ringelröteln auslösen, nutzen wohl auch irgendwelche Ery-Vorläuferzellen, also kanns schon hinkommen. Johannes ist halt auch extrem blass, fast durchsichtig, aber auch eigentlich schon immer.
Dank Dir!
Liebe Grüße Alex
Re: Niedriger Hb beim Kind
Verfasst: 17.06.2009, 10:22
von jusl
Nutzt es etwas, wenn ich Kräuterblut zu mir nehme? Mein Hb war übrigens völlig in Ordnung.
Nein, nutzt nichts. Der Eisengehalt der Muttermilch lässt sich über die Ernährung/Supplementierung der Mutter nicht steigern, wenn kein mütterlicher Mangel vorliegt.
Johannes isst ja schon recht regelmäßig, mal kleine, mal bissel größere Portionen, aber er stillt auch noch ganz viel.
Sein Eisenmangel ist ja nicht ernährungsbedingt, da er "physiologisch angemessen" ernährt wird. Insofern wirst Du über die Ernährung wenig drehen können: bei Eisenmangelanämie sollte Eisen medikamentös supplementiert werden.
LG;
Julia
Re: Niedriger Hb beim Kind
Verfasst: 17.06.2009, 11:03
von kaehde
Hallo,
wurde auch noch Ferritin überprüft (Eisenspeicherwert)? Evtl. können sie das noch nachfordern, das wäre schon gut zu wissen ob der Wert auch niedrig ist oder eben "nur" der Hb.
Benni hatte mit gut einem Jahr auch eine Anämie (war aber auch ein Frühchen) mit recht niedrigen Ferritin Werten. Wir haben Eisen supplementiert mit Tropfen/Sirup über 3 oder 4 Wochen und sind dann auf Kräuterblut umgestiegen (so hat es mein Kia empfohlen, er nimmt zur Therapie des Eisenmangels ein Eisenpräparat und zur "Erhaltung" oder Prophylaxe Kräuterblut). Das Kräuterblut habe ich dann noch so ca. 6 Wochen gegeben.
Vor einem halben Jahr haben wir nochmal Blut abgenommen (wegen was anderem ) und auch die Eisenwerte gecheckt - alles bestens. Er isst relativ viel Fleisch und trinkt oft rotes Traubenschorle....
Viele Grüße,
Katja
Re: Niedriger Hb beim Kind
Verfasst: 17.06.2009, 11:50
von jusl
Katjas Vorgehen klingt insgesamt sehr sinnvoll, finde ich.

Re: Niedriger Hb beim Kind
Verfasst: 17.06.2009, 11:54
von Alexandra
Okay, dank euch!
Ich habe eben angerufen, Ferritin wurde nicht bestimmt und die Arzthelferin versucht, das nachzufordern.
Ich werde mal mit Kräuterblut anfangen und Traubensaft hab ich auch hier

Und Hirse kriegt er eingetrichtert. Ich achte bisher nicht auf eisenreiche Ernährung. Mal sehen, was der Arzt sagt, ich möchte nur seeeehr ungern künstliches Eisen verabreichen
Er hat auch eigentlich keine Symptome (außer wenig Haare

).
Liebe Grüße Alex
Re: Niedriger Hb beim Kind
Verfasst: 17.06.2009, 12:02
von jusl
Wenn Du versuchst, doch hauptsächlich über die Ernährungsschiene zu gehen, dann achte nicht nur auf eisenreiche Kost, sondern (mind. genauso wichtig!) auch darauf, möglichst keine Nahrungsmittel anzubieten, die die Eisenaufnahme hemmen. Dies sind v.a. Calcium- und Magnesiumreiche Lebensmittel (Milchprodukte, Bananen, Nüsse,...) und solche, die Oxalsäure (Kakao, Spinat, Rhabarber), Gerbstoffe (Traubensaft) und Phosphate (Wurstwaren) enthalten.
Ist nicht so leicht...

von daher: Supplemente wenn möglich auf leeren Magen oder eben mit VitaminC-reichen Obst PUR.
LG;
Julia
Re: Niedriger Hb beim Kind
Verfasst: 17.06.2009, 12:07
von mayra
Heisst denn dass, wenn mein Junior jeden Tag morgens eine Banane isst und mittags extra oft Fleisch bekommt, weil er auch so bleich ist, bringt das nichts? Die KiÄ wollte ihm ja Eisentropfen (ohne Blutbild) verabreichen, was ich aber nicht mache... er bekommt eben jetzt fast jeden Tag Fleisch und außerdem 3x täglich Ferrum Phos. D12-dachte eigentlich, das müsse reichen. Bleich ist er aber immer noch total...
Re: Niedriger Hb beim Kind
Verfasst: 17.06.2009, 12:11
von jusl
Ich weiß nicht, wie schnell so eine Banane verdaut ist - in Beipackzetteln für Eisenpräparate steht oft sowas wie "nüchter oder 2 Stunden vor oder nach dem Essen" - die beiden Sachen sollten halt nicht gleichzeitig im Darm rumschwubbern, da Calcium/Magnesium und Eisen zusammen quasi unlösliche (d.h. nicht verwertbare) Komplexe bilden (Ca/Mg wird dann übrigens auch nicht aufgenommen!

)
LG;
Julia
PS: ich bin kein Arzt, aber es macht wohl einen Unterschied, ob man einen leichten Eisenmangel OHNE Symptome beheben möchte, oder eine echte Eisenmangelanämie, die schon mit Blässe, Infektanfälligkeit, Appetitlosigkeit usw einher geht. Im ersteren Fall reicht es sicherlich, an der Ernährung zu schrauben - im zweiten Fall sollte nach gängiger Lehrmeinung medikamentös supplementiert werden.