Perfektionismus beim Tragetuch - pro und contra
Verfasst: 16.05.2009, 20:44
Hallo,
angeregt durch eine Unterhaltung mit einer Freundin (die auch trägt) und weil ich selbst immer wieder drüber nachdenke (siehe Thread weiter unten), würde mich interessieren, ob Ihr "Perfektionismus beim Tragen" auch ab und zu in Frage stellt.
Liest man sich hier so durch, dann könnte man meinen, dass nur ein 100% perfekt gebundenes Tragetuch gut genug ist, noch besser 120%. In der "Praxis" sieht das doch irgendwie anders aus, zumindest ist das mein Eindruck. Ich hatte jetzt schon ein paar Trageberatungen und ich kann nur sagen, dass ich es bei allen lobe, wie sehr sie sich Mühe geben, das Tuch gut zu binden. Einige von denen, die ich beraten habe, sah ich auch später mit Kind im Tuch. Das Tuch ist dann meistens zu 90% gut gebunden. So wie auch in meinem Alltag, zum Beispiel Baby ins Tragetuch, um den Sohnemann zum Kindergarten zu bringen. Je nachdem wie sehr Mia zappelt und wieviel Zeit ich habe, sitzt das Tuch dann mehr oder weniger gut.
Nie würde ich auf die Idee kommen, bei denen, die ich beraten habe, "herumzumeckern", weil das Tuch nur 90% gut gebunden ist. Ich weise höchstens darauf hin, dass sich der Tragekomfort wesentlich erhöht - für beide - wenn das Tuch sehr gut gebunden ist. Man riskiert einfach Rückenschmerzen, vielleicht einen unbequemen oder zu wenig gestützten Sitz beim Kind,... aber ansonsten? Natürlich erkläre ich immer die ASH usw. Aber wenn man sich die Fotos von ethnischen Völkern ansieht, dann wird da längst nicht so ein Aufwand betrieben.
Ich möchte damit nicht anzweifeln, dass es wichtig ist, ein Tuch gut und fest zu binden, grade bei kleinen Babys. Und es gibt auch Menschen, wo das Kind unzumutbar im Tuch hängt. Aber der Rest... also ich kann mich da einfach nicht mit dem "Perfektionismus" identifizieren. Mir verdirbt das eher die Freude an Tragen, wenn ich unterwegs bin und die ganze Zeit an der Pokante herumzuppele, weil die nicht ganz fest geworden ist beim Einbinden. Eine (farbige) Bekannte trägt ihr Kleines viel im Kanga, und wenn dann mal der eine Fuß tiefer hängt als der andere, was solls.
Also, wie perfekt ist perfekt genug?
angeregt durch eine Unterhaltung mit einer Freundin (die auch trägt) und weil ich selbst immer wieder drüber nachdenke (siehe Thread weiter unten), würde mich interessieren, ob Ihr "Perfektionismus beim Tragen" auch ab und zu in Frage stellt.
Liest man sich hier so durch, dann könnte man meinen, dass nur ein 100% perfekt gebundenes Tragetuch gut genug ist, noch besser 120%. In der "Praxis" sieht das doch irgendwie anders aus, zumindest ist das mein Eindruck. Ich hatte jetzt schon ein paar Trageberatungen und ich kann nur sagen, dass ich es bei allen lobe, wie sehr sie sich Mühe geben, das Tuch gut zu binden. Einige von denen, die ich beraten habe, sah ich auch später mit Kind im Tuch. Das Tuch ist dann meistens zu 90% gut gebunden. So wie auch in meinem Alltag, zum Beispiel Baby ins Tragetuch, um den Sohnemann zum Kindergarten zu bringen. Je nachdem wie sehr Mia zappelt und wieviel Zeit ich habe, sitzt das Tuch dann mehr oder weniger gut.
Nie würde ich auf die Idee kommen, bei denen, die ich beraten habe, "herumzumeckern", weil das Tuch nur 90% gut gebunden ist. Ich weise höchstens darauf hin, dass sich der Tragekomfort wesentlich erhöht - für beide - wenn das Tuch sehr gut gebunden ist. Man riskiert einfach Rückenschmerzen, vielleicht einen unbequemen oder zu wenig gestützten Sitz beim Kind,... aber ansonsten? Natürlich erkläre ich immer die ASH usw. Aber wenn man sich die Fotos von ethnischen Völkern ansieht, dann wird da längst nicht so ein Aufwand betrieben.
Ich möchte damit nicht anzweifeln, dass es wichtig ist, ein Tuch gut und fest zu binden, grade bei kleinen Babys. Und es gibt auch Menschen, wo das Kind unzumutbar im Tuch hängt. Aber der Rest... also ich kann mich da einfach nicht mit dem "Perfektionismus" identifizieren. Mir verdirbt das eher die Freude an Tragen, wenn ich unterwegs bin und die ganze Zeit an der Pokante herumzuppele, weil die nicht ganz fest geworden ist beim Einbinden. Eine (farbige) Bekannte trägt ihr Kleines viel im Kanga, und wenn dann mal der eine Fuß tiefer hängt als der andere, was solls.
Also, wie perfekt ist perfekt genug?