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Stillen und in der stundenweisen Betreuung Flaschenmilch?
Verfasst: 23.04.2009, 10:10
von JuliaHH
Moin ihrs.
Ich gehe ja seit Anfang April wieder in die Uni und lasse Justus bei einer Elterninitiative betreuen während der Seminare. Also so 2-3 Stunden jeweils. Leider komme ich mit dem Pumpen fast nicht hinterher (auch wenn ich schon gut pumpen kann und meisten 80 ml in 10 Minuten schaffe). Anscheinend "braucht" er in der Betreuung wesentlich mehr Milch als zu Hause. Zuverlässig nach 1,5 Stunden fängt er dort an zu schreien und ich muss halt eher aus dem Seminar raus.
Da ich das pumpen als Belastung empfinde habe ich überlegt, ob ich dort für die Tage an denen meine abgepumpte Milch nicht reicht Pulvermilch zufüttern lassen sollte. Gibts hier Mütter die das so praktiziert haben? bzw. schreibt mir doch bitte einfach mal, dass ich das besser nicht machen sollte *ggg* ich bin so ko momentan und dann immer noch im Hinterkopf "du musst für morgen noch 200 ml Milch zusammenbekommen".. das nervt!
danke für eure Hinweise.
Viele Grüße,
Julia
Re: Stillen und in der stundenweisen Betreuung Flaschenmilch?
Verfasst: 23.04.2009, 13:09
von Roberta
Hallo!
Kannst du nicht vielleicht während dem Stillen abpumpen? Da wird es dann vielleicht leichter mehr in der Flasche (direkt auf der Seite, die gerade nicht dran ist)
Dauert das Sem. die 3 Stunden oder gibt es eine Pause, wo du stillen gehen kannst?
Kannst du nicht mal mit einer Stillberaterin persönlich sprechen, was du noch tun kannst? Wie oft pumpen und so. Pumpst du auch am WE oder wenn du nicht in die Uni musst für einen Vorrat?
Ich denke in einer persönlichen Beratung lässt sich das gut besprechen!
Zufüttern von anderer Nahrung ist immer ein großer Eingriff in die Stllbeziehung. Es heisst auch "Der Beginn des Zufütterns ist der Beginn des Abstillens". Das muss man alles sehr genau abwägen in deiner persönlichen Situation. Bitte sprich eine Stillberaterin an!
Alles Gute!
Re: Stillen und in der stundenweisen Betreuung Flaschenmilch?
Verfasst: 23.04.2009, 13:47
von Trillian
Ich kriege das mit, wenn wir Papa-Abend haben. Ich stille abends meist so alle 1,5 bis 2 Stunden. Wenn aber nur der Papa da ist und es abgepumpte bzw. aufgetaute Milch gibt, will sie in diesem Abstand gar nichts. Da sind es dann auch gerne 3 Stunden, die sie ohne Nahrung aushält, weil es scheinbar nicht die Milch, sondern die Nähe ist, die ihr fehlt. Und wenn sie dann trinkt, gibt sie sich auch mit 50 ml zufrieden. Das müssen keine 200 ml sein.
Re: Stillen und in der stundenweisen Betreuung Flaschenmilch?
Verfasst: 23.04.2009, 14:50
von JuliaHH
das "Problem" ist ja, dass Justus dann anfängt zu schreien - wenigstens in der Betreuung. Wenn er mit meinem Mann alleine ist gehts auch "besser"... er trinkt ja gern und gierig die Flasche - aber halt so viel, dass es mir "zuviel" ist immer so viel abzupumpen.. naja.. mal sehen.. vielleicht pendelt es sich ja ein.. natürlich versuche ich auch am WE und an unifreien Tagen abzupumpen und einzufrieren. Aber oft freue ihc mich zu sehr über einen pumpfreien Tag bzw. empfinde es als Belastung "jetzt auch noch zu pumpen"... es sind Luxusprobleme, aber hier mal drüber zu schreiben und meine Gedanken zu ordnen hillft schon ein wenig

Re: Stillen und in der stundenweisen Betreuung Flaschenmilch?
Verfasst: 23.04.2009, 15:34
von mayra
Während unserem Stillstreik, als Linus aus der Flasche trank, hat er nachts teilweise ca. 500ml Mumi getrunken. Jetzt, wo wir das mit dem BES machen, nur 150ml... Ich denke, die kleinen wollen eigentlich "nur" Saugen, aber aus der Flasche kommt eben viel schneller viel mehr Milch... das wird das Problem sein. Ich habe bzgl. des Pumpens leider keinen Tip, aber vielleicht machst du es wirklich so, dass du jeden Tag 1x abpumpst und das sammelst? Hat sich so angehört, als ob dein kleiner nur 1x in der Betreuung ist, oder hab ich das falsch verstanden? Wenn ja, dann müsste das doch gehen. Jeden Tag 80ml, dann müsstest du doch genügend zusammenkriegen?
Ich weiß, abpumpen ist Streß (ich pumpe seit 4 Wochen 6x täglich) und nervt, wegen des Saubermachens usw. aber das Risiko des Zufütterns würd ich nicht eingehen wollen... aber korrigiert mich, wenn das nicht "schlimm" sein sollte?!
Re: Stillen und in der stundenweisen Betreuung Flaschenmilch?
Verfasst: 26.04.2009, 17:52
von tanja72
Hallo Julia,
da ich 3 Tage die Woche arbeite und dabei abpumpe kenne ich das Problem, auch wenn es grundsätzlich mit dem Pumpen gut läuft gibt es manchmal Tage......weil ich gerade mal nicht so viel Mich habe, nicht so viel Zeit zum Pumpen, noch nicht ausreichend Milch im Kühlschrank ist für den nächsten Tag......
Mein Tip an Dich, schau einfach, dass Du ausreichend Milch produzierst, meißtens entsteht der Druck bzw. die Unlust zum Pumpen erst so richtig, wenn man beim Pumpen eh nicht viel zusammen bekommt. Also viel Trinken, Hefeweizen, Stilltee etc. und was Dir sonst noch bei der Milchbildung hilft.
Manchmal pumpe ich morgens auch schon gleich nach dem Aufstehen, bevor der Kleine kommt, ein bischen ab, es läuft dann besser weil die Brüste voller sind. Ich denke da sich gleich wieder Milch bildet, wird es dem Kleinen für seine erste Mahlzeit reichen.
Nutze wirklich mal das Wochende zum Pumpen, dann hast Du schon Vorrat im Kühlschrank und musst Dich nicht so stressen.
Liebe Grüße
Tanja
Re: Stillen und in der stundenweisen Betreuung Flaschenmilch?
Verfasst: 26.04.2009, 17:58
von tanja72
Hallo Julia,
habe noch eine Idee, weiss aber nicht, ob sich dass bei Dir organisatorisch realisieren lässt. Eigentlich soll man ja in der Zeit, in der man von seinem Kind getrennt ist auch pumpen, analog zu den Stillabständen des Kindes. Klar, ist in der Uni nicht so einfach, evtl. könntest Du dann aber direkt nach dem nach Hause kommen pumpen.
Welche Milchpumpe hast du eigentlich? Vielleicht kannst Du Dir mal eine andere ausleihen mit der Du besser/schneller bist.
Viele Grüße
Tanja
Re: Stillen und in der stundenweisen Betreuung Flaschenmilch?
Verfasst: 26.04.2009, 18:14
von Susen
Ich habe es so gemacht, weil ich irgendwann verzweifelt war, dass es mit dem Abpumpen nicht klappte. Es hat die Situation sehr erleichtert. Meine Tochter hat ab dem 6. Monat Pre-Milch bei der Tagesmutter bekommen. Zuhause gab es, soweit ich mich erinnere, nie Pre-Milch. Ich habe meine Tochter ca. 2 Jahre lang gestillt.
Re: Stillen und in der stundenweisen Betreuung Flaschenmilch?
Verfasst: 26.04.2009, 19:20
von Sprotte
mayra hat geschrieben:Während unserem Stillstreik, als Linus aus der Flasche trank, hat er nachts teilweise ca. 500ml Mumi getrunken. Jetzt, wo wir das mit dem BES machen, nur 150ml... Ich denke, die kleinen wollen eigentlich "nur" Saugen, aber aus der Flasche kommt eben viel schneller viel mehr Milch... das wird das Problem sein.
Hallo Julia, was für Sauger sind denn auf der Flasche drauf? Vielleicht kannst du einen Sauger für jüngere Babies benutzen, sodass der Kleine die Flasche nicht gleich "in einem Zug" leer trinkt? Ich meine, wenn er Hunger hat, braucht er dann eben ein bisschen länger... könnte doch gehen, oder?
Ich gehe auch zur Uni, stille dann immer bevor ich losgehe und bin nach zwei Stunden wieder da. Solange hält der Spatz es gut aus. Einmal die Woche bin ich vier Stunden weg, da bekommt mein Lütter in der Zeit ein Fläschchen abgepumpte Milch und ich pumpe direkt ab, wenn ich nach Hause komme. Das wird dann eingefroren für die nächste Woche. Aber eine Reserve für Notfälle ist auch im Tiefkühler, oder falls ich abends mal weg will.
Mach dir keinen Stress mit dem Pumpen - ich weiß, das sagt sich so leicht - aber wenn du dich nicht unter Druck setzt, geht es vielleicht besser...?
LG, Berit
P.S. Ist es denn sicher, dass dein Baby schreit, weil es Hunger hat? Meiner ist oft einfach nur müde und regt sich dann auf, wenn der Babysitter es nicht gleich merkt.
Re: Stillen und in der stundenweisen Betreuung Flaschenmilch?
Verfasst: 26.04.2009, 20:06
von Maja
Hier noch ein Votum für "kleinere Saugergröße wählen" - sonst ist der Hunger schon weg, aber das Saugbedürfnis noch da. Alternative wäre ein Schnuller, falls ihr das wollt.
Viele Grüße!