Bin traurig, es geht dem Ende zu...
Verfasst: 30.03.2009, 22:37
Hallöchen
Einge von Euch kennen mich und mein Stillproblem ja: mangelnde Milchbildung wegen zuwenig Brustdrüsengewebe.
Ich habe Arvid bis vor 2,3 Wochen mit dem BES zugefüttert und dazwischen gepumpt (war also ein 2-Std-Rythmus). Naja, was heißt zugefüttert - eher fast vollernährt. Dann hatte ich irgendwie einen, ich nenn es mal Zusammenbruch. Nachts war mir speiübel, allein der Gedanke ihn zu stillen löste in mir Übelkeit aus. IN der Nacht hat dann mein Mann ihn gefüttert, ich habe gepumpt und die Nacht vor der Toilette verbracht (hab aber nicht gebrochen). Jedenfalls merkte ich, dass ich nicht mehr so weitermachen konnte. Hab dann mit meiner Hebi telefoniert, und sie sagte, ich soll mir keinen Stress machen und die Flasche geben, wenn er Stress an der Brust macht oder es mir nicht gut geht. Seitdem lief es eigentlich super - auch die Milch einigermaßen. Ich habe am Tag neben dem, was Arvid durch das Stillen mit BES bekommen hat, ca. 150 - 170 ml abgepumpt.
Nun ist Folgendes passiert:
Am WE sind wir das erste Mal zu viert weg gefahren - wir haben meinen Schwager mit Familie besucht. Hab das BES, Pumpe und alles mitgenommen. Ich habe am Freitag nochmal Globulis für die MIlchbildung genommen, weil ich Angst hatte, dass durch den Stress/Umstellung/andere Umgebung, die MIlch wegbleibt. In der Nacht von Freitag auf Samstag fing dann dierechte Brust an zu schmerzen, am Samstag tat sie extrem weh. Dazu kam Schüttelfrost, Gliederschmerzen und steigende Temperatur. Beim Pumpen kam auch kaum was, die Brust wollte mein Sohn nicht - wir hatten schon die letzten Tage viel Schwierigkeiten mit dem Stillen gehabt. Hab dann mit meiner Hebi gesprochen. Ich sollte alle 2 Stunden pumpen, versuchen Arvid anzulegen, vor dem Pumpen mit warem Umschlägen die Brust wärmen und hinterher sanft kühlen. Und ab 39°C Belladonna nehmen. Hab ich alles gemacht, die Nacht war furchtbar. Beim Pumpen kam aus der rechten Seite kaum noch MIlch. Obwohl diese Seite immer doppelt so viel MIlch gab als die linke Brust. Ich muss dazu sagen, dass ich vorher selten mehr als 30ml beim 2-Stündigen Pumpen hatte - einmal hatte ich es auf 50ml geschafft - da hab ich aber mal 5 Stunden nicht gepumpt oder den Kleinen angelegt. Im Laufe des gestrigen Tages ging die Temperatur dann runter, Abends war ich dann auf dem Rückweg bei der Hebamme. Sie sagte, dass es kein MIlchstau ist, es würde eher nach einem MIlcheinschuss aussehen, und dass ich erstmal alle 3 Stunden Pumpen sollte. Arvid versuche ich immer noch zuerst anzulegen, bevor er die Flasche bekommt...
Jedenfalls ist die rechte Brust immer noch recht schmerzhaft, jedoch schon etwas weicher. Leider ist die MIlch nicht wieder mehr geworden, so dass ich nun davon ausgehe, dass meine Stillgeschichte dem Ende zugeht. Ich wollte ja eh bald mit dem ganzen aufhören, aber ich wollte entscheiden, wann es soweit ist...
Arvid hat nun 10 Wochen jeden Tag seine kleine Portion Mumi bekommen, ich habe alles durch: zufüttern mit BES,Auffangen der Milch mit milchauffangschalen, Globulis, 2-Stündiges Pumpen, Akkupunktur, "Milchstrich" (Cranio Sakral), alkoholfreies Hefeweizen, Malzbier, Melasse, Schlehensaft, Globulis, sogar Paspertin (hab ich aber nicht vertragen). Dazu kam, dass Arvid direkt nach der Geburt eine Neugeboreneninfektion bekam und wir in die Kinderklinik mussten nachdem wir aus der Frauenklinik entlassen wurden, er wieder (nachdem wir eine Woche zu Hause waren) in die Kinderklinik musste weil er Blut in der Windel hatte, er eine MIlcheiweißallergie hat und ich mich aufgrund dessen auch komplett milcheiweißfrei ernähren muss. Außerdem hab ich ja schon eine Tochter, die auf mich oft verzichten muss und zwischendurch arg krank war, dazu lag mein Mann zwischenzeitlich wieder im Krankenhaus (er war ein paar Wochen vor der Geburt schonmal 3 Wochen im Krankenhaus). Trotz allem hab ich nicht aufgegeben und die lächerlichen 20 - 30 ml Mumi über den Tag gesammelt.
ich bin hin und hergerissen. Einerseits hat das Abstillen Vorteile: ich habe mehr Zeit für meine große Tochter, kann Nachts länger schlafen, auch mal meinem Mann den Kleinen geben (hab ich in der letzten Zeit öfter gemacht, weil er trotz BES nicht an die Brust wollte und ich dann während mein Mann ihn gefütter hat, abgepumpt hab) und bin insgesamt freier, weil ich nicht alle 2 Stunden pumpen muss... Hab zwar eine Handpumpe, aber da kommt bei mir gar nichts raus - hab es öfter probiert. Obwohl ich kaum Milch hab, tut mir nach 2 Stunden die Brust weh.
Naja, aber dass es nun sooo plötzlich geht, hätte ich nicht gedacht. Ich denke, dass ich wegen 20 ml jetzt nicht mit dem ganzen Kram wieder anfangen werde. Wenn ich wenigstens die Hälfte der von Arvid benötigten Trinkmenge abgepumpt hätte, dann wäre es wieder was anderes. Aber wegen so einer geringen Menge mich derart stressen!? Einerseits denke ich, dass es immerhin ein bisschen ist - besser als nichts. Aber andererseits bin ich ganz schön gestresst und hetz mich echt ab und denke oft, dass ich die Zeit mit Arvid eher und besser genießen könnte.
Ich fühl mich wieder als Versagerin, obwohl alle sagen, dass das was ich geleistet habe echt toll und bewundernswert ist. Meine Hebis (die richtige Hebi und die Vertretungs-Hebi) meinten, dass sie keine Frau kennen, die das so durchgezogen hat wie ich. Die Vertretungs-Hebi hat selber ein Kind von 9 Monaten und sie meinte, dass sie das nie sooo lange durchgehalten hätte wie ich, wenn es bei ihr mit dem Stillen nicht geklappt hätte. Und meine eigentlich Hebi sagte vorhin am Telefon noch, dass ich mehr geleistet habe, als manche Frau, die über ein Jahr stillt, und dass ich stolz auf mich sein kann. Mein Mann ist auch superstolz auf mich. Warum bin ich es dann nicht???
Ich habe auch schon Angst vor dem Rückbildungs- und Pekip-Kurs. HInterher bin ich wieder die Einzige, die die Flasche geben muss und dann blöde Fragen kommen, bzw. ich mich schlecht fühle weil alle anderen Stillen können. Nicht falsch verstehen: ich gönne es jeder Mutter!!! Aber in mir löst das halt eine Traurigkeit aus. Obwohl mein Verstand sagt, dass ich alles gegeben habe was nur ging, fühl ich mich als Mutter 2. Klasse...
Entschuldigt bitte mein Jammerposting, ich muss mir das mal von der Seele schreiben, mein Mann ist schon ganz genervt und meine Hebi kommt erst morgen - der werd ich das auch bestimmt nochmal erzählen...
Einge von Euch kennen mich und mein Stillproblem ja: mangelnde Milchbildung wegen zuwenig Brustdrüsengewebe.
Ich habe Arvid bis vor 2,3 Wochen mit dem BES zugefüttert und dazwischen gepumpt (war also ein 2-Std-Rythmus). Naja, was heißt zugefüttert - eher fast vollernährt. Dann hatte ich irgendwie einen, ich nenn es mal Zusammenbruch. Nachts war mir speiübel, allein der Gedanke ihn zu stillen löste in mir Übelkeit aus. IN der Nacht hat dann mein Mann ihn gefüttert, ich habe gepumpt und die Nacht vor der Toilette verbracht (hab aber nicht gebrochen). Jedenfalls merkte ich, dass ich nicht mehr so weitermachen konnte. Hab dann mit meiner Hebi telefoniert, und sie sagte, ich soll mir keinen Stress machen und die Flasche geben, wenn er Stress an der Brust macht oder es mir nicht gut geht. Seitdem lief es eigentlich super - auch die Milch einigermaßen. Ich habe am Tag neben dem, was Arvid durch das Stillen mit BES bekommen hat, ca. 150 - 170 ml abgepumpt.
Nun ist Folgendes passiert:
Am WE sind wir das erste Mal zu viert weg gefahren - wir haben meinen Schwager mit Familie besucht. Hab das BES, Pumpe und alles mitgenommen. Ich habe am Freitag nochmal Globulis für die MIlchbildung genommen, weil ich Angst hatte, dass durch den Stress/Umstellung/andere Umgebung, die MIlch wegbleibt. In der Nacht von Freitag auf Samstag fing dann dierechte Brust an zu schmerzen, am Samstag tat sie extrem weh. Dazu kam Schüttelfrost, Gliederschmerzen und steigende Temperatur. Beim Pumpen kam auch kaum was, die Brust wollte mein Sohn nicht - wir hatten schon die letzten Tage viel Schwierigkeiten mit dem Stillen gehabt. Hab dann mit meiner Hebi gesprochen. Ich sollte alle 2 Stunden pumpen, versuchen Arvid anzulegen, vor dem Pumpen mit warem Umschlägen die Brust wärmen und hinterher sanft kühlen. Und ab 39°C Belladonna nehmen. Hab ich alles gemacht, die Nacht war furchtbar. Beim Pumpen kam aus der rechten Seite kaum noch MIlch. Obwohl diese Seite immer doppelt so viel MIlch gab als die linke Brust. Ich muss dazu sagen, dass ich vorher selten mehr als 30ml beim 2-Stündigen Pumpen hatte - einmal hatte ich es auf 50ml geschafft - da hab ich aber mal 5 Stunden nicht gepumpt oder den Kleinen angelegt. Im Laufe des gestrigen Tages ging die Temperatur dann runter, Abends war ich dann auf dem Rückweg bei der Hebamme. Sie sagte, dass es kein MIlchstau ist, es würde eher nach einem MIlcheinschuss aussehen, und dass ich erstmal alle 3 Stunden Pumpen sollte. Arvid versuche ich immer noch zuerst anzulegen, bevor er die Flasche bekommt...
Jedenfalls ist die rechte Brust immer noch recht schmerzhaft, jedoch schon etwas weicher. Leider ist die MIlch nicht wieder mehr geworden, so dass ich nun davon ausgehe, dass meine Stillgeschichte dem Ende zugeht. Ich wollte ja eh bald mit dem ganzen aufhören, aber ich wollte entscheiden, wann es soweit ist...
Arvid hat nun 10 Wochen jeden Tag seine kleine Portion Mumi bekommen, ich habe alles durch: zufüttern mit BES,Auffangen der Milch mit milchauffangschalen, Globulis, 2-Stündiges Pumpen, Akkupunktur, "Milchstrich" (Cranio Sakral), alkoholfreies Hefeweizen, Malzbier, Melasse, Schlehensaft, Globulis, sogar Paspertin (hab ich aber nicht vertragen). Dazu kam, dass Arvid direkt nach der Geburt eine Neugeboreneninfektion bekam und wir in die Kinderklinik mussten nachdem wir aus der Frauenklinik entlassen wurden, er wieder (nachdem wir eine Woche zu Hause waren) in die Kinderklinik musste weil er Blut in der Windel hatte, er eine MIlcheiweißallergie hat und ich mich aufgrund dessen auch komplett milcheiweißfrei ernähren muss. Außerdem hab ich ja schon eine Tochter, die auf mich oft verzichten muss und zwischendurch arg krank war, dazu lag mein Mann zwischenzeitlich wieder im Krankenhaus (er war ein paar Wochen vor der Geburt schonmal 3 Wochen im Krankenhaus). Trotz allem hab ich nicht aufgegeben und die lächerlichen 20 - 30 ml Mumi über den Tag gesammelt.
ich bin hin und hergerissen. Einerseits hat das Abstillen Vorteile: ich habe mehr Zeit für meine große Tochter, kann Nachts länger schlafen, auch mal meinem Mann den Kleinen geben (hab ich in der letzten Zeit öfter gemacht, weil er trotz BES nicht an die Brust wollte und ich dann während mein Mann ihn gefütter hat, abgepumpt hab) und bin insgesamt freier, weil ich nicht alle 2 Stunden pumpen muss... Hab zwar eine Handpumpe, aber da kommt bei mir gar nichts raus - hab es öfter probiert. Obwohl ich kaum Milch hab, tut mir nach 2 Stunden die Brust weh.
Naja, aber dass es nun sooo plötzlich geht, hätte ich nicht gedacht. Ich denke, dass ich wegen 20 ml jetzt nicht mit dem ganzen Kram wieder anfangen werde. Wenn ich wenigstens die Hälfte der von Arvid benötigten Trinkmenge abgepumpt hätte, dann wäre es wieder was anderes. Aber wegen so einer geringen Menge mich derart stressen!? Einerseits denke ich, dass es immerhin ein bisschen ist - besser als nichts. Aber andererseits bin ich ganz schön gestresst und hetz mich echt ab und denke oft, dass ich die Zeit mit Arvid eher und besser genießen könnte.
Ich fühl mich wieder als Versagerin, obwohl alle sagen, dass das was ich geleistet habe echt toll und bewundernswert ist. Meine Hebis (die richtige Hebi und die Vertretungs-Hebi) meinten, dass sie keine Frau kennen, die das so durchgezogen hat wie ich. Die Vertretungs-Hebi hat selber ein Kind von 9 Monaten und sie meinte, dass sie das nie sooo lange durchgehalten hätte wie ich, wenn es bei ihr mit dem Stillen nicht geklappt hätte. Und meine eigentlich Hebi sagte vorhin am Telefon noch, dass ich mehr geleistet habe, als manche Frau, die über ein Jahr stillt, und dass ich stolz auf mich sein kann. Mein Mann ist auch superstolz auf mich. Warum bin ich es dann nicht???
Ich habe auch schon Angst vor dem Rückbildungs- und Pekip-Kurs. HInterher bin ich wieder die Einzige, die die Flasche geben muss und dann blöde Fragen kommen, bzw. ich mich schlecht fühle weil alle anderen Stillen können. Nicht falsch verstehen: ich gönne es jeder Mutter!!! Aber in mir löst das halt eine Traurigkeit aus. Obwohl mein Verstand sagt, dass ich alles gegeben habe was nur ging, fühl ich mich als Mutter 2. Klasse...
Entschuldigt bitte mein Jammerposting, ich muss mir das mal von der Seele schreiben, mein Mann ist schon ganz genervt und meine Hebi kommt erst morgen - der werd ich das auch bestimmt nochmal erzählen...