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Beikost-"start" - und wie geht es weiter?

Verfasst: 05.11.2008, 22:09
von scully80
Hallo,

meine Kleine ist nun 10 Monate alt und wird noch gestillt. Da sie von beiden Seiten allergiegefährdet ist, war ich mit dem Beikoststart sehr vorsichtig. Aber jetzt weiß ich nicht so genau wie es weitergehen könnte. Daher möchte ich Euch gerne unsere Beikostgeschichte so gut es geht erzählen.

Nach guten 6 Monaten des Vollstillens habe ich voller Ideale mal angefangen, selbst Gemüsebrei zu machen. Gabi Eugsters Buch war gut durchgelesen, also fing ich mit Zucchinibrei an. Meine Tochter konnte sitzen, war sehr an unserem Essen interessiert usw...

Der erste Löffel Zucchinibrei (in Wasser gedünstet und mit etwas Öl) - die Zungenspitze reingestreckt und ausgespuckt. Danach wurde der Mund nicht mehr aufgemacht. Also wartete ich eine Woche oder so, und probierte es wieder, mit Karotte glaube ich. So ging das ein paar Wochen mit verschiedenem Gemüse - nichts.
Dann war die Oma zu Besuch - das Kind muß doch was essen!!!... - also fing ich einfach mal mit Banane an - und es klappte ganz gut. Anfangs zwei drei Löffelchen, später eine viertel-halbe Banane, einmal täglich. Parallel dazu wurde noch alle 2-3 Stunden gestillt, und zur Banane gab es etwas Wasser im Glas oder Fläschchen.

Nach etwa einem Monat war ich der Meinung, dass doch mal etwas neues drin sein könnte....Also wieder mit Gemüse probiert - nichts. Ich bekam den Tip, dass Reiswaffeln langsam ok seien, und die hat meine Tochter dann auch hingebungsvoll geknabbert (bis jetzt liebt sie die). Irgendwann war ich leicht genervt und kaufte *lecker* Biopastinake im Gläschen (Brrrr-ich wollte das nicht essen...). Aber die Maus mochte es offenbar - von ein paar Löffelchen sind wir inzwischen bei bis zu einem halben Glas gelandet. Die Erweiterung auf Pastinake mit Kartoffeln klappte gar nicht, Pastinake mit Reis und Pute hingegen ging ganz gut.
Da die Maus halbtags in der Kita ist, pumpe ich schon lange regelmäßig ab, und dort bekam sie dann auch langsam auch etwas von den Pastinakegläschen. Außerdem knabbert sie Brotkanten und Gurke (die Kerne eigentlich). Vor einigen Wochen fing ich dann mit eigenem Birnenbrei an, den sie auch ganz lecker fand - mit Banane gemischt. Inzwischen mische ich auch etwas Haferbrei dazu. Seit etwa einer Woche koche ich immer Vollkornnudeln, die sie auch sehr gerne mag. Wenn ich sie damit füttere, verschwinden diese auch alle im Bauch, wenn sie selbst nehmen darf,fällt noch das meiste daneben...
Leider hatte sie immer mal wieder Verstopfungsprobleme, so dass ich die Banane weglassen musste und sie dann nur Birne bekam, die sie nicht ganz so gerne wie BAnane isst (und dementsprechend weniger).

So sind wir also dabei, zwei Mahlzeiten zu "ersetzen".

ABER:
sie isst nicht immer soviel, dass sie satt wird.

Gestern sollte sie vom Papa Birne-Hafer-brei bekommen und aß gar nichts. Eine Stunde später habe ich mich dann nochmal mit ihr hingesetzt und (in Erninnerung an Eugster: Vollkornnudeln mit Apfelmus) einfach Nudeln durch den Brei gezogen - die KOmbi ging dann super weg :lol: Heute abend z.B. mochte sie gar keinen Brei, und knabberte nur rum. Da sie heute in der Kita schon Nudeln hatte, wollte ich die Aktion nicht wieder machen (gleich zweimal Nudeln am Tag fand ich dann etwas viel), also kam von dem Brei gar nichts weg.

Da sie allergiegefährdet ist, möchte ich schon im ersten Jahr (also noch zwei Monate) mindestens stillen, was aber wegen meiner Arbeit langsam sehr stressig wird (Milch kommt inzwischen beim PUmpen einfach deutlich weniger). Daher habe ich auch innerlichen Druck, dass wirklich Mahlzeiten ersetzt werden. Eine befreundete Kinderärztin (die ihr eigenes Kind mit einem JAhr auch noch gestillt hat) meinte, das normale Babys eigentlich ab 10 Monaten am Familientisch mitessen können. Mit Allergien ist das aber erst ab etwa einem JAhr so, oder? Und irgendwie muss man ja trotzdem die Sachen langsam einführen, oder? Einfach zu sagen, jetzt ist sie ein JAhr alt, also bekommt sie alles, was auf dem Tisch steht, ist ja genauso Quatsch wie jetzt ist sie 6 Monate alt, jetzt braucht sie Beikost....?

Aber das Spektrum, was sie isst, ist ja sehr klein. Eigenes Gemüse wie Brokkoli, KArtoffeln, Zucchini, Kohlrabi (als Fingerfood oder Brei) lehnt sie immer noch ab. Äpfel hat sie nicht vetragen. Was könnte ich ihr denn jetzt zu essen anbieten, und wie können wirklich Mahlzeiten richtig ersetzt werden? Kann sie denn das gewürzte Essen bekommen? Wann und Wie habt ihr angefangen, dass die KLeinen z.B. mit eigenem Besteck essen?

Würde mich über Rückmeldungen freuen

Jul

Re: Beikost-"start" - und wie geht es weiter?

Verfasst: 06.11.2008, 07:23
von Sagittaria
Da wir bisher noch keine Mahlzeiten ersetzen, kann ic Dir hierzu leider keinen Tipp geben.

Deine bisherige Vorgehesnweise liest sich für mich aber toll und richtig :mrgreen:

Re: Beikost-"start" - und wie geht es weiter?

Verfasst: 06.11.2008, 08:38
von 3fachMama
Meine 2 essen fast nur Milchbreie, damit haben wir allerdings 2 Mahlzeiten ersetzt und eine weitere eingeführt. Mal mit Obst, mal darf ich etwas Gemüse unteschummeln, mal essen sie es auch pur. Stückchen gehen gar nicht. Ich bin auch gerade am Überlegen wie ich weiter machen kann.

Re: Beikost-"start" - und wie geht es weiter?

Verfasst: 06.11.2008, 08:40
von 3fachMama
Mist falschen Knopf gedrückt. Ich weiß nicht wie das ist mit Allergiegefährdung, aber vielleicht möchte deine Tochter wirklich schon vom Familientisch mitessen? Du musst ihr davon ja nicht alles geben, sondern nur ausgewählte Sachen (mal Kartoffeln, mal Nudeln, mal mit Sosse, mal so....)

Re: Beikost-"start" - und wie geht es weiter?

Verfasst: 16.11.2008, 21:41
von scully80
Hallo,

danke für die Antworten!
Dann werde ich mal sehen, was man vom eigenen Essen so langsam der Maus geben kann - dann sollten wir wahrscheinlich bloß weniger würzen vorher....
Ich denke z.B. an

-Backofenkartoffeln (gutes Fingerfood, nicht so glitschig wie salzkartoffeln)
-Nudeln (die liebst sie heiß und innig)
-Vollkornbrot mit Butter


Gruß

Jul

Re: Beikost-"start" - und wie geht es weiter?

Verfasst: 17.11.2008, 06:56
von Cosima
Hallo scully80!
Eine befreundete Kinderärztin (die ihr eigenes Kind mit einem Jahr auch noch gestillt hat) meinte, das normale Babys eigentlich ab 10 Monaten am Familientisch mitessen können.
Mein Mini hat ab 10 Monate angefangen am Familientisch mitzuessen. Bis dahin hatten wir, nur die Nachmittagsmahlzeit voll ersetzt, und zwar mit Banane und Reiswaffel. Er war und ist ein kleiner Breiverweigerer.

Ich habe mir damals ziemlich schwer getan. Ein so kleines Kind, soll schon essen was wir essen?

Ich war damals auf einem Vortrag über Kleinenkindernährung und habe dort die Ernährungberaterin gelöchert.
(Linkempfehlung: http://www.landwirtschaft-bw.info/servl ... 14338.html )

Ich habe danach angefangen, so zu kochen, dass der Mini mitessen kann. Viele Sachen, die wir früher öfter gegessen haben, gibt es nicht mehr. Dafür gibt es viel mehr Obst und Gemüse. Wenn mein Mann mehr Würze möchte, muss er selbst nachwürzen, auf seinem Teller. Das ist bis heute so.

Der Einstieg, war, das ich das, was ich als Brei angeboten hätte, als Fingerfood angeboten habe.

Das Abstillen ging bei uns innerhalb eines Monats. Der hat sich den Bauch so voll geschlagen, dass er danach keine Milch mehr wollte. :lol:
-Backofenkartoffeln (gutes Fingerfood, nicht so glitschig wie salzkartoffeln)
-Nudeln (die liebst sie heiß und innig)
-Vollkornbrot mit Butter
- Fruchtbrei eignet sich als "Marmeladenersatz"
- Nudeln mit Gemüsesoße sind hier immer noch sehr beliebt
- selbstgebackene Dinklestangen

Re: Beikost-"start" - und wie geht es weiter?

Verfasst: 17.11.2008, 18:47
von scully80
Hallo,

super, danke für die Infos :) dashört sich interessant an. Das mit dem Würzen muss ich meinem Mann noch "schmackhaft" machen.... :roll:

Es ist ja einfach viel praktischer, für alle zusammen zu kochen - und die Maus will auch am Liebsten das was wir haben.

Wie und wann habt Ihr mit Besteck angefangen?

Jul