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Unsere gesammelten "Familienbettprobleme"

Verfasst: 24.10.2008, 13:33
von Pupu
Tja, wo fang ich an...
Mein Schatz und ich erwarten im Februar unser erstes Baby. Unser Nachwuchs wird aus Überzeugung (und auch Platzgründen) bei uns mit im Schlafzimmer schlafen. Als Gitterbettchen haben wir das Gitterbett geerbt, in dem mein Schatz als Baby schon gelegen hat - und sind dafür auch sehr dankbar, nicht nur weil es Geld spart, sondern auch weil die Abmessungen für unser Schlafzimmer perfekter nicht sein könnten (es ist 60x105cm gross - und die einzige Wand, an der es stehen kann, ist zufällig auch genau 105 lang. Danach kommt eine Schräge, in der die Tür zum begehbaren Kleiderschrank kommt - viel länger dürfte es also nicht sein, sonst geht die Tür nicht mehr auf).

So weit, so gut. Wir haben das Bett abgeholt und es steht - und nun tun sich so einige Fragen auf...

1. Die Ritze zwischen den Betten.

Wie man auf dem Foto, was ich unten anhänge (sofern ich es nicht vergesse), sehen kann, ist zwischen den Betten eine Lücke. Logisch, beide Betten haben Pfosten, und Bettpfosten an Bettpfosten ergibt Lücke. Gegen diese Lücke möchte ich DEFINITIV noch was tun, so kann das nicht bleiben. Ich habe überlegt, von Ikea so ein Lattenrost fåur 10 Euro zu kaufen, es zu kürzen und einen Rahmen dafür zu bauen - quasi den vorhandenen, schon etwas durchgelegenen Boden des Bettchens mit unserer "Sonderanfertigung" zu ersetzen, die ich dann auch direkt so konstruieren würde, dass es wirklich einen nahtlosen Übergang zwischen den Bettgestellen gibt. So dass DIE Gefahr schonmal gebannt wäre.
Das ist an sich noch kein grosses Problem, ich müsste mir nur selbst Gedanken machen wie wir das am besten bauen, aber das kriegen wir hin. Was mich in diesem Fall interessiert ist: wie machen das andere? Ich hab ja schon von einigen gehört, dass sie einfach die "Gitterbett an Elternbett"-Variante praktizieren, aber dann dürftet ihr ja ähnliche Ritzenprobleme haben... nun kann ich mir garnicht so recht vorstellen, dass jeder angefangen hat, Bretter zu basteln, um die Lücke zu schliessen.
Wie habt ihr das gemacht? oder war eure Lücke nicht so gross?
Das interessiert mich jetzt mal.


2. Die Ritze zwischen den Matratzen und Matratzen generell

Eigentlich schwebte uns ja vor, eine schöne grosse Liegefläche zu haben, die fast nahtlos von Baby- zu Elternbett übergeht. Nun erweist sich das in der Praxis aber als nicht ganz so einfach - weil die Matratzen nicht so wollen wir wir das wollen.
Wir haben Ikea-Matratzen. Unser Bett ist 160 breit, also haben wir 2 80-er Matratzen drin und dann noch eine Übermatratze. Klingt eigentlich wunderbar.
Nur haben unsere Untermatratzen irgendwie die blöde Angewohnheit, Liegekuhlen zu bilden - genau in der Mitte vom Bett, denn Männe schläft meist auf seiner Seite und ich rutsche in die Mitte, um mit ihm zu kuscheln. Das ist nun genau der Rand zwischen den beiden Matratzen - und die geben nach, so dass in der Mitte unseres Bettes eine richtige Delle ist.
Die Übermatratze rutscht da natürlich nach, fast schon in die Ritze rein (die Untermatratzen sind auch nicht in den Bettrahmen gequetscht, sondern haben ein paar cm spiel - so dass die Matratzen immer genau so hinrutschen, dass in der Mitte zwischen den Untermatratzen nicht nur ne Kuhle, sondern ne tatsächliche Ritze ist. Deshalb auch die Übermatratze. Wäre die nicht, hätten wir eine verdammt grosse Besucherritze...). Ausserdem "wandert" die Übermatratze gern in Richtung Männes Seite, weil ich mehr im Bett rumrutsche auf er, meistens in Seine Richtung - und die Übermatratze rutscht mit.
Das war bisher nie ein Problem, wir haben die Übermatratze einfach vorm Schlafen zurechtgerückt und gut wars. Nur: durch die Rutscherei der Übermatratze entsteht ja wieder eine Lücke zum Babybett hin.

Wir hatten ja schonmal den Gedanken, die Babybettmatratze um 10 cm zu verbreitern (wie wir das anstellen, ist ne andere Frage) - so, dass sie auch die (dann kaschierte) Ritze zwischen den Betten mit bedeckt. Einfach, damit es dort auch weich ist und das Baby nicht auf ein Brett fällt, wenn es sich mal rüberrollt.
Oder halt alternativ einfach das Brett zu polstern.
Das WÄRE wieder die Ideallösung - wenn, ja, wenn nicht die Übermatratze, die exakt auf einer Höhe mit der Babymatratze ist, eben wegwandern würde. Denn dadurch entsteht ja wieder ne Ritze - nicht zwischen den Betten direkt, aber zwischen den Matratzen. Es ist doch echt zum Mäuse melken. Ich komm mit dem Erklären schon garnicht mehr hinterher, weil immer irgendwas hakt.

Wenn ich mich nämlich mit dem Gedanken tröste "ach wart mal ab, am Ende schläft das Baby sowieso die meiste Zeit zwischen uns" - dann ist da ja immernoch die Kuhle. Die Kuhle, in die es mich immer automatisch rollt, auch wenn ich ursprünglich garnicht da lag. Die Kuhle, bei der ich Angst hab, dass sie dem Prinzip "ein Elternteil würde NIE sein Kind überrollen, einfach aus Instinkt" widerlegt - mit purer Schwerkraft.
Die Kuhle, gegen die auch die Übermatratze nix hilft.

Mit anderen Worten: selbst WENN wir tricksen würden und versuchen würden, eine 180-er Übermatratze so in ein 160-er Bett zu quetschen, dass sie eigentlich gar keine Chance mehr hätte wegzurutschen - dann gäbe es immernoch diese verflixte Kuhle. Mal abgesehen davon, dass so eine Übermatratze 150 Euro kostet :?

Aber was kann man denn dagegen machen? Ausser komplett neue Matratzen zu kaufen, zum Beispiel die 2 80-er durch eine 160-er durchgängige Matratze zu ersetzen? Eigentlich möchte ich das nicht, denn unsere Matratzen sind gerade mal 2 Jahre alt, da wollte ich nicht schon wieder neue kaufen. Zumal ich so eine Übermatratze garnicht schlecht finde - die ist leicht mal auszutauschen, wenn sie irgendwann total in Mitleidenschaft (z.B. durch ins Bett pieselnde windelfrei-Kinder) gezogen wurde, ohne komplett ALLE Matratzen austauschen zu müssen. Denn Matratzen komplett neu kaufen geht ja leider ziemlich ins Geld, und so locker sitzt es bei uns nun auch nicht :?
Ausserdem kann mir ja keiner garantieren, dass sich nicht auch in einer durchgängigen Matratze bald die gleiche blöde Liegekuhle bilden würde. Und dann hab ich nichtmal mehr die Option, die Matratzen zu wenden und die "Kuhlenhälften" aussen zu haben, dass es sich wieder etwas ausgleichen kann.

Habt ihr vielleicht irgendeine Idee, wie man das ganze zumindest ein Stückweit lösten könnte - ohne massig viel Geld auszugeben?


3. Öko-Gedanken: Bett anstreichen und Matratze?

Unsere Schwiemu war so nett, das Bett vor Abholung noch aufzumotzen. Sie hat es weiss angestrichen und eine Matratze dafür gebastelt. Find ich ja eigentlich voll nett von ihr!
Nur mach ich mir nun ein paar Gedanken deswegen. Ob die Farbe wirklich speichelfest ist? Ich persönlich wäre supervorsichtig, womit ich ein Babybett anstreiche, denn es wird ja gern mal drauf rumgekaut, angeleckt etc... Schwiemu ist da aus einer etwas anderen Generation. Sie nimmt weisse Farbe und streicht, und fertig ;) Wir überlegen nun, nochmal drüberzustreichen. Hättet ihr trotzdem Bedenken wegen der Farbe? Mit welcher Farbe würdet ihr drübergehen, gibts da spezielle?
(Wenn ja, ists noch ne andere Frage obs die hier zu kaufen gibt...)

Und dann die Matratze, Teil 2. Da das Babybett ja wie gesagt komische Abmessungen hat, sie es heute so garnicht mehr gibt wie es scheint, hat sie eine Matratze scheinbar selbst dafür gemacht. Find ich ja superlieb von ihr, das Geld und die Zeit dafür aufzuwenden - aber gerade in Zeiten von SIDS, bei denen gerade auf Matratzen und optimale Luftzirkulation und Schadstoffbelastung und pipapo so grossen Wert gelegt wird, bin ich noch nicht 100%ig glücklich damit. Mir erscheint die Matratze auch recht weich... und dazu kommt eben, dass ich nicht weiss, woraus sie gemacht wurde. Soweit ich das nachvollziehen kann, Schaumstoff mit Stoffbezug. Nur: welcher Schaumstoff? Woher hat sie denn? Besonders auf öko und Schadstoffe wird sie wohl nicht geachtet haben... :?
Einerseits denk ich mir, sie hat sich so viel Mühe gegeben, ich würde das nur ungern zurückweisen... und ausserdem wird das Baby ja vielleicht sowieso oft einfach bei uns im Bett/im Arm schlafen, und unsere Matratzen sind halt auch normale Matratzen und nicht auf Sids-Prävention ausgelegt.Vielleicht ist es also garnicht so schlimm, zumal es bis Februar ja noch ein Weilchen hin ist und die Matratze sich "ausriechen" kann.
Andererseits, so 100%ig überzeugt bin ich halt nicht. Und WENN doch irgendwann irgendwas passieren sollte, könnte ich mir das wohl nie vergeben :(
Aber woher zum Teufel bekommt man eine Matratze in 105x60 (bzw x70 oder x75) her, die für ein Babybett geeignet ist und uns nicht in den finanziellen Ruin stürzt?


4. Schnarchen

Mein Männe schnarcht. Ich kam damit bisher prima zurecht, mich hat es nie gestört (höchstens manchmal beim Einschlafen direkt neben meinem Ohr, hehe) - ich schlafe trotzdem prima.
ABER: Mütterschlaf ist ja bekanntlich anders - leichter irgendwie. Ein wenig Bedenken hab ich doch, dass ich dann nicht mehr zur Ruhe komme, genau dann, wenn ich sie bräuchte :?
Aber von mir mal ganz abgesehen... was ist mit dem Baby? Ist es schon "abgehärtet", dadurch dass es in meinem Bauch ja "mitbeschnarcht" wird? Oder laufe ich Gefahr, ein unausgeschlafenes, nörgeliges, unleidliches Kind zu haben, weil es nicht schlafen kann - was dann womöglich dazu übergeht, tagsüber den verpassten Schlaf nachzuholen und die Nacht zum Tage zu machen?

Hat jemand von euch Erfahrungen mit Schnarchern im Familienbett? Mich würde das echt interessieren...



So, vielen Dank an jeden, der sich durch meinen Roman gekämpft hat :oops: Und noch viel mehr Dank an jeden, der noch dazu Tipps oder Erfahrungswerte für mich hat! Vielen lieben Dank schonmal!

Re: Unsere gesammelten "Familienbettprobleme"

Verfasst: 24.10.2008, 13:36
von Pupu
Narf, nun hab ich natürlich DOCH vergessen, das Bild anzuhängen. Schwangerschaftsdemenz vom feinsten.
Hier ist es nun - ach ja, und bitte nicht wundern, warum da sone Unordnung ist - hab grad Betten abgezogen, und wie gesagt, NOCH ist das Baby ja nicht da :lol:

Re: Unsere gesammelten "Familienbettprobleme"

Verfasst: 24.10.2008, 13:52
von Struppi
Ich würde ein Brett auf Größe der Ritze zuschneiden (lassen) und festschrauben! Dann kann die Ritze füllen mit... :?: keine Ahnung!

Re: Unsere gesammelten "Familienbettprobleme"

Verfasst: 24.10.2008, 15:40
von Kim
Bin gerade dabei für "unsere Ritze" einen Stoffschlauch zu nähen den ich mit dem Inhalt eines alten Stillkissens meiner Schwägerin fülle ;). Ich finde es füllt den Abstand so am besten aus und fühlt sich gut an :).

Re: Unsere gesammelten "Familienbettprobleme"

Verfasst: 24.10.2008, 15:50
von Nimue1212
Ich würde ein Brett auf Größe der Ritze zuschneiden (lassen) und festschrauben!
So würde ich das auch machen (es sei denn mein Mann hätte eine andere Idee :wink: ).

Wir haben übrigens ein extra Stillbett, da ergibt sich die Lückenproblematik gar nicht, weil es halt genau dafür gemacht ist. Allerdings wurde es von meiner Tochter vielleicht zweimal benutzt und mein Sohn hat noch gar nicht drin geschlafen :wink: (ist aber eine prima Ablage für feuchte Tücher, Windeln, den Topf, Bilderbücher...)

Zum Schnarchthema kann ich nur sagen, dass das wohl auf das Kind draufankommt. Olivia zum Beispiel schläft auch ein bzw weiter, wenn Nottie schreit (und das ist bestimmt lauter als das Schnarchen deines Mannes) im umgekehrten Fall würde das aber wohl nicht funktionieren...

Re: Unsere gesammelten "Familienbettprobleme"

Verfasst: 24.10.2008, 20:47
von Salo81
Hallo Pupu,

diesen IKEA-Hund hat Flora auch in ihrem Bett :D

Zum Thema:
Meine Ideen wären:
Ritzen füllen mit Zugluft-Tieren (hab die in letzter Zeit in jedem 2. Supermarkt liegen sehen)?
Evtl. zwei getrennte Übermatrazen benutzen und die Besucherritze in der Mitte auch mit Zuglufttier/Stoffschlauch ect. ausstofpen?

Lg
Salo

Re: Unsere gesammelten "Familienbettprobleme"

Verfasst: 25.10.2008, 18:55
von Amelie
Hallo,

hier gibt es bei Quelle so einen Ritzenfüller...oder so? Hab ich mal gesehen, weil wir früher gegenüber von Quelle gewohnt haben!

Matratze, wir haben auch so ne uralte drin...für meinen Mann tuts das und wer anders lag da noch nie drin :wink: Va, in diesem Babybay ist doch auch nur Brett mit schaumstoff :?:

SChnarchen...hier schlafen sogar beide weiter, wenn der andere mal weint (gabs bislang nur bei Krankheit...aber trotzdem!)

LG

Amelie

Re: Unsere gesammelten "Familienbettprobleme"

Verfasst: 25.10.2008, 20:05
von Gabriela
Huhu

Nur kurz (bin noch ganz erschlagen von Deinem Roman... :lol:)

Punkt 1: Die Kluft zwischen Babybett und grossem Bett haben wir auch, und mehr oder weniger erfolgreich, mit einem grossen Stillkissen zugestopft. Die Betten haben wir mit Spannset festgemacht. (Frag mich nicht, wie das auf Deutsch heisst, eventuell hilft Tante Google.)

Punkt 4: Nacht höre ich ausschliesslich den Kleinen, und zwar jeden Pieps und jedes 'falsche' Atmen. Von meinem Mann höre ich NIX! Ich höre auch keinen Wecker am Morgen (der klingelt immer um 5.15 Uhr und zwar LAUT und mehrmals!), nicht die Kirchenglocken, die Schiffe im Hafen nicht (laute Motoren), sondern nur den Kleinen... Ich denke, der leichte Mütterschlaf bezieht sich echt nur auf die (eigenen) Kinder... :lol:

(Und bei uns ist es zudem so, dass wenn, dann ich schnarche. Der Kleine hört das aber nicht, oder vielleicht braucht er das, um zu wissen, dass wir da sind? :lol:)

Alles Gute! :D

Re: Unsere gesammelten "Familienbettprobleme"

Verfasst: 25.10.2008, 21:48
von Caro die Heldin
Du machst dir ganz schön viele ausführliche Sorgen... :wink:
Die Lücke ist bestimmt nicht einfach zu füllen, da die Kluft ja schon sehr gross ist, aber vielleicht kannst du ein Brett oder so "einbauen"?
In einem anderen Thread hab ich auch was von Ikea-Kissen gelesen, die gut passen, wenn man die Lücke schliessen will.
Mach dir mal nicht so n Kopf, bei uns hat das Kind die ersten 3 Monate nur zwischen uns entweder im Stillkissen oder auf Matratze oder auf unserer Brust geschlafen, erst dann hab ich das Kind angefangen "auszuquartieren" :wink:
Ich habe Ben's Bett auch so hin gebaut wie du, aber er schläft da ehrlich gesagt nicht drin.
Wenn er mal rüber rollt, Handtücher, die die Kuhle aushöhlen (bei uns ist die ja nicht so groß) reichen völlig, muss nicht die Deluxe Matratzen-Ferderung sein...
Also vielleicht erst mal abwarten, wie sich alles ergibt, bevor du ein Haufen Geld ausgibst, und dann kommt alles anders als geplant :2:
Ach so und wegen dem Schnarchen: Wir merken nichts , mein Kleiner schläft, egal wie sehr gesägt wird, und trotzdem sind die Mutter-Alarmglocken immer an!

Re: Unsere gesammelten "Familienbettprobleme"

Verfasst: 25.10.2008, 21:59
von wunderpflanze
Schieb doch das Bett mal ein Stückchen nach unten (richtung Fußende) - damit nicht die beiden Holzteile aneinander sind.
Ich hoffe, Du verstehst was ich meine ... :oops:
So müsste das Bett doch schon ein bisschen näher rankommen.
Tja, was dann dazwischen machen?
Bei uns war die Kluft nicht ganz so groß. Ich hab dann einfach eine Wolldecke genommen und an der Wandseite reingestopft, so dass die Matratze vom Kinderbett rübergerutscht ist.