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Wie geht man bei einem Stillstreik vor?

Verfasst: 29.09.2008, 09:41
von KinderKinder
Da sich hier so viele Expertinnen tummeln, frage ich einfach mal:

Wie geht man bei einem Stillstreik richtig vor?

- Was gibt man dem Baby, wenn es nicht stillen will?
- Soll man die Milch ausstreichen, damit sie nicht weniger wird? Habe keine Pumpe....
- Wie gibt man dem Baby ggf. die Milch? Flascherl, Löffel,...?
- Wie lange dauert so ein Streik?

Noch haben wir keinen Streik.
Aber mein Großer wollte mit 7,5 Monaten plötzlich nicht mehr trinken. Da wusste ich noch nichts von Stillstreiks und war mir sicher, dass er sich abgestillt hat.
Nun möchte ich für den Fall des Falles schon VORHER genug wissen, um richtig reagieren zu können.

Re: Wie geht man bei einem Stillstreik vor?

Verfasst: 29.09.2008, 17:59
von Grashalm
Bin zwar keine Expertin, ich hatte das Problem bisher nicht, aber lies mal hier:
[url]http://www.still-lexikon.de/45_stillprobleme.html#ablehnung[url]

Re: Wie geht man bei einem Stillstreik vor?

Verfasst: 29.09.2008, 19:41
von Ruhrpottjette
Hallo,

das sich ein Stillstreik wiederholt ist recht unwahrscheinlich. Meist gibt es einen Auslöser dafür, wie ein erschrecken beim stillen, ein schmerz oder ähnliches.
Wenn ein Stillstreik auftritt heisst es erstmal ruhe bewahren. Am besten das Kind nehmen und sich ins Bett legen und wirklich ruhe haben, viel kuscheln etc.Eine andere Stillposition versuchen und wenn alles nichts hilft Milch abpumpen und mit dem Löffel oder einem Becher(Pinchen) füttern.

Re: Wie geht man bei einem Stillstreik vor?

Verfasst: 29.09.2008, 20:59
von Iris
Das Wichtigste weißt du ja schon: Stillstreiks treten auf und zwar gar nicht so selten. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass ein Kind unter einem Jahr sich selbst abstillt, sodass also bei Ablehnung der Brust in diesem Alter ein Stillstreik vorliegt. Das Allerwichtigste ist: Ruhe bewahren. Sollte das Kind die Nahrung gänzlich verweigern, muss es anderweitig gefüttert werden - am besten mit abgepumpter oder ausgestrichener Muttermilch per Becher, Feeder, Spritze oder Löffel. Auf jeden Fall sollte die Milchproduktion durch Abpumpen oder Ausstreichen in Gang gehalten werden.
Zunächst müssen die Ursachen geklärt werden; daraus resultiert dann die jeweilige Abhilfe
  • Krankheiten des Kindes wie Schnupfen, Halsschmerzen, Ohrenschmerzen, wunde oder schmerzende Stellen im Mund (Soor, Zahnen), KISS → Abhilfe: ärztliche Behandlung; bei Zahnungsbeschwerden hilft Zahnfleischmassage, bei Schnupfen können einige Tropfen Muttermilch die Nase befreien
  • Saugverwirrung → Abhilfe: wenn irgend möglich Vermeidung künstlicher Sauger; Zufütterung per Becher, Feeder, Spritze, Löffel...
  • Geruchs- oder Geschmacksveränderung der Muttermilch, z. B. durch bestimmte Speisen und Genussmittel (z. B. Knoblauch, Spargel, Alkohol) → ggf. diese Speisen meiden
  • veränderter Geruch der Mutter (Deo, Parfum, Pflegeprodukte) → Abhilfe: vermeiden
  • soziale Ursachen: Beeinträchtigung des Milchspendereflexes z. B. durch Anspannung der Mutter, Hektik im Umfeld des Stillpaars, Entwicklungsschub des Kindes (die Umgebung wird plötzlich interessanter als die Nahrungssaufnahme) → Abhilfe ist individuell, z. B. Herstellung einer entspannten Atmosphäre beim Stillen (ruhige Musik, Schaukelstuhl, Badewanne, abgedunkeltes Zimmer, veränderte Stillhaltung, Beschäftigung des Geschwisterkindes...) oder viel Körperkontakt z. B. durch Tragen auch ohne die Absicht zu stillen. Manche Kinder, die die Brust ablehnen, akzeptieren sie aber im Halbschlaf oder unmittelbar nach dem Aufwachen.

Re: Wie geht man bei einem Stillstreik vor?

Verfasst: 13.01.2009, 15:06
von Hanka
stillstreik- den gabs bei un sauch, da war nivi 10 wochen alt. der umzug in die neue stadt/whg hat ihn doch ziemlich mitgenommen... ich hätte nicht gedacht, dass ein so kleines baby sooooooooooooooo sensibel ist (asche auf mein haupt)..

es lief darauf hinaus, dass er an der rechten brust überhaupt nicht mehr trinken wollte, außer nachts.. da war er so schlaftaumelnd, da hat er nicht mitbekommen ob links oder rechts, oben oder unten, hinten oder vorne ;-)

und wenn der druck rechts zu groß wurde, habe ich mit ihm "seitlich kopfüber " gestillt, oder 69er- stellung sozusagen..

ganz viel geduld, ruhe und selbstvertrauen gehören auch dazu..
nach einer woche war der spuk vorbei.

alles liebe