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Jedes Kind kann REGELN lernen
Verfasst: 11.07.2007, 14:29
von Nina
Hat es jemand gelesen? Wie findet ihr es?
Ja, ich weiß, Kast-Zahn. Trotzdem interessiert mich eure Meinung.
Verfasst: 11.07.2007, 14:39
von Maja
Ich habs einmal durchgeblättert und mit den Gedanken "Ach wieder die gleiche Nummer" zurückgestellt.
Aber wer weiß, vielleicht ist es nicht so übel, wie es sich auf den ersten Blick anschaute, also ich will mal lieber kein Urteil abgeben.
Viele Grüße!
Verfasst: 11.07.2007, 15:16
von Feleni
Da bin ich auch mal gespannt!
Ich hab JKKSL und JKKRL von einer Bekannten zusammen mir viiiielen anderen Babybüchern geschenkt bekommen und hab in JKKSL gelesen und für niiiiiiemals anwendbar befunden und in das Regelbuch noch nicht reingeschaut.
Verfasst: 11.07.2007, 16:45
von Nina
Das Regel-Buch hat mir heute jemand (unaufgefordert) ausgeliehen, daher meine Frage. Inzwischen habe ich es mal durchgeblättert, und mein erster Eindruck ist kein schlechter, obwohl ich voreingenommen war. Vieles, was darin steht, wird hier glaube ich sowieso von vielen so gehandhabt, zB in ich-Form mit dem Kind reden (Ich möchte nicht, daß... usw), die Gefühle des Kindes spiegeln und noch anderes.
Ich werde mal weiter drin lesen, und dann hier berichten.
Verfasst: 11.07.2007, 17:52
von Lieschen
Ich habe mal darin quer gelesen. Die Gliederung ist sehr gut, die Erklärung mancher Erziehungssituationen ist auch sehr gut. Die daraus gezogenen Konsequenzen allerdings schrecklich. Sie empfiehlt z.B. wenn das Kind gegen eine ihm bekannte Regel verstösst, einfach wortlos(!) weg zu gehen und das Kind alleine zu lassen. Beides finde ich schrecklich. Warum soll ich mit meinem Kind nicht reden wie mit einem normalen Menschen? Und alleine lassen ist doch dasselbe wie Liebesentzug.
Geht für mich gar nicht. lies lieber Juul

Verfasst: 11.07.2007, 22:52
von Heroto
Zudem arbeitet Kast-Zahn auch mit Auszeiten und das kommt für mich nicht in Frage.
Verfasst: 13.07.2007, 11:46
von Bettina
Vielleicht habe ich ja mit meinen Kindern Glück, aber ohne diese Bücher alle gelesen zu haben, funktioniert das mit den Regeln.
In Emilys Alter war es bei Lisa so, dass ich lernen musste, mit meiner Reglementierung herunter zu kommen, wichtige Regeln (wie den Straßenverkehr) zu betonen und über unwichtige Dinge (wie Schubladen ausräumen) hinwegzusehen.
Das funktioniert im Groben sehr gut, in den "Phase".... klar, ohne Worte.
Mich nervt es immer an, wenn ich Bücher studiere, die mich verunsichern, ich dann gegen meine Mentalität Dinge ausprobiere, die mir dann den ganzen Plan versauen.
....dann lieber schöne Literatur lesen - ich warte mit Ungeduld auf den letzten HP!

Verfasst: 13.07.2007, 18:35
von Nina
So, ich habe inzwischen mal ein bißchen mehr darin gelesen.
Ich finde es zum größten teil sehr gut, und werde einiges daraus auch anwenden. Bei uns ist es teilweise wirklich etwas entgleist. Als die Hebamme gestern hier war, hat sie sofort erkannt, daß Emily hier alles unter Kontrolle hat, und hat mir auch den Tip gegeben, rechtzeitig gegenzusteuern. Ich habe lange mein eigenen Bedürfnisse ignoriert, und immer alles getan, daß sie nur ja nicht weinen muß.
Verfasst: 13.07.2007, 18:42
von Susanna
ich habe das buch auch gelesen und mir einige dinge rausgenommen

die eigenen bedürfnisse immer hinten anzustellen finde ich etwas gefährlich nina - wie soll emily denn in zukunft lernen auf andere rücksicht zu nehmen wenn sie es zuhause niemals muss

Verfasst: 13.07.2007, 21:02
von Bettina
Susanna hat geschrieben:ich habe das buch auch gelesen und mir einige dinge rausgenommen

die eigenen bedürfnisse immer hinten anzustellen finde ich etwas gefährlich nina - wie soll emily denn in zukunft lernen auf andere rücksicht zu nehmen wenn sie es zuhause niemals muss

Tatsächlich ist das etwas schwierig, besonders die ersten haben einen schlechten Erziehungsweg - ist bei uns auch so.
Zum Glück musste ich Lisa mit 1 3/4 Jahren in die KiTa geben, danach entschärfte sich alles. Nichtdestotrotz kann sie zu Hause nicht zurückstecken und ist immer vorne dran, egal ob beim Erzählen, Spielen oder sonstwas. Andererseits ist sie vom Typ her auch so, dass sie (wie ich) alleine mit sich nichts anzufangen weiß, von daher schon besser, sie fordert sich ihre Animation mit Selbstbewusstsein, als das sie das erst sehr spät lernt.
Erziehung ist ein ganz schöner Spagat, finde ich!
Trotzdem hat die Hebamme nur einen kleinen Einblick in Euer Familienleben udn bevor Du radikal änderst, beobachtet Euren Familienalltag gut! Nutze dann die Zeiten, die sie Dich nicht fordert für DICH und erledige einige Haushalsangelegenheiten mit Emily zusammen. Dafür habe ich mir auch

mal ein Buch zugelegt, nämich "Kinder fördern im Alltag" (Kunze, Salamander), funktioniert wegen mir nicht ganz so gut (ich mag es einfach nicht, fummelige Kinder bei unangenehmen Dingen dabei haben!), aber es entspannt phasenweise ungemein!