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Worum gehts es in "Auf der Suche nach dem verlorenen Glück"

Verfasst: 21.06.2007, 14:34
von wunderpflanze
Ich hab ja schon immer gerne und viel gelesen. Aber manchmal gibt es einfach Bücher, für die bin ich zu doof. :oops: So geht es mir auch mit diesem Buch. Ich kann es einfach nicht lesen. Habs schon mehrmals versucht. Kaum hab ich eine Seite gelesen, weiß ich nicht mehr, was ich gelesen habe ... Außerdem hasse ich Sätze, die über mehrere Zeilen gehen ...

Hat jemand das Buch gelesen und kann mir eine Zusammenfassung davon schreiben? Was will uns die Autorin damit sagen?
Das wäre wirklich super lieb ...

:knutsch

Verfasst: 21.06.2007, 14:38
von Gabriela
Ich nehme an, Du meinst das Buch 'Continuum Concept'. Ich hab's soeben auf Englisch gelesen und fand's auch sehr, sehr schwierig zu lesen.

Ich denke, die Kernaussage des Buches ist, dass Babies eigentlich NIE, NIE, NIE alleine gelassen werden dürfen, sondern das erste Jahr (genaue Zeitspanne habe ich nirgends gefunden), die so genannte 'in arms'-Phase durchlaufen müssen, also permanent getragen werden sollen. Und dass dadurch ihr ganzes späteres Verhalten geprägt wird.

Korrigiert mich wer, wenn das falsch ist? Danke! :)

Verfasst: 21.06.2007, 14:47
von wunderpflanze
Ich meine "Auf der Suche nach dem verlorenen Glück" von Jean Liedloff ... :wink:
Aber es klingt so, als würde in "Continuum Concept" das Gleiche drin stehen - oder ist es das gleiche Buch auf Deutsch bzw. Englisch?

Verfasst: 21.06.2007, 14:50
von Gabriela
Also mein Buch ist von Jean Liedloff und heisst:

«The Continuum Concept – In Search of Happiness Lost»

Bin ziemlich sicher, dass es sich bei Deinem Buch um die deutsche Übersetzung des meinigen handelt!

Verfasst: 21.06.2007, 15:00
von wunderpflanze
Dann ist es wohl tatsächlich das Gleiche - super!
Was Du geschrieben hast, hab ich bisher auch so verstanden (bin ich also doch nicht soooo doof) - und das nach einem drittel des Buches ...
Prima - dann kann ich ja doch endlich mal ein anderes Buch in die Hand nehmen ... :wink:

Verfasst: 21.06.2007, 22:45
von owaki
also ich find's auch voll schwer zu lesen. So trocken, lange komplizierte Theoriesätze... Ich hab schon weitergeblättert auf der Suche nach ein paar bunten Geschichten zu Thema, gibt's aber irgendwie kaum.

Verfasst: 21.06.2007, 23:46
von Bettina
Ich habe das Buch nicht bis zu Ende gelesen.
Aber ein paar nette Episoden waren da drin.
-Einmal die Männer die stundelang ein Boot über Land trugen und dabei lachten udn Witze rissen, wenn ihnen das alles zu schwer schien. Dagegen gesetzt der Mitteleuropäer, der fluchend am liebsten alles hinschmeißt und doch heldenhaft und verbissen weiter trägt.
-Der Mann, der einen Garten hat und seinen Hausnachbarn in diesem Garten ernten lässt und lächelnd vermerkt, dass jender nachbar auch in ein paar Jahren den Bedarf an einem Garten haben wird. (Würdet Ihr Eure Nachbarn die Früchte Eurer mühevolle Arbeit ernten lassen? ;))
-Das Kind, dass außerhalb des Indianerdorfes aufgezogen wurde und das einzige Kind ist, was brüllt. Alle anderen Kinder wussten alleine, wo ihre Grenzen sind.
-Der junge Mann, der bei einer Schießübung übelst verletzt wird, wo aber kein einziger Dorfbewohner den Unfallverursacher bestraft.
Für mich nicht nur ein Ansatz zur Kindererziehung, denn die ging speziell bei meiner Kleinen voll daneben, sie brüllte nämlich trotz liebevoller Betreuung 8 Stunden am Stück, auch im Tragetuch an mir dran ;), nein, der Ansatz, den wir in dem Buch vermutlich durch unsere Verbissenheit übersehen ist der, das Leben so zu nehmen, wie es ist. Es gibt weder Gewinner noch Verlierer und alleine der Weg ist schon das Ziel.
Für mich vor allen Dingen ein Buch, was mich zu der Überzeugung gebracht hat (unter anderem), dass wir durch unsere hohe Technisierung viel zu weit von uns selbst entfernt sind. Auch wenn wir versuchen das Continuum (wegen diesem Wort habe ich das Buch nicht mehr zu Ende lesen können) zu erreichen, hier, jetzt und heute wird uns das mehr Energie kosten, als näher an dem zu leben, was uns vorgelebt wird/wurde.
Erst wenn wir näher an unsere Wurzel wieder heranrücken, in jedlicher Hinsicht, also volle körperliche Tätigkeiten, Verdammnis aller cronometrischen Messungen, weg von der Höchstleistung - kommen wir dem Glück ein Stück näher.

Verfasst: 22.06.2007, 01:19
von Silke
es geht auch darum, kinder alles zuzutrauen.
darauf zu vertrauen, daß kinder es "richtig" machen wollen und einfach gern dem beispiel der erwachsenen und der gemeinschaft folgen wollen.

dies wiederum machen die kleinen dort wohl, weil sie ein urvertrauen ohne gleichen als startkapital bekommen haben- durch den ständigen körperkontak, das stillen, das annehmen.....

Verfasst: 22.06.2007, 21:18
von Sylvia
ich lese das Buch im Moment zum 2 Mal. Meine Sichtweise ist nun etwas anders als mit ganz kleinem Baby. Und es ist so vollgestopft, aber soooo aufschlussreich.
Ich lese auch immer nur ein paar Seiten, um es besser verdauen zu können.
Es ist MEINE Bibel, das wichtigste Buch welches ich je gelesen habe!

Ps, diese langen Sätze mag ich auch überhaupt nicht, ich muss dann oft nochmal anfangen, aber es lohnt sich :wink:

Verfasst: 22.06.2007, 21:33
von Amelie
Hallo,

ich persönlich fand es auch sehr schlimm zu lesen :roll:

Es hat gute Ansätze und war auch zu der Zeit echt revolutionär, aber ich glaube man kann alles relevante über Babys und Kinder auch in "schöneren" Büchern lesen.

Va am Schluss schiesst sie doch meilenweit am Ziel vorbei.

Die Sachen die Bettina geschrieben hat, finde ich auch klasse! Ich habe es jedoch verkauft und investiere mein Geld wieder in neue Bücher. Soo beeindruckt hat mich das ganze nicht, das ich behalten würde.

LG

Amelie