Stillen mit tubulärer Brust - Erfahrungen
Verfasst: 08.01.2026, 09:48
Hallo an alle. 
Ich habe kein aktuelles Problem, sondern bin auf der Suche nach Erfahrungen bzw. jemandem, der sich mit dem Thema "tubuläre Brust/Brusthypoplasie" auskennt.
Nachdem ich auch beim 2. Kind am (Voll-)Stillen leider gescheitert bin, habe ich begonnen, zu recherchieren und habe erfahren, dass es bei mir wohl eine organische Ursache dafür gibt.
Da ein 3. Kind jetzt im Raum steht (ich bin aktuell nicht schwanger) möchte ich wirklich jede Info und alle Möglichkeiten ausschöpfen, damit es vielleicht beim letzten Mal besser läuft...
Meine Brust erfüllt alle Kriterien für eine stark ausgeprägte Schlauchbrust/tubuläre Brust, was laut diversen Quellen für eine verminderte Milchbildung verantwortlich sein kann:
Großer Abstand zwischen den Brüsten, Form nicht rund, sondern "dreieckig", kein Brustvolumen im unteren Bereich, große geschwollene Brustwarzen, hinter denen man den seeeehr kleinen Drüsenkörper tasten kann. Auf der englischen Wikipedia-Seite (Tuberous Breasts) ist ein Beispielbild - fast exakt so sehen meine Brüste aus.
Das war eine große Erkenntnis für mich, weil ich mein ganzes Leben schon wusste, dass mit meinee Brust etwas nicht stimmt.
Zudem hatte ich in beiden Schwangerschaften keine Brustveränderung und die Brust hat auch nie gespannt. Ich hatte aber nach den Geburten einen spürbaren Milcheinschuss, auch wenn die Milch viel zu wenig war.
Hier meine (kurze) Stillgeschichte.
1. Kind: Alle 2 Stunden angelegt, Kind war motiviert, keine Schmerzen beim Stillen. Am 3. Tag im KH 10% Gewichtsverlust, danach Pre mit der Flasche zugefüttert.
Das haben wir auch zu Hause weiter durchgezogen. Kind hatte nie ein Problem mit dem Wechsel Brust/Flasche. 4 Wochen lang habe ich zusätzlich mehrmals am Tag gepumpt, um die Milchbildung anzuregen. Ich konnte nie mehr als 15ml pumpen (beidseitig) und es hat leider auch die Milchmenge nicht gesteigert. Meine Hebamme hat mich darin bestärkt, dass ich das Pumpen lassen soll und einfach Teilstillen. Das hat 5 Monate gut geklappt und wir hatten eine schöne Stillbeziehung, obwohl meine Tochter wohl 80% Pre Nahrung getrunken hat. Nach 5 Monaten war wegen einer schweren Erkrankung, KH-Aufenthalt und einer Verkettung von unglücklichen Umständen leider Schluss.
2. Kind: Hier wollte ich es unbedingt besser machen und vollstillen. (Spoiler: Es ist noch viel schlimmer schief gegangen.)
Auch meine 2. Tochter hatte an Tag 3 10% Gewichtsverlust. Zufüttern haben wir erst mit Becher bzw. Löffel probiert, leider benötigte sie trotz häufigem Anlegen große Mengen Pre. Das war mit dem Löffel etc. einfach nicht mehr machbar, weswegen wir nach ca. 2 Wochen und sehr schlechter Zunahme zur Flasche gewechselt haben. Ab da hat sie toll zugenommen und hatte endlich genug nasse Windeln - leider auch eine Saugverwirrung. Ich habe sie nicht mehr an die Brust bekommen, jedes Stillen war ein mehrstündiger Kampf dafür, dass sie laut Waage etwa 10-20g pro Stillvorgang erwischt hat. Danach hat sie dann ausgehungert eine Pre-Flasche getrunken. Sie hat auch nicht mehr richtig angedockt, Stillen war höllisch schmerzhaft, ich habe nur mehr geweint.
Die Hebamme, die ich beim 2. Kind hatte, hat mich dazu ziemlich fertig gemacht. ("Jede Frau kann stillen, wenn es nicht klappt, liegt es einfach daran, dass sie in Wirklichkeit nicht will." Sie meinte auch, es gäbe gar keine Saugverwirrung und meine starken Schmerzen wären muskuläre Verspannungen.)
Ich habe ehrlicherweise nach 5 Wochen das Handtuch geworfen, weil ich in dem Moment sicher war, dass ich mein Kind so nicht ernähren kann. Der Selbsthass und die Schuldgefühle waren unbeschreiblich.
Jetzt ist meine 2. Tochter 1,5 Jahre und ich bin immer noch nicht darüber hinweg, dass das alles passiert ist.
Alles in allem bin ich ziemlich sicher, dass ich wirklich zu den Frauen gehöre, die nicht voll stillen können. Da ich jetzt aber weiß, woran es wohl liegt, wüsste ich gern, was ich probieren könnte, damit zumindest Teilstillen gut klappt. Hat damit jemand Erfahrung?
Es würde mir sehr helfen - auch, wenn kein 3. Kind kommt. Ich würde mit der Geschichte so gern im Reinen sein.
Danke fürs Lesen.
Ich habe kein aktuelles Problem, sondern bin auf der Suche nach Erfahrungen bzw. jemandem, der sich mit dem Thema "tubuläre Brust/Brusthypoplasie" auskennt.
Nachdem ich auch beim 2. Kind am (Voll-)Stillen leider gescheitert bin, habe ich begonnen, zu recherchieren und habe erfahren, dass es bei mir wohl eine organische Ursache dafür gibt.
Da ein 3. Kind jetzt im Raum steht (ich bin aktuell nicht schwanger) möchte ich wirklich jede Info und alle Möglichkeiten ausschöpfen, damit es vielleicht beim letzten Mal besser läuft...
Meine Brust erfüllt alle Kriterien für eine stark ausgeprägte Schlauchbrust/tubuläre Brust, was laut diversen Quellen für eine verminderte Milchbildung verantwortlich sein kann:
Großer Abstand zwischen den Brüsten, Form nicht rund, sondern "dreieckig", kein Brustvolumen im unteren Bereich, große geschwollene Brustwarzen, hinter denen man den seeeehr kleinen Drüsenkörper tasten kann. Auf der englischen Wikipedia-Seite (Tuberous Breasts) ist ein Beispielbild - fast exakt so sehen meine Brüste aus.
Das war eine große Erkenntnis für mich, weil ich mein ganzes Leben schon wusste, dass mit meinee Brust etwas nicht stimmt.
Zudem hatte ich in beiden Schwangerschaften keine Brustveränderung und die Brust hat auch nie gespannt. Ich hatte aber nach den Geburten einen spürbaren Milcheinschuss, auch wenn die Milch viel zu wenig war.
Hier meine (kurze) Stillgeschichte.
1. Kind: Alle 2 Stunden angelegt, Kind war motiviert, keine Schmerzen beim Stillen. Am 3. Tag im KH 10% Gewichtsverlust, danach Pre mit der Flasche zugefüttert.
Das haben wir auch zu Hause weiter durchgezogen. Kind hatte nie ein Problem mit dem Wechsel Brust/Flasche. 4 Wochen lang habe ich zusätzlich mehrmals am Tag gepumpt, um die Milchbildung anzuregen. Ich konnte nie mehr als 15ml pumpen (beidseitig) und es hat leider auch die Milchmenge nicht gesteigert. Meine Hebamme hat mich darin bestärkt, dass ich das Pumpen lassen soll und einfach Teilstillen. Das hat 5 Monate gut geklappt und wir hatten eine schöne Stillbeziehung, obwohl meine Tochter wohl 80% Pre Nahrung getrunken hat. Nach 5 Monaten war wegen einer schweren Erkrankung, KH-Aufenthalt und einer Verkettung von unglücklichen Umständen leider Schluss.
2. Kind: Hier wollte ich es unbedingt besser machen und vollstillen. (Spoiler: Es ist noch viel schlimmer schief gegangen.)
Auch meine 2. Tochter hatte an Tag 3 10% Gewichtsverlust. Zufüttern haben wir erst mit Becher bzw. Löffel probiert, leider benötigte sie trotz häufigem Anlegen große Mengen Pre. Das war mit dem Löffel etc. einfach nicht mehr machbar, weswegen wir nach ca. 2 Wochen und sehr schlechter Zunahme zur Flasche gewechselt haben. Ab da hat sie toll zugenommen und hatte endlich genug nasse Windeln - leider auch eine Saugverwirrung. Ich habe sie nicht mehr an die Brust bekommen, jedes Stillen war ein mehrstündiger Kampf dafür, dass sie laut Waage etwa 10-20g pro Stillvorgang erwischt hat. Danach hat sie dann ausgehungert eine Pre-Flasche getrunken. Sie hat auch nicht mehr richtig angedockt, Stillen war höllisch schmerzhaft, ich habe nur mehr geweint.
Die Hebamme, die ich beim 2. Kind hatte, hat mich dazu ziemlich fertig gemacht. ("Jede Frau kann stillen, wenn es nicht klappt, liegt es einfach daran, dass sie in Wirklichkeit nicht will." Sie meinte auch, es gäbe gar keine Saugverwirrung und meine starken Schmerzen wären muskuläre Verspannungen.)
Ich habe ehrlicherweise nach 5 Wochen das Handtuch geworfen, weil ich in dem Moment sicher war, dass ich mein Kind so nicht ernähren kann. Der Selbsthass und die Schuldgefühle waren unbeschreiblich.
Jetzt ist meine 2. Tochter 1,5 Jahre und ich bin immer noch nicht darüber hinweg, dass das alles passiert ist.
Alles in allem bin ich ziemlich sicher, dass ich wirklich zu den Frauen gehöre, die nicht voll stillen können. Da ich jetzt aber weiß, woran es wohl liegt, wüsste ich gern, was ich probieren könnte, damit zumindest Teilstillen gut klappt. Hat damit jemand Erfahrung?
Es würde mir sehr helfen - auch, wenn kein 3. Kind kommt. Ich würde mit der Geschichte so gern im Reinen sein.
Danke fürs Lesen.