Größter Wunsch: Von Zwiemilch zurück zum Vollstillen..
Verfasst: 15.11.2025, 21:06
Hallo ihr Lieben,
bisher habe ich immer nur mitgelesen, aber nun brauche ich dringend euren Rat, weil ich seit der Geburt meines Sohnes mit unserer Stillbeziehung kämpfe und das Gefühl habe, anfangs falsch beraten worden zu sein.
Geburt und erste Tage:
Mein Sohn (erstes Kind) wurde am 28.08. bei 37+3 nach vorzeitigem Blasensprung geboren. Die Wehen kamen erst spät, nach zwei Tagen wurde dann doch medikamentös eingeleitet. Direkt nach der Geburt konnte ich ihn zwar anlegen, wurde im Krankenhaus jedoch weder zum häufigen Anlegen noch zur Stilltechnik beraten. Wir wurden am nächsten Tag entlassen und vertrauten unserer Hebamme aus dem Geburtshaus. Sie sagte, das Stillen laufe gut, bekomme Milch und sein Verhalten sei trotz Gelbsucht unbedenklich. Im Nachhinein weiß ich, dass das falsch war.. da wir unerfahren waren glaubten wir ihr alles.
Starker Gewichtsverlust – keine Hilfe:
Am 4. Lebenstag hatte mein Sohn bereits 10 % Gewicht verloren und die Gelbsucht stieg an – trotzdem sei alles laut Hebamme „normal“ (Anscheinend hatte ich Stillprobleme und wurde damit alleine gelassen bzw. es wurde vom Fachpersonal verschlimmert). Am 5. Tag kamen wir wegen eines anderen Problems ins Krankenhaus, wurden aber wegen hoher Bilirubinwert (20mg/dl) und Gewichtsabnahme stationär aufgenommen.
Dort begann das Zufüttern und Abpumpen im 3-Stunden-Rhythmus (50–60 ml). Nach drei Tagen hatte er sein Geburtsgewicht wieder und wir wurden entlassen, aber zu Hause ging der Stress weiter.
Wochenlanges Pumpen, Schmerzen und zu wenig Milch.
Ich stillte 10 Minuten, fütterte zu und pumpte ab – über zwei Wochen lang, ohne ein richtiges Effekt auf die Milchmenge(beim Abpumpen 30-40ml mehr geworden). Meine Brustwarzen wurden wund, ich bekam Vasospasmen.
In der 4. Woche suchte ich eine IBCLC auf. Diagnose:
– sehr starker Unterkiefermuskel, dadurch Kompression der Brustwarze
– deshalb wunde Brustwarzen, falsche Flanschgröße des Abpumpgeräts (Medela Symphony) + Vasospasmus
Sie zeigte mir korrektes Anlegen und Massagen. Magnesium/Kalzium brachten eine leichte Besserung, aber nach langem Stillen werden die Brustwarzen wieder weiß und schmerzhaft. BES empfohlen und gezeigt, aber nach paar Minuten Stillen merke ich dass die Milch nicht mehr fließt (glaube die Sonde rutscht ab weil er sein Kopf ab und zu bewegt), muss dann ständig die Position der Sonde korrigieren.
Aktuelle Situation (11. Lebenswoche):
Seit zwei Wochen füttere ich per BES, anfangs mit Schwierigkeiten, jetzt klappt es einigermaßen besser.
Für die Milchbildung nehme ich Bockshornklee, Vitamin D und B12, muss sber ehrlich gestehen, dass ich wenig Wasser trinke max. 1Liter pro Tag.
Mein Sohn hat angefangen nach seiner 5.Woche nachts 4-5 Stunden zu schlafen, ich habe ihn nicht mehr alle 2–3 Stunden geweckt – dachte, er würde nachts genug trinken, da meine Brüste sich ab der 4.-5.Woche sehr voll und Hart angefühlt haben und beim trinken mehrere Schluckgeräusche hörbar waren. Mittlerweile sehe ich, dass das vermutlich falsch war, da sich seit zwei Wochen meine Brüste Nachts nicht mehr so voll anfühlen.
Ich habe vorher am Tag ca. 6–8-mal gestillt, wobei eine Stillmahlzeit mit BES oder ohne oft 1–2 Stunden dauert. Seit paar Tagen versuche ich mehrmals zu stillen 8-12-mal.
Trotz etwas mehr Milch (man hört Schlucken) reicht es weiterhin nicht, v. a. tagsüber, Abends und manchmal Morgens..
Meine konkrete Frage an euch, was kann ich jetzt noch tun, um:
1. meine Milchmenge zu steigern
2. Pre-Menge langsam zu reduzieren
3. möglichst noch zum Vollstillen überzugehen?
Ich bin für jeden Hinweis sehr dankbar.
Hier noch die Beantwortung der Fragen:
* Ist Euer Baby ein Junge oder ein Mädchen?
Junge
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, wenn ja, mit was (Muttermilch, Formulanahrung)
Ja es wurde davor sowohl abgepumpte MuMi als auch Pre zugefüttert, zurzeit nur Pre dafür mehr Angelegt. Menge: 60-90ml pro Mahlzeit, 4-5x/Tag
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: Wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Leider dauert das Stillen mit Zufüttern teilweise über 1 Stunde. Er schläft schnell ein während des stillens, versuche daher oft die Brust zu wechseln. Zugefüttert wird per BES seit zwei Wochen. Derzeit leider immer nur relativ kurze Schlafpausen am Mittag (während des Stillens).
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig hat es Stuhlgang?
-ca. 4–5 nasse Windeln
– Stuhl 0–1× täglich, breiig gelb/orange, gelegentlich grün
– Seit Umstieg auf Ziegenmilch-Pre weniger Stuhlgang
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme? siehe oben * Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
(Siehe oben) Er saugt seit der Geburt sehr stark, hat aber laut Stillberaterin starke Kiefermuskulatur. Mir ist auch aufgefallen, dass er beim saugen in den ersten Sekunden Luft mitschluckt.
Im KH mit Flasche bis 8.-9. Lebenswoche (wenig Milchzufluss Nr. 1 von Philips Avent). Ansonsten Schnuller ab 8. Woche angefangen, aber benutzen es sehr gering nur Nachts. Seit paar Wochen Zufütterung per BES.
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Wir haben selbstverständlich einen Kinderarzt und die Hebamme wollte ich nicht mehr haben nach dem Vorfall. Der Kinderarzt ist bei der Stillthematik wenig bis garnicht hilfreich. Ansonsten war ich zwei mal bei der Stillberatung IBCLC Logopädin, die mir (siehe oben) BES, richtiges Anlegen und „das Problem“ beim Saugen erklärt hat + wieso ich Vasospasmus bekomme auch beim richtigen Anlegen.
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen könnten? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Habe Psoriasis, aber nehme dafür keine Medikamente ein. Antibiotika nach vorzeitigem Blasensprung.
Baby: 37+3 SSW, Gelbsucht (Bilirubin 20 mg/dl am 5. Tag), 4.Tag 10 % Gewichtsverlust.
* Falls dieses Kind nicht Dein erstes ist, beschreibe bitte kurz Deine Stillerfahrung mit Deinem/Deinen größeren Kind/ern.
Erstes Kind.
- Gewichtsentwicklung (immer nackt gewogen):
28.08 2770 g Geburt KH (Entlassung)
01.09 2500 g Hebi Handwaage
02.09 2490 g KH Notdienst (Angefangen mit Zufütterung jede 3h: 50-60ml+ Abpumpen)
05.09. 2770 g Kh (Entlassung)
08.09. 2810 g Kinderarzt
15.09. 3130 g Zuhause (eigene Babywaage besorgt)
26.09. 3730 g Zuhause
07.10 3905 g Kinderarzt
15.10. 4200 g Zuhause
21.10. 4560 g Zuhause
29.10. 4970 g Zuhause
05.11. 5310 g Zuhause
13.11. 5770 g Zuhause, 5x gestillt, 340ml Pre 1x Flasche 3x BES, Urin: 4x, Stuhl: 1x
14.11. 5770 g Zuhause, 12x gestillt, 360ml Pre 1x Flasche 3x BES, Urin: 3x, Stuhl: 1x
15.11. 5750 g Zuhause
Falls noch Informationen fehlen, reiche ich sie gerne nach.
Vielen Dank für eure Einschätzung und Unterstützung!
bisher habe ich immer nur mitgelesen, aber nun brauche ich dringend euren Rat, weil ich seit der Geburt meines Sohnes mit unserer Stillbeziehung kämpfe und das Gefühl habe, anfangs falsch beraten worden zu sein.
Geburt und erste Tage:
Mein Sohn (erstes Kind) wurde am 28.08. bei 37+3 nach vorzeitigem Blasensprung geboren. Die Wehen kamen erst spät, nach zwei Tagen wurde dann doch medikamentös eingeleitet. Direkt nach der Geburt konnte ich ihn zwar anlegen, wurde im Krankenhaus jedoch weder zum häufigen Anlegen noch zur Stilltechnik beraten. Wir wurden am nächsten Tag entlassen und vertrauten unserer Hebamme aus dem Geburtshaus. Sie sagte, das Stillen laufe gut, bekomme Milch und sein Verhalten sei trotz Gelbsucht unbedenklich. Im Nachhinein weiß ich, dass das falsch war.. da wir unerfahren waren glaubten wir ihr alles.
Starker Gewichtsverlust – keine Hilfe:
Am 4. Lebenstag hatte mein Sohn bereits 10 % Gewicht verloren und die Gelbsucht stieg an – trotzdem sei alles laut Hebamme „normal“ (Anscheinend hatte ich Stillprobleme und wurde damit alleine gelassen bzw. es wurde vom Fachpersonal verschlimmert). Am 5. Tag kamen wir wegen eines anderen Problems ins Krankenhaus, wurden aber wegen hoher Bilirubinwert (20mg/dl) und Gewichtsabnahme stationär aufgenommen.
Dort begann das Zufüttern und Abpumpen im 3-Stunden-Rhythmus (50–60 ml). Nach drei Tagen hatte er sein Geburtsgewicht wieder und wir wurden entlassen, aber zu Hause ging der Stress weiter.
Wochenlanges Pumpen, Schmerzen und zu wenig Milch.
Ich stillte 10 Minuten, fütterte zu und pumpte ab – über zwei Wochen lang, ohne ein richtiges Effekt auf die Milchmenge(beim Abpumpen 30-40ml mehr geworden). Meine Brustwarzen wurden wund, ich bekam Vasospasmen.
In der 4. Woche suchte ich eine IBCLC auf. Diagnose:
– sehr starker Unterkiefermuskel, dadurch Kompression der Brustwarze
– deshalb wunde Brustwarzen, falsche Flanschgröße des Abpumpgeräts (Medela Symphony) + Vasospasmus
Sie zeigte mir korrektes Anlegen und Massagen. Magnesium/Kalzium brachten eine leichte Besserung, aber nach langem Stillen werden die Brustwarzen wieder weiß und schmerzhaft. BES empfohlen und gezeigt, aber nach paar Minuten Stillen merke ich dass die Milch nicht mehr fließt (glaube die Sonde rutscht ab weil er sein Kopf ab und zu bewegt), muss dann ständig die Position der Sonde korrigieren.
Aktuelle Situation (11. Lebenswoche):
Seit zwei Wochen füttere ich per BES, anfangs mit Schwierigkeiten, jetzt klappt es einigermaßen besser.
Für die Milchbildung nehme ich Bockshornklee, Vitamin D und B12, muss sber ehrlich gestehen, dass ich wenig Wasser trinke max. 1Liter pro Tag.
Mein Sohn hat angefangen nach seiner 5.Woche nachts 4-5 Stunden zu schlafen, ich habe ihn nicht mehr alle 2–3 Stunden geweckt – dachte, er würde nachts genug trinken, da meine Brüste sich ab der 4.-5.Woche sehr voll und Hart angefühlt haben und beim trinken mehrere Schluckgeräusche hörbar waren. Mittlerweile sehe ich, dass das vermutlich falsch war, da sich seit zwei Wochen meine Brüste Nachts nicht mehr so voll anfühlen.
Ich habe vorher am Tag ca. 6–8-mal gestillt, wobei eine Stillmahlzeit mit BES oder ohne oft 1–2 Stunden dauert. Seit paar Tagen versuche ich mehrmals zu stillen 8-12-mal.
Trotz etwas mehr Milch (man hört Schlucken) reicht es weiterhin nicht, v. a. tagsüber, Abends und manchmal Morgens..
Meine konkrete Frage an euch, was kann ich jetzt noch tun, um:
1. meine Milchmenge zu steigern
2. Pre-Menge langsam zu reduzieren
3. möglichst noch zum Vollstillen überzugehen?
Ich bin für jeden Hinweis sehr dankbar.
Hier noch die Beantwortung der Fragen:
* Ist Euer Baby ein Junge oder ein Mädchen?
Junge
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, wenn ja, mit was (Muttermilch, Formulanahrung)
Ja es wurde davor sowohl abgepumpte MuMi als auch Pre zugefüttert, zurzeit nur Pre dafür mehr Angelegt. Menge: 60-90ml pro Mahlzeit, 4-5x/Tag
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: Wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Leider dauert das Stillen mit Zufüttern teilweise über 1 Stunde. Er schläft schnell ein während des stillens, versuche daher oft die Brust zu wechseln. Zugefüttert wird per BES seit zwei Wochen. Derzeit leider immer nur relativ kurze Schlafpausen am Mittag (während des Stillens).
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig hat es Stuhlgang?
-ca. 4–5 nasse Windeln
– Stuhl 0–1× täglich, breiig gelb/orange, gelegentlich grün
– Seit Umstieg auf Ziegenmilch-Pre weniger Stuhlgang
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme? siehe oben * Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
(Siehe oben) Er saugt seit der Geburt sehr stark, hat aber laut Stillberaterin starke Kiefermuskulatur. Mir ist auch aufgefallen, dass er beim saugen in den ersten Sekunden Luft mitschluckt.
Im KH mit Flasche bis 8.-9. Lebenswoche (wenig Milchzufluss Nr. 1 von Philips Avent). Ansonsten Schnuller ab 8. Woche angefangen, aber benutzen es sehr gering nur Nachts. Seit paar Wochen Zufütterung per BES.
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Wir haben selbstverständlich einen Kinderarzt und die Hebamme wollte ich nicht mehr haben nach dem Vorfall. Der Kinderarzt ist bei der Stillthematik wenig bis garnicht hilfreich. Ansonsten war ich zwei mal bei der Stillberatung IBCLC Logopädin, die mir (siehe oben) BES, richtiges Anlegen und „das Problem“ beim Saugen erklärt hat + wieso ich Vasospasmus bekomme auch beim richtigen Anlegen.
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen könnten? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Habe Psoriasis, aber nehme dafür keine Medikamente ein. Antibiotika nach vorzeitigem Blasensprung.
Baby: 37+3 SSW, Gelbsucht (Bilirubin 20 mg/dl am 5. Tag), 4.Tag 10 % Gewichtsverlust.
* Falls dieses Kind nicht Dein erstes ist, beschreibe bitte kurz Deine Stillerfahrung mit Deinem/Deinen größeren Kind/ern.
Erstes Kind.
- Gewichtsentwicklung (immer nackt gewogen):
28.08 2770 g Geburt KH (Entlassung)
01.09 2500 g Hebi Handwaage
02.09 2490 g KH Notdienst (Angefangen mit Zufütterung jede 3h: 50-60ml+ Abpumpen)
05.09. 2770 g Kh (Entlassung)
08.09. 2810 g Kinderarzt
15.09. 3130 g Zuhause (eigene Babywaage besorgt)
26.09. 3730 g Zuhause
07.10 3905 g Kinderarzt
15.10. 4200 g Zuhause
21.10. 4560 g Zuhause
29.10. 4970 g Zuhause
05.11. 5310 g Zuhause
13.11. 5770 g Zuhause, 5x gestillt, 340ml Pre 1x Flasche 3x BES, Urin: 4x, Stuhl: 1x
14.11. 5770 g Zuhause, 12x gestillt, 360ml Pre 1x Flasche 3x BES, Urin: 3x, Stuhl: 1x
15.11. 5750 g Zuhause
Falls noch Informationen fehlen, reiche ich sie gerne nach.
Vielen Dank für eure Einschätzung und Unterstützung!