Auch nach 4,5 Wochen nicht ansatzweise genug Milch.
Verfasst: 31.10.2025, 09:45
Liebe Stillen und Tragen-Community,
zunächst einmal ein großes Lob für Eure tolle Arbeit hier.
Oh mein Gott, ist das lang geworden, es tut mir leid. Aber aktuell kriege ich es mit meinem Kopf und dem Schlafentzug wohl nicht besser hin.
Ich schreibe Euch, weil ich inzwischen, wie so viele, wirklich verzweifelt bin. Stillen will seit 4,5 Wochen nicht klappen (Milchmenge) und ich merkte erst mit der Zeit, wie wichtig mir das Thema offensichtlich ist. Am schlimmsten ist gerade die fehlende Zuversicht. Hebamme und eine Stillberaterin wissen keinen Rat mehr. Ich merke, wie ich mich innerlich von dem Thema verabschiede, was gerade ganz schön weh tut.
Ich suche also idealerweise nach positiven Erfahrungsberichten, Tipps und Tricks einer Stillmod oder - schonungslos ehrliche Worte, dass ich meiner Familie eine ganze Menge Stress ersparen kann und sollte. Im Prinzip hab ich die ja auch schon bekommen, merke aber, ich muss es noch aus weiteren Richtungen hören muss, ehe ich meinen Frieden damit machen kann.
Zunächst der Fragenkatalog:
1. Mädchen
2. Ja, ab Tag 3 im Krankenhaus. Mischung aus Muttermilch (unklar wie viel) und Prenahrung. Immer wenn sie Hunger hatte, oder alle 3 Stunden, bekam sie 20ml per Aufziehspritze und Sonde an der Brust. Seit Tag 6 zu Hause per Flasche (sowohl NUK Perfect match (größerer Durchlauf) als auch Philipps Avent (schwerer zu saugen) aktuell zwischen 330 und 490ml (meist 100 ml Muttermilch zusätzlich, wieviel über Brust ist fraglich, wird aber sehr wenig sein).
3. Ich versuche vor jeder Mahlzeit beidseitig zu stillen, was nicht immer gelingt. Sie ist laut Hebamme von Anfang an ein ungewöhnlich waches Kind. Schlafpausen gehen oft weit über die normalen 60-90 Minuten hinaus. Schlafphasen dazwischen können von 5 Minuten bis 4 Stunden gehen. Nachts schläft meine Tochter meist 3-4 Stunden am Stück, selten auch mal 5. Stilldauer kann von 1 Minute bis 20 Minuten alles sein. Wobei vor allem am Anfang effektiv saugt, danach eher Nuckeln zur Beruhigung.
4. Durchschnittlich 6 und Stuhlgang alle 1-2 Tage.
5. Nach der Spontangeburt wurde sie mir direkt auf die Brust gelegt und nach wenigen Minuten ging sie schon auf die Suche und die Hebamme half beim anlegen. Kurz darauf musste ich sie an meinen Mann abgeben, weil mir unter Vollnarkose die Plazenta entfernt werden musste. Am Abend legte ich sie unter Anleitung von zwei Schwestern an, die leider etwas sehr schnell damit waren, mir ein Stillhütchen zu geben (habe laut meiner Hebamme Bilderbuchbrustwarzen). Das habe ich dann auf anraten einer Hebamme ab dem dritten Tag weg gelassen. Es stellte sich aber bei der U2 Untersuchung heraus, dass die Kleine zu viel abgenommen hat (wog bei Geburt nur knapp 2900gr. obwohl eine Woche nach ET, deshalb viel Gewichtsverlust wohl kritischer) und deutlich dehydriert war (Stehfalten). Ich hatte es die letzten zwei Tage also offensichtlich nicht hingekriegt, sie ordentlich zu stillen. Es wurde dringend angeraten, zuzufüttern. Das war für mich keine Frage. Gewichtsverlust ist ja bis zu einem gewissen Grad normal, aber nicht diese deutliche Dehydration. Also gab es ab dem dritten Tag Mittags Prenahrung und zwar nach einer liebevoll aufgezwungenen Initialdosis jedes Mal, wenn die Kleine Hunger hatte. Immerhin stillfreundlich per Aufziehspritze und Sonde. Einen Tag später bekam ich eine Pumpe und pumpte Doppelseitig ab, aber noch selten, ohne Verbindung mit Stillen und keinem Muster (z.B Power Pumpen) folgend. Da durch den Gewichtsverlust/Feuchtigkeitsmangel auch andere Werte rund um Gelbsucht nicht ganz stimmten und einer unglücklichen Konstellation aus Feiertagen und geringer Personaldecke, sind wir dann erst 2 Tage später entlassen worden. Zuhause angekommen waren viele Dinge vorbereitet aber nicht fertig, unsere Haustiere forderten Aufmerksamkeit, wir waren nicht auf das Aufwärmen von Prenahrung vorbereitet und, und, und. Völlig überfordert hab ich melne Eltern um Hilfe gebeten, die dann auch für ein paar Stunden kamen. Am nächsten Tag kam meine Hebamme, die sich dann angesichts der steigenden Zufütterungsmenge für die Flasche ausgesprochen hat, nur so lange bis meine Milchmenge stimmt. Ja und so lief es dann für die nächsten Wochen. Wir wussten oft nicht, wo uns der Kopf steht, durch strengen Pumpplan (alle zwei Stunden, Nachts mindestens 1x, ab Woche 3 kam Power Pumpen hinzu, je nach Möglichkeit 1-3x pro Tag mit unterschiedlichen Intervallen), den Stillversuchen, der Einnahme von diversen NEMs (u.a. Bockshornklee, Eisen), dem ganzen sauber machen/sterilisieren, Tiere versorgen (die natürlich prompt nacheinander unterschiedliche Infektionen hatten und wir zigfach zum Tierarzt mussten) und Dinge des Alltäglichen, wie Essen, Duschen, Schlafen, etc.. Da hab ich es nicht immer geschafft, 8-10 mal abzupumpen (auch mal nur 4x, nach 2 Wochen ab Geburt auch Nachts mindestens 1x) und sie jedes Mal anzulegen oder hab es nur kurz versucht und schnell sein gelassen, wenn es kein effektives Saugen mehr war (was oft nach 1-3 Minuten der Fall ist). Wenn es Andockprobleme gibt, dann hauptsächlich deshalb, weil sie vergisst, dass sie den Mund weit öffnen muss. Das ist aber bis heute von Tag zu Tag unterschiedlich. Seit einer guten Woche gebe ich wirklich noch mal alles, sehe zu, dass ich die 8 mal oder mehr schaffe (plus anlegen), mich mit ihr zurückziehe und kuschel (hat bisher einmal geklappt, wir haben es bislang noch nicht mal zeitlich geschafft sie zu baden) um Oxytocin zu bilden, trinke Malzbier und Stilltee, habe ein BES gekauft, komme allerdings noch nicht gut damit zurecht, weshalb wir teils noch mal auf die Aufziehspritze und die Sonde zurück sind. Aber ich kriege leider vom Handling her noch nichts davon allein hin und mein Partner weiß langsam auch nicht mehr, was er noch alles gleichzeitig tun soll. Er steht voll hinter mir und tut, was er kann.
6. Ja, sie kennt Flaschenaufsätze. Die von NUK Perfect Match und Philipps Avent Natural in der Stärke 2 (langsamer Durchfluss, wo sie aktiv arbeiten muss) und auch in Stärke 3 und 4, weil sie aus der 2er nichts rausbekommt, wenn sie zu müde ist (hat dann auch meine Hebamme so vorgeschlagen). Keine Schnuller bist jetzt, auch wenn mein Umfeld mich ständig dazu bewegen will. Ich wollts aber nicht noch schlimmer machen.
7. Nein, nicht dauerhaft. Ich war nur einmal bei meiner FA um den Eisenwert zu bestimmen (war ok), zu gucken obs Plazentareste gibt (nein) und gern hätte ich noch die Brust prüfen lassen, aber sie sagte, man könne nicht nachgucken, wieviel Milchdrüsengewebe da ist. Ansonsten hab ich nur meine Hebamme und diese Woche einmalig eine Stillberatung vom Krankenhaus aufgesucht. Beide legen mir nah, meine Bemühungen einzustellen. Wenn mit Pumpen noch eine Flasche pro Tag zusammen kommt, die geben, aber Stillen sein lassen, es sei denn, die Kleine möchte ein bisschen zur Beruhigung nuckeln. Kinderarzt fahren wir heute Mittag zum ersten Mal hin. Über Osteopathie denke ich aktuell nach, weil sie die ersten 2 Wochen normal gespuckt hat, danach aber angefangen hat, Milch einfach ohne jegliche Mühe wieder in großer Menge aus dem Mund laufen zu lassen. Das passiert direkt nach der Mahlzeit, als auch 1-2 Stunden später. Vielleicht auch ein Resultat aus zu vielen Saugmethoden? Vielleicht kann da eine Behandlung helfen, aber ich fürchte, wir müssen es so hinnehmen. Das macht vieles noch schwieriger, weil ich rein vom Kopf dann schon nicht entspannt bin, wenn ich mich mal zum Kuscheln nackt mit ihr ins Bett legen will (wozu wir super selten die Zeit in diesem Pumpplan finden) oder versuche, sie in eine Trage zu packen.
8. Besonderheiten: Anfangs Verdacht auf Gelbsucht, hatte die Tendenz, Werte wurde aber nach Zufütterung am dritten Tag wieder besser. Ansonsten nichts, soweit ich weiß. Zugenommen hat sie seither wie eine Weltmeisterin und auch schon Größentechnisch einen extremen Schub gemacht. Zungenbändchen laut meiner Hebamme völlig fein. Und heut schaut ja auch noch mal der Kinderarzt drauf, während der U2. Bei mir: Erstgebärende 37 Jahre, vor der Schwangerschaft leichtes Übergewicht, Migräne mit Aura. Schwangerschaft an sich komplikationslos, nicht mal Übelkeit. Was mir aber aufgefallen ist: Während der Schwangerschaft ist meine Brust gar nicht gewachsen. Im ersten und zweiten Trimester habe ich teilweise gemerkt, wie „interne Umbaumaßnahmen“ stattgefunden haben, aber kein Wachstum. Ebenso nach der Geburt. Den klassischen Milcheinschuss hatte ich nicht. Nach allen Bemühungen daheim hatte ich etwa zwischen dem 7.-10. Tag Morgens spürbar spannende Brüste, wenn auch nicht schmerzhaft und rechts doller wie links. Die Brüste sind seitdem etwas größer, aber auch nicht 1-2 Cups, Ich meine mich daran erinnern zu können, dass meine FA bei alten Ultraschalluntersuchungen mal gesagt hat, dass ich sehr dichtes Brustdrüsengewebe hätte und dazwischen Fettgewebsinseln. Medikamente: ich nehme gelegentlich Ibu gegen normale Kopfschmerzen, zwischenzeitlich Thrombosespritzen (7 Tage nach KH und dann 1,5 Wochen später noch mal 5Tage, weil Blutgerinnungswert nicht gut war). Keine weitere Kontrolle. Außerdem muss ich aktuell meinen Stuhl weich halten und nehme 1-2 Beutel Macrogol pro Tag.
9. Keine weiteren Kinder.
Die Stillberaterin hatte sich auch noch mal mit einer Kollegin besprochen. Aber beide sagten: Dadurch, dass sich die Brust nie
so richtig prall anfühlt, ich beim pumpen maximal 40-50ml insgesamt bekomme und das auch nur 1-2 mal am Tag, restliche Sessions deutlich weniger, spräche leider sehr dafür, dass die Anlagen für mehr Milch fehlen. Wodurch auch immer… von Natur aus, durch schwieriges Stillmanagement in den ersten 2 Wochen, wie auch immer. Wobei meine Brust zwischendurch schon zieht, zumindest morgens, wenn ich nicht alle 2 Stunden in der Nacht pumpe. Nur weich bleibt sie halt.
Was mich daran fertig macht: Ich hab hier immer wieder Tage, trotz aller Widrigkeiten, wo die Kleine ganz gut andockt und auch etwas länger bleibt. Sie nuckelt halt nach 5 Minuten nur noch, aber ich hab den Eindruck, sie würde gern mehr. Sie wäre bereit, aber mein verdammter Körper ist es nicht. Das bringt mich nicht weiter, dieses Gefühl, aber es macht mich aktuell unendlich traurig. Ich hab es bislang ja nicht ein einziges Mal hinbekommen, sie wenigstens für eine Mahlzeit zufriedenstellend zu stillen. Mittlerweile sind wir bei ca. 120ml pro Mahlzeit, davon bin ich Lichtjahre entfernt.
Ich weiß, es gäbe ggf. noch einen Medikamentösen Weg, aber vor dem hab ich sehr viel Respekt und müsste auch erstmal einen Arzt finden, der mir das verschreibt.
Was mir gerade echt beim Durchhalten helfen würde, wären positive Berichte bei so wenig Eigenmilch und nach der langen Zeit. Wenn es die denn gibt…
zunächst einmal ein großes Lob für Eure tolle Arbeit hier.
Oh mein Gott, ist das lang geworden, es tut mir leid. Aber aktuell kriege ich es mit meinem Kopf und dem Schlafentzug wohl nicht besser hin.
Ich schreibe Euch, weil ich inzwischen, wie so viele, wirklich verzweifelt bin. Stillen will seit 4,5 Wochen nicht klappen (Milchmenge) und ich merkte erst mit der Zeit, wie wichtig mir das Thema offensichtlich ist. Am schlimmsten ist gerade die fehlende Zuversicht. Hebamme und eine Stillberaterin wissen keinen Rat mehr. Ich merke, wie ich mich innerlich von dem Thema verabschiede, was gerade ganz schön weh tut.
Ich suche also idealerweise nach positiven Erfahrungsberichten, Tipps und Tricks einer Stillmod oder - schonungslos ehrliche Worte, dass ich meiner Familie eine ganze Menge Stress ersparen kann und sollte. Im Prinzip hab ich die ja auch schon bekommen, merke aber, ich muss es noch aus weiteren Richtungen hören muss, ehe ich meinen Frieden damit machen kann.
Zunächst der Fragenkatalog:
1. Mädchen
2. Ja, ab Tag 3 im Krankenhaus. Mischung aus Muttermilch (unklar wie viel) und Prenahrung. Immer wenn sie Hunger hatte, oder alle 3 Stunden, bekam sie 20ml per Aufziehspritze und Sonde an der Brust. Seit Tag 6 zu Hause per Flasche (sowohl NUK Perfect match (größerer Durchlauf) als auch Philipps Avent (schwerer zu saugen) aktuell zwischen 330 und 490ml (meist 100 ml Muttermilch zusätzlich, wieviel über Brust ist fraglich, wird aber sehr wenig sein).
3. Ich versuche vor jeder Mahlzeit beidseitig zu stillen, was nicht immer gelingt. Sie ist laut Hebamme von Anfang an ein ungewöhnlich waches Kind. Schlafpausen gehen oft weit über die normalen 60-90 Minuten hinaus. Schlafphasen dazwischen können von 5 Minuten bis 4 Stunden gehen. Nachts schläft meine Tochter meist 3-4 Stunden am Stück, selten auch mal 5. Stilldauer kann von 1 Minute bis 20 Minuten alles sein. Wobei vor allem am Anfang effektiv saugt, danach eher Nuckeln zur Beruhigung.
4. Durchschnittlich 6 und Stuhlgang alle 1-2 Tage.
5. Nach der Spontangeburt wurde sie mir direkt auf die Brust gelegt und nach wenigen Minuten ging sie schon auf die Suche und die Hebamme half beim anlegen. Kurz darauf musste ich sie an meinen Mann abgeben, weil mir unter Vollnarkose die Plazenta entfernt werden musste. Am Abend legte ich sie unter Anleitung von zwei Schwestern an, die leider etwas sehr schnell damit waren, mir ein Stillhütchen zu geben (habe laut meiner Hebamme Bilderbuchbrustwarzen). Das habe ich dann auf anraten einer Hebamme ab dem dritten Tag weg gelassen. Es stellte sich aber bei der U2 Untersuchung heraus, dass die Kleine zu viel abgenommen hat (wog bei Geburt nur knapp 2900gr. obwohl eine Woche nach ET, deshalb viel Gewichtsverlust wohl kritischer) und deutlich dehydriert war (Stehfalten). Ich hatte es die letzten zwei Tage also offensichtlich nicht hingekriegt, sie ordentlich zu stillen. Es wurde dringend angeraten, zuzufüttern. Das war für mich keine Frage. Gewichtsverlust ist ja bis zu einem gewissen Grad normal, aber nicht diese deutliche Dehydration. Also gab es ab dem dritten Tag Mittags Prenahrung und zwar nach einer liebevoll aufgezwungenen Initialdosis jedes Mal, wenn die Kleine Hunger hatte. Immerhin stillfreundlich per Aufziehspritze und Sonde. Einen Tag später bekam ich eine Pumpe und pumpte Doppelseitig ab, aber noch selten, ohne Verbindung mit Stillen und keinem Muster (z.B Power Pumpen) folgend. Da durch den Gewichtsverlust/Feuchtigkeitsmangel auch andere Werte rund um Gelbsucht nicht ganz stimmten und einer unglücklichen Konstellation aus Feiertagen und geringer Personaldecke, sind wir dann erst 2 Tage später entlassen worden. Zuhause angekommen waren viele Dinge vorbereitet aber nicht fertig, unsere Haustiere forderten Aufmerksamkeit, wir waren nicht auf das Aufwärmen von Prenahrung vorbereitet und, und, und. Völlig überfordert hab ich melne Eltern um Hilfe gebeten, die dann auch für ein paar Stunden kamen. Am nächsten Tag kam meine Hebamme, die sich dann angesichts der steigenden Zufütterungsmenge für die Flasche ausgesprochen hat, nur so lange bis meine Milchmenge stimmt. Ja und so lief es dann für die nächsten Wochen. Wir wussten oft nicht, wo uns der Kopf steht, durch strengen Pumpplan (alle zwei Stunden, Nachts mindestens 1x, ab Woche 3 kam Power Pumpen hinzu, je nach Möglichkeit 1-3x pro Tag mit unterschiedlichen Intervallen), den Stillversuchen, der Einnahme von diversen NEMs (u.a. Bockshornklee, Eisen), dem ganzen sauber machen/sterilisieren, Tiere versorgen (die natürlich prompt nacheinander unterschiedliche Infektionen hatten und wir zigfach zum Tierarzt mussten) und Dinge des Alltäglichen, wie Essen, Duschen, Schlafen, etc.. Da hab ich es nicht immer geschafft, 8-10 mal abzupumpen (auch mal nur 4x, nach 2 Wochen ab Geburt auch Nachts mindestens 1x) und sie jedes Mal anzulegen oder hab es nur kurz versucht und schnell sein gelassen, wenn es kein effektives Saugen mehr war (was oft nach 1-3 Minuten der Fall ist). Wenn es Andockprobleme gibt, dann hauptsächlich deshalb, weil sie vergisst, dass sie den Mund weit öffnen muss. Das ist aber bis heute von Tag zu Tag unterschiedlich. Seit einer guten Woche gebe ich wirklich noch mal alles, sehe zu, dass ich die 8 mal oder mehr schaffe (plus anlegen), mich mit ihr zurückziehe und kuschel (hat bisher einmal geklappt, wir haben es bislang noch nicht mal zeitlich geschafft sie zu baden) um Oxytocin zu bilden, trinke Malzbier und Stilltee, habe ein BES gekauft, komme allerdings noch nicht gut damit zurecht, weshalb wir teils noch mal auf die Aufziehspritze und die Sonde zurück sind. Aber ich kriege leider vom Handling her noch nichts davon allein hin und mein Partner weiß langsam auch nicht mehr, was er noch alles gleichzeitig tun soll. Er steht voll hinter mir und tut, was er kann.
6. Ja, sie kennt Flaschenaufsätze. Die von NUK Perfect Match und Philipps Avent Natural in der Stärke 2 (langsamer Durchfluss, wo sie aktiv arbeiten muss) und auch in Stärke 3 und 4, weil sie aus der 2er nichts rausbekommt, wenn sie zu müde ist (hat dann auch meine Hebamme so vorgeschlagen). Keine Schnuller bist jetzt, auch wenn mein Umfeld mich ständig dazu bewegen will. Ich wollts aber nicht noch schlimmer machen.
7. Nein, nicht dauerhaft. Ich war nur einmal bei meiner FA um den Eisenwert zu bestimmen (war ok), zu gucken obs Plazentareste gibt (nein) und gern hätte ich noch die Brust prüfen lassen, aber sie sagte, man könne nicht nachgucken, wieviel Milchdrüsengewebe da ist. Ansonsten hab ich nur meine Hebamme und diese Woche einmalig eine Stillberatung vom Krankenhaus aufgesucht. Beide legen mir nah, meine Bemühungen einzustellen. Wenn mit Pumpen noch eine Flasche pro Tag zusammen kommt, die geben, aber Stillen sein lassen, es sei denn, die Kleine möchte ein bisschen zur Beruhigung nuckeln. Kinderarzt fahren wir heute Mittag zum ersten Mal hin. Über Osteopathie denke ich aktuell nach, weil sie die ersten 2 Wochen normal gespuckt hat, danach aber angefangen hat, Milch einfach ohne jegliche Mühe wieder in großer Menge aus dem Mund laufen zu lassen. Das passiert direkt nach der Mahlzeit, als auch 1-2 Stunden später. Vielleicht auch ein Resultat aus zu vielen Saugmethoden? Vielleicht kann da eine Behandlung helfen, aber ich fürchte, wir müssen es so hinnehmen. Das macht vieles noch schwieriger, weil ich rein vom Kopf dann schon nicht entspannt bin, wenn ich mich mal zum Kuscheln nackt mit ihr ins Bett legen will (wozu wir super selten die Zeit in diesem Pumpplan finden) oder versuche, sie in eine Trage zu packen.
8. Besonderheiten: Anfangs Verdacht auf Gelbsucht, hatte die Tendenz, Werte wurde aber nach Zufütterung am dritten Tag wieder besser. Ansonsten nichts, soweit ich weiß. Zugenommen hat sie seither wie eine Weltmeisterin und auch schon Größentechnisch einen extremen Schub gemacht. Zungenbändchen laut meiner Hebamme völlig fein. Und heut schaut ja auch noch mal der Kinderarzt drauf, während der U2. Bei mir: Erstgebärende 37 Jahre, vor der Schwangerschaft leichtes Übergewicht, Migräne mit Aura. Schwangerschaft an sich komplikationslos, nicht mal Übelkeit. Was mir aber aufgefallen ist: Während der Schwangerschaft ist meine Brust gar nicht gewachsen. Im ersten und zweiten Trimester habe ich teilweise gemerkt, wie „interne Umbaumaßnahmen“ stattgefunden haben, aber kein Wachstum. Ebenso nach der Geburt. Den klassischen Milcheinschuss hatte ich nicht. Nach allen Bemühungen daheim hatte ich etwa zwischen dem 7.-10. Tag Morgens spürbar spannende Brüste, wenn auch nicht schmerzhaft und rechts doller wie links. Die Brüste sind seitdem etwas größer, aber auch nicht 1-2 Cups, Ich meine mich daran erinnern zu können, dass meine FA bei alten Ultraschalluntersuchungen mal gesagt hat, dass ich sehr dichtes Brustdrüsengewebe hätte und dazwischen Fettgewebsinseln. Medikamente: ich nehme gelegentlich Ibu gegen normale Kopfschmerzen, zwischenzeitlich Thrombosespritzen (7 Tage nach KH und dann 1,5 Wochen später noch mal 5Tage, weil Blutgerinnungswert nicht gut war). Keine weitere Kontrolle. Außerdem muss ich aktuell meinen Stuhl weich halten und nehme 1-2 Beutel Macrogol pro Tag.
9. Keine weiteren Kinder.
Die Stillberaterin hatte sich auch noch mal mit einer Kollegin besprochen. Aber beide sagten: Dadurch, dass sich die Brust nie
so richtig prall anfühlt, ich beim pumpen maximal 40-50ml insgesamt bekomme und das auch nur 1-2 mal am Tag, restliche Sessions deutlich weniger, spräche leider sehr dafür, dass die Anlagen für mehr Milch fehlen. Wodurch auch immer… von Natur aus, durch schwieriges Stillmanagement in den ersten 2 Wochen, wie auch immer. Wobei meine Brust zwischendurch schon zieht, zumindest morgens, wenn ich nicht alle 2 Stunden in der Nacht pumpe. Nur weich bleibt sie halt.
Was mich daran fertig macht: Ich hab hier immer wieder Tage, trotz aller Widrigkeiten, wo die Kleine ganz gut andockt und auch etwas länger bleibt. Sie nuckelt halt nach 5 Minuten nur noch, aber ich hab den Eindruck, sie würde gern mehr. Sie wäre bereit, aber mein verdammter Körper ist es nicht. Das bringt mich nicht weiter, dieses Gefühl, aber es macht mich aktuell unendlich traurig. Ich hab es bislang ja nicht ein einziges Mal hinbekommen, sie wenigstens für eine Mahlzeit zufriedenstellend zu stillen. Mittlerweile sind wir bei ca. 120ml pro Mahlzeit, davon bin ich Lichtjahre entfernt.
Ich weiß, es gäbe ggf. noch einen Medikamentösen Weg, aber vor dem hab ich sehr viel Respekt und müsste auch erstmal einen Arzt finden, der mir das verschreibt.
Was mir gerade echt beim Durchhalten helfen würde, wären positive Berichte bei so wenig Eigenmilch und nach der langen Zeit. Wenn es die denn gibt…