Handgepäck mit Kind - Reisen im
Verfasst: 04.12.2023, 22:37
Die Vorgeschichte:
Wir waren grad vom Schneechaos in Hamburg gefangen… Eigentlich hatten wir gestern einen Nachtzug Hamburg-Wien gebucht. Als wir um 19.00 am Bahnhof ankamen, waren alle Züge in den Süden aufgrund bon Schneechaos gestrichen. Am Bahnhof wurden wir auf einen ICE über München umge“leitet“ Abfahrtszeit 22.00. Der wurde dann auch einige Stunden später gecancelled. Daraufhin sind wir über Nacht unfreiwillig in Hamburg geblieben und haben einen Flug gebucht, da alle Züge auch am nächsten Tag ausfallen sollten. In der Nacht bekam das Kind Ohrenschmerzen…
Da wir nicht auf eine Flugreise eingestellt waren, habe ich am nächsten Tag alle „flugunfähigen“ Dinge per Postpaket an uns selbst verschickt und den Rest in meinen (ganz offiziellen Samsonite-) Handgepäck-Koffer gepackt. Unsere Schals, Handschuhe, Mützen, einmal Wechselunterwäsche fürs Kind, die Medikamente des Kindes (Asthma, Schmerzmittel) unsere Zahnputzsachen (schön in eigens gekaufte Zip-Lock-Beutel), Pässe, Geldtasche, Kabbertüte und ein Buch für das Kind hatte ich in einer extra Tasche, um sie beim Check-In nicht jedesmal aus den Koffer packen zu müssen, bzw. sie im Flugzeug zur Hand zu haben, ohne den Koffer öffnen zu müssen - und einfach um nicht alle Wintersachen einzeln zusätzlich zum Kind in den Händen halten zu müssen. Dann warten bis zum Abflug um 18.00, verschoben auf 18.30. Alle Flüge drumrum wurden anscheinend gecancelled.
18.30 Erleichterung: Boarding für unseren Flug. Mein Mann war schon durch den Schalter. Ich nehme das Kind vor mich und lege auf Anweisung der Boarding-Frau seinen Bording-Pass auf den Scanner.
Sie, laut: “Sind sie Gruppe 1 oder Gruppe 2?”
Ich: “Grup(pe 2)” aber das konnte sie nicht mehr hören, denn sie schrie mich, schon während ich antwortete, an “Gehen sie auf die Seite!”
Ich versuchte das Kind zurück zu nehmen, das hinter Papa herwollte, hinter mir waren Leute, ich hatte das Gepäck und die Jacke des Kindes und konnte nirgends hin.
Sie, schreiend:”Gehe sie auf die Seite, los auf die Seite!”
Das Kind verschreckt, legte den “Begrenzungsknubbel” aus Metall, der dort stand, etwas schräg, um zwischen der Theke und den Menschen vorbei und zurück zu mir zu kommen.
Sie, schreiend, zum Kind (das übrigens trotz Ohrenschmerzen bis dahin vorbildlich kooperiert hatte und mehrmals beim Check-In gelobt wurde):”Du sollst das hier stehen lassen, das darf man nicht anfassen!”
Ich bugsierte das Gepäck, das Kind und mich zur Seite und wurde auf die andere Seite gewunken, wo ein zwei Meter 100kg Security Mann und ein anderer Mann stand. Ich fühlte mich durch die Art wie die Mitarbeiterin mit uns ge”sprochen” hatte, irgendwie alarmiert, “bedroht”. Ich weiß, dass das etwas absurd klingt, aber ich hatte zu dem Zeitpunkt eine Nacht und einen Tag versucht, mit krankem Kind nach Hause zu kommen und das Gefühl, dass die a)irgendwelche untergeschobenen Drogen bei uns gefunden hatten und uns jetzt irgendwo hinbringen würden (Guantanamo?) oder b) uns jetzt dort am Flughafen stehen lassen, weil der Flug aufgrund von Schneechaos auch überbucht ist und ich noch eine Nacht dort verbringe, mit dem vor Ohrenschmerzen weinenden Kind auf dem Schoß, oder wer weiß wie lange (bei uns ist nämlich morgen Schneechaos angesagt). Niemand antwortete mir auf die Frage, was das Problem sei und die ließen uns dort stehen, bis alle anderen eingecheckt waren.
Dann meinte sie (endlich), ich dürfe nur ein Gepäckstück mitnehmen, das Kind keins und meine Tasche wäre eins extra und ich sollte 50 Euro zahlen für die extra Tasche. Mein Mann hatte das Geld, den wollte sie aber erst nicht zurück auf unsere Seite lassen, weil er schon durchs Boarding war, es war mittlerweile nach der Abflugzeit. Ich war mir sicher, die sagt gleich, sie fliegen jetzt ohne uns und wir warten da noch eine Nacht und einen Tag und bot an, den Koffer einfach dort zu lassen - dann “durfte” mein Mann doch zurück und zahlen. In dem Stress kam ich leider nichtmal drauf, dass wir die Hälfte des Zeugs in meiner Tasche anziehen hätten können, es waren ja nur unsere Wintersachen, die alle anderen Passagiere dank Wintereinbruch ja auch anhatten. Die Medis und Pässe hätte ich ja so nehmen können oder in den Koffer packen.
Ein Bodenpersonal-Mitarbeiter, der das Ganze mitbekommen hatte, versuchte uns dann auf dem Weg noch zu trösten und versicherte, es wäre mehr als genug Platz gewesen. Das Flugzeug war halb leer. Der Abflug hatte wegen der Geschichte 10min Verspätung.
Ich ärgere mich, dass ich so unsouverän reagiert habe. Aber selbst wenn ich mich über die Art direkt beschwert hätte, die Frau saß ja am längeren Ast und hätte uns echt dort stehen lassen können. Ich denke ja, dass es vermutlich, je nach Statuten der Airline, “argumentierbar” ist, dass wir keine extra Tasche mitmehmen hätten dürfen. Wobei ich es andererseits auch “argumentierbar” finde, Medikamente und Pässe und ein paar Dinge für einen Fünfjährigen griffbereit haben zu wollen - der ja auch für den Sitzplatz zahlt und nicht gratis fliegt. Aber die Art, wie das abgelaufen ist, macht
mich sprachlos. Also, wenn die Frau gesagt hätte, sie haben Übergepäck, das müssen sie zahlen, vielleicht hätte ich dann auch noch irgendwie sinnvoll reagieren können, umpacken oder so aber die hat mich und das Kind angeschrien, hat mich gar nicht aussprechen lassen, ich hatte gar nicht das Gefühl, dass es da um Gepäck geht. Ob sich das gut anfühlt, an einer Frau und nem 5-Jährigen so ein “Exempel” zu statuieren?
In den Statuten von Eurowings habe ich nichts dazu gefunden, ob das Kind tatsächlich kein Gepäck haben düfte, aber selbst wenn nicht, dürfte das doch so nicht ablaufen? Also man könnte doch einfach höflich drauf hinweisen dass am anderen Schalter Zusatzgepävk zu bezahlen ist. Ich bin auch nicht sicher, ob die Boarding-Mitarbeiter überhaupt von der jeweilig geboardeten Fluglinie oder Mitarbeiterinnen des Flughafens sind? Bisher sind wir bei Flügen mit Kind eigentlich immer wirklich nett behandelt worden, teilweise sogar beim Boarding vorgenommen - das scheint also schon eine Entscheidung der jeweiligen Linien zu sein?
Wir waren grad vom Schneechaos in Hamburg gefangen… Eigentlich hatten wir gestern einen Nachtzug Hamburg-Wien gebucht. Als wir um 19.00 am Bahnhof ankamen, waren alle Züge in den Süden aufgrund bon Schneechaos gestrichen. Am Bahnhof wurden wir auf einen ICE über München umge“leitet“ Abfahrtszeit 22.00. Der wurde dann auch einige Stunden später gecancelled. Daraufhin sind wir über Nacht unfreiwillig in Hamburg geblieben und haben einen Flug gebucht, da alle Züge auch am nächsten Tag ausfallen sollten. In der Nacht bekam das Kind Ohrenschmerzen…
Da wir nicht auf eine Flugreise eingestellt waren, habe ich am nächsten Tag alle „flugunfähigen“ Dinge per Postpaket an uns selbst verschickt und den Rest in meinen (ganz offiziellen Samsonite-) Handgepäck-Koffer gepackt. Unsere Schals, Handschuhe, Mützen, einmal Wechselunterwäsche fürs Kind, die Medikamente des Kindes (Asthma, Schmerzmittel) unsere Zahnputzsachen (schön in eigens gekaufte Zip-Lock-Beutel), Pässe, Geldtasche, Kabbertüte und ein Buch für das Kind hatte ich in einer extra Tasche, um sie beim Check-In nicht jedesmal aus den Koffer packen zu müssen, bzw. sie im Flugzeug zur Hand zu haben, ohne den Koffer öffnen zu müssen - und einfach um nicht alle Wintersachen einzeln zusätzlich zum Kind in den Händen halten zu müssen. Dann warten bis zum Abflug um 18.00, verschoben auf 18.30. Alle Flüge drumrum wurden anscheinend gecancelled.
18.30 Erleichterung: Boarding für unseren Flug. Mein Mann war schon durch den Schalter. Ich nehme das Kind vor mich und lege auf Anweisung der Boarding-Frau seinen Bording-Pass auf den Scanner.
Sie, laut: “Sind sie Gruppe 1 oder Gruppe 2?”
Ich: “Grup(pe 2)” aber das konnte sie nicht mehr hören, denn sie schrie mich, schon während ich antwortete, an “Gehen sie auf die Seite!”
Ich versuchte das Kind zurück zu nehmen, das hinter Papa herwollte, hinter mir waren Leute, ich hatte das Gepäck und die Jacke des Kindes und konnte nirgends hin.
Sie, schreiend:”Gehe sie auf die Seite, los auf die Seite!”
Das Kind verschreckt, legte den “Begrenzungsknubbel” aus Metall, der dort stand, etwas schräg, um zwischen der Theke und den Menschen vorbei und zurück zu mir zu kommen.
Sie, schreiend, zum Kind (das übrigens trotz Ohrenschmerzen bis dahin vorbildlich kooperiert hatte und mehrmals beim Check-In gelobt wurde):”Du sollst das hier stehen lassen, das darf man nicht anfassen!”
Ich bugsierte das Gepäck, das Kind und mich zur Seite und wurde auf die andere Seite gewunken, wo ein zwei Meter 100kg Security Mann und ein anderer Mann stand. Ich fühlte mich durch die Art wie die Mitarbeiterin mit uns ge”sprochen” hatte, irgendwie alarmiert, “bedroht”. Ich weiß, dass das etwas absurd klingt, aber ich hatte zu dem Zeitpunkt eine Nacht und einen Tag versucht, mit krankem Kind nach Hause zu kommen und das Gefühl, dass die a)irgendwelche untergeschobenen Drogen bei uns gefunden hatten und uns jetzt irgendwo hinbringen würden (Guantanamo?) oder b) uns jetzt dort am Flughafen stehen lassen, weil der Flug aufgrund von Schneechaos auch überbucht ist und ich noch eine Nacht dort verbringe, mit dem vor Ohrenschmerzen weinenden Kind auf dem Schoß, oder wer weiß wie lange (bei uns ist nämlich morgen Schneechaos angesagt). Niemand antwortete mir auf die Frage, was das Problem sei und die ließen uns dort stehen, bis alle anderen eingecheckt waren.
Dann meinte sie (endlich), ich dürfe nur ein Gepäckstück mitnehmen, das Kind keins und meine Tasche wäre eins extra und ich sollte 50 Euro zahlen für die extra Tasche. Mein Mann hatte das Geld, den wollte sie aber erst nicht zurück auf unsere Seite lassen, weil er schon durchs Boarding war, es war mittlerweile nach der Abflugzeit. Ich war mir sicher, die sagt gleich, sie fliegen jetzt ohne uns und wir warten da noch eine Nacht und einen Tag und bot an, den Koffer einfach dort zu lassen - dann “durfte” mein Mann doch zurück und zahlen. In dem Stress kam ich leider nichtmal drauf, dass wir die Hälfte des Zeugs in meiner Tasche anziehen hätten können, es waren ja nur unsere Wintersachen, die alle anderen Passagiere dank Wintereinbruch ja auch anhatten. Die Medis und Pässe hätte ich ja so nehmen können oder in den Koffer packen.
Ein Bodenpersonal-Mitarbeiter, der das Ganze mitbekommen hatte, versuchte uns dann auf dem Weg noch zu trösten und versicherte, es wäre mehr als genug Platz gewesen. Das Flugzeug war halb leer. Der Abflug hatte wegen der Geschichte 10min Verspätung.
Ich ärgere mich, dass ich so unsouverän reagiert habe. Aber selbst wenn ich mich über die Art direkt beschwert hätte, die Frau saß ja am längeren Ast und hätte uns echt dort stehen lassen können. Ich denke ja, dass es vermutlich, je nach Statuten der Airline, “argumentierbar” ist, dass wir keine extra Tasche mitmehmen hätten dürfen. Wobei ich es andererseits auch “argumentierbar” finde, Medikamente und Pässe und ein paar Dinge für einen Fünfjährigen griffbereit haben zu wollen - der ja auch für den Sitzplatz zahlt und nicht gratis fliegt. Aber die Art, wie das abgelaufen ist, macht
mich sprachlos. Also, wenn die Frau gesagt hätte, sie haben Übergepäck, das müssen sie zahlen, vielleicht hätte ich dann auch noch irgendwie sinnvoll reagieren können, umpacken oder so aber die hat mich und das Kind angeschrien, hat mich gar nicht aussprechen lassen, ich hatte gar nicht das Gefühl, dass es da um Gepäck geht. Ob sich das gut anfühlt, an einer Frau und nem 5-Jährigen so ein “Exempel” zu statuieren?
In den Statuten von Eurowings habe ich nichts dazu gefunden, ob das Kind tatsächlich kein Gepäck haben düfte, aber selbst wenn nicht, dürfte das doch so nicht ablaufen? Also man könnte doch einfach höflich drauf hinweisen dass am anderen Schalter Zusatzgepävk zu bezahlen ist. Ich bin auch nicht sicher, ob die Boarding-Mitarbeiter überhaupt von der jeweilig geboardeten Fluglinie oder Mitarbeiterinnen des Flughafens sind? Bisher sind wir bei Flügen mit Kind eigentlich immer wirklich nett behandelt worden, teilweise sogar beim Boarding vorgenommen - das scheint also schon eine Entscheidung der jeweiligen Linien zu sein?