Stagnierende Zunahme und schwankende Milchmenge
Verfasst: 01.03.2023, 23:10
Liebes SuT-Team,
lange, lang ist's her, da habe ich schonmal von Eurer großartigen Arbeit hier profitieren und unter sehr fundierter und gewissenhafter Anleitung von Atsitsa die damalige Situation mit meiner Tochter sehr verbessern können. Nun ist die Kleene ein Schulkind und seit August letzten Jahres große Schwester!
Mein kleiner Sohn, um den es hier gehen soll, ist also aktuell etwas über sechs Monate alt. Nach einer tollen Geburt im Geburtshaus hatten wir allerdings einen holprigen Stillstart (auf Grund eines Blutverlust von 1L und darauffolgende Oxytocyngabe via Infusion postpartum erfolgte die Milchbildung verspätet und langsam). Zum Glück hatte sich nach ca. 4 Wochen alles soweit eingegrooved und die bis dato kleinen Zufüttermengen PRE (via BES) von ca. 60 ml/Tag konnten wir von heute auf morgen weglassen.
Mein Sohn, der schon groß (55cm) und schwer (4415g) geboren wurde, nahm seitdem auch sehr gut zu.
Nun ist es so – und damit komme ich zum Wesentlichen –, dass seit ca. 8 Wochen sein Gewicht stagniert. (Siehe Liste unten).
Bei der U5 vergangene Woche sah die Kinderärztin keinen Grund zur Sorge, weil ihrer Ansicht nach das Verhältnis von Größe zu Gewicht nach wie vor stimmig ist.
Er ist in der Zeit tatsächlich auch ordentlich gewachsen (war auch im Bauch immer über der 95. Perzentile), strotzt vor Freude, Energie und Kraft und ist motorisch ziemlich fit (fängt an zu krabbeln und macht erste Sitzversuche). Aber irgendwie kommt es mir trotzdem komisch vor und er ist auch von der 90. auf die 60. Perzentile gerutscht...
Die zweite Sache, die mich verunsichert und mich nachdenklich macht, ob es da vielleicht einen Zusammenhang mit der Stagnation der Zunahme gibt ist folgender:
Seit sich die Milchproduktion eingespielt hatte, bemerke ich ca. einmal im Monat einen regelrechten "Knick" in der Milchmenge. Das läuft so, dass es scheinbar über Nacht weniger wird und sich am darauffolgenden Tag noch verstärkt. Das geht dann ca. eine Woche so, in der ich gefühlt kaum Milch habe, bis die Menge dann schlagartig wieder auf dem Vorniveau ist, bzw. sogar überviel Milch da ist. Woran ich diese starke Schwankung festmache:
1) Es dauert z.T. ewig, bis der MSR ausgelöst wird (sonst immer ganz schnell)
2) Die Trinkintervalle (also hörbares Schlucken nach ausgelöstem MSR) sind extrem viel kürzer
3) Er ist viel wirklich unzufrieden
4) verändertes Verhalten an der Brust--> ziehen an der Brustwarze, häufiges An/Abdocken etc.
5) Die Brüste sind im Gegensatz zu sonst sehr weich
6) Die Pipiwindeln sind weniger schwer (!)
Was wäre sonst noch wichtig zu wissen?
- Meine Periode/Zyklus habe ich bisher nicht wieder (wird erfahrungsgemäß auch noch sehr lange dauern).
- Schilddrüse ist vermutlich in Ordnung (in Schwangersschaft das letzte Mal überprüft).
- Ein paar kleine Infekte mit Schnupfen hat mein Sohn schon gehabt, aber die waren nicht so schlimm, dass das sein Trinkverhalten beeinflusst hat.
- Um den 4. Monat herum gab es einen Stillstreik.
- In den Akutphasen nehme ich ein paar Tage Mariendistel (3000mg) und Bockshornklee (3x3 Kapseln).
- Wir stillen nach Bedarf tagsüber ca. alle 2 Stunden, nachts meist öfter, sodass wir auf mind. 12x/24h kommen
- Beikost haben wir vor 2 Wochen begonnen, ganz zwanglos mit einer Mischung aus Brei und Fingerfood. Findet er ganz gut, es sind aber noch sehr kleine Mengen. (Im Moment pausiern wir allerdings, weil er Durchfall ungeklärter Ursache hat und ich seinen Darm nicht zusätzlich mit neuer Nahrung belasten möchte).
Hier die Liste:
19.8. 4415g Geburt GH
20.8. 4380g Hebamme
22.8. 4100g Hebamme
23.8. 4160g Hebamme (1.Mal zugefüttert)
24.8 4240g Hebamme
26.8. 4340g Hebamme
30.8. 4430g KiA (U2)
1.9. 4580g Hebamme
7.9. 4740g Hebamme
14.9. 5140g Hebamme (Beendigung Zufütterung)
21.9. 5440g KiA (U3)
28.9. 5940g Hebamme
24.11.7570g KiA (U4)
3.12. 7680g KiA
2.1. 8300g zu Hause
4.2. 8300g zu Hause
21.2. 8300g KiA (U5)
1.3. 8300g zu Hause
Mein Frage ist: Ist das mit der stagnierenden Zunahme OK so? Ist das einfach eine Pause, weil er anfangs so groß/schwer war?
Und wie ist das mit der immer wieder regelmäßig schwankenden Milchmenge zu erklären? Fällt Euch vielleicht etwas dazu ein?
Insgesamt ist das immer wieder eine belastende Situation.
Sorry, dass es so lang geworden ist, aber ich wollte kein Detail auslassen, damit es ein vollständiges Bild gibt. Finde ich bei diesen ominösen Zuständen wichtig.
Viele liebe Grüße,
Milchschnitte
P.S.
Ich weiß, dass Babies mit der Zeit effektiver trinken und die Verweildauer pro Stillmahlzeit an der Brust sich mit zunehmenden Alter verkürzt. Doch so kurze Trinkzeiten hat er sonst nicht.
Ich weiß auch, dass es Clusterfeeding gibt (hat er als Neugeborener auch gemacht), doch das jetzt ist etwas anderes.
Ich weiß, dass die Brüste, nachdem sich alles eingespielt hat, nicht mehr so prall sind wie am Anfang. Doch bei mir sind sie nur immer in dieser einen Woche klein und weich und sonst fühlen sie sich eher gut gefüllt an.
Und ich weiß auch, dass sich die Zunahme von Babies verlangsamt. Aber so ein Totalstopp über zwei Monate?
lange, lang ist's her, da habe ich schonmal von Eurer großartigen Arbeit hier profitieren und unter sehr fundierter und gewissenhafter Anleitung von Atsitsa die damalige Situation mit meiner Tochter sehr verbessern können. Nun ist die Kleene ein Schulkind und seit August letzten Jahres große Schwester!
Mein kleiner Sohn, um den es hier gehen soll, ist also aktuell etwas über sechs Monate alt. Nach einer tollen Geburt im Geburtshaus hatten wir allerdings einen holprigen Stillstart (auf Grund eines Blutverlust von 1L und darauffolgende Oxytocyngabe via Infusion postpartum erfolgte die Milchbildung verspätet und langsam). Zum Glück hatte sich nach ca. 4 Wochen alles soweit eingegrooved und die bis dato kleinen Zufüttermengen PRE (via BES) von ca. 60 ml/Tag konnten wir von heute auf morgen weglassen.
Mein Sohn, der schon groß (55cm) und schwer (4415g) geboren wurde, nahm seitdem auch sehr gut zu.
Nun ist es so – und damit komme ich zum Wesentlichen –, dass seit ca. 8 Wochen sein Gewicht stagniert. (Siehe Liste unten).
Bei der U5 vergangene Woche sah die Kinderärztin keinen Grund zur Sorge, weil ihrer Ansicht nach das Verhältnis von Größe zu Gewicht nach wie vor stimmig ist.
Er ist in der Zeit tatsächlich auch ordentlich gewachsen (war auch im Bauch immer über der 95. Perzentile), strotzt vor Freude, Energie und Kraft und ist motorisch ziemlich fit (fängt an zu krabbeln und macht erste Sitzversuche). Aber irgendwie kommt es mir trotzdem komisch vor und er ist auch von der 90. auf die 60. Perzentile gerutscht...
Die zweite Sache, die mich verunsichert und mich nachdenklich macht, ob es da vielleicht einen Zusammenhang mit der Stagnation der Zunahme gibt ist folgender:
Seit sich die Milchproduktion eingespielt hatte, bemerke ich ca. einmal im Monat einen regelrechten "Knick" in der Milchmenge. Das läuft so, dass es scheinbar über Nacht weniger wird und sich am darauffolgenden Tag noch verstärkt. Das geht dann ca. eine Woche so, in der ich gefühlt kaum Milch habe, bis die Menge dann schlagartig wieder auf dem Vorniveau ist, bzw. sogar überviel Milch da ist. Woran ich diese starke Schwankung festmache:
1) Es dauert z.T. ewig, bis der MSR ausgelöst wird (sonst immer ganz schnell)
2) Die Trinkintervalle (also hörbares Schlucken nach ausgelöstem MSR) sind extrem viel kürzer
3) Er ist viel wirklich unzufrieden
4) verändertes Verhalten an der Brust--> ziehen an der Brustwarze, häufiges An/Abdocken etc.
5) Die Brüste sind im Gegensatz zu sonst sehr weich
6) Die Pipiwindeln sind weniger schwer (!)
Was wäre sonst noch wichtig zu wissen?
- Meine Periode/Zyklus habe ich bisher nicht wieder (wird erfahrungsgemäß auch noch sehr lange dauern).
- Schilddrüse ist vermutlich in Ordnung (in Schwangersschaft das letzte Mal überprüft).
- Ein paar kleine Infekte mit Schnupfen hat mein Sohn schon gehabt, aber die waren nicht so schlimm, dass das sein Trinkverhalten beeinflusst hat.
- Um den 4. Monat herum gab es einen Stillstreik.
- In den Akutphasen nehme ich ein paar Tage Mariendistel (3000mg) und Bockshornklee (3x3 Kapseln).
- Wir stillen nach Bedarf tagsüber ca. alle 2 Stunden, nachts meist öfter, sodass wir auf mind. 12x/24h kommen
- Beikost haben wir vor 2 Wochen begonnen, ganz zwanglos mit einer Mischung aus Brei und Fingerfood. Findet er ganz gut, es sind aber noch sehr kleine Mengen. (Im Moment pausiern wir allerdings, weil er Durchfall ungeklärter Ursache hat und ich seinen Darm nicht zusätzlich mit neuer Nahrung belasten möchte).
Hier die Liste:
19.8. 4415g Geburt GH
20.8. 4380g Hebamme
22.8. 4100g Hebamme
23.8. 4160g Hebamme (1.Mal zugefüttert)
24.8 4240g Hebamme
26.8. 4340g Hebamme
30.8. 4430g KiA (U2)
1.9. 4580g Hebamme
7.9. 4740g Hebamme
14.9. 5140g Hebamme (Beendigung Zufütterung)
21.9. 5440g KiA (U3)
28.9. 5940g Hebamme
24.11.7570g KiA (U4)
3.12. 7680g KiA
2.1. 8300g zu Hause
4.2. 8300g zu Hause
21.2. 8300g KiA (U5)
1.3. 8300g zu Hause
Mein Frage ist: Ist das mit der stagnierenden Zunahme OK so? Ist das einfach eine Pause, weil er anfangs so groß/schwer war?
Und wie ist das mit der immer wieder regelmäßig schwankenden Milchmenge zu erklären? Fällt Euch vielleicht etwas dazu ein?
Insgesamt ist das immer wieder eine belastende Situation.
Sorry, dass es so lang geworden ist, aber ich wollte kein Detail auslassen, damit es ein vollständiges Bild gibt. Finde ich bei diesen ominösen Zuständen wichtig.
Viele liebe Grüße,
Milchschnitte
P.S.
Ich weiß, dass Babies mit der Zeit effektiver trinken und die Verweildauer pro Stillmahlzeit an der Brust sich mit zunehmenden Alter verkürzt. Doch so kurze Trinkzeiten hat er sonst nicht.
Ich weiß auch, dass es Clusterfeeding gibt (hat er als Neugeborener auch gemacht), doch das jetzt ist etwas anderes.
Ich weiß, dass die Brüste, nachdem sich alles eingespielt hat, nicht mehr so prall sind wie am Anfang. Doch bei mir sind sie nur immer in dieser einen Woche klein und weich und sonst fühlen sie sich eher gut gefüllt an.
Und ich weiß auch, dass sich die Zunahme von Babies verlangsamt. Aber so ein Totalstopp über zwei Monate?