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Bokashi

Verfasst: 15.08.2022, 08:48
von schlangengurke
Jadzia hat geschrieben: 01.07.2022, 16:05
Cryptomon hat geschrieben: 01.07.2022, 11:24
Ich wollte noch mal kurz den Bokashi erklären.

Zweck: Verwertung von Küchenabfällen, auch solchen, die nicht auf den Kompost sollen.

Prinzip: Milchsäure Vergärung. Material wird zerkleinert in einem Eimer gesammelt, mit EM (effektiven Mikroorganismen) besprüht und fermentiert unter weitgehendem Luftabschluss.
Das Produkt ist sauer und muss danach noch ‚vererden‘.

Was mache ich dann damit?
Das Endprodukt kannst du als Blumenerde oder Dünger verwenden.

Was darf rein?
Im Prinzip alles aus der Küche, auch Fleisch und gekochtes.
Nicht: stark verschimmeltes, Knochen (bleiben hart) und viel Fett.

Standort:
Draußen, Balkon oder Garten

Platzbedarf :
Platz für zwei Eimer, gegebenenfalls noch Platz für die Vererdung.

Wie baue ich einen Bokashi-Eimer?
Sophisticated hier: https://www.wurzelwerk.net/2022/02/05/b ... erschrift3
schlangengurkes Einfachversion:
4 Eimer von der Pommesbude holen + 2 der Deckel. In die Böden von 2 der Einer mit einem Teppichmesser Löcher (Dreiecke) schneiden. Dann jeweils die durchlöcherten Eimer in die heilen hinein stellen.

Brauche ich echt EM?
Nö, im Grunde tun es auch alle Milchsäurebakterien, wie roher Sauerkrautsaft, Brottrunk oder der Sickersaft vom Bokashi vorher. Das darf sich dann aber wohl nicht mehr Bokashi nennen.

Stinkt‘s?
Kommt darauf an, was man als stinken bezeichnet. Erst mal bleibt der Bokashi ja die meiste Zeit fest verschlossen, da rieche ich nichts. Beim Öffnen riecht es bestenfalls nach Sauerkraut. Meiner Erfahrung nach stinkt es aber in der Realität, beispielsweise wenn man auch Milchprodukte in den Bokashi gibt, schon ganz schön.
Wenn du Milchprodukte weglässt, macht das (meiner Erfahrung nach) einen großen Unterschied.

Wie geht’s?
Du zerkleinerst die Küchenabfälle und die Hasenbrote 🙄 etwas, füllst sie in Schichten in den Eimer und besprühst die Schichten mit Milchsäurebakterien.
Nach jeder Befüllung beschwerst du den Inhalt, damit möglichst wenig Luft dran kommt, schließt das Ganze mit dem Deckel und lässt alles bis zur nächsten Befüllung in Ruhe.
Zum Beschweren kannst du zB einen überzähligen Deckel passend schneiden, drauf legen und wieder oben drauf eine mit Sand gefüllte Plastiktüte oder einen Backstein legen.
Oder du machst es wie schlangengurke, drückst alles mit einem Blumentopf zusammen, sparst dir das Beschweren und hoffst, dass es gut geht.

Wenn der Eimer voll ist, lässt du den Inhalt noch ca 3 Wochen reifen und setzt in der Zeit einen neuen Eimer an.
Der Reife Bokashi ist sehr sauer und muss noch ‚vererden‘. Das kann man entweder machen, indem man den Bokashi direkt ins Beet eingräbt, oder du hast eine Tonne dafür, wo du ihn mit normaler Erde zusammen noch mal ein paar Wochen oder länger in Ruhe lässt. Unten Erde rein, reifen Bokashi oben drauf und mit Erde abdecken.

Falls du Kompostwürmer hast, darf der Bokashi erst nach dem Vererden in die Wurmkiste.

Das in Kürze. 🤪
Und es gibt JEDE MENGE Internetseiten dazu.

Re: Bokashi

Verfasst: 15.08.2022, 08:58
von Sabina
Da gibt’s doch schon einen Thread dazu?

Re: Bokashi

Verfasst: 15.08.2022, 08:59
von Sabina
Oder war das zum Wurmkomposter…?!? 🤔

Re: Bokashi

Verfasst: 15.08.2022, 10:32
von Mera
Eine kurze Verständnisfrage dazu: es klongt in den Beschreibungen immer ein bisschen so, als sollten die zwischen den Befüllungen lange stehen und in Ruhe gelassen werden. Kann man den auch jeden Tag befüllen? Und wie schnell zersetzt sich das, so dass man nicht ständig Eimer tauschen muss?

Re: Bokashi

Verfasst: 15.08.2022, 11:36
von schlangengurke
Du kannst täglich befüllen.
Nur wenn der Eimer voll ist nochmal 3 Wochen oder 4 stehen lassen, damit auch alles genug Zeit zum fermentieren hat.

Was meinst du mit zersetzen? Es wird im Eimer einfach insgesamt weicher.

Re: Bokashi

Verfasst: 04.09.2022, 09:26
von britje
Hm, lohnt sich das auch, wenn man fast keinen Biomüll hat? Die Hühner und Meeris bekommen alle noch "essbaren" Gemüseschnippelreste.
Ich glaube effektiv wären es nur Kartoffelschalen, Avokadoreste und Zitronenschalen oder so :?:
Wie abwechslungsreich muss die Füllung denn sein?

Re: Bokashi

Verfasst: 04.09.2022, 10:27
von Luzia
Als Füllung geht alles, egal in welcher Zusammensetzung. Hast du wenig, braucht es länger, bis der Eimer voll wird. Oder du nimmst dir für Schlangengurkes Einfachversion zum Ausprobieren einfach kleinere Eimer.
Die Füllung wird am Ende vererdet, ich vergrabe sie dazu im Garten, wo sie direkt bleibt. Andere vererden extra in z.B. einer großen Tonne.

Re: Bokashi

Verfasst: 05.09.2022, 20:24
von britje
Okay, ich glaube, das ist mir zu kompliziert.
Hühner, Biotonne und Komposthaufen müssen reichen. Die Idee finde ich aber cool.
Wurmkiste finde ich auch echt klasse, aber die in der Wohnung.... Ich weiß nicht.

Re: Bokashi

Verfasst: 05.09.2022, 20:58
von schlangengurke
Man muss ja nicht alles mitmachen. 😁

Re: Bokashi

Verfasst: 06.09.2022, 08:58
von splischsplasch
schlangengurke hat geschrieben: 15.08.2022, 08:48
Jadzia hat geschrieben: 01.07.2022, 16:05
Cryptomon hat geschrieben: 01.07.2022, 11:24
Ich wollte noch mal kurz den Bokashi erklären.

Zweck: Verwertung von Küchenabfällen, auch solchen, die nicht auf den Kompost sollen.

Prinzip: Milchsäure Vergärung. Material wird zerkleinert in einem Eimer gesammelt, mit EM (effektiven Mikroorganismen) besprüht und fermentiert unter weitgehendem Luftabschluss.
Das Produkt ist sauer und muss danach noch ‚vererden‘.

Was mache ich dann damit?
Das Endprodukt kannst du als Blumenerde oder Dünger verwenden.

Was darf rein?
Im Prinzip alles aus der Küche, auch Fleisch und gekochtes.
Nicht: stark verschimmeltes, Knochen (bleiben hart) und viel Fett.

Standort:
Draußen, Balkon oder Garten

Platzbedarf :
Platz für zwei Eimer, gegebenenfalls noch Platz für die Vererdung.

Wie baue ich einen Bokashi-Eimer?
Sophisticated hier: https://www.wurzelwerk.net/2022/02/05/b ... erschrift3
schlangengurkes Einfachversion:
4 Eimer von der Pommesbude holen + 2 der Deckel. In die Böden von 2 der Einer mit einem Teppichmesser Löcher (Dreiecke) schneiden. Dann jeweils die durchlöcherten Eimer in die heilen hinein stellen.

Brauche ich echt EM?
Nö, im Grunde tun es auch alle Milchsäurebakterien, wie roher Sauerkrautsaft, Brottrunk oder der Sickersaft vom Bokashi vorher. Das darf sich dann aber wohl nicht mehr Bokashi nennen.

Stinkt‘s?
Kommt darauf an, was man als stinken bezeichnet. Erst mal bleibt der Bokashi ja die meiste Zeit fest verschlossen, da rieche ich nichts. Beim Öffnen riecht es bestenfalls nach Sauerkraut. Meiner Erfahrung nach stinkt es aber in der Realität, beispielsweise wenn man auch Milchprodukte in den Bokashi gibt, schon ganz schön.
Wenn du Milchprodukte weglässt, macht das (meiner Erfahrung nach) einen großen Unterschied.

Wie geht’s?
Du zerkleinerst die Küchenabfälle und die Hasenbrote 🙄 etwas, füllst sie in Schichten in den Eimer und besprühst die Schichten mit Milchsäurebakterien.
Nach jeder Befüllung beschwerst du den Inhalt, damit möglichst wenig Luft dran kommt, schließt das Ganze mit dem Deckel und lässt alles bis zur nächsten Befüllung in Ruhe.
Zum Beschweren kannst du zB einen überzähligen Deckel passend schneiden, drauf legen und wieder oben drauf eine mit Sand gefüllte Plastiktüte oder einen Backstein legen.
Oder du machst es wie schlangengurke, drückst alles mit einem Blumentopf zusammen, sparst dir das Beschweren und hoffst, dass es gut geht.

Wenn der Eimer voll ist, lässt du den Inhalt noch ca 3 Wochen reifen und setzt in der Zeit einen neuen Eimer an.
Der Reife Bokashi ist sehr sauer und muss noch ‚vererden‘. Das kann man entweder machen, indem man den Bokashi direkt ins Beet eingräbt, oder du hast eine Tonne dafür, wo du ihn mit normaler Erde zusammen noch mal ein paar Wochen oder länger in Ruhe lässt. Unten Erde rein, reifen Bokashi oben drauf und mit Erde abdecken.

Falls du Kompostwürmer hast, darf der Bokashi erst nach dem Vererden in die Wurmkiste.

Das in Kürze. 🤪
Und es gibt JEDE MENGE Internetseiten dazu.
Klingt ja mega spannend. Ich muss mal in mich gehen ob das etwas für mich ist.