7 Wochen Zufüttern - BES - Vollstillen möglich???
Verfasst: 07.03.2022, 13:03
Liebe Still- und Trageberatungsmoderatorinnen,
in unserer 7wöchigen Stillgeschichte habe ich bereits zwei Stillberatungen hier im Forum gelesen wie einen Roman und war so gerührt, wenn die Mama es geschafft hat. Ich fand die Hilfestellungen und die Wertschätzung wirklich beeindruckend und deswegen möchte ich mich auch gern um eine Stillberatung „bewerben“, in der Hoffnung, dass ich es vielleicht auch noch schaffen kann. Ich möchte gern versuchen die Zufüttermenge zu reduzieren und brauche dabei Unterstützung, da ich doch auf Grund des schwierigen Stillstartes und unserem sehr leichten Baby häufig verunsichert bin. Leider waren sowohl meine Hebamme, als auch die Stillberaterin der Meinung, dass das Vollstillen wahrscheinlich nicht mehr klappen wird, was mich sehr traurig gemacht hat. Ich will auf der einen Seite weiterkämpfen, auf der anderen Seite frage ich mich aber natürlich auch, ob es noch eine Chance gibt und bin, auch auf Grund der Schmerzen, hin und wieder sehr zweifelnd.
Ich versuche die Rahmenbedingungen so kurz wie möglich zu schildern:
Baby:
Unser Baby (erstes Kind) ist ein Mädchen und wurde am 14.01. in der 42+0 SSW nach Einleitung und sekundärem Kaiserschnitt geboren. Der Kaiserschnitt wurde nötig, da sie in nicht gebärfähiger Gesichtslage lag. Ursprünglich war eine ambulante Geburtshausgeburt geplant, aber so ist’s eben manchmal.
Zufütterung:
Ich wurde bereits am zweiten Tag mit der Zufütterung überrascht, da sie relativ schnell unter die 10% Grenze rutschte und die Milch nur wenig und langsam floss. Außerdem war unser Baby sehr sehr schläfrig und hat sich nicht selbstständig gemeldet. Wir haben immer versucht stillfreundlich zuzufüttern und sind seit ein paar Wochen beim BES, seit gestern beim dünnsten Schlauch (seitdem aber auch wieder mit noch mehr Schermzen). Die Zufüttermenge hat sich bei 400-500ml eingependelt, wobei manchmal auch Ausreißer nach unten mit 200-300ml dabei sind. Da bin ich dann immer hin und hergerissen zwischen Hoffnung und Gewichtsangst.
Stillen:
Eine meiner größten Sorgen ist, dass eine Mahlzeit ca. 1,5h dauert und ich dadurch nicht häufig genug anlegen kann. Wir kommen auf 6-7 Mahlzeiten am Tag, jeder Versuch die Frequenz zu erhöhen hat bis jetzt nicht geklappt. Seit kurzem dürfen wir sie nachts schlafen lassen, was sie glücklicher Weise tut. Sie meldet sich (auch neu) einmal zwischen 3 und 5. Nachts trinkt sie häufig ohne BES, bei der Morgenmahlzeit füttere ich dann 20-60ml zu, die Menge wird dann im Laufe des Tages mehr, bis ca. 450ml. Ich stille zuerst beide Seiten, dann kommt das BES dazu. Wir geben ihr immer 115ml in die Flasche, die sie meist nicht leer trinkt.
Pumpen:
Ich pumpe eigentlich seit Beginn. Früher habe ich versucht nach jeder Mahlzeit nachzupumpen, inzwischen versuche ich einmal am Tag Powerpumpen. Allerdings ist das nicht so einfach: 1,5h stillen + Baby, das nach dem Stillen nicht einschläft und sich nicht ablegen lässt + in den Schlaf tragen + Pumpen und wieder stillen ist eine zeitliche Herausforderung, die ich nicht mehr so richtig zu schaffen vermag. Außerdem habe ich durch die hellen Brustwarzen und ein nicht weggehendes Milchbläschen recht große Schmerzen und will/muss den Brüsten deswegen auch mal eine Pause gönnen. Das Powerpumpen ist auch gefühlt nicht mehr so effektiv wie zu Beginn. Anfangs kamen 60-70ml, seit ein paar Wochen nur noch ca. 30ml. Außerdem ist die Brust nach dem Pumpen immer komplett leer, das Baby beim Anlegen frustriert und ich muss die komplette Mahlzeit zufüttern, das frustriert wiederum mich. Gerne würde ich das Pumpen sein lassen und frage mich, ob das geht oder die Lage verschlechtert...
Ausscheidungen:
Unser Baby hat eigentlich bei jedem Wickeln eine richtig gut nasse Windel und ca. 1x täglich Stuhlgang, damit sind wir sehr zufrieden, da es auch schon andere Zeiten gab.
Stillstart:
Wir haben im Kreissaal direkt das erste Mal angelegt und das hat auch gut funktioniert. Beim Anlegen im Zimmer bekam ich dann direkt ein Stillhütchen *danke dafür* und das war auch noch zu klein, wie sich später herausstellte. Mit Hilfe meiner Hebamme bin ich das nach ca. 2 Wochen zum Glück wieder losgeworden. Unser Baby hat, wie gesagt, viel geschlafen und war nicht so richtig hungrig. Der Milcheinschuss kam zwar am dritten Tag, aber so richtig kam die Milch nicht in Gang. Zu Hause haben wir dann zwei, drei Tage nur gestillt und als sich herausstellte, dass sie weiter abnahm, mussten wir wieder mit der Zufütterung beginnen. Und so ist es seit dem. Der Prolaktinwert wurde inzwischen bestimmt und ist laut Frauenärztin „sehr gut“, weshalb ich kein Domperidon nehme. Ich nehme aber Bockshornklee, Lecithin und trinke Malzbier. Laut der Stillberatung dockt Baby gut an und trinkt auch effektiv, wenn auch langsam. Inzwischen erträgt sie auch die Zeit bis der MSR einsetzt besser.
Künstliche Sauger:
Nach einem einmaligen Ausflug zur Flasche, der mit einer ordentlichen Saugverwirrung belohnt wurde, gibt es nichts künstliches mehr.
Behandlung:
Durch die ungünstige Lage unter der Geburt und die lange Zeit mit künstlichen Wehen hat unser Baby nach der Geburt ziemliche Schmerzen gehabt. Wir sind daher seitdem sie zwei Wochen alt ist in osteopathischer Behandlung. Seitdem sind die Schmerzen besser, also weg, sie hat keine Seitenpräferenz, trinkt gut,wenn auch sehr sehr langsam, ist munter und fröhlich.
Medizinische Besonderheiten:
Eigentlich nichts von dem ich wüsste, außer das nicht weggehende Milchbläschen, welches wirklich dolle nervt.
Gewichts- und Zufütterdaten:
14.01. 3010g KH (8. Perzentile auf Grund der Übertragung)
15.01. 2750g KH
16.01. 2690g KH
17.01. 2744g Hebamme
19.01. 2715g
20.01. 2715g
21.01. 2705g Wiederaufnahme Zufütterung
23.01. 2760g
26.01. 2790g eigene Waage
28.01. 2880g // 260ml PRE
29.01. 2920g // 320ml PRE
30.01. 2950g // 240ml PRE
31.01. 3040g // 270ml PRE
01.02. 3070g // 260ml PRE
02.02. 3100g // 215ml PRE
03.02. 3140g // 210ml PRE
06.02. 3190g // 350ml PRE
07.02. 3280g // 320ml PRE
08.02. 3310g // 390ml PRE
14.02. 3515g // 345ml PRE
15.02. 3565g // 370ml PRE
17.02. 3620g // 470ml PRE
18.02. 3635g
24.02. 3825g
27.02. // 460ml PRE
28.02. // 425ml PRE
01.03. // 345ml PRE
02.03. 3975g // 260ml PRE (lange im Auto, Baby etwas außer Rhythmus)
03.03. // 520ml PRE
04.03. // 530ml PRE
05.03. // 410ml PRE
06.03. 4060g // 265ml PRE
Natürlich ist der Text nun doch etwas länger geworden, was mir leid tut, aber auch wichtig ist. Ich erwarte (leider) keine Wunderm (mehr), hoffe aber darauf, mich hier auf Augenhöhe austauschen zu dürfen und dank eurer tollen Expertise eine Einschätzung zu bekommen.
Hoffnungsvolle und dennoch zweifelnde Grüße, Ella
in unserer 7wöchigen Stillgeschichte habe ich bereits zwei Stillberatungen hier im Forum gelesen wie einen Roman und war so gerührt, wenn die Mama es geschafft hat. Ich fand die Hilfestellungen und die Wertschätzung wirklich beeindruckend und deswegen möchte ich mich auch gern um eine Stillberatung „bewerben“, in der Hoffnung, dass ich es vielleicht auch noch schaffen kann. Ich möchte gern versuchen die Zufüttermenge zu reduzieren und brauche dabei Unterstützung, da ich doch auf Grund des schwierigen Stillstartes und unserem sehr leichten Baby häufig verunsichert bin. Leider waren sowohl meine Hebamme, als auch die Stillberaterin der Meinung, dass das Vollstillen wahrscheinlich nicht mehr klappen wird, was mich sehr traurig gemacht hat. Ich will auf der einen Seite weiterkämpfen, auf der anderen Seite frage ich mich aber natürlich auch, ob es noch eine Chance gibt und bin, auch auf Grund der Schmerzen, hin und wieder sehr zweifelnd.
Ich versuche die Rahmenbedingungen so kurz wie möglich zu schildern:
Baby:
Unser Baby (erstes Kind) ist ein Mädchen und wurde am 14.01. in der 42+0 SSW nach Einleitung und sekundärem Kaiserschnitt geboren. Der Kaiserschnitt wurde nötig, da sie in nicht gebärfähiger Gesichtslage lag. Ursprünglich war eine ambulante Geburtshausgeburt geplant, aber so ist’s eben manchmal.
Zufütterung:
Ich wurde bereits am zweiten Tag mit der Zufütterung überrascht, da sie relativ schnell unter die 10% Grenze rutschte und die Milch nur wenig und langsam floss. Außerdem war unser Baby sehr sehr schläfrig und hat sich nicht selbstständig gemeldet. Wir haben immer versucht stillfreundlich zuzufüttern und sind seit ein paar Wochen beim BES, seit gestern beim dünnsten Schlauch (seitdem aber auch wieder mit noch mehr Schermzen). Die Zufüttermenge hat sich bei 400-500ml eingependelt, wobei manchmal auch Ausreißer nach unten mit 200-300ml dabei sind. Da bin ich dann immer hin und hergerissen zwischen Hoffnung und Gewichtsangst.
Stillen:
Eine meiner größten Sorgen ist, dass eine Mahlzeit ca. 1,5h dauert und ich dadurch nicht häufig genug anlegen kann. Wir kommen auf 6-7 Mahlzeiten am Tag, jeder Versuch die Frequenz zu erhöhen hat bis jetzt nicht geklappt. Seit kurzem dürfen wir sie nachts schlafen lassen, was sie glücklicher Weise tut. Sie meldet sich (auch neu) einmal zwischen 3 und 5. Nachts trinkt sie häufig ohne BES, bei der Morgenmahlzeit füttere ich dann 20-60ml zu, die Menge wird dann im Laufe des Tages mehr, bis ca. 450ml. Ich stille zuerst beide Seiten, dann kommt das BES dazu. Wir geben ihr immer 115ml in die Flasche, die sie meist nicht leer trinkt.
Pumpen:
Ich pumpe eigentlich seit Beginn. Früher habe ich versucht nach jeder Mahlzeit nachzupumpen, inzwischen versuche ich einmal am Tag Powerpumpen. Allerdings ist das nicht so einfach: 1,5h stillen + Baby, das nach dem Stillen nicht einschläft und sich nicht ablegen lässt + in den Schlaf tragen + Pumpen und wieder stillen ist eine zeitliche Herausforderung, die ich nicht mehr so richtig zu schaffen vermag. Außerdem habe ich durch die hellen Brustwarzen und ein nicht weggehendes Milchbläschen recht große Schmerzen und will/muss den Brüsten deswegen auch mal eine Pause gönnen. Das Powerpumpen ist auch gefühlt nicht mehr so effektiv wie zu Beginn. Anfangs kamen 60-70ml, seit ein paar Wochen nur noch ca. 30ml. Außerdem ist die Brust nach dem Pumpen immer komplett leer, das Baby beim Anlegen frustriert und ich muss die komplette Mahlzeit zufüttern, das frustriert wiederum mich. Gerne würde ich das Pumpen sein lassen und frage mich, ob das geht oder die Lage verschlechtert...
Ausscheidungen:
Unser Baby hat eigentlich bei jedem Wickeln eine richtig gut nasse Windel und ca. 1x täglich Stuhlgang, damit sind wir sehr zufrieden, da es auch schon andere Zeiten gab.
Stillstart:
Wir haben im Kreissaal direkt das erste Mal angelegt und das hat auch gut funktioniert. Beim Anlegen im Zimmer bekam ich dann direkt ein Stillhütchen *danke dafür* und das war auch noch zu klein, wie sich später herausstellte. Mit Hilfe meiner Hebamme bin ich das nach ca. 2 Wochen zum Glück wieder losgeworden. Unser Baby hat, wie gesagt, viel geschlafen und war nicht so richtig hungrig. Der Milcheinschuss kam zwar am dritten Tag, aber so richtig kam die Milch nicht in Gang. Zu Hause haben wir dann zwei, drei Tage nur gestillt und als sich herausstellte, dass sie weiter abnahm, mussten wir wieder mit der Zufütterung beginnen. Und so ist es seit dem. Der Prolaktinwert wurde inzwischen bestimmt und ist laut Frauenärztin „sehr gut“, weshalb ich kein Domperidon nehme. Ich nehme aber Bockshornklee, Lecithin und trinke Malzbier. Laut der Stillberatung dockt Baby gut an und trinkt auch effektiv, wenn auch langsam. Inzwischen erträgt sie auch die Zeit bis der MSR einsetzt besser.
Künstliche Sauger:
Nach einem einmaligen Ausflug zur Flasche, der mit einer ordentlichen Saugverwirrung belohnt wurde, gibt es nichts künstliches mehr.
Behandlung:
Durch die ungünstige Lage unter der Geburt und die lange Zeit mit künstlichen Wehen hat unser Baby nach der Geburt ziemliche Schmerzen gehabt. Wir sind daher seitdem sie zwei Wochen alt ist in osteopathischer Behandlung. Seitdem sind die Schmerzen besser, also weg, sie hat keine Seitenpräferenz, trinkt gut,wenn auch sehr sehr langsam, ist munter und fröhlich.
Medizinische Besonderheiten:
Eigentlich nichts von dem ich wüsste, außer das nicht weggehende Milchbläschen, welches wirklich dolle nervt.
Gewichts- und Zufütterdaten:
14.01. 3010g KH (8. Perzentile auf Grund der Übertragung)
15.01. 2750g KH
16.01. 2690g KH
17.01. 2744g Hebamme
19.01. 2715g
20.01. 2715g
21.01. 2705g Wiederaufnahme Zufütterung
23.01. 2760g
26.01. 2790g eigene Waage
28.01. 2880g // 260ml PRE
29.01. 2920g // 320ml PRE
30.01. 2950g // 240ml PRE
31.01. 3040g // 270ml PRE
01.02. 3070g // 260ml PRE
02.02. 3100g // 215ml PRE
03.02. 3140g // 210ml PRE
06.02. 3190g // 350ml PRE
07.02. 3280g // 320ml PRE
08.02. 3310g // 390ml PRE
14.02. 3515g // 345ml PRE
15.02. 3565g // 370ml PRE
17.02. 3620g // 470ml PRE
18.02. 3635g
24.02. 3825g
27.02. // 460ml PRE
28.02. // 425ml PRE
01.03. // 345ml PRE
02.03. 3975g // 260ml PRE (lange im Auto, Baby etwas außer Rhythmus)
03.03. // 520ml PRE
04.03. // 530ml PRE
05.03. // 410ml PRE
06.03. 4060g // 265ml PRE
Natürlich ist der Text nun doch etwas länger geworden, was mir leid tut, aber auch wichtig ist. Ich erwarte (leider) keine Wunderm (mehr), hoffe aber darauf, mich hier auf Augenhöhe austauschen zu dürfen und dank eurer tollen Expertise eine Einschätzung zu bekommen.
Hoffnungsvolle und dennoch zweifelnde Grüße, Ella