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Übergangsobjekte
Verfasst: 20.12.2021, 20:38
von Mau
Ich habe aus Interesse (und Langeweile) mal geschaut, was die Suchmaschine zum Thema Übergangsobjekte ausspuckt. Leider nicht viel Neues.
Über einen Textabschnitt bin ich gestolpert, der mir nicht mehr aus dem Kopf geht:
"„Ich will mich mit meinem Teddy beruhigen“, verkündet mein dreijähriger Sohn unter lautem Schluchzen und verschwindet kurzzeitig in seinem Zimmer, um gleich darauf mit dem Kuscheltier im Arm und tatsächlich um einiges ruhiger wieder bei mir aufzutauchen. Das funktioniert fast immer."
Gibt es sowas wirklich? Ich habe meinen Dino sehr geliebt (tatsächlich ist er mir erst seit Minis Geburt nicht mehr so wichtig), aber hätte immer den Trost meiner Eltern bevorzugt.
Re: Übergangsobjekte
Verfasst: 20.12.2021, 21:17
von Mäusebaby
Ich habe das tatsächlich bei Freund:innen meiner Tochter schon beobachtet. Bei uns hat das nie geklappt, egal wie sehr unsere Tochter auch an Wauzi gehangen hat, der war nur zusätzlich wichtig und beim Schlafen, aber am wichtigsten ist die entsprechende Bezugsperson, im
Idealfall ich. Ich hab mich immer gefragt, ob das am LZS liegt.
Re: Übergangsobjekte
Verfasst: 20.12.2021, 22:20
von mahemi
Meiner Tochter hilft das schon. Besonders wenn sie sauer auf mich ist. Sonst bevorzugt sie auf jeden Fall mich oder den Papa.
Ist irgendwie sehr klassisch

Re: Übergangsobjekte
Verfasst: 20.12.2021, 22:33
von Theolino
Bei uns gibt uns gab es auch keine Kuescheltiere oder ähnliches, womit sich eines der Kinder jemals beruhigt hätte. Aber ich finde das auch gut und passend so. Dafür sind wir als Eltern da.

Re: Übergangsobjekte
Verfasst: 20.12.2021, 23:13
von Shauni
Es gibt Kinder, die sehr an Kuscheltieren hängen und Kinder, denen Kuscheltiere nicht so wichtig sind. Können sogar in der Kombi in der gleichen Familie vorkommen
Es kommt ja auch häufig darauf an, warum ein Kind sauer ist. Hier ist es meist so: sauer auf Bruder: bei Eltern beschweren und dort Trost suchen; sauer auf Elter/n: woanders Trost suchen (allein im Zimmer wüten, Bruder umarmen, aufs Bett werfen und Kuscheltier in den Arm nehmen, zu den Meerschweinchen gehen).
Für mich als Kind war mein Teddy absolut wichtig, gerade, wenn ich nicht von meinen Eltern getröstet werden wollte. Meine Kinder haben wechselnde Tiere, eher zum Einschlafen-Kuscheln, die passen besser unter den Arm geklemmt als die Eltern…
Re: Übergangsobjekte
Verfasst: 20.12.2021, 23:45
von Schnecke106
Bei uns wurde irgendwann ein Werbegeschenk von Oma's Dachboden angeschleppt, da war sie so 2,5 und seitdem ist es ihr treuer Begleiter, der auch überall mit musste, egal ob Kindergarten, Kindergeburtstag, usw. Trösten hat super funktioniert und der kleine plüschige Freund wurde auch immer eingefordert, meistens in Kombination mit Trost durch Papa (ich bin weniger erwünscht). Im letzten Kindergartenjahr kam es dann von alleine, dass das Kuscheltier auch mal zuhause bleiben durfte. Ich finde das toll und habe als Kind auch Stofftiere geliebt und manche begleiten mich noch immer.
Re: Übergangsobjekte
Verfasst: 21.12.2021, 00:02
von Mau
Dass man, wenn man gerade sauer auf die blöden Eltern ist, sich lieber vom Kuscheltier trösten lässt, klingt echt logisch. Kam bei mir als Kind scheinbar nie vor oder ich habe es vergessen.
Bin schon gespannt ob und was Mini sich da suchen wird

Re: Übergangsobjekte
Verfasst: 21.12.2021, 01:40
von Pirouge
Hier gab es lange kein Übergangsobjekt, erst mit 5 war mal eine Weile wichtig, dass ihn ein Kuscheltier begleitet. Zuhause spielen die aber keine Rolle - auch bei Streit mit mir kommt er immer zu mir.
Re: Übergangsobjekte
Verfasst: 21.12.2021, 06:26
von Forti
Der Zwerg ist knapp 2 und zum Einschlafen bspw kuschelt er gern mit einem Plüschtier und einem Elternteil. Meist dreht er sich tatsächlich kurz vor dem Einschlafmoment von uns weg, behält aber das Kuscheltier im Arm. Bei Wut zieht er sich auch gern zurück, allerdings ohne alles und jeden.