Mama geht bald wieder arbeiten (Stillen, Pumpen, Vorrat, Beikost)
Verfasst: 22.11.2021, 16:00
Moin ihr Lieben,
aktuell genießen wir drei noch unsere gemeinsame Zeit zuhause. Ab Januar, wenn das Bärchen 6 Monate alt ist, gehts für mich zurück in den Job - ja, was hab ich mir nur dabei gedacht
Der Papa bleibt dann weiter mit dem Bärchen zuhause. Er ist seit der Geburt ebenso in Elternzeit und daher auch weitere Hauptbezugsperson. In dem Punkt mach ich mir also keine Sorgen.
Ich habe mich her schon wild und quer durchs Forum gelesen und viel gewonnen. Jede Situation ist aber individuell und einige Fragen und Sorgen habe ich dennoch. Ich mag vorher gerne unsere Situation schildern. Wer nicht so viel lesen mag, springt vielleicht gleich zu den Fragen. Oder ignoriert den Beitrag eben
Ich hoffe, der Thread passt hier hin (Job und Kind ist noch nicht freigeschaltet für mich), wenn nicht, bitte verschiebt mich. Danke.
SITUATION:
Tatsächlich haben wir uns vor der Geburt absolut unzureichend über das Stillen informiert und sind wohl irgendwie davon ausgegangen, dass man eben bis 6 Monate stillt und dann eh Schluss ist (wo hab ich das noch neulich gehört? Ahja, eben von den Schwiegers…). Dass man dann PRE-Nahrung verfüttern „muss" und es wenn möglich das gesündeste ist, bis mindestens ein Jahr zu stillen, haben wir nun jetzt dazu gelernt. Ich kann es wirklich selbst nicht glauben und schäme mich regelrecht dafür. Ich halte mich sonst für so informiert. Nun sind wir eben auch schlauer geworden und abstillen kommt für uns überhaupt nicht in Frage.
Also: wie vorgehen, ohne dass es in Stress für alle ausartet?
Ich habe jobtechnisch recht gute Stillbedingungen, denke ich.
- keine festen Uhrzeiten (außer 1-2x/Woche vormittags Termine), wobei eine Erreichbarkeit in Kernzeiten schon sein sollte
die Termine setze ich selbst an
selbstständige Arbeit
keine Teamarbeit (leider)
Rücksprache mit meinen Sekretärinnen ist auch telefonisch/per Mail möglich bzw. es genügt für sie, wenn ich grundsätzlich einmal täglich da bin und mich ansonsten zeitig zurück melde
Großteil in Homeoffice möglich (wenn auch umständlicher, als vor Ort), wahrscheinlich auch mal ganze Tage, jedenfalls nach telefonischer Rücksprache, ob was eiliges anliegt
15 Minuten Tür zu Tür (mit dem Auto, 30 Minuten mit dem EBike)
Ich kann mittags nach hause kommen oder wenn „Not ist“
Der, der vor Ort das Sagen hat, unterstützt mein Familienleben
So weit ganz knorke fürs weiterstillen, denke ich mal.
Danke an alle, die sich die Zeit nehmen, bis hierhin zu lesen
Zur Beikost: Das Bärchen hat schon lange Interesse an unserem Essen gezeigt und daher haben wir ihm mit 4 Monaten nun auch die ersten Sachen gegeben. Ob Fingerfood oder Brei scheint ihm ganz egal zu sein und außer Tomate hat er bisher jedes Lebensmittel interessiert angenommen, Hauptsache, er kann selbst mitmachen
Aktuell bekommt er mindestens einmal pro Tag, manchmal auch dreimal pro Tag etwas angeboten, ganz unabhängig vom Stillen. Manchmal isst er ganz begeistert (gestern schon 3 Teelöffel (!) zerdrückten Spaghettikürbis mit Leinöl) manchmal probiert er nur kurz und mag dann nicht mehr (heute morgens einmal an Birne- und Apfelschnitz geleckt, Weintraube und Mangomus gleich liegen gelassen). Entgegen dem Rat unserer (ansonsten sehr geschätzten!) Hebamme wollen wir ihn gerne das Tempo bei der Menge bestimmen lassen und auf Beikost und nicht Anstattkost setzen. Es ist also keine Option, ihn hier zu „drängen“.
Dass Papa füttert/beim Essen unterstützt klappt übrigens sehr gut.
PLAN:
Mein Plan wäre jetzt, regelmäßig vormittags in Präsenz zu arbeiten und nachmittags im Homeoffice. Vormittags wäre ich dann ca. 3,5-4 h von zu Hause weg (inkl. Weg), wenn es so klappt, wie ich es mir vorstelle. Wenn mal was dringendes anliegt, würde ich nachmittags eben nochmal fahren müssen. Ab und an könnte ich vielleicht auch mal einen ganzen Tag im Homeoffice machen, mittwochs z. B.
SORGEN macht mir nun Folgendes:
Wir stillen nach Bedarf und das Bärchen hat aktuell noch ständig Bedarf. Dass er tags mal länger als 2 h nicht an die Brust möchte, kommt eigentlich nicht vor, zwischen 30 Minuten und 2 Stunden ist sonst alles dabei. Wenn man es sehr gut timet, auch mit Schlafen in der Trage bei Papa und vor allem draußen, klappen mal ausnahmsweise 3 Stunden Abwesenheit (z. B. wegen Arzt mit längerer Anfahrt). Das ist aber immer noch stressig - auch (vor allem?) für mich.
Ich hab dann auch immer Milch dagelassen (20-30 ml, mehr habe ich beim Pumpen bislang nicht gewonnen, ein wenig haben wir aber auch noch im TK als eisernen Vorrat), die Papa mit Spritze (7 Wochen) bzw. Becher (3 Monate) mehr schlecht als recht verfüttert hat.
FRAGEN:
1. Ist es realistisch/gewöhnlich, dass sich die Stillabstände mit dem Alter vergrößern bzw. kommt er dann auch gut länger ohne Brust klar, ohne dass es für ihn (und Papa) stressig wird?
2. Ist es realistisch/gewöhnlich, dass die Beikost bis dahin so zunimmt, dass die Zeit ohne Mama damit und einer kleinen Menge Milch aus dem Becher stressfrei überbrückt werden kann?
3. Wie füttert Papa Milch? Er hat bislang ein dickwandiges Schnapsglas probiert. Das war ausbaufähig… Habt ihr eine Empfehlung für das Alter und häufigeres füttern? Oder einfach weiter üben?
4. Wie kann ich das Pumpen am besten managen?
5. Welche Pumpe könnt ihr mir empfehlen? (Habe die Avent Handpumpe, mit der ich sehr unzufrieden bin.) Ich möchte gerne eine Kodex-konforme Pumpe. Der Preis ist nachrangig.
6. Was kann ich noch tun, um das Ergebnis zu verbessern? (Pumpen, während das Bärchen trinkt hab ich schon versucht. Ist eben etwas unhandlich, vor allem mit einer Handpumpe)
7. Wie lege ich am besten einen kleinen Milchvorrat (Gefrierschrank) an, um es zu entstressen, ohne zu sehr in Nachfrage/Angebot einzugreifen? Wann sollte ich damit anfangen?
Oh, das ist jetzt sehr lang geworden
. Vielen, vielen lieben Dank an alle, die sich die Zeit zum Lesen und Antworten nehmen!
aktuell genießen wir drei noch unsere gemeinsame Zeit zuhause. Ab Januar, wenn das Bärchen 6 Monate alt ist, gehts für mich zurück in den Job - ja, was hab ich mir nur dabei gedacht
Der Papa bleibt dann weiter mit dem Bärchen zuhause. Er ist seit der Geburt ebenso in Elternzeit und daher auch weitere Hauptbezugsperson. In dem Punkt mach ich mir also keine Sorgen.
Ich habe mich her schon wild und quer durchs Forum gelesen und viel gewonnen. Jede Situation ist aber individuell und einige Fragen und Sorgen habe ich dennoch. Ich mag vorher gerne unsere Situation schildern. Wer nicht so viel lesen mag, springt vielleicht gleich zu den Fragen. Oder ignoriert den Beitrag eben
SITUATION:
Tatsächlich haben wir uns vor der Geburt absolut unzureichend über das Stillen informiert und sind wohl irgendwie davon ausgegangen, dass man eben bis 6 Monate stillt und dann eh Schluss ist (wo hab ich das noch neulich gehört? Ahja, eben von den Schwiegers…). Dass man dann PRE-Nahrung verfüttern „muss" und es wenn möglich das gesündeste ist, bis mindestens ein Jahr zu stillen, haben wir nun jetzt dazu gelernt. Ich kann es wirklich selbst nicht glauben und schäme mich regelrecht dafür. Ich halte mich sonst für so informiert. Nun sind wir eben auch schlauer geworden und abstillen kommt für uns überhaupt nicht in Frage.
Also: wie vorgehen, ohne dass es in Stress für alle ausartet?
Ich habe jobtechnisch recht gute Stillbedingungen, denke ich.
- keine festen Uhrzeiten (außer 1-2x/Woche vormittags Termine), wobei eine Erreichbarkeit in Kernzeiten schon sein sollte
die Termine setze ich selbst an
selbstständige Arbeit
keine Teamarbeit (leider)
Rücksprache mit meinen Sekretärinnen ist auch telefonisch/per Mail möglich bzw. es genügt für sie, wenn ich grundsätzlich einmal täglich da bin und mich ansonsten zeitig zurück melde
Großteil in Homeoffice möglich (wenn auch umständlicher, als vor Ort), wahrscheinlich auch mal ganze Tage, jedenfalls nach telefonischer Rücksprache, ob was eiliges anliegt
15 Minuten Tür zu Tür (mit dem Auto, 30 Minuten mit dem EBike)
Ich kann mittags nach hause kommen oder wenn „Not ist“
Der, der vor Ort das Sagen hat, unterstützt mein Familienleben
So weit ganz knorke fürs weiterstillen, denke ich mal.
Danke an alle, die sich die Zeit nehmen, bis hierhin zu lesen
Zur Beikost: Das Bärchen hat schon lange Interesse an unserem Essen gezeigt und daher haben wir ihm mit 4 Monaten nun auch die ersten Sachen gegeben. Ob Fingerfood oder Brei scheint ihm ganz egal zu sein und außer Tomate hat er bisher jedes Lebensmittel interessiert angenommen, Hauptsache, er kann selbst mitmachen
Aktuell bekommt er mindestens einmal pro Tag, manchmal auch dreimal pro Tag etwas angeboten, ganz unabhängig vom Stillen. Manchmal isst er ganz begeistert (gestern schon 3 Teelöffel (!) zerdrückten Spaghettikürbis mit Leinöl) manchmal probiert er nur kurz und mag dann nicht mehr (heute morgens einmal an Birne- und Apfelschnitz geleckt, Weintraube und Mangomus gleich liegen gelassen). Entgegen dem Rat unserer (ansonsten sehr geschätzten!) Hebamme wollen wir ihn gerne das Tempo bei der Menge bestimmen lassen und auf Beikost und nicht Anstattkost setzen. Es ist also keine Option, ihn hier zu „drängen“.
Dass Papa füttert/beim Essen unterstützt klappt übrigens sehr gut.
PLAN:
Mein Plan wäre jetzt, regelmäßig vormittags in Präsenz zu arbeiten und nachmittags im Homeoffice. Vormittags wäre ich dann ca. 3,5-4 h von zu Hause weg (inkl. Weg), wenn es so klappt, wie ich es mir vorstelle. Wenn mal was dringendes anliegt, würde ich nachmittags eben nochmal fahren müssen. Ab und an könnte ich vielleicht auch mal einen ganzen Tag im Homeoffice machen, mittwochs z. B.
SORGEN macht mir nun Folgendes:
Wir stillen nach Bedarf und das Bärchen hat aktuell noch ständig Bedarf. Dass er tags mal länger als 2 h nicht an die Brust möchte, kommt eigentlich nicht vor, zwischen 30 Minuten und 2 Stunden ist sonst alles dabei. Wenn man es sehr gut timet, auch mit Schlafen in der Trage bei Papa und vor allem draußen, klappen mal ausnahmsweise 3 Stunden Abwesenheit (z. B. wegen Arzt mit längerer Anfahrt). Das ist aber immer noch stressig - auch (vor allem?) für mich.
Ich hab dann auch immer Milch dagelassen (20-30 ml, mehr habe ich beim Pumpen bislang nicht gewonnen, ein wenig haben wir aber auch noch im TK als eisernen Vorrat), die Papa mit Spritze (7 Wochen) bzw. Becher (3 Monate) mehr schlecht als recht verfüttert hat.
FRAGEN:
1. Ist es realistisch/gewöhnlich, dass sich die Stillabstände mit dem Alter vergrößern bzw. kommt er dann auch gut länger ohne Brust klar, ohne dass es für ihn (und Papa) stressig wird?
2. Ist es realistisch/gewöhnlich, dass die Beikost bis dahin so zunimmt, dass die Zeit ohne Mama damit und einer kleinen Menge Milch aus dem Becher stressfrei überbrückt werden kann?
3. Wie füttert Papa Milch? Er hat bislang ein dickwandiges Schnapsglas probiert. Das war ausbaufähig… Habt ihr eine Empfehlung für das Alter und häufigeres füttern? Oder einfach weiter üben?
4. Wie kann ich das Pumpen am besten managen?
5. Welche Pumpe könnt ihr mir empfehlen? (Habe die Avent Handpumpe, mit der ich sehr unzufrieden bin.) Ich möchte gerne eine Kodex-konforme Pumpe. Der Preis ist nachrangig.
6. Was kann ich noch tun, um das Ergebnis zu verbessern? (Pumpen, während das Bärchen trinkt hab ich schon versucht. Ist eben etwas unhandlich, vor allem mit einer Handpumpe)
7. Wie lege ich am besten einen kleinen Milchvorrat (Gefrierschrank) an, um es zu entstressen, ohne zu sehr in Nachfrage/Angebot einzugreifen? Wann sollte ich damit anfangen?
Oh, das ist jetzt sehr lang geworden