Fast zweijährige schläft nachts nach abstillen seit Wochen nicht mehr
Verfasst: 01.01.2021, 12:41
Hallo ihr erfahrenen oder belesenen Mütter,
ich wollte Euch schon seit November vor allem um Erklärungen und vielleicht auch um Tipps bitten, bin aber natürlich mit Kind nicht dazu gekommen. Seitdem wurschteln wir uns durch und erleben gar keine Fortschritte. Ich würde das Kind so gerne verstehen und vielleicht sogar helfen.
Das Kind wird Mitte Januar zwei Jahre alt.
Die Geburt des Geschwisters steht Anfang März an.
Sie ist noch nie in ihrem Leben ohne Stillen eingeschlafen. Na ja, es gab ein paar Ausnahmen: Trage ging natürlich bis zur Schwangerschaft zuverlässig. Die vermisst sie seit dem Sommer schmerzlich. Seit dem schläft sie notgedrungen auch im Kinderwagen ein.
Seit November hat sie schwer mit vielen Entwicklungen zu tun. Unter anderem war es ihr möglich zu Hause trocken zu sein, dann ging es aber wieder zur Tagesmutter, wo sie nicht mehr wie gewohnt in die Windel gekackt hat, sondern es seit dem tagelang anhält. Entweder will sie nicht mehr in die Windeln machen oder sie kann es nicht loslassen.
Dann gab es Ende November / Anfang Dezember einige Tage, wo sie gar nicht nach Milch gefragt hat. Nur noch abends zum Einschlafen und dann sogar ein paar Nächte durchgeschlafen hat, also tatsächlich ohne stillen zwischendurch.
Seit dem geht es mit all unserer Verfassung schwer bergab: Stillen / Nuckeln an der Brust beruhigt sie seit Wochen nicht mehr und sie schläft dabei nicht mehr ein. Das hat sich langsam eingeschlichen. Erstens war sie schon im November total unruhig beim Stillen, hat mich die ganze Zeit befummelt, was ich hasse und sie nicht zur Ruhe kommen lassen hat, sodass ich es ab und zu abbrechen musste. Dann schlief sie erst früh halb drei im Wagen ein.
Zweitens habe ich Zeit ihres Lebens das Stillen eine Stunde lang zugelassen, weil sie immer aufwacht, sobald ich sie eher ablöse. Auch wenn ich den Eindruck habe, sie würde tief und fest schlafen ist sie immer so aufmerksam, dass sie das noch nie akzeptiert hat. Mittlerweile saugt sie aber schon eine Weile nicht mehr so intensiv, dass es seine Stunde lang auszuhalten ist. Ihr Zähne bohren sich dann bald in die Brust. (Das erste halbe Jahr ließ sie sich im Schlaf nicht mal ablegen. Stundenlang. Vermutlich hätte ich all das eher mit ihr üben müssen, habe ich aber nicht, weil ich sie alles selbst bestimmen lassen habe.)
Jedenfalls, dadurch wurde das Stillen immer unangenehmer für uns beide. Irgendwie haben wir es Anfang Dezember doch ausgehalten, solange zu stillen, bis sie abends einschläft. Allerdings funktioniert das nicht, wenn sie in die Leichtschlafphase um eins oder um drei Uhr früh kommt. Da ist sie dann zwar nach drei Stunden Schlaf noch müde, aber ausgeruht genug, um aufzuwachen und erst früh um sieben / um acht wieder einzuschlafen. Das haben wir ein paar Wochen mitgemacht, obwohl wir hundemüde sind. Weihnachten dann ein erneuter Tiefpunkt: um 23 Uhr total müde nuckelnd eingeschlafen und um ein Uhr früh nach zwei Stunden wieder wach. Papa ist mit ihr zwei Stunden im Wagen umher getappt. Keine Chance. Wieder erst in der Früh beim nächsten Spaziergang eingeschlafen.
Sie hat absolut keine Strategie, sich selbst mit mir / neben mir im Familienbett / beim Singen / beim Vorlesen / beim Tragen auf dem Arm zu beruhigen, sich in den Schlaf zu bringen. Die Stillprobleme hängen vermutlich mit der Schwangerschaft zusammen, dort kann ich also wohl nicht viel ändern. Aber wie kann ich ihr einen Weg zeigen, vom Tag loszulassen und auch ohne Stillen einzuschlafen?
Kurz nach Weihnachten haben wir ihr gesagt, dass wir zumindest das Einschlafen jetzt ohne Milch üben. Also unfreiwillig (aus ihrer Sicht) abstillen. Das hat sie nach ein paar Tagen akzeptiert, scheint es aber so zu interpretieren, dass sie gar nicht mehr schläft. Ihr Papa schiebt sie mittags und abends im Kinderwagen in den Schlaf, das funktioniert relativ verlässlich. Aber das ging ja auch vorher mit Stillen. Sie steht trotzdem wieder auf, sobald sie in eine Leichtschlafphase kommt. Auch dann funktioniert der Wagen nicht.
Sie ist so müde, die Augenringe werden seit Wochen immer größer, aber sie kann nachts nicht wieder einschlafen / am Stück schlafen. Sie sagt abends und mittags schon immer Bescheid, wenn sie müde ist und schlafen gehen möchte. Dann bekam sie die Brust und gut. Sie weiß auch jetzt noch wann sie müde ist, dann wird sie im Wagen geschoben und schläft ein. Aber weder sie, noch wir haben eine Idee, wie sie nach ein paar Stunden Schlaf wieder dorthin zurückfinden kann.
Ist es möglich, dass Kinder vielleicht gar nicht mehr als vier Stunden am Stück schlafen und dafür eben dreimal am Tag? Allerdings kommt mir das komisch vor, denn sie ist ja müde, kann nur nicht loslassen.
Falls jemand die Zeit hatte, unsere (chaotisch aufgeschriebene, aber hoffentlich verständliche) Geschichte zu lesen, würde ich mich über ein paar Impulse freuen.
ich wollte Euch schon seit November vor allem um Erklärungen und vielleicht auch um Tipps bitten, bin aber natürlich mit Kind nicht dazu gekommen. Seitdem wurschteln wir uns durch und erleben gar keine Fortschritte. Ich würde das Kind so gerne verstehen und vielleicht sogar helfen.
Das Kind wird Mitte Januar zwei Jahre alt.
Die Geburt des Geschwisters steht Anfang März an.
Sie ist noch nie in ihrem Leben ohne Stillen eingeschlafen. Na ja, es gab ein paar Ausnahmen: Trage ging natürlich bis zur Schwangerschaft zuverlässig. Die vermisst sie seit dem Sommer schmerzlich. Seit dem schläft sie notgedrungen auch im Kinderwagen ein.
Seit November hat sie schwer mit vielen Entwicklungen zu tun. Unter anderem war es ihr möglich zu Hause trocken zu sein, dann ging es aber wieder zur Tagesmutter, wo sie nicht mehr wie gewohnt in die Windel gekackt hat, sondern es seit dem tagelang anhält. Entweder will sie nicht mehr in die Windeln machen oder sie kann es nicht loslassen.
Dann gab es Ende November / Anfang Dezember einige Tage, wo sie gar nicht nach Milch gefragt hat. Nur noch abends zum Einschlafen und dann sogar ein paar Nächte durchgeschlafen hat, also tatsächlich ohne stillen zwischendurch.
Seit dem geht es mit all unserer Verfassung schwer bergab: Stillen / Nuckeln an der Brust beruhigt sie seit Wochen nicht mehr und sie schläft dabei nicht mehr ein. Das hat sich langsam eingeschlichen. Erstens war sie schon im November total unruhig beim Stillen, hat mich die ganze Zeit befummelt, was ich hasse und sie nicht zur Ruhe kommen lassen hat, sodass ich es ab und zu abbrechen musste. Dann schlief sie erst früh halb drei im Wagen ein.
Zweitens habe ich Zeit ihres Lebens das Stillen eine Stunde lang zugelassen, weil sie immer aufwacht, sobald ich sie eher ablöse. Auch wenn ich den Eindruck habe, sie würde tief und fest schlafen ist sie immer so aufmerksam, dass sie das noch nie akzeptiert hat. Mittlerweile saugt sie aber schon eine Weile nicht mehr so intensiv, dass es seine Stunde lang auszuhalten ist. Ihr Zähne bohren sich dann bald in die Brust. (Das erste halbe Jahr ließ sie sich im Schlaf nicht mal ablegen. Stundenlang. Vermutlich hätte ich all das eher mit ihr üben müssen, habe ich aber nicht, weil ich sie alles selbst bestimmen lassen habe.)
Jedenfalls, dadurch wurde das Stillen immer unangenehmer für uns beide. Irgendwie haben wir es Anfang Dezember doch ausgehalten, solange zu stillen, bis sie abends einschläft. Allerdings funktioniert das nicht, wenn sie in die Leichtschlafphase um eins oder um drei Uhr früh kommt. Da ist sie dann zwar nach drei Stunden Schlaf noch müde, aber ausgeruht genug, um aufzuwachen und erst früh um sieben / um acht wieder einzuschlafen. Das haben wir ein paar Wochen mitgemacht, obwohl wir hundemüde sind. Weihnachten dann ein erneuter Tiefpunkt: um 23 Uhr total müde nuckelnd eingeschlafen und um ein Uhr früh nach zwei Stunden wieder wach. Papa ist mit ihr zwei Stunden im Wagen umher getappt. Keine Chance. Wieder erst in der Früh beim nächsten Spaziergang eingeschlafen.
Sie hat absolut keine Strategie, sich selbst mit mir / neben mir im Familienbett / beim Singen / beim Vorlesen / beim Tragen auf dem Arm zu beruhigen, sich in den Schlaf zu bringen. Die Stillprobleme hängen vermutlich mit der Schwangerschaft zusammen, dort kann ich also wohl nicht viel ändern. Aber wie kann ich ihr einen Weg zeigen, vom Tag loszulassen und auch ohne Stillen einzuschlafen?
Kurz nach Weihnachten haben wir ihr gesagt, dass wir zumindest das Einschlafen jetzt ohne Milch üben. Also unfreiwillig (aus ihrer Sicht) abstillen. Das hat sie nach ein paar Tagen akzeptiert, scheint es aber so zu interpretieren, dass sie gar nicht mehr schläft. Ihr Papa schiebt sie mittags und abends im Kinderwagen in den Schlaf, das funktioniert relativ verlässlich. Aber das ging ja auch vorher mit Stillen. Sie steht trotzdem wieder auf, sobald sie in eine Leichtschlafphase kommt. Auch dann funktioniert der Wagen nicht.
Sie ist so müde, die Augenringe werden seit Wochen immer größer, aber sie kann nachts nicht wieder einschlafen / am Stück schlafen. Sie sagt abends und mittags schon immer Bescheid, wenn sie müde ist und schlafen gehen möchte. Dann bekam sie die Brust und gut. Sie weiß auch jetzt noch wann sie müde ist, dann wird sie im Wagen geschoben und schläft ein. Aber weder sie, noch wir haben eine Idee, wie sie nach ein paar Stunden Schlaf wieder dorthin zurückfinden kann.
Ist es möglich, dass Kinder vielleicht gar nicht mehr als vier Stunden am Stück schlafen und dafür eben dreimal am Tag? Allerdings kommt mir das komisch vor, denn sie ist ja müde, kann nur nicht loslassen.
Falls jemand die Zeit hatte, unsere (chaotisch aufgeschriebene, aber hoffentlich verständliche) Geschichte zu lesen, würde ich mich über ein paar Impulse freuen.