Mein Kind ist so unemphatisch
Verfasst: 13.07.2020, 09:19
....kann man das üben?
Mir ist dieses Wochenende wieder aufgefallen wie unemphatisch mein Grosser (6) ist.
Das fällt ja besonders im Vergleich mit anderen Kindern auf, und zwar negativ / merkwürdig für andere Kinder und Erwachsene.
Typisches Beispiel: der kleine Bruder fällt von der Schaukel, hat eine schlimme Beule und weint. Alle anderen Kinder unterbrechen das Spiel und kommen zum trösten, bringen Eis, Süssigkeiten, streicheln etc. Maxi guckt nur zu und man sieht in seinem Gesicht (und er sagt es auch) dass er ärgerlich über die Unterbrechung des Spiels ist.
Er hat auch kein Gespür für Höflichkeit. Bedanken fällt ihm schwer.
Er weiss auch nicht, wann Schluss ist, da braucht er sehr sehr deutliche Ansagen.
Irgendwie alles, bei dem man sich in andere hineinversetzen müsste.
Das macht ihm total das Leben schwer und es ist keine "Absicht".
Er versucht es schon, aber es ist total gespielt. Z.B. umarmt er seinen Bruder gerne mal, wenn alle zugucken und süss schreien.
Sein Gefühl für Gerechtigkeit geht eher nach Zahlen: gleich viel, immer abwechselnd, gleich gross. Sowas kann man ihm erklären. Aber dass es unfair ist, jemanden aus Spass zu ärgern, versteht er nicht. Abstrakt "unlogisches" versteht er dagegen gut und erklärt es auch anderen. Also wenigstens keine Diskriminierung durch mein Kind, weil ihm klar ist wie ungerecht es ist, andere wegen irgendeiner Unterschiedluchkeit anders zu behandeln.
Wie immer komme ich zu dem Ergebnis, dass er emotional echt hinterherhinkt. Haben die mir im Kindergarten ja auch gesagt.
Was kann man denn da machen? Das ist in allen Bereichen so und führt zu schiefen Blicken bei den Erwachsenen und (manchmal) Unwillen bei den anderen Kindern.
Im Moment ist er aber gut eingebettet in eine nette Clique, wird auch zu Geburtstag eingeladen etc..
Ach ja, er hat bei Tula und Tim mitgemacht(das ist so ein Gefühl"lehrgang" für Kindergartenkinder) und hat Cds und Bücher über Gefühle. In unserer Familie geht es (meiner Meinung nach) auch gefühlig zu. Er will das auch alles selbst, also getröstet, ermuntert, bedankt etc.werden.
Uff, lang geworden. Ich schick mal ab. Vielleicht hat ja auch jemand die Erfahrung gemacht, dass es sich noch ändert?
Mir ist dieses Wochenende wieder aufgefallen wie unemphatisch mein Grosser (6) ist.
Das fällt ja besonders im Vergleich mit anderen Kindern auf, und zwar negativ / merkwürdig für andere Kinder und Erwachsene.
Typisches Beispiel: der kleine Bruder fällt von der Schaukel, hat eine schlimme Beule und weint. Alle anderen Kinder unterbrechen das Spiel und kommen zum trösten, bringen Eis, Süssigkeiten, streicheln etc. Maxi guckt nur zu und man sieht in seinem Gesicht (und er sagt es auch) dass er ärgerlich über die Unterbrechung des Spiels ist.
Er hat auch kein Gespür für Höflichkeit. Bedanken fällt ihm schwer.
Er weiss auch nicht, wann Schluss ist, da braucht er sehr sehr deutliche Ansagen.
Irgendwie alles, bei dem man sich in andere hineinversetzen müsste.
Das macht ihm total das Leben schwer und es ist keine "Absicht".
Er versucht es schon, aber es ist total gespielt. Z.B. umarmt er seinen Bruder gerne mal, wenn alle zugucken und süss schreien.
Sein Gefühl für Gerechtigkeit geht eher nach Zahlen: gleich viel, immer abwechselnd, gleich gross. Sowas kann man ihm erklären. Aber dass es unfair ist, jemanden aus Spass zu ärgern, versteht er nicht. Abstrakt "unlogisches" versteht er dagegen gut und erklärt es auch anderen. Also wenigstens keine Diskriminierung durch mein Kind, weil ihm klar ist wie ungerecht es ist, andere wegen irgendeiner Unterschiedluchkeit anders zu behandeln.
Wie immer komme ich zu dem Ergebnis, dass er emotional echt hinterherhinkt. Haben die mir im Kindergarten ja auch gesagt.
Was kann man denn da machen? Das ist in allen Bereichen so und führt zu schiefen Blicken bei den Erwachsenen und (manchmal) Unwillen bei den anderen Kindern.
Im Moment ist er aber gut eingebettet in eine nette Clique, wird auch zu Geburtstag eingeladen etc..
Ach ja, er hat bei Tula und Tim mitgemacht(das ist so ein Gefühl"lehrgang" für Kindergartenkinder) und hat Cds und Bücher über Gefühle. In unserer Familie geht es (meiner Meinung nach) auch gefühlig zu. Er will das auch alles selbst, also getröstet, ermuntert, bedankt etc.werden.
Uff, lang geworden. Ich schick mal ab. Vielleicht hat ja auch jemand die Erfahrung gemacht, dass es sich noch ändert?