Traurige Neu-Mama: Stillstreik, wenig Muttermilch, später MSR
Verfasst: 23.11.2019, 05:09
Hallo zusammen, ich habe im Forum schon einiges gelesen. Ein paar Berichte passen zwar gut zu meiner Situation und ich habe viele Tipps schon ausprobiert allerdings haben die Mütter immer mehr als genug Muttermilch. Vielleicht hat mir ja jemand Tipps, damit ich nicht vor lauter Verzweiflung abstille.
Ich bin Neu-Mama. Mein Sohn ist heute genau 12 Wochen alt. Ich stille von Anfang an allerdings hatten wir immer wieder unterschiedliche Probleme. Mal zu wenig Milch, mal zu viel Milch, manchmal wollte mein Sohn gar nicht ran... es hat einfach nie wirklich reibungslos funktioniert (ungelogen alle 2-3 Tage ein anderes Problem) und ich wurde immer angespannter. Zudem war mein Sohn sehr anstrengend und hat extrem viel geschrien... sowohl am Tag aber hauptsächlich in den Abendstunden. Ich konnte meinen Sohn abends nur selten anlegen, weil er sich so heftig in Rage geschrien hat, dass nichts mehr ging. Also griffen wir ausschließlich abends zur Flasche und das so selten wie möglich. Schnuller hat er von Beginn an bekommen, weil wir uns nicht weiter zu helfen wussten, um ihn zu beruhigen, denn schreiend wollte er nicht an die Brust und nuckeln zur Beruhigung erst recht nicht. Er ist auch recht selten an der Brust eingeschlafen.
Ich habe sehr viel geweint, hatte zwischendurch Phasen in denen ich Angst vor den Stillen hatte und bin vermutlich zuletzt knapp an einer Depression vorbeigeschrappt.
Eigentlich dachte ich aber zuletzt (vor zwei Wochen), ja es ist zwar anstrengend das Stillen aber es klappt eigentlich ganz gut (nach 10/11 Wochen) mit ein paar Problemchen. Er trank ja immer aber halt seltener und ziemlich kurz (manchmal nur 3- 5 Minuten an einer Brust, kam dann halt nach einer Stunde wieder)
Nun ja, bei der U4 hat mir dann die Kinderärztin gesagt, dass mein Sohn unbedingt zugefüttert werden muss, da er viel zu wenig zugenommen hat. Wieder ein Tiefschlag der gesessen hat... panisch haben wir dann zugefüttert, wenn er die Brust mal wieder abgelehnt hat und Promt war mein Sohn besser drauf und hat dann aber leider angefangen die Brust noch mehr zu verweigern und nun schreit er fast panisch, wenn er sie nur sieht.
Für die Psyche ist das wirklich schlimm. Man kommt sich so abgelehnt vor. Montag haben wir übrigens eine Kontrolltermin bei der KInderärztin.
Ich bekomm es nun wieder seit 2 Tagen wieder hin, dass er im Halbschlaf die Brust nimmt. Den Schnuller lasse ich seit 2 Tagen bestmöglich weg und er hat auch schon an der Brust genuckelt, weil er sonst nirgends nuckeln kann (so ein wunderschönes Gefühl). Ich lege ihn im Halbschlaf an, dann saugt er kurz und ist schnell frustriert, wenn nicht gleich was kommt. Das grösste Problem ist demnach der langsame Milchspendereflex und dass ich einfach zu wenig Milch habe! Ich pumpe wirklich ganz fleißig ab aber auch da kommt nicht wirklich was. Nachts gebe ich die Brust doch auch da im Halbschlaf gibt er nach 1-2 Minuten auf, weil einfach zu wenig / zu langsam kommt.
Wir haben auch schon alles mögliche an Stillfreundliche versucht. BES = keinen Wert/nimmt er nicht an und läuft aus (hat übrigens auch einen ekelhaften Gestank nach Plastik, der durch Mehrfaches auskochen nicht weg geht!) Medela Softcup = er verschluckt sich nur und ist dann aufgebracht. stillen im Gehen und auf dem Peziball, nackt im Bett kuscheln, in der Badewanne u.v.m.
Meine Fragen:
- er muss ja zunehmen (ist wirklich ein zartes Kerlchen) ist es einfach besser abzustillen und zu akzeptieren, dass es nicht klappt?
Zudem habe ich Angst, dass er wieder so unzufrieden wird und viel schreit, wenn er wieder so dauerhaft Hunger hat. außerdem weiß ich nie wie viel er trinkt. Zuletzt dachte ich ja auch alles ist eigentlich ok (Windelmenge, er war zufrieden nach dem trinken...) dann kam der Termin beim Arzt.
- wie kann ich die Milchproduktion effektiv erhöhen? Ich habe schon alles probiert (pumpen (kommt nur wenig und ganz spät der MSR), cluster-pumpen, karamalz, Bockshornkleekapseln...)
- beim pumpen: ich möchte ja die Brust so oft wie möglich anbieten. Er kommt in ganz unregelmäßigen Abständen, also muss ich mit dem pumpen ja warten, bis ich zumindest versucht habe anzulegen. Wann soll ich dann pumpen wenn er erst nach 4 Stunden essen will? Oder soll ich einfach konsequent alle 2 Stunden pumpen und wenn ich weiß ich habe gerade gepumpt, dann einfach nicht anlegen weil er dann sowieso enttäuscht wird und schreit?
- kann es sein, dass ich einfach wirklich nicht genug Milch produziere, um ihn in der Phase satt zu bekommen?
- anlegen, anlegen, anlegen klappt bei uns nicht, denn er schreit ja nur wenn nichts kommt, dann ist ein anlegen einfach unmöglich. Er schreit wie am Spieß und hat dann auch Aussetzer beim schreien (das kann kein Mama-Herz mitmachen!)
Es ist wirklich zum verrückt werden! Ich weiß einfach nicht mehr was richtig ist. Ich habe alles versucht und gebe mir so viel Mühe! Hatte schon immer ein Kampf mit dem stillen und nun scheint alles für die Katz zu sein...
Meine Brüste werden langsam auch immer Wunder von vielen „trocken-pumpen“ 🥺
Ich würde mich freuen, wenn jemand ein paar Tipps hat was ich machen kann. Ich versuche auch so wenig Druck wie möglich bei mir selbst aufzubauen, damit die Psyche kein Problem darstellt bei der Milchbildung aber das ist natürlich leichter gesagt als getan.
Viele liebe Grüße und danke schonmal, falls jemand einen Tipp hat!
Ich bin Neu-Mama. Mein Sohn ist heute genau 12 Wochen alt. Ich stille von Anfang an allerdings hatten wir immer wieder unterschiedliche Probleme. Mal zu wenig Milch, mal zu viel Milch, manchmal wollte mein Sohn gar nicht ran... es hat einfach nie wirklich reibungslos funktioniert (ungelogen alle 2-3 Tage ein anderes Problem) und ich wurde immer angespannter. Zudem war mein Sohn sehr anstrengend und hat extrem viel geschrien... sowohl am Tag aber hauptsächlich in den Abendstunden. Ich konnte meinen Sohn abends nur selten anlegen, weil er sich so heftig in Rage geschrien hat, dass nichts mehr ging. Also griffen wir ausschließlich abends zur Flasche und das so selten wie möglich. Schnuller hat er von Beginn an bekommen, weil wir uns nicht weiter zu helfen wussten, um ihn zu beruhigen, denn schreiend wollte er nicht an die Brust und nuckeln zur Beruhigung erst recht nicht. Er ist auch recht selten an der Brust eingeschlafen.
Ich habe sehr viel geweint, hatte zwischendurch Phasen in denen ich Angst vor den Stillen hatte und bin vermutlich zuletzt knapp an einer Depression vorbeigeschrappt.
Eigentlich dachte ich aber zuletzt (vor zwei Wochen), ja es ist zwar anstrengend das Stillen aber es klappt eigentlich ganz gut (nach 10/11 Wochen) mit ein paar Problemchen. Er trank ja immer aber halt seltener und ziemlich kurz (manchmal nur 3- 5 Minuten an einer Brust, kam dann halt nach einer Stunde wieder)
Nun ja, bei der U4 hat mir dann die Kinderärztin gesagt, dass mein Sohn unbedingt zugefüttert werden muss, da er viel zu wenig zugenommen hat. Wieder ein Tiefschlag der gesessen hat... panisch haben wir dann zugefüttert, wenn er die Brust mal wieder abgelehnt hat und Promt war mein Sohn besser drauf und hat dann aber leider angefangen die Brust noch mehr zu verweigern und nun schreit er fast panisch, wenn er sie nur sieht.
Für die Psyche ist das wirklich schlimm. Man kommt sich so abgelehnt vor. Montag haben wir übrigens eine Kontrolltermin bei der KInderärztin.
Ich bekomm es nun wieder seit 2 Tagen wieder hin, dass er im Halbschlaf die Brust nimmt. Den Schnuller lasse ich seit 2 Tagen bestmöglich weg und er hat auch schon an der Brust genuckelt, weil er sonst nirgends nuckeln kann (so ein wunderschönes Gefühl). Ich lege ihn im Halbschlaf an, dann saugt er kurz und ist schnell frustriert, wenn nicht gleich was kommt. Das grösste Problem ist demnach der langsame Milchspendereflex und dass ich einfach zu wenig Milch habe! Ich pumpe wirklich ganz fleißig ab aber auch da kommt nicht wirklich was. Nachts gebe ich die Brust doch auch da im Halbschlaf gibt er nach 1-2 Minuten auf, weil einfach zu wenig / zu langsam kommt.
Wir haben auch schon alles mögliche an Stillfreundliche versucht. BES = keinen Wert/nimmt er nicht an und läuft aus (hat übrigens auch einen ekelhaften Gestank nach Plastik, der durch Mehrfaches auskochen nicht weg geht!) Medela Softcup = er verschluckt sich nur und ist dann aufgebracht. stillen im Gehen und auf dem Peziball, nackt im Bett kuscheln, in der Badewanne u.v.m.
Meine Fragen:
- er muss ja zunehmen (ist wirklich ein zartes Kerlchen) ist es einfach besser abzustillen und zu akzeptieren, dass es nicht klappt?
Zudem habe ich Angst, dass er wieder so unzufrieden wird und viel schreit, wenn er wieder so dauerhaft Hunger hat. außerdem weiß ich nie wie viel er trinkt. Zuletzt dachte ich ja auch alles ist eigentlich ok (Windelmenge, er war zufrieden nach dem trinken...) dann kam der Termin beim Arzt.
- wie kann ich die Milchproduktion effektiv erhöhen? Ich habe schon alles probiert (pumpen (kommt nur wenig und ganz spät der MSR), cluster-pumpen, karamalz, Bockshornkleekapseln...)
- beim pumpen: ich möchte ja die Brust so oft wie möglich anbieten. Er kommt in ganz unregelmäßigen Abständen, also muss ich mit dem pumpen ja warten, bis ich zumindest versucht habe anzulegen. Wann soll ich dann pumpen wenn er erst nach 4 Stunden essen will? Oder soll ich einfach konsequent alle 2 Stunden pumpen und wenn ich weiß ich habe gerade gepumpt, dann einfach nicht anlegen weil er dann sowieso enttäuscht wird und schreit?
- kann es sein, dass ich einfach wirklich nicht genug Milch produziere, um ihn in der Phase satt zu bekommen?
- anlegen, anlegen, anlegen klappt bei uns nicht, denn er schreit ja nur wenn nichts kommt, dann ist ein anlegen einfach unmöglich. Er schreit wie am Spieß und hat dann auch Aussetzer beim schreien (das kann kein Mama-Herz mitmachen!)
Es ist wirklich zum verrückt werden! Ich weiß einfach nicht mehr was richtig ist. Ich habe alles versucht und gebe mir so viel Mühe! Hatte schon immer ein Kampf mit dem stillen und nun scheint alles für die Katz zu sein...
Meine Brüste werden langsam auch immer Wunder von vielen „trocken-pumpen“ 🥺
Ich würde mich freuen, wenn jemand ein paar Tipps hat was ich machen kann. Ich versuche auch so wenig Druck wie möglich bei mir selbst aufzubauen, damit die Psyche kein Problem darstellt bei der Milchbildung aber das ist natürlich leichter gesagt als getan.
Viele liebe Grüße und danke schonmal, falls jemand einen Tipp hat!