Mit zur Beerdigung?
Verfasst: 05.07.2019, 10:23
Eigentlich ist meine Meinung schon klar: auch Kinder können, sollen, dürfen zu einer Beerdigung. Unser "spezieller" Fall und die Anmerkungen einer Freundin lassen mich nun doch zweifeln. Ich würde mich freuen, eure Meinung zu hören.
Es geht um den Kleincousin meines Mannes, er wohnt hier im Ort, aber selbst ich habe ihn nicht gekannt. Er ist am Montag tödlich verunglückt. Die Urnenbeisetzung ohne Messe (nur ein paar Abschiedsworte soll es geben) ist am Samstag. Für mich war klar, sie gehen mit, auch wenn sie ihn nicht kennen. Gar nicht mal schlecht, dann ist es auch nicht so dramatisch für sie. Und irgendwo gehört das doch zum sozialen Miteinander auch dazu, dass man nicht nur bei Freudenfeiern dabei ist, oder? Ab welchem Alter soll man das denn sonst machen? Baby und Kleinkind, da wäre ich vielleicht echt noch mit ihnen daheim geblieben... aber sie sind ja schon 11 und 8, fast 9.
Nun meint mein Mann schon die ganzen Zeit "was sollen die da" und eine Freundin eben meinte, es sei bestimmt dramatisch, weil er ja noch jung war (41) und bestimmt viele weinen würden usw.
Angesagt von der Familie wurde aber, das nur Familie und engster Freundeskreis erwünscht sind. Er hat keine Familie außer seiner Mutter. Keine Kinder, Frau weiß ich nicht bzw. neue Freundin haben wir gehört.
Was meint ihr, mute ich meinen Kindern zu viel zu? Ich weiß es einfach selbst nicht. Mein Großer ist Messdiener, wie ich damals. Und ich habe viele Beerdigungen gedient, auch dramatische (Baby). Das hat mir nie was ausgemacht... da ich die Leute ja nicht kannte. Er hatte bisher noch keinen Dienst bei Beerdigungen. Das machen hier am Dorf wohl immer die gleichen 2 Jungs. Bei uns in der Stadt sind das ja natürlich viel mehr gewesen, teils 3-4 in der Woche...
Allerdings befürchte selbst ich (jetzt, nach den Worten meiner Freundin), dass die zwei sich da emotional Zuviel reinziehen lassen könnten. Wenn andere weinen z.B. oder dass Ihnen Angst wird, dass einem von uns auch sowas passieren könnte (was defacto ja so ist, aber sie können sowas dann lange schlecht ausblenden - z.B. war der Kleine länger sehr ängstlich er könnte ersticken müssen wenn er erwachsen ist, wenn wir nicht aufhören, Regenwald zu roden, weil er auf einer Wasistwas CD gehört hatte, dass uns dann der Sauerstoff ausgeht).
Nur: kann man die dann so lange allein daheim lassen? Oder nur danach zum Kaffee mitnehmen?
Es geht um den Kleincousin meines Mannes, er wohnt hier im Ort, aber selbst ich habe ihn nicht gekannt. Er ist am Montag tödlich verunglückt. Die Urnenbeisetzung ohne Messe (nur ein paar Abschiedsworte soll es geben) ist am Samstag. Für mich war klar, sie gehen mit, auch wenn sie ihn nicht kennen. Gar nicht mal schlecht, dann ist es auch nicht so dramatisch für sie. Und irgendwo gehört das doch zum sozialen Miteinander auch dazu, dass man nicht nur bei Freudenfeiern dabei ist, oder? Ab welchem Alter soll man das denn sonst machen? Baby und Kleinkind, da wäre ich vielleicht echt noch mit ihnen daheim geblieben... aber sie sind ja schon 11 und 8, fast 9.
Nun meint mein Mann schon die ganzen Zeit "was sollen die da" und eine Freundin eben meinte, es sei bestimmt dramatisch, weil er ja noch jung war (41) und bestimmt viele weinen würden usw.
Angesagt von der Familie wurde aber, das nur Familie und engster Freundeskreis erwünscht sind. Er hat keine Familie außer seiner Mutter. Keine Kinder, Frau weiß ich nicht bzw. neue Freundin haben wir gehört.
Was meint ihr, mute ich meinen Kindern zu viel zu? Ich weiß es einfach selbst nicht. Mein Großer ist Messdiener, wie ich damals. Und ich habe viele Beerdigungen gedient, auch dramatische (Baby). Das hat mir nie was ausgemacht... da ich die Leute ja nicht kannte. Er hatte bisher noch keinen Dienst bei Beerdigungen. Das machen hier am Dorf wohl immer die gleichen 2 Jungs. Bei uns in der Stadt sind das ja natürlich viel mehr gewesen, teils 3-4 in der Woche...
Allerdings befürchte selbst ich (jetzt, nach den Worten meiner Freundin), dass die zwei sich da emotional Zuviel reinziehen lassen könnten. Wenn andere weinen z.B. oder dass Ihnen Angst wird, dass einem von uns auch sowas passieren könnte (was defacto ja so ist, aber sie können sowas dann lange schlecht ausblenden - z.B. war der Kleine länger sehr ängstlich er könnte ersticken müssen wenn er erwachsen ist, wenn wir nicht aufhören, Regenwald zu roden, weil er auf einer Wasistwas CD gehört hatte, dass uns dann der Sauerstoff ausgeht).
Nur: kann man die dann so lange allein daheim lassen? Oder nur danach zum Kaffee mitnehmen?