Patin für 9 Monate

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Nat24
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Re: Patin für 9 Monate

Beitrag von Nat24 » 17.05.2019, 20:49

Noch was zu deinem Satz:

"Alles ist möglich mit der nötigen hilfestellung."

Nein, ist es nicht. Es liegt nicht an mir zu entscheiden, was möglich ist. Auch als Begleiter begleite ich die Familie nur einen kurzen Weg, den Rest müssen sie selber gehen.
Aber ich stimme dir völlig zu, dass die Frauen also (psychologische) Unterstützung brauchen. Und das auch vielleicht erst in 10 Jahren.
"Attachment is not a parenting style, but a basic need of every child." - Pinky McKay

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blauelagune
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Re: Patin für 9 Monate

Beitrag von blauelagune » 17.05.2019, 21:10

Toll geschrieben, danke, Nat!
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sandra86
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Re: Patin für 9 Monate

Beitrag von sandra86 » 17.05.2019, 21:16

Also an sich dachte ich im ersten Moment - tolle Sache! Aber dass dort ohne Qualifikation in der Richtung, ohne psychologische Kenntnisse “gearbeitet“ werden kann, wenn ich es richtig verstehe und es dann noch Richtung Abtreibungsgegner geht, halte ich für sehr fragwürdig!
Viele Grüße,
Sandra

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Re: Patin für 9 Monate

Beitrag von kasimira » 17.05.2019, 21:29

Ich habe mir die Seite angesehen (ohne zu wissen, wer dahinter steckt) und ich hatte die so verstanden, dass da den Frauen in der Schwangerschaft geholfen wird, die sich schon (gegen eine Abtreibung) entschieden haben? Also nicht, dass da noch irgendwie beraten wird. Das finde ich immer noch eine tolle Sache, bin mir aber jetzt mit dem Hintergrundwissen nicht mehr so sicher, ob das etwas für mich wäre.
liebe Grüße,
kasimira

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Re: Patin für 9 Monate

Beitrag von rueckenwind » 17.05.2019, 21:30

Ich finde die Idee sehr schön - allerdings eher im Sinne dessen, ein Ansprechpartner zu sein, auf Nachfrage zu unterstützen in Alltagsdingen und einfach zuzuhören. Weniger mit"Beratungsauftrag", da sind entsprechende Stellen nicht ohne Grund mit ausgebildetem Personal besetzt....

Die Nähe zu Abtreibungsgegnern schreckt mich aber definitiv ab, ich denke jegliche ideologische Ausrichtung darf bei der Entscheidung über das weitere Leben eines anderen Menschen keine Rolle spielen.
T. mit Rumpeltochter (04.11) und Purzelsohn (08.13)

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Re: Patin für 9 Monate

Beitrag von Sternenmami » 17.05.2019, 22:45

Ich bin ehrlich, ich bin nicht fürs abtreiben, aber das ist nicht meine Entscheidung. Ich akzeptiere Entscheidungen. Sie wollte nicht abtreiben und sah sich unter Zugzwang.

Also was habe ich getan. Ich habe mich zur Verfügung gestellt. Ich habe ihr zugehört und bin mit ihr dann zu den entsprechenden Stellen gegangen. Dann habe ich mich neben ihr hingesetzt und ihr die Möglichkeiten erklären lassen. Sie lernte ein gutes Mutterkindheim kennen und nun hat sie ne eigene Wohnung. Einen guten Ausbildungsplatz als "Bankangestellte" ist ihr auch sicher.

Also mal ehrlich, so schlecht finde ich das nicht, zudem das ihr Wunsch war. Andere Menschen studieren sogar mit Kindern. Warum ist da nicht alles Möglich? Mit der entsprechenden Hilfe (welche das Jugendamt wirklich bieten kann) ist mehr möglich als mir damals möglich war und das ohne Kind. Aber gut ich hatte bisher nur einen Fall.Und ja ich kann meine eigene Meinung hinten anstellen.

Eine Ehemalige Arbeitskollegin sagte mal zu mir sie wollte nie Kinder und hatte eine Tochter. Sie würde ihre Tochter auch lieben aber trotzdem wollte sie nie Kinder haben und war froh das ihre zweite Schwangerschaft eine Eileiterschwangerschaft war. So konnte sie das ohne Probleme entfernen lassen. Ihre Erste Schwangerschaft war zu weit fortgeschritten daher konnte sie ihre geliebte Tochter nicht abtreiben lassen. Würde sich eine solche Frau an eine Patin wenden? Fraglich.

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Re: Patin für 9 Monate

Beitrag von chennai » 17.05.2019, 23:01

Ich finde dein Engagement da toll, Sternenmami. Hätte das Angebot jetzt auch eher so verstanden, dass es eine Begleitung für die Frauen oder Mädchen darstellen soll, die sich ohnehin schon für das Baby entschieden haben.
Genauso finde ich es aber auch verständlich, wenn andere nicht in die Ecke von Abtreibungsgegnern geraten wollen und daher nicht im Rahmen DIESER Initiative tätig werden wollen.
Lieben Gruß,
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Re: Patin für 9 Monate

Beitrag von MCM18 » 18.05.2019, 09:06

Ich denke ein ehrenamtlicher Begleiter ist dazu da, zu begleiten. Nicht zu beraten.
Er gibt Hilfestellung im Alltag und hat eher die Funktion einer "normalen" Person, er darf meiner Meinung nach dann auch eine eigene Meinung haben, sollte aber natürlich diese nicht aufdrängen.
Der Verein, der die Hilfe anbietet, hat meist auch irgendeine (ideologische) Ausrichtung: christlich, emanzipatorisch, Fokus auf Unterstützung von Migranten, Abtreibungsgegner,...
Ich denke jeder Begleiter und zu Begleitende kann sich da sein Angebot raus suchen und dann sollte es hoffentlich für alle passen.

Übrigens gibt es von neutralen Stellen oft die Vermittlung von Familienpatenschaften. Da geht es jetzt nicht nur um die Unterstützung von Schwangeren (im Konflikt mit der Schwangerschaft), aber es gibt auch immer wieder Schwangere.

Wer konkret mit Jugendlichen Müttern arbeiten möchte, könnte auch bei den Trägern von Mutter-Kind-Heimen anfragen.

Ich denke die Unterstützung in der Zeit der Entscheidungsfindung ist eine so kurze Zeit, dass es dafür wenig konkrete Vermittlungsangebote gibt.
Schade ist wirklich, dass es zwar Angebote gibt, für Frauen, die sich für das Kind entscheiden (da man sie als Zielgruppe Schwangere benennen kann), jemand der sich jedoch gegen das Kind entscheidet hat keine Möglichkeit der niederschwelligen Hilfe, sondern nur den Psychologen und dahin zu gehen, ist ja oft eine Hürde.
Aber die Zielgruppe Frau mit Schwangerschaftsabbruch ist halt immer noch stigmatisiert und es wird darüber geschwiegen
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Re: Patin für 9 Monate

Beitrag von Amber » 18.05.2019, 09:46

MCM18 hat geschrieben:
18.05.2019, 09:06
Der Verein, der die Hilfe anbietet, hat meist auch irgendeine (ideologische) Ausrichtung: christlich, emanzipatorisch, Fokus auf Unterstützung von Migranten, Abtreibungsgegner,...
Natürlich hat jeder seinen Hintergrund. Nur möchte ich immer gerne wissen, mit wem ich es zutun habe. Wenn das aus dem Impressum nicht klar hervorgeht sondern erst eigene Recherchen dazu notwendig sind, macht mich das sehr skeptisch. Es ist eben gerade kein neutrales Angebot wie es die Seite vortäuscht.

Patenschaften können auch über Kirchengemeinden, Freikirchen oder sogar ganz neutral als Familienpatenschaft über das Jugendamt vermittelt werden. Wer bereit dafür ist, kann sich bei seinem Jugendamt melden. Dafür braucht es keine dubiose Organisation.
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Re: Patin für 9 Monate

Beitrag von MCM18 » 18.05.2019, 10:08

Ja da hast du Recht, Amber. Es sollte natürlich klar sein, was für eine Ideologie der Verein hat!
Lg MCM mit Y (10/17)

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