Pumpstillen bei Frühchen

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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SchwarzwaldMama
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Re: Pumpstillen bei Frühchen

Beitrag von SchwarzwaldMama » 18.05.2019, 08:59

Guten Morgen!

Zum Thema Schlafsack/Pucksack
Ja ich meinte die, die nur bis zur Hüfte gehen und dort so ein elastisches Bündchen haben.
Haben wir genutzt solange die Maus im Beistellbett geschlafen hat.
Seit sie bei uns im Bett ist schläft sie unter der Decke, allerdings am Anfang höchstens bis zur Hüfte (weil warm und gefährlich bezüglich zudecken). Ich hatte dann immer ihren Kopf auf meiner Kopfhöhe (oder umgekehrt)
Wegrücken ging bei uns jedoch nie... Ich habe hier eine Kontaktschläferin. Früher wurden Versuche meinerseits etwas Abstand zwischen uns zu bekommen mit aufwachen ihrerseits und weinen kommentiert, mittlerweile rückt sie einfach nach 🙈

Und natürlich wird dein Kind von deiner Milch satt!!!
Aber, es ist nun mal ein Säugling. Ein Säugling gehört an die Brust! Zum Nahrung aufnehmen, zum nuckeln, um sich geborgen zu fühlen und zu entspannen, um zu Kuscheln und Nähe zu genießen,...
Das ist ganz normales Babyverhalten!!! Und ja, das kann manchmal verdammt anstrengend und nervend sein!!!

Hast du Möglichkeit in deiner Nähe Kontakt zu anderen vollstillenden Müttern zu bekommen?
Gibt es jemanden in deiner Verwandtschaft/Bekanntschaft der voll gestillt hat/voll stillt und zu einem ehrlichen Austausch bereit ist?

Weißt du, niemand kann dir irgendwas vorschreiben, weder zum schlafen noch zum Stillen noch zu irgendwas anderem.
Wir hier können dich ermutigen den Weg den du eingeschlagen hast weiter zu gehen.
Teazer kann dich fachlich perfekt begleiten und dir Mut zusprechen..

Und ja, bevor du umkippst (eigentlich viel früher...) soll dein Mann die kleine in die Trage nehmen und mit ihr nen Spaziergang machen, oder durchs Haus tigern!!!

Es ist deine Entscheidung als Mutter, eure Entscheidung als Familie was ihr wie umsetzen wollt.
Das gilt fürs Stillen, fürs Schlafen, fürs Tragen und anziehen genauso wie später zb für die Erziehung.
Es wird immer jemand eine andere Meinung haben, du wirst immer mal wieder verunsichert werden und deinen/euren Weg überdenken und gegebenenfalls neu gestalten.
Wichtig ist nur, dass es eben dein /euer Weg ist 😊
Liebe Grüße von der Schwarzwaldmama mit der Zaubermaus (17.06.2018)
Geliebt, gestillt, getragen und familiengebettet

Grashüpfer
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Re: Pumpstillen bei Frühchen

Beitrag von Grashüpfer » 18.05.2019, 09:04

Guten Morgen,
das Gewicht von heute ist ein Einzelwert, der sagt für sich alleine überhaupt nichts aus. Schreib ihn hier auf und überlass Teazer die Auswertung.

Dieses abendliche Gemotze mit Dauernuckeln und Unzufriedensein wegen allem und jedem ist völlig normal. Guck dich mal hier im Forum ein bisschen um, der Großteil der Babies hat das. Ich fand auch bei beiden Kindern die ersten Wochen abends furchtbar. Geholfen hat am besten, mit ihnen ins Bett zu gehen, zu lesen, Filme zu gucken und sie einfach nuckeln zu lassen. Oder alleine ins Bett gehen, dem Papa das Baby in die Trage packen und den ne Runde spazieren schicken.
Und Dauernuckeln die ganze Nacht haben wir immer noch. Sie ist jetzt fast 2 und hat definitiv keinen Hunger.
Und weil das bei keinem deiner Bekannten so ist. Ich glaube, man spricht nicht so offen darüber, wenn was nicht so läuft. Gerade am Anfang ist man doch oft stolz darauf, was das Kind schon alles kann und spricht eher über das, was gut läudt. Ich dachte anfangs auch oft, wir hätten das weltanstrengendste Kind, das dauernd trinken will, sich nie ablegen lässt, nicht alleine schlafen kann und ich bestimmt nie wieder was anderes tun werde, als stillend auf der Couch zu hocken. Aber das geht vorbei und viele Kinder sind genau so.

Und zu der Aussage deines Mannes und der Kinderärztin, deine Milch mache nicht satt. Doch, das tut sie. Die Aussage ist einfach falsch. Es geht beim stillen um soviel mehr als das Kind einfach satt zu bekommen. Leider wirst du, was das Stillen angeht, mit viel Halb- umd Unwissen konfrontiert werden und es gibt viele Leute, die sich einbilden, ihren Senf dazu abgeben zu müssen. Da ist ein dickes Fell und eine gewisse Sturheit hilfreich :D
Habt einen entspannten Tag
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Re: Pumpstillen bei Frühchen

Beitrag von ShinyCheetah » 18.05.2019, 09:57

Nadine212 hat geschrieben:
18.05.2019, 08:17
@Shiny
Du kennst dieses Verhalten also an der Brust? Bzw dieses ständige an der Brust sein wollen?
*schielt runter zum brustnuckelnd schlafenden Baby*
Jep :5:
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Re: Pumpstillen bei Frühchen

Beitrag von Teazer » 18.05.2019, 10:08

Guten Morgen, Nadine.
Nadine212 hat geschrieben:
18.05.2019, 08:17
Mein Mann hat ihr gestern Abend mal wieder aus reiner Verzweiflung die Flasche gegeben weil ich kurz vom umkippen war, es ging einfach nichts mehr, aber komischerweise wollte sie danach trotzdem an die Brust, ich bin dann eingeschlafen, mein Mann hat sie nach einer halben Stunde von der Brust genommen und keine halbe Stunde ging das weinen wieder los.
Also jetzt bin ich wirklich erledigt :lol:
ich bin ein großer Fan von sich einbringenden Vätern. Aber warum greift Dein Mann so ein? Sieht er nicht, dass das kontraproduktiv ist? Jede Flasche stört Deine Milchbildung und verschlimmert die Saugverwirrung Eurer Tochter. Er nimmt ihr und Dir (und sich selbst?) Schlaf, weil er sie von der Brust nimmt. Ich finde das, ehrlich gesagt, überhaupt nicht lustig.

Wenn er sich einbringen möchte, dann soll er sie in den Schlaf tragen und Dich vorschlafen lassen. Das ist Hilfe, nicht Maßnahmen, die das Stillen torpedieren.

Ich weiß, dass das Thema Bed sharing in Eurem Kontext schwierig ist. Aber ich sehe nicht wirklich eine Alternative, mit der Ihr sonst genügend Schlaf bekommt und das Stillen schützt.

Ich empfehle Euch dringend diesen Artikel und dieses Buch zu lesen.

Ich habe wirklich den Eindruck, das über 90 % Eurer Probleme daher kommen, dass Ihr falsche Erwartungen an Euer Baby habt. So geht es heutzutage vielen Eltern. Ihr seid damit also nicht allein.
Viele Grüße von Teazer (Stillmodteam)

"Mit einer Kindheit voller Liebe aber kann man ein halbes Leben hindurch für die kalte Welt haushalten." (Jean Paul)
AP estab. 2009, 2011 & 2014

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Re: Pumpstillen bei Frühchen

Beitrag von Valencia » 18.05.2019, 11:13

Das Buch kenne ich, das ist wirklich super!

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Re: Pumpstillen bei Frühchen

Beitrag von matje » 18.05.2019, 11:25

Mein Lieblingsbuch. Verschenke ich gern an Erstlingsmütter :)
Ich habe hier ja auch ein Frühchen, er wächst sehr gut und ist putzmunter, aber ich schrieb glaube ich schon mal, er ist entweder an der Brust, oder im Tragetuch, oder schläft mit seiner Nase max. 10 cm von der Brust entfernt in meiner Armbeuge. Das finde ich völlig normal. Nie schläft er 30 min ohne mich irgendwo. Das hat aber doch nichts mit Hunger zu tun, so sind Babies einfach. Wenn man sie lässt.
The trouble with being a parent is that by the time you are experienced, you are unemployed

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Re: Pumpstillen bei Frühchen

Beitrag von Nadine212 » 18.05.2019, 14:39

Danke für eure Antworten.
Der Papa wurde gestern absolut nicht akzeptiert wir haben alles versucht! Sie wollte einfach bei mir an der Brust sein.
Und ja ich habe 3 Monate für stillen gekämpft und ihr sagt mir das es normal ist aber ich habe 2 Freundinnen die Vollgestillt haben mit denen ich heute morgen kurz gesprochen habe, das die Babys oft stillen wollten kannten sie natürlich, aber nicht das die Babys nach 2 Minuten saugen einschlafen und sich nicht mehr wecken ließen und nachts hatten sie auch Schlafpausen die wir ja nicht haben. Ich schlafe fast im sitzen ein :lol:
Sie darf wirklich so oft an die Brust wie sie möchte aber sie soll auch trinken ich muss bei jeder Stillmahlzeit überall ständig kitzeln damit sie wenigstens noch etwas nuckelt! Jeglicher Versuch ohne stillhütchen endete wieder in brüllen mit knallrotem Kopf.
Mir ist stillen wichtig aber noch wichtiger ist mir mein Baby genießen zu können und das kann ich aktuell nicht!

Artikel und Buch schau ich mir an.

Vielleicht sollte ich nochmal live jemanden aufs stillen schauen lassen? Wann wird es besser?
♡ mit Minni Mausi 02/19 (korrigiert 04/19) ♡

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Re: Pumpstillen bei Frühchen

Beitrag von Galaxy » 18.05.2019, 15:19

Liebe Nadine,
Ich habe hier die ganze Zeit mitgelesen und mitgefiebert.
Möchte dir meine Erfahrung da lassen. Meine kleine ist jetzt fast genau 4 Monate alt und es kommt jetzt die Zeit, wo ich sie nach dem stillen mal unter den spielbogen legen kann und sie zufrieden spielt (Max 30 min). Danach möchte sie an die Brust einschlafen. Über Tag kannst man es vergessen sie ins Bettchen zu legen wenn sie eingeschlafen ist da dauert es keine 10 min und sie ist wach und weint weil sie müde ist aber nur bei Mama schlafen möchte. Papa wird da auch nur akzeptiert wenn Mama nicht da ist (z.b einkaufen) aber auch dann mit mindestens 10 min Gebrüll. Einzig und allein die Oma schafft es die kleine zum schlafen zu bekommen wenn ich da bin aber sie läuft dann auch die ganze Zeit rum und wippt die kleine.
Wir praktizieren Familienbett und das war auch unsere Rettung denn nachts wäre die kleine denke ich auch nicht anders so gehe ich mit ihr ins Bett stille sie schlafe bei der zweiten Seite meist ein und sie auch und dann bleiben wir so liegen. Und die kleine sucht definitiv meine Nähe wenn ich nachts mal wach werde um mich auf die andere Seite zu drehe ( habe jetzt knapp 3 Monate geschlafen ohne mich auch nur 1 mm zu bewegen) werde ich wieder wach gemacht weil die kleine nachgerückt ist und meine Brust sucht.

Wie du siehst es ist völlig normal das die kleinen nur Mama wollen und am liebsten 24std.

Mir hat der Gedanke geholfen das unsere Kinder traglinge sind und eigentlich „erst“ mit einem Jahr „fertig“ wären um geboren zu werden. Verbessert mich ruhig wenn ich hier Unsinn erzähle.

Und schau dir mal die afrikanischen Urvölker an da sind die Babys auch 24/7 bei Mama und eigentlich dauerhaft an der Brust schlafen Nuckel/trinken ein Schlückchen und schlafen wieder.
Oder noch ein Beispiel aus der Tierwelt unsere artverwandten die Affen da klammern sich die Babys auch bei Mama fest und werden nicht irgendwo abgelegt sind immer bei Mama und können sich jederzeit bedienen.

Ich für meinen Teil sehe das was du beschreibst als normales Verhalten eines Säuglings der zu gleich auch noch ein Tragling ist. Jeder der erzählt das sein Kind x std alleine irgendwo war hat entweder Glück gehabt oder nicht dazu gestanden das es vielleicht doch nur 10 min waren oder es schlicht einfach vergessen. Denn auch wir werden uns in 3,4 oder 5 Jahren nicht mehr an die „schwere“ Zeit erinnern sondern nur an das schöne was auch gut so ist sonst würde jedes Paar bestimmt nur ein Kind bekommen :D
Und das ein Säugling auch allein schlafen / sich beschäftigen soll ist in meinen Augen ein „Problem“ der Industrieländer und das hier schon die kleinsten in jede Norm passen müssen.

Ist jetzt doch was länger geworden wie gedacht, aber genieß dein Baby Schlaf zusammen mit ihm auf einer sicheren Matratze und du und dein Baby seid völlig normal. Für alles andere bist du ja hier in guten Händen.

Lg Galaxy mit 2 Sonnensystemen 😊

Nadine212
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Re: Pumpstillen bei Frühchen

Beitrag von Nadine212 » 18.05.2019, 15:26

Jetzt regt sie sich seit einer Stunde wieder tierisch auf an der Brust und saugt und saugt aber schluckt nicht weil nichts kommt....
Nasse Windeln hatte sie auch erst 2 heute (rechne immer ab Mitternacht).
Ich weiß wirklich nicht mehr weiter.

@Galaxy
Danke für deine Antwort.
Ich kann es einfach immer nicht glauben das das normal ist...
Habe doch nur Angst das sie nicht genug Milch bekommt
Alleine beschäftigen braucht sie sich auch gar nicht,aber schlafen sollten wir wirklich dringend.
Wir schlafen ja schon gemeinsam auf einee Matratze auf dem Boden aber es ist nicht wirklich besser geworden finde ich.

Jetzt wo du es sagst, wie machen die armen Frauen in Afrika das ohne Hebamme und ohne Stillberaterin. Vielleicht stelle ich mich auch zu blöd an keine Ahnung.

Ich werde es weiter machen weil ich einfach finde das Muttermilch die beste Nahrung ist für ein Baby..
♡ mit Minni Mausi 02/19 (korrigiert 04/19) ♡

Galaxy
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Re: Pumpstillen bei Frühchen

Beitrag von Galaxy » 18.05.2019, 15:45

Also erstmal zu blöd stellst du dich definitiv nicht an.!!

Und wenn ich lese ihr beide seid friedlich am schlafen und dein Mann nimmt die kleine dann weg klar das sie dann wach wird man riecht fühlt Mama ja nicht mehr. Mir hat meine Stillberaterin, welche auch zeitgleich Schlafberatung macht mal erklärt wie der Baby Schlaf funktioniert. Denn auch ich habe mir Gedanken gemacht warum mein Kind den immer wach wird wenn ich sie ablege. Sie sagte folgendes Babys Schlaf ist wohl so ausgelegt das es ca. alle 30 min kurz die Augen aufmacht um zu kontrollieren ob noch alles so ist wie als es eingeschlafen ist und wenn nicht schlägt das Gehirn Alarm und Baby Schlaf acht auf und weint weil es ja nicht weiß ob es in Gefahr ist oder nicht. Das hat für mich Sinn ergeben und mir geholfen zu akzeptieren das Babys nun mal so sind wie sie sind.

Und zu den Frauen in Afrika denke ich die brauchen weder Hebammen noch Stillberaterinen, den sie leben in einem Familien Dorf da sind quasi die alten Frauen Hebammen und Stillberaterin in einem den die Mädchen Frauen kennen es nicht anders da es dort alle so machen und man sieht halt das Baby wird angelegt ist bei Mama etc.

Ich denke bei uns (Industrieländer) ist das Problem selbst gemacht zum einen da es noch wenige in mehrgenerationen zusammenleben und auch wird mit dem Thema stillen schlafen etc. Gerne nur das schöne erzählt statt zu sagen alles läuft blöd Kind schläft nicht ich komme zu nichts etc. Denn dann könnte das gegenüber ja denken ich wäre überfordert heute wird doch von allen immer erwartet das man alles perfekt managet.
Würden mehr dazu stehen das es eben nicht so läuft wie man es aus Werbung etc erwartet oder sich vorgestellt hat denke ich würdest du auch keine selbstzweifel haben sondern das Verhalten deines Babys als normal erkennen.

Und um das Wohl und gedeihen kümmert sich ja teazer hier sehr gut. Hab vertrauen in sie in dich und in dein Baby.

Ach ja auch wir hatten hier ordentlich schreistunden wo ich gedacht hab Maus hat Hunger habe sie angelegt da schreit sie die Brust an und schreit und schreit nach 1 std war der Spuk vorbei Maus hat gestillt und danach geschlafen

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