(Power)Pumpen und Vasospasmus

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Valencia
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(Power)Pumpen und Vasospasmus

Beitrag von Valencia » 13.04.2019, 18:42

Liebes Forum,

ich lese schon etwas länger hier mit und bin begeistert von dem fachlichen und kompetenten Still-Wissen. Nun habe ich mich angemeldet, um ein paar Fragen zu stellen, die mich schon länger beschäftigen.

Meine Tochter (5 Monate) und ich haben eine schwierige Stillgeschichte mit der ständigen Sorge, ob meine Milchmenge ohne zu pumpen für meine Maus reicht. Auf Anraten meiner Hebamme habe ich nun ca 4 Monate einmal in der Nacht power gepumpt (3x 10 Minuten mit je 10 Minuten Pause) und tagsüber wenn es sich ausgegangen ist, einmal 10 Minuten nach dem Stillen nachgepumpt.
Schon früher ist mir aufgefallen, dass nach dem Pumpen meine BW oft weiß waren, habe dem aber nicht solche Bedeutung beigemessen. Nun ist es auch vor einigen Wochen auch beim Stillen aufgetreten und passiert seither häufiger. Die Stillberaterin hat einen Vasospasmus festgestellt, den ich nun mit Magnesium und Kalzium behandle.
Vor wenigen Wochen habe ich mit dem Pumpen aufgehört, da es mich zunehmend belastet hat und ich auch ausprobieren wollte, ob die Milch auch ohne Pumpen ausreicht.
Leider scheint dies nicht der Fall zu sein. In den letzten Wochen war die Gewichtszunahme ein paar Mal unter dem erforderlichen Minimum für ihr Alter von 70g/Woche. Sie ist generell eine Zarte (liegt auf der 25er Perzentile) und wir erreichen oft nur mit Mühe die gewünschte Gewichtszunahme.
Aktuell stecken wir wieder in einer Phase, in der alles andere interessanter ist, als zu trinken und ich überlege nun, wieder mit dem Power pumpen anzufangen.

Dazu habe ich nun folgende Fragen und vielleicht kann mir ja jemand weiterhelfen:
Ist es notwendig, beim Power Pumpen lange und häufig zu pumpen, auch wenn nichts mehr kommt? Ich habe häufig weitergepumpt, ohne dass noch Milch gekommen ist, da ich dachte, dass dies das Signal für die Brust sei, dass weiter Milch gebildet werden muss. Es hat sich zuletzt schon häufig unangenehm für mich angefühlt. Kann es sein, dass ich dadurch erst den Vasospasmus bekommen habe?
Oder geht es beim power pumpen eher darum, den MSR auszulösen und dann, wenn keine Milch mehr kommt, zu pausieren, um dann wieder zu pumpen und den MSR auszulösen?

Was könnte noch zur Milchsteigerung beitragen? (außer die Kleine häufig anzulegen, das versuche ich, aber es funktioniert leider nicht immer). Pumpen nach dem Stillen? Auch da, bis nichts mehr kommt oder fixe Zeiten (z.B. 5-10 Minuten)?
Oder eher zwischen den Mahlzeiten nochmal pumpen? Aber das fällt mir schwer, denn wenn ich nach 2,5-3h merke, dass die Kleine keine Anzeichen macht zu trinken und auch meine aktiv angebotene Brust nicht mag, habe ich natürlich Sorge, dass sie kurz nachdem ich gepumpt habe, Hunger bekommt und die Milch dann weg ist.

Zusammengefasst würde mich also interessieren, was die beste Vorgehensweise ist, um mit zusätzlichem Pumpen die Milch ein wenig zu steigern oder zumindest in Zeiten, wo die Kleine wenig trinken mag, konstant zu halten :D

Ich freue mich, wenn jemand dazu was weiß oder schreiben mag!

Valencia

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bayleaf
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Re: (Power)Pumpen und Vasospasmus

Beitrag von bayleaf » 16.04.2019, 23:14

Hallo Valencia, herzlich willkommen im Forum!
Valencia hat geschrieben:
13.04.2019, 18:42
Leider scheint dies nicht der Fall zu sein. In den letzten Wochen war die Gewichtszunahme ein paar Mal unter dem erforderlichen Minimum für ihr Alter von 70g/Woche. Sie ist generell eine Zarte (liegt auf der 25er Perzentile) und wir erreichen oft nur mit Mühe die gewünschte Gewichtszunahme.
Ich kann mir gerne die Gewichtsentwicklung anschauen wenn Du hier eine Liste mit Klardatum postest.
Valencia hat geschrieben:
13.04.2019, 18:42
Meine Tochter (5 Monate) und ich haben eine schwierige Stillgeschichte mit der ständigen Sorge, ob meine Milchmenge ohne zu pumpen für meine Maus reicht. Auf Anraten meiner Hebamme habe ich nun ca 4 Monate einmal in der Nacht power gepumpt (3x 10 Minuten mit je 10 Minuten Pause) und tagsüber wenn es sich ausgegangen ist, einmal 10 Minuten nach dem Stillen nachgepumpt.
Wow, das ist sehr viel Arbeit, super wie sehr Du Dich engagierst!
Valencia hat geschrieben:
13.04.2019, 18:42
Die Stillberaterin hat einen Vasospasmus festgestellt, den ich nun mit Magnesium und Kalzium behandle.
Wieviel nimmst Du denn? Mehrmals täglich?
Valencia hat geschrieben:
13.04.2019, 18:42
Was könnte noch zur Milchsteigerung beitragen? (außer die Kleine häufig anzulegen, das versuche ich, aber es funktioniert leider nicht immer).
Generell gilt: Stillmanagement verbessern. Dazu gehört:
- 10-12 mal pro Tag stillen. Bei 'älteren' Babies die gerne tagsüber abgelenkt sind lohnt es sich im abgedunkeltem Schlafzimmer, beim Tragen, etc zu stillen.
- Versuchen den Milchtransfer so effektiv wie möglich zu machen. Hast Du schon Brustkompressionen und Wechselstillen versucht?
Valencia hat geschrieben:
13.04.2019, 18:42
Oder eher zwischen den Mahlzeiten nochmal pumpen? Aber das fällt mir schwer, denn wenn ich nach 2,5-3h merke, dass die Kleine keine Anzeichen macht zu trinken und auch meine aktiv angebotene Brust nicht mag, habe ich natürlich Sorge, dass sie kurz nachdem ich gepumpt habe, Hunger bekommt und die Milch dann weg ist.
Du kannst durch Pumpen die Milch nicht 'wegnehmen'. Durch die Auslösung des MSRs wird die Milch BEIM Stillen gebildet. Genauso wie Schweiss oder Tränen, die Milch wird dann gebildet wenn sie benötigt wird. Im Gegenteil. Eine leere Brust, die gut stimuliert wird regt die Milchbildung mehr an als eine volle Brust.
Valencia hat geschrieben:
13.04.2019, 18:42
Zusammengefasst würde mich also interessieren, was die beste Vorgehensweise ist, um mit zusätzlichem Pumpen die Milch ein wenig zu steigern oder zumindest in Zeiten, wo die Kleine wenig trinken mag, konstant zu halten
Hast Du schon mal versucht die Milch von Hand zu gewinnen ?


Viele liebe Grüße

bayleaf
Mit meinen 09/12/16 Jungs

Valencia
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Re: (Power)Pumpen und Vasospasmus

Beitrag von Valencia » 17.04.2019, 14:52

Hallo bayleaf,

vielen Dank für deine Antwort!

Eines muss ich noch ergänzen: Das Zungenbändchen unserer Tochter wurde zweimal durchtrennt. Einmal das vordere am Tag nach der Geburt. Dann aufgrund der anhaltenden Stillschwierigkeiten und großen Unruhe beim Stillen wurde auf Anraten der Stillberaterin vor Ort nochmal von einer HNO das posteriore Zungenbändchen angesehen und durchtrennt, weil es ebenfalls zu kurz war. Das führte zwar zu einem 1,5 Wochen dauernden Stillstreik, aber: sie trinkt jetzt endlich ohne ständig abzudocken und zu weinen, sie hat einen guten Zug und ich spüre seit der OP den MSR und teilweise auch 2 oder 3, wenn sie länger bei einer Seite trinkt. Und ich höre nun die Flüssigkeit in ihrem Mund. Das führte auch zur Annahme, dass sie es nun hoffentlich endlich schafft, die Brust selbst gut entleeren und ich nicht immer pumpen muss.
Aber scheinbar reicht es doch nicht ganz.

Wegen der Gewichtskurve - ich stehe mit einer Stillberaterin in Kontakt, bei der ich hoffentlich nächste Woche einen Einzel-Beratungstermin vereinbaren kann (hatte Anfang des Jahres schon einen bei ihr). Sie kennt auch unsere Geschichte und Gewichtskurve und hat da eh ein Auge drauf.
Gestern waren wir auch bei der Kinderärztin wiegen. die Kurve verläuft nun etwas flacher, aber die Ärztin war entspannt, da sie sich noch zwischen den beiden Perzentilen befindet und meinte, solange sie nicht eine nach unten kreuzt, würde noch alles passen.

Ich bin nur gegenüber dem Pumpen sehr ambivalent eingestellt. Auf der einen Seite gab es mir ein sicheres Gefühl, etwas für die Milchbildung zu tun, wenn Töchterchen die Stillabstände vergrößerte oder einige Tage immer nur eine Seite pro Mahlzeit getrunken hat. Auf der anderen Seite war es sehr kräftezehrend und ich konnte und wollte dann irgendwann nicht mehr ständig nachts eine Stunde in der Küche sitzen und pumpen und konnte dann oft auch nicht mehr gut einschlafen.
Zwischenzeitlich war ich auch so weit, mich mit dem Gedanken an Pre-Nahrung und Fläschchen anzufreunden. Leider hat sie aber im 3. Lebensmonat eine starke atopische Dermatitis bekommen und nun würde ich erst recht in ihrem Sinne zur Allergieprävention gerne lange weiter stillen.

Zu deinen Vorschlägen:
Bzgl. Brustkompressionen: Ich glaube, ich muss mir das nochmal vor Ort zeigen lassen. Ich habe es früher mal probiert, aber konnte keinen nennenswerten Effekt feststellen, also dass Töchterchen dann wieder effektiver getrunken hätte.
Auch Milch per Hand zu gewinnen habe ich mal probiert, es hat aber leider nicht geklappt. Meinst du das als Alternative zum pumpen?
Wechselstillen: ja, ich habe das die ersten Wochen auf Anraten der Hebamme sehr intensiv gemacht: 4x wechseln mit 10 Minuten pro Seite. Im Moment biete ich ihr immer beide Brüste an. Nur manchmal muss ich sie rechtzeitig von der ersten Brust abdocken, damit sie für die zweite Seite noch motiviert ist. Da weiß ich dann nicht, ob sie eh genug an die fettreiche Milch kommt. Manchmal schaffe ich 3 Seiten pro Mahlzeit.

Vasospasmus: ich nehme im Moment 800mg Kalzium und 800mg Magnesium über den Tag verteilt. Also 400mg Magnesium, 400mg Kalzium, 400mg Magnesium und 400mg Kalzium. Ganz weg ist es noch nicht, darum werde ich mal die Dosis erhöhen.
Wie schon geschrieben, ich habe keine Schmerzen, sondern die BW werden dann einfach weiß. Aber das kann ja auch den Milchfluss hemmen, oder?

Also zusammenfassend befürchteich einfach, dass ich das zusätzliche Pumpen wahrscheinlich brauchen werde, um weiterhin voll stillen zu können. Meine Maus trinkt einfach zu unregelmäßig, um meine Milchproduktion von selbst gut am Laufen zu halten.Ich würde nur sehr gerne eine alltagstaugliche Pump-Vorgehensweise finden, die mich nicht mehr so auszehrt. Z.B. tagsüber nach jedem Stillen wenn möglich noch ein paar Minuten nachzupumpen.
Oder was ich mich auch frage: wenn sie mal nur eine Seite trinkt, ob ich dann die andere Seite abpumpen soll, um die Milch weiterhin anzuregen? Dieses Verhalten schwankt bei ihr ja. Also es gibt Tage, wo sie fast stündlich beide Seiten trinkt und ich merke, dass die Milch nach 2-3 Tagen mehr wird. Wenn ich mich dann aber darüber freue, geht sie meist dazu über, wieder nur eine Seite zu trinken..

Und da ich nun die Leih-Pumpe der Krankenkasse zurückgegeben habe, wollte ich in die Runde fragen, welche Erfahrungen ihr mit diversen elektrischen Doppelmilchpumpen gemacht habt und welche ihr empfehlen könnt?

Sorry für den langen Text, ich hoffe, es ist halbwegs nachvollziehbar.
Die Kleine wird gerade wach und ich melde mich sonst nachher nochmal!

Liebe Grüße, Valencia

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Re: (Power)Pumpen und Vasospasmus

Beitrag von Valencia » 17.04.2019, 18:39

...was mir noch eingefallen ist:

in der Pumpzeit konnte ich nachts oft nachdem sie getrunken hat noch 80-100 ml abpumpen, woraus ich schon geschlossen habe, dass mein Körper eigentlich genug Milch produzieren kann. Allerdings trinkt Mäuschen einfach so unterschiedlich, dass sich da keine stabile Milchmenge etabliert, ist mein Eindruck.
Z.B. gibt es Nächte, wo sie alle 2 Stunden beide Brüste trinken mag und dann wieder schläft sie 6-7 Stunden durch, bevor sie Hunger bekommt. Genauso schwanken die Tage.

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Re: (Power)Pumpen und Vasospasmus

Beitrag von bella27 » 17.04.2019, 19:13

Herzlichen willkommen Valencia.

Ich kann dir etwas von meinen Erfahrungen berichten.
Ich weiß nicht ob es dir weiter hilft ich schreibe es trotzdem mal.

Ich hab 2 Kinder vollgestillt.
Mein 3tes Kind war leider aufgrund gesundheitlicher Gründen kein stillkind und ich hab 10 Monate für sie abgepumpt. Also eine etwas andere Situation als bei dir.

Eine stillberaterinnen kann gerne meine Sachen noch korrigieren, den nicht alles passt auf jeden und bei mir kann es andres sein als bei dir.

Also ich hab zum Milch produzieren alle 2-3 Stunden (2 Stunden sind besser außer nachts da seltener) Power pumpen gemacht.
In der Klinik hing ein Zettel wie es geht an das hab ich auch versucht mich zu halten.
Erstmal 10 min jeder Seite dann 5 min jede Seite und dann nochmal 3 min jede Seite. Das war allerdings eine Einzelpumpe!

Daheim hatte ich dann endlich eine doppelpumpe.
Ich hab für mich raus gefunden das ich um die milchmenge beibehalten min 10-13 min beide brüsten abpumpen muss. Ansonsten wurde es abprobt weniger.
Wenn ich Milch steigern wollte(das Baby wächst ja und braucht nach und nach mehr Milch) dann musste ich 15-20, min beide Seiten pumpen (bei mir ist oft nach 7-8 min keine Milch mehr gekommen da einfach weiter machen. Manchmal wurde der mrs nochmal ausgelöst)

Wenn du dein Baby dazwischen anlegt würde ich einfach schauen das du entweder alle 2-3 Stunden dein Kind anlegt oder alternativ pumpst.

Nachts hab ich 1-2 x abgepumpt. Ich hab aber eher versucht spät ins Bett zu gehen dann einmal nachts pumpen und dann gleich nach dem aufstehen wieder pumpen..

Wenn dein Kind abends und nachts gut stillt kannst du das bestimmt auch weg lassen.
Als kleine Tipp. Mir hat eine hebamme bei meinen großen gesagt abends bestellen die Babys die Milch für den nächsten Tag. Das fand ich sehr hilfreich.
Meine Jungs hingen bei einem Wachstumsschub teilweise den ganzen Abend an der Brust um mehr Milch anzukurbeln.
Nachts wird durch das Schlafen auch die Milchproduktion angekurbelt. Das kannst du vielleicht nutzen um abends nochmal alle 1-2 Stunden zu pumpen bevor du schlafen gehst um das nachzuahmen. Bei mir hat es oft super geklappt. Dann muss man auch nachts nicht so oft pumpen.

Ich bin mit der Medela Pumpe überhaupt nicht zurecht gekommen. Ich hatte mit ihr auch mit sehr stark vasospasmus zu kämpfen.

Ich hab mir das alte Modell von Philipps avent gekauft. Das fand das viel besser und effektiver für mich. Ich hab auch viel schneller mehr Milch bekommen.
Ich fand toll das ich mir den hebel individuell vorgeben konnte wie stark und wie schnell ich den abpump Rhythmus will.
So konnte ich auch super auf den vasospasmus eingehen indem ich an Anfang den soog nicht so stark gemacht habe und dann wenn es für mich OK war könnte ich stärker einstellen.

Das neue Modell von avent hatte ich auch aber damit kann ich leider nicht zurecht. Die pumpkörper passten schlechter auf meine Brust und es gab nur 3 vorgefertigte Programme.

Ich hoffe das ganze hilft dir weiter.
Ich finde es toll wie du dir das vollstillen kämpfst. Und ich hoffe sehr das du das pumpen bald schon lassen kannst.

Vielleicht lässt sich deine kleine auch bald öfter anlegen.

Was machst du eigentlich nur der abgepumpten Milch. Bekommt sie die dann noch?
Oder gefrierst du sie ein?

Ich sehe dich gerade in der Vorschau. Vielleicht hilft es euch wenn du deine kleine einfach alle 2-3 Stunden weckst. Dann kannst du das pumpen evtl hat sein lassen.

Viel Erfolg.
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Re: (Power)Pumpen und Vasospasmus

Beitrag von Freshi » 17.04.2019, 19:43

Liebe Valencia,
ich habe fast ein Jahr mit der M*edela maxi swing gepumpt und bin mit dieser super zurecht gekommen, ich kann sie also uneingeschränkt weiterempfehlen.

Alles Gute für Euch!
Manchmal ist das größte Glück ganz klein... (05/18)

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Re: (Power)Pumpen und Vasospasmus

Beitrag von Valencia » 17.04.2019, 21:26

Liebe Freshi,

danke für deine Antwort! Die beiden Pumpen von Medela und die von Avent sind bei mir gerade in der engeren Auswahl. Ich werde nochmal in mich gehen ;-)

Liebe bella,

danke für deinen ausführlichen Erfahrungsbericht! Ich habe großen Respekt vor allen Frauen, die so häufiges Pumpen bzw "Pumpstillen" so lange schaffen! :shock:
Du schreibst, dass du zur Steigerung der Milchmenge 15-20 Minuten pumpen musstest. Hast du das pro Pump-Session einmalig gemacht oder auch 2-3x mit ein paar Minuten Pause dazwischen? Mehrmals am Tag?
Nach wievielen Tagen konntest du eine Steigerung der Milchmenge bemerken?
Bei mir ist es so, dass die Kleine meistens 2 Tage wirklich häufig trinkt (ca. stündlich oder alle 1,5 Stunden) und am 3. Tag ich dann anhand ihrer Trinkdauer dann merke, dass mehr rauskommt.

Du schreibst auch, dass du weiter gepumpt hast, auch wenn keine Milch mehr gekommen ist. Meine Hebamme hat mir damals einen Artikel geschickt, indem auch verschiedene Powerpump-Modelle angeführt waren und auch drin stand, dass man sich nicht sorgen solle, wenn während des ganzen Vorgangs nur ein paar Tropfen Milch kämen, da dennoch die Milchbildung angeregt wird.
In einem anderen Artikel, den ich leider nicht mehr finde, stand, dass es keinen Sinn macht, länger zu pumpen, wenn nichts mehr kommt, und es sich sogar negativ auswirken kann. Leider war das aber nicht näher ausgeführt.

Was ich mit der Milch mache: Also die ersten Wochen haben wir ihr die abgepumpte Milch mit dem BES zugefüttert so gut es ging, bis sie irgendwann das BES ablehnte. Dann haben wir es mit Fläschchen versucht und 3 verschiedene Sorten ausprobiert, sie hat jedoch nichts genommen.
Irgendwann waren wir so gefrustet und die ganze Situation so angespannt, dass wir sämtliche Zufütterungsversuche sein haben lassen. Sie hat trotzdem gemäß ihrer Perzentile zugenommen. Ich habe weiter gepumpt und die abgepumpte Milch eingefroren oder direkt zum Baden bzw zur Po-Pflege verwendet.

Im Moment pumpe ich ja nicht und versuche, die Kleine nachts alle 2-3 Stunden im Schlaf zu stillen, damit sie den Job übernimmt und da ich über jede Kalorie froh bin, die in ihren Körper gelangt :lol: . Wenn ich allerdings den Wecker nicht höre, schlafe ich, bis sie sich meldet. Und das ist eben total unterschiedlich.

Liebe Grüße,

Valencia

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Re: (Power)Pumpen und Vasospasmus

Beitrag von bella27 » 17.04.2019, 22:03

Valencia das hört sich doch schon mal gut an mit den wecken.
Den Wecker überhören kenne ich. Aber dann braucht der Körper einfach den Schlaf :D

Ich hab mir der doppelpumpe keine Pause dazwischen gemacht. Also 15 min gepumpt 2 - 3 Stunden Pause wieder 15 min pumpen.
Ich hab ca. 6 - 7x pro Tag gepumpt wenn ich die Milchmenge halten wollte

10 min war bei mir zu kurz da wurde langsam die Milch weniger (bei mir waren es 10-15 ml pro tag die es weniger wurden) auch wenn nach 7 min nix mehr gekommen ist.
Eine Pumpe stimuliert einfach anders wie ein Baby zumindest bei mir.
Mein mittlerer hat oft nur 5 min eine Seite gestillt und dem hat das gereicht und ich hatte eher Probleme mit zu viel Milch.

Ein Abend hab ich da die Milch Dank after eight essen (eine ganze Packung :oops:) plötzlich deutlich weniger wurde jede Stunde gepumpt. Also 15 - 20 min Pumpe 1 Stunde Pause und nochmal 15-20 min pumpen.
Und den Tag drauf auch nochmal mindestens alle 2 Stunden. Bei mir hat ein kürzer Rhythmus und ausreichend lange pumpen gereicht um mehr Milch anzuregen.
Bei mir hat es auch ca 3 Tage gedauert bis mehr Milch da war.

Beim abstillen hat es recht schnell geklappt mit nur pumpen bis keine Milch mehr kam und dann auf 3 Stunden und später 4 Stunden wechseln.
Da war ziemlich schnell die Milch weniger. Innerhalb von 3-4 Wochen war die komplette Milch weg so dass ich nicht mehr pumpen musste.

Nur so als Beispiel wie schnell es weniger Milch bei zu wenig Stimulation werden kann. Aber das merkst du ja gerade selber wenn sich dein Baby zu wenig meldet.

Ich denke das A und O liegt am oft Anlegen.
Vielleicht kann dir da eine stillberaterinnen noch Tipps geben falls deine kleine nicht möchte.
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Re: (Power)Pumpen und Vasospasmus

Beitrag von Valencia » 18.04.2019, 12:10

Liebe bella,

danke für deine Antwort! Also stündlich pumpen, kann ich mir das so vorstellen, z.B. 8:00-8:20 pumpen, 9-9:20 pumpen oder 8-8:20 pumpen, 9:20-9:40 pumpen (also dass tatsächlich mind. 1 h Paus dazwischen ist) usw?
Und hast du bei jedem mal pumpen was rausbekommen?

Puh, ich bin gespannt, wie es weiter geht. Wie gesagt, ich versuche ja, sie oft anzulegen, aber häufig besteht dann eine Stillmahlzeit aus ein paar Schlucken, loslassen, herumschauen, mit dem T-Shirt spielen, mit einer Hand spielen, "plaudern" usw. dann irgendwann wieder mal andocken, ein paar Schlucke machen, selbes Spiel von vorne. Irgendwann mag sie dann nicht mehr, quengelt und wir beenden die Mahlzeit und ich sorge mich wieder mal, dass die Brust nicht ausreichend angeregt wurde.. :roll:

Wirklich gut trinkt sie nur in der Nacht im Schlaf. Da sie gut und gerne 10 Stunden schläft, gehen sich da durchaus ein paar Mahlzeiten aus ;-)

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Re: (Power)Pumpen und Vasospasmus

Beitrag von bella27 » 18.04.2019, 15:35

Also das Stündliche Abpumpen würde ich wenn dann nur abends machen!

Tagsüber finde ich ist man mit anderem als Pumpen beschäftigt und da reicht alle 2-3 Stunden anlegen oder Pumpen.
Ich hab zum Milch erhalten nur alle 3 Stunden gepumpt.
Zudem steigt durch das schlafen die Milchpoduktion (ich meine da wird ein Stoff im Gehirn gebildet der die Milchproduktion nachts ankurbelt, deshalb stillen die Babys auch abends so oft wenn sie mehr Milch brauchen (das kann dir aber bestimmt eine Stillberaterin besser erklären))

Ich hab aber beim Powerpumpe wirklich eine Stunde Pause gemacht. Also z.B. 20-20.20 Uhr Pumpen dann erst wieder 21.30 Uhr bis 21.50 Uhr....
Aber das musst du einfach für dich raus finden wie es für euch am besten klappt. Bei mir war vorallem wichtig das ich lange genug Pumpe um nur eine Steigerung von 5-10 ml in ein paar Tagen zu bekommen hat schon gereicht von 15 auf 20 Min pumpen zu gehen und beim 3 Stunden Rhytmus tagsüber zu bleiben.

Es kommt auch etwas drauf an wieviel Milch du brauchst. Ich hab bei einem Pumpvorgang ca. 100-130 ml bekommen (also beide Brüste zusammen). Bei kürzerem Abstand dann natürlich weniger. Das hat für uns ausgereicht.
Bei dir wird es dann hoffentlich deutlich weniger sein weil du ja noch vollstillst!

Vielleicht kann dir einfach eine Stillberaterin noch tipps wegen der Ablenkung geben.
Wenn Sie nachts gut stillt ist es ja schon mal viel wert.


Hast du mal die Tipps der Stillberaterin mal versucht?
Ich denke es ist wirklich wichtig das du das Stillmanagment verbesserst!
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