Sehr lange Stilldauer, Milchstaus, Dauerstillen
Verfasst: 08.09.2018, 19:27
Hallo in die Runde,
ich hab mich in den letzten Wochen immer wieder durch das Forum gelesen, wenn ich grade Zeit hatte, hab mich jetzt doch angemeldet da ich mich so gerne über unsere Situation austauschen würde, aber in meinem Familien- und Bekanntenkreis sehr wenig die Möglichkeit dazu habe, weil die meisten finden, es wäre einfacher oder klüger abzustillen und tragen würde ihn verwöhnen („dann wird er satt/schläft er durch/kannst du ihn leichter abgeben/besser schlafen/dass du dir das überhaupt antust...“).
Ich finde mich hierin einige Beiträgen ein bisschen wieder aber dann doch nirgends ganz.
Mein kleiner Sohn ist jetzt 16Wochen alt und wird bisher immer voll gestillt. Er durfte gleich nach der Geburt andocken und hat das auch gleich super gemacht. Er hat immer problemlos zugenommen, war aber bei der Geburt sehr klein (2,6kg) und wog vor 3 Wochen etwas über 5kg. Die ersten 4 Wochen nach der Geburt hat er praktisch ununterbrochen getrunken. Ich konnte ihn nichtmal kurz ins Tragetuch nehmen, weil er dann verzweifelt nach der Brust gesucht hat. Da er aber in der Zeit überdurchschnittlich gut zugenommen hat, und ich recht zermürbt war, wurde mir von der Hebamme nach 5 Wochen ein Schnuller vorgeschlagen, den er zwar nicht gerne nimmt, der ihn aber manchmal so weit ablenkt, dass ich ihn ins Tuch einbinden kann oder auch sein Papa ihn beruhigen kann. Da der Schnuller aber von selbst noch immer nicht im Mund bleibt, sind die Zeiten, die er schnullert, echt sehr begrenzt. Seit ich ihn ins Tuch binden „darf“ haben sich die Abstände auf maximal 2-3 Stunden von Stillanfang bis Stillanfang verlängert, sowohl tags als auch nachts. Das klingt am Papier zwar gut, in der Praxis trinkt er aber mindestens 45 Minuten, eher eine Stunde pro Mahlzeit. Ich war ganz verwundert, als ich in Stillräumen Mamas gesehen hab, deren Babys nur 10Minuten trinken. Meistens dockt er nicht selbstständig ab, wenn ich ihn früher abdocke, protestiert er, wenn ich so lange warte, ist er meistens zufrieden, aber nicht immer.
Da ich sehr häufig Milchstaus habe, ist mir (bri den Versuchen die Staus wieder aufzulösen) aufgefallen, dass er grundsätzlich noch immer unbegrenzt lange trinken würde, wenn ich ihn lasse, bzw. bis er einschläft. Es ist für mich oft schwer zu beurteilen, ob er wirklich grade Hunger hat (oder ob er immer Hunger hat?) oder ob er einfach so gerne am Busen kuschelt. Oft schläft er nach kurzer Zeit ein Ründchen, wenn ich ihn abdocke, wacht er auf und will weiter trinken. So macht er das auch nachts.
Besonders nachts ist es für mich oft anstrengend, da er zb eine Stunde trinkt, dann einschläft, aber gleich wieder aufwacht und zur nächsten Runde ansetzt. Das geht bis ca. 3 in der Nacht, da hat er dann häufig Bauchweh und wird richtig unruhig mit an- und abdocken und zappeln, oft über Stunden. Das ist besser, seitdem ich auf Milchprodukte verzichte, aber nicht ganz gut. Wir beide kommen so zu sehr wenig Schlaf.
Tagsüber schläft er so oft und solange ich ihn ins Tuch packe, also alleszwischen einer halben Stunde und 6 Stunden, ablegen oder allein einschlafen ist unmöglich, obwohl ich oft das Gefühl habe, er ist echt müde. Ich denke, er würde immer trinken, wenn ich ihm die Brust anbiete und auch jetzt grade lutscht er an seinen Händchen und der Hand von seinem Papa, nachdem ich ihn gerade eine Stunde gestillt habe.
Ich frage mich, ob vielleicht etwas an meiner Brust nicht „normal“ funktioniert und er deshalb so lange trinken muss? Ich hatte anfangs Probleme mit schmerzenden (aber nicht wunden) Brustwarzen, und deshalb eine Stillberatung gemacht, die aber nicht wirklich geholfen hat. Mit der Zeit wurde es besser, aber auch jetzt hab ich noch oft weisse Spitzen und einen ziehenden Schmerz nach dem stillen (besonders wenn er sehr oft trinkt). Wenn ich versuche, Milch abzupumpen (elektrisch) kommt gar keine Milch. Andererseits habe ich regelmässig Milchstaus (1-2 pro Woche). Sowohl Hebamme als auch Stillberaterin haben meine Anlegetechnik für in Ordnung befunden und auch der Kinderarzt konnte kein verkürztes Zungenbändchen oder sonstige Probleme feststellen, die Schmerzen oder Milchstaus oder das Dauerstillen erklären würden.
So ist der Wutz ein liebes, anstrengendes, aufmerksames Kind, das täglich 1 bis 3 volle und ständig nasse Windeln hat und auf Mama oder Papa wohnt.
Ich weiss nicht, habt ihr Ideen dazu, wieso er so lange und oft trinken mag? Gibt es vielleicht Babys die einfach kein Sättigungsgefühl haben? Oder Brüste aus denen es schwer zu trinken ist? Gibt es vielleicht Tricks, wie er leichter zur Ruhe kommt? Ich bin oft ratlos, ob es vielleicht nicht so gut ist, wenn er sehr viel im Tragetuch schläft (ist er dann abends vielleicht einfach ausgeschlafen?), ob ich aktiver auf sein Stillverhalten einwirken sollte (Zeit begrenzen?) oder ob er mit dem vielen trinken irgendwas kompensieren muss.
Tut mir leid für den laaaaangen Text der wahrscheinlich etwas verworren ist...ich hab seit 16 Wochen nicht mehr als eine Stunde am Stück geschlafen
Liebe Grüße, Sam.
ich hab mich in den letzten Wochen immer wieder durch das Forum gelesen, wenn ich grade Zeit hatte, hab mich jetzt doch angemeldet da ich mich so gerne über unsere Situation austauschen würde, aber in meinem Familien- und Bekanntenkreis sehr wenig die Möglichkeit dazu habe, weil die meisten finden, es wäre einfacher oder klüger abzustillen und tragen würde ihn verwöhnen („dann wird er satt/schläft er durch/kannst du ihn leichter abgeben/besser schlafen/dass du dir das überhaupt antust...“).
Ich finde mich hierin einige Beiträgen ein bisschen wieder aber dann doch nirgends ganz.
Mein kleiner Sohn ist jetzt 16Wochen alt und wird bisher immer voll gestillt. Er durfte gleich nach der Geburt andocken und hat das auch gleich super gemacht. Er hat immer problemlos zugenommen, war aber bei der Geburt sehr klein (2,6kg) und wog vor 3 Wochen etwas über 5kg. Die ersten 4 Wochen nach der Geburt hat er praktisch ununterbrochen getrunken. Ich konnte ihn nichtmal kurz ins Tragetuch nehmen, weil er dann verzweifelt nach der Brust gesucht hat. Da er aber in der Zeit überdurchschnittlich gut zugenommen hat, und ich recht zermürbt war, wurde mir von der Hebamme nach 5 Wochen ein Schnuller vorgeschlagen, den er zwar nicht gerne nimmt, der ihn aber manchmal so weit ablenkt, dass ich ihn ins Tuch einbinden kann oder auch sein Papa ihn beruhigen kann. Da der Schnuller aber von selbst noch immer nicht im Mund bleibt, sind die Zeiten, die er schnullert, echt sehr begrenzt. Seit ich ihn ins Tuch binden „darf“ haben sich die Abstände auf maximal 2-3 Stunden von Stillanfang bis Stillanfang verlängert, sowohl tags als auch nachts. Das klingt am Papier zwar gut, in der Praxis trinkt er aber mindestens 45 Minuten, eher eine Stunde pro Mahlzeit. Ich war ganz verwundert, als ich in Stillräumen Mamas gesehen hab, deren Babys nur 10Minuten trinken. Meistens dockt er nicht selbstständig ab, wenn ich ihn früher abdocke, protestiert er, wenn ich so lange warte, ist er meistens zufrieden, aber nicht immer.
Da ich sehr häufig Milchstaus habe, ist mir (bri den Versuchen die Staus wieder aufzulösen) aufgefallen, dass er grundsätzlich noch immer unbegrenzt lange trinken würde, wenn ich ihn lasse, bzw. bis er einschläft. Es ist für mich oft schwer zu beurteilen, ob er wirklich grade Hunger hat (oder ob er immer Hunger hat?) oder ob er einfach so gerne am Busen kuschelt. Oft schläft er nach kurzer Zeit ein Ründchen, wenn ich ihn abdocke, wacht er auf und will weiter trinken. So macht er das auch nachts.
Besonders nachts ist es für mich oft anstrengend, da er zb eine Stunde trinkt, dann einschläft, aber gleich wieder aufwacht und zur nächsten Runde ansetzt. Das geht bis ca. 3 in der Nacht, da hat er dann häufig Bauchweh und wird richtig unruhig mit an- und abdocken und zappeln, oft über Stunden. Das ist besser, seitdem ich auf Milchprodukte verzichte, aber nicht ganz gut. Wir beide kommen so zu sehr wenig Schlaf.
Tagsüber schläft er so oft und solange ich ihn ins Tuch packe, also alleszwischen einer halben Stunde und 6 Stunden, ablegen oder allein einschlafen ist unmöglich, obwohl ich oft das Gefühl habe, er ist echt müde. Ich denke, er würde immer trinken, wenn ich ihm die Brust anbiete und auch jetzt grade lutscht er an seinen Händchen und der Hand von seinem Papa, nachdem ich ihn gerade eine Stunde gestillt habe.
Ich frage mich, ob vielleicht etwas an meiner Brust nicht „normal“ funktioniert und er deshalb so lange trinken muss? Ich hatte anfangs Probleme mit schmerzenden (aber nicht wunden) Brustwarzen, und deshalb eine Stillberatung gemacht, die aber nicht wirklich geholfen hat. Mit der Zeit wurde es besser, aber auch jetzt hab ich noch oft weisse Spitzen und einen ziehenden Schmerz nach dem stillen (besonders wenn er sehr oft trinkt). Wenn ich versuche, Milch abzupumpen (elektrisch) kommt gar keine Milch. Andererseits habe ich regelmässig Milchstaus (1-2 pro Woche). Sowohl Hebamme als auch Stillberaterin haben meine Anlegetechnik für in Ordnung befunden und auch der Kinderarzt konnte kein verkürztes Zungenbändchen oder sonstige Probleme feststellen, die Schmerzen oder Milchstaus oder das Dauerstillen erklären würden.
So ist der Wutz ein liebes, anstrengendes, aufmerksames Kind, das täglich 1 bis 3 volle und ständig nasse Windeln hat und auf Mama oder Papa wohnt.
Ich weiss nicht, habt ihr Ideen dazu, wieso er so lange und oft trinken mag? Gibt es vielleicht Babys die einfach kein Sättigungsgefühl haben? Oder Brüste aus denen es schwer zu trinken ist? Gibt es vielleicht Tricks, wie er leichter zur Ruhe kommt? Ich bin oft ratlos, ob es vielleicht nicht so gut ist, wenn er sehr viel im Tragetuch schläft (ist er dann abends vielleicht einfach ausgeschlafen?), ob ich aktiver auf sein Stillverhalten einwirken sollte (Zeit begrenzen?) oder ob er mit dem vielen trinken irgendwas kompensieren muss.
Tut mir leid für den laaaaangen Text der wahrscheinlich etwas verworren ist...ich hab seit 16 Wochen nicht mehr als eine Stunde am Stück geschlafen
Liebe Grüße, Sam.