Teilgestillt, abgestillt, neuer Versuch
Verfasst: 29.08.2018, 20:28
Hallo ihr Lieben,
ich lese schon eine Weile hier rein und hoffe ähnliche Fälle zu finden, oft schmerzt es mich aber sehr, übers Stillen auch nur zu lesen, weil es bei uns leider ein sehr schwieriges Thema ist...
Am Anfang war noch alles gut. Direkt nach der (für mich etwas traumatischen, aber natürlichen) Geburt hat die Kleine noch im Kreissaal super angedockt und hat wohl auch etwas Kolostrum rausbekommen, weil sie es leider mit Fruchtwasser immer wieder ausgespuckt hat. Ich hatte sie die ersten Tage fast nur an der Brust, aber es kam kein Milcheinschuss und irgendwann weinte sie nur noch vor Hunger. Also habe ich zugefüttert (ja, mit der Flasche, ich war leider sehr schlecht vorbereitet) und da sie auch zu schlecht zunahm, war das auch wichtig (nur falsche Methode).
Zu Hause am 6. Tag etwa sind dann die Brüste angeschwollen - Milch kam aber trotzdem kaum und die Kleine wollte dann auch nicht mehr an die Brust. Auf Anraten meiner Hebamme haben wir dann ein Brusternährungsset angeschafft und fast nur noch damit gefüttert (Becher hat nicht gut geklappt). Trotz ständigem Anlegen und Milchpumpe wurde die Milchmenge aber einfach nicht viel mehr und wir waren noch bei einer Stillgruppe und haben unter dortiger Anleitung noch mit Homöopathie unterstützt. Letztlich habe ich auch zwei Wochen Domperidon genommen, was auch etwas geholfen hat, mir aber Dauerkopfschmerzen beschert hat. Zu dem Zeitpunkt, da war die Kleine etwa 7 Wochen alt, musste ich zum Teil nur noch ca 350ml pro Tag zufüttern, immerhin halb so viel wie am Anfang. Zwei mal hatte nachts sogar die Muttermilch für eine Mahlzeit gereicht, was ein Riesenerfolg war.
Und dann ging es nur noch abwärts
Domperidon musste ich absetzen und ich war auch inzwischen in eine Depression geraten und hab es nicht mehr geschafft mit dem Ernährungsset und Pumpen hatte leider nie so gut geklappt, weil ich die Kleine nicht weinen lassen wollte. Ich hab sie also immer auf beiden Seiten angelegt (oft 2x je Seite) und dann Flasche gegeben (soviel sie wollte). Das ging erstmal, auch wenn die Milch wieder weniger wurde. Sie hat dann aber immer öfter die Brust verweigert und wir mussten sehr kreativ werden, dass sie überhaupt noch dran ging (zB im Stehen wiegend langsam von der Schulter runterrutschen lassen und dann angedockt erst hinsetzen). An einem besonders stressigen Tag ging es dann überhaupt nicht mehr, auch nicht mit Ernährungsset und ich habe aufgegeben (nachts ging es noch ein paar Tage länger, aber dann kam fast nichts mehr). Da war sie fast zwölf Wochen alt.
Fast drei Wochen habe ich einfach nur die Flasche gegeben (und selbst das geht bis heute nicht auf dem Schoß, dann weint sie direkt) und dann war ich so traurig über das gescheiterte Stillen, dass ich mir nochmal eine Doppelpumpe geliehen und Domperidon besorgt habe und es nochmal versuchen wollte. Das war vor drei Wochen. Seitdem pumpe ich täglich mindestens 6x und habe auch wieder etwas Milch, allerdings nur so maximal 5ml in 15min (beide Seiten zusammen). Seit einer Woche gibt es keine Steigerung mehr. Parallel versuche ich die Kleine immer mal der Brust anzunähern durch viel nacktes Kuscheln. Sie geht auch manchmal dran, saugt aber nicht wirklich, sondern beißt eher, was ziemlich schmerzhaft ist. Und in den meisten Fällen weint sie danach ganz viel.
Tja, und jetzt weiß ich nicht - soll ich endgültig aufgeben? Für ca 50ml Mumi alle zwei Tage lohnt sich die viele Pumpzeit nicht, in der Zeit könnte ich die Kleine lieber in den Arm nehmen statt sie nur neben mir zu bespaßen oder einfach mehr schlafen (v. a. nachts). Was würdet ihr tun? Kann sie es noch mal lernen richtig zu trinken ohne dass sie immer weinen muss? Ich will sie ja auch nicht quälen, nur weil ich eben gerne stillen möchte.
Meine Hoffnung war schon zu Beginn der Relaktation nicht mehr das Vollstillen, dass das nicht mehr erreichbar ist, ist mir klar. Aber ich würde ihr so gerne noch ein bisschen Stillzeit mitgeben und habe ein bisschen gehofft, die Menge so steigern zu können, dsss wir mit der Beikost das Fläschchen dann irgendwann weglassen könnten. Aber auch das scheint mir inzwischen unrealistisch, oder?
Sie ist so ein kleiner Sonnenschein und ich habe in letzter Zeit öfter das Gefühl ihr mit den Stillversuchen eher zu schaden
Und das ist natürlich das Letzte, was ich will.
Sorry für den langen Roman. Vielleicht habt ihr noch Ideen für uns?
ich lese schon eine Weile hier rein und hoffe ähnliche Fälle zu finden, oft schmerzt es mich aber sehr, übers Stillen auch nur zu lesen, weil es bei uns leider ein sehr schwieriges Thema ist...
Am Anfang war noch alles gut. Direkt nach der (für mich etwas traumatischen, aber natürlichen) Geburt hat die Kleine noch im Kreissaal super angedockt und hat wohl auch etwas Kolostrum rausbekommen, weil sie es leider mit Fruchtwasser immer wieder ausgespuckt hat. Ich hatte sie die ersten Tage fast nur an der Brust, aber es kam kein Milcheinschuss und irgendwann weinte sie nur noch vor Hunger. Also habe ich zugefüttert (ja, mit der Flasche, ich war leider sehr schlecht vorbereitet) und da sie auch zu schlecht zunahm, war das auch wichtig (nur falsche Methode).
Zu Hause am 6. Tag etwa sind dann die Brüste angeschwollen - Milch kam aber trotzdem kaum und die Kleine wollte dann auch nicht mehr an die Brust. Auf Anraten meiner Hebamme haben wir dann ein Brusternährungsset angeschafft und fast nur noch damit gefüttert (Becher hat nicht gut geklappt). Trotz ständigem Anlegen und Milchpumpe wurde die Milchmenge aber einfach nicht viel mehr und wir waren noch bei einer Stillgruppe und haben unter dortiger Anleitung noch mit Homöopathie unterstützt. Letztlich habe ich auch zwei Wochen Domperidon genommen, was auch etwas geholfen hat, mir aber Dauerkopfschmerzen beschert hat. Zu dem Zeitpunkt, da war die Kleine etwa 7 Wochen alt, musste ich zum Teil nur noch ca 350ml pro Tag zufüttern, immerhin halb so viel wie am Anfang. Zwei mal hatte nachts sogar die Muttermilch für eine Mahlzeit gereicht, was ein Riesenerfolg war.
Und dann ging es nur noch abwärts
Fast drei Wochen habe ich einfach nur die Flasche gegeben (und selbst das geht bis heute nicht auf dem Schoß, dann weint sie direkt) und dann war ich so traurig über das gescheiterte Stillen, dass ich mir nochmal eine Doppelpumpe geliehen und Domperidon besorgt habe und es nochmal versuchen wollte. Das war vor drei Wochen. Seitdem pumpe ich täglich mindestens 6x und habe auch wieder etwas Milch, allerdings nur so maximal 5ml in 15min (beide Seiten zusammen). Seit einer Woche gibt es keine Steigerung mehr. Parallel versuche ich die Kleine immer mal der Brust anzunähern durch viel nacktes Kuscheln. Sie geht auch manchmal dran, saugt aber nicht wirklich, sondern beißt eher, was ziemlich schmerzhaft ist. Und in den meisten Fällen weint sie danach ganz viel.
Tja, und jetzt weiß ich nicht - soll ich endgültig aufgeben? Für ca 50ml Mumi alle zwei Tage lohnt sich die viele Pumpzeit nicht, in der Zeit könnte ich die Kleine lieber in den Arm nehmen statt sie nur neben mir zu bespaßen oder einfach mehr schlafen (v. a. nachts). Was würdet ihr tun? Kann sie es noch mal lernen richtig zu trinken ohne dass sie immer weinen muss? Ich will sie ja auch nicht quälen, nur weil ich eben gerne stillen möchte.
Meine Hoffnung war schon zu Beginn der Relaktation nicht mehr das Vollstillen, dass das nicht mehr erreichbar ist, ist mir klar. Aber ich würde ihr so gerne noch ein bisschen Stillzeit mitgeben und habe ein bisschen gehofft, die Menge so steigern zu können, dsss wir mit der Beikost das Fläschchen dann irgendwann weglassen könnten. Aber auch das scheint mir inzwischen unrealistisch, oder?
Sie ist so ein kleiner Sonnenschein und ich habe in letzter Zeit öfter das Gefühl ihr mit den Stillversuchen eher zu schaden
Sorry für den langen Roman. Vielleicht habt ihr noch Ideen für uns?