Seite 1 von 2

Re: Brotbox/Essen für die Schule für picky eater

Verfasst: 11.08.2018, 00:41
von Erdnuss
Ich weiß, das ist eigentlich der falsche Thread, aber nach der ganzen Brot-Besprechung mal eine Frage: Was ist nun eigentlich so schlecht am Brot, dass man es nicht "so oft" (?) essen sollte? Ich lese das immer wieder, bin aber noch nicht recht dahinter gestiegen.
Ja, es ist verarbeitet - ok. Noch etwas? Denken wir an ein handwerklich hergestelltes Brot mit langer Teigführung, entsprechender Bekömmlichkeit. Paleo etc. sagen nein, klar - aber sonst? Wo ist der Unterschied zum Müsli mit diversem wenig gut verdaulichem Getreide, warum ist das besser - nur weil unverarbeitet? Was sagt der Darm dazu? Hm - weiß da wer was?

Re: Brotbox/Essen für die Schule für picky eater

Verfasst: 11.08.2018, 05:35
von Sakura
Ich persönlich bin der festen Überzeugung, dass es keine bösen oder verbotenen Lebensmittel gibt. Und gleichzeitig keine unverzichtbaren. Ich finde Brot nicht böse oder ungesund. Aber gleichzeitig habe ich ausreichend lange unter Menschen gelebt, die in ihrem ganzen Leben nie eine Scheibe Mischbrot gegessen haben, und das auch nie tun werden, und trotzdem gesund und glücklich sind.

Mir ging es darum, dass es für mich nicht exotisch ist, Kindern etwas anderes als nur Brot einzupacken. Brot ist in unserem Land traditionell das Grundnahrungsmittel. Trotzdem finde ich es nicht unverzichtbar für den Inhalt einer BROTdose.

Re: Brotbox/Essen für die Schule für picky eater

Verfasst: 11.08.2018, 05:53
von aniliy
Erdnuss hat geschrieben: 11.08.2018, 00:41 Ich weiß, das ist eigentlich der falsche Thread, aber nach der ganzen Brot-Besprechung mal eine Frage: Was ist nun eigentlich so schlecht am Brot, dass man es nicht "so oft" (?) essen sollte? Ich lese das immer wieder, bin aber noch nicht recht dahinter gestiegen.
Ja, es ist verarbeitet - ok. Noch etwas? Denken wir an ein handwerklich hergestelltes Brot mit langer Teigführung, entsprechender Bekömmlichkeit. Paleo etc. sagen nein, klar - aber sonst? Wo ist der Unterschied zum Müsli mit diversem wenig gut verdaulichem Getreide, warum ist das besser - nur weil unverarbeitet? Was sagt der Darm dazu? Hm - weiß da wer was?
Ich kann es mir nur so weit erklären das Brot nun einfach ein großer Kohlenhydrate Lieferant ist. Und das passt nicht ins Lowcarb
Die Stärke wandelt sich im Mund durch den Speichel zu Zucker da mäckern die Zahnärzte
Und dann eben das moderne Gluten Drama. Es sollen übrigens nur 2% wirklich kein Gluten vertragen. In dem Bereich wird grade vermutet das auf Hefen? Reagiert wird durch kürzer Teigführung oder was in der Art. Etwas das bei langen Stegzeiten nicht nötig oder verquellt wird. Und einige machen den Trend einfach mit.Dinkel hat übrigens besonders viel Gluten, es wird ja oft für das ultimative Gegenmittel gehalten, wenn sich wer nicht informiert hat.

Allgemein ist Deutschland Brotland, was es im Grunde besonders tragisch macht. Von allen Ländern der Welt haben wir die höchste Brotkultur erreicht, die meisten Sorten und Tradition.
Es werden teils deutsche Bäcker in Dubai gesucht, auf Kreuzfahrtschiffen, in London im Harrods soll es einen geben, in den USA gibt es begehrte Lehrgänge für Bäcker wie man deutsches Brot backt, und hier gehen die Bäcker oft zu Grunde.

Trotzdem gibt es wie gesagt selbst bei uns nicht jeden Tag Brot :lol:

Re: Brotbox/Essen für die Schule für picky eater

Verfasst: 11.08.2018, 07:28
von Erdnuss
Sakura hat geschrieben: 11.08.2018, 05:35 Ich persönlich bin der festen Überzeugung, dass es keine bösen oder verbotenen Lebensmittel gibt. Und gleichzeitig keine unverzichtbaren. Ich finde Brot nicht böse oder ungesund. Aber gleichzeitig habe ich ausreichend lange unter Menschen gelebt, die in ihrem ganzen Leben nie eine Scheibe Mischbrot gegessen haben, und das auch nie tun werden, und trotzdem gesund und glücklich sind.

Mir ging es darum, dass es für mich nicht exotisch ist, Kindern etwas anderes als nur Brot einzupacken. Brot ist in unserem Land traditionell das Grundnahrungsmittel. Trotzdem finde ich es nicht unverzichtbar für den Inhalt einer BROTdose.
Sakura, bitte entschuldige - so war das nicht gemeint, das ging nicht gegen dich :oops:
Ich lese nur immer mal, dass Leute bewusst bei ihren Kindern auf einen größeren Brotkonsum verzichten.

Ich selbst esse zB auch gern Reissuppe zum Frühstück (bin nur zu faul) oder hab mir eine Zeitlang Gemüse morgens gekocht (war erforderlich) usw.

Wenn mein Kind was anderes als Käsebrot gern frühstücken würde, käme das auch in die Brotdose - logo. (Meine Dosen für die Arbeit sahen bissel anders aus :lol: )

Re: Brotbox/Essen für die Schule für picky eater

Verfasst: 11.08.2018, 09:20
von co+lu
Erdnuss hat geschrieben: 11.08.2018, 00:41 Ich weiß, das ist eigentlich der falsche Thread, aber nach der ganzen Brot-Besprechung mal eine Frage: Was ist nun eigentlich so schlecht am Brot, dass man es nicht "so oft" (?) essen sollte? Ich lese das immer wieder, bin aber noch nicht recht dahinter gestiegen.
Ja, es ist verarbeitet - ok. Noch etwas? Denken wir an ein handwerklich hergestelltes Brot mit langer Teigführung, entsprechender Bekömmlichkeit. Paleo etc. sagen nein, klar - aber sonst? Wo ist der Unterschied zum Müsli mit diversem wenig gut verdaulichem Getreide, warum ist das besser - nur weil unverarbeitet? Was sagt der Darm dazu? Hm - weiß da wer was?
Ich denke, es geht hier auch darum, dass viele Kinder keine Lust auf tagein tagaus belegte Brote haben.

Aber tatsächlich gehöre ich auch inzwischen zu denen, die viel Gluten kritisch sehen. Bei meinem Kind ist oder war der Darm aufgrund Antibiotika stark geschädigt. In diesem Fall können unter gewissen Umständen Eiweiß-Teilchen von Gluten (und Milcheiweiß) ins Blut und uns Gehirn gelangen und dort psychische Symptome hervor rufen. In unserem Fall deutlich Richtung ADHS und Autismus. Und mein Kind würde nicht zu den 2% gehören, die eine “nachweisbare“ Glutenunverträglichkeit haben, weil es eben mit den meisten gängigen Methoden nicht nachweisbar ist.

Ich bin der Meinung, wenn jemand richtig gesund ist, sich ausgewogen ernährt, kann er gerne alles essen, auch täglich Brot.

Ich sehe dennoch das Problem, dass in der heutigen Zeit von einigen sehr viel Gluten konsumiert wird (viel Pasta und Pizza, Fastfood, Kekse, Kuchen, schnell noch ein Brötchen vom Bäcker und noch Brot zu den Mahlzeiten...). Zudem soll der Gluten-Gehalt in Weizen in den letzten Jahren durch Züchtung stark gestiegen sein. Und weil du nach Auswirkungen auf den Darm fragtest; viel Gluten kann nach meiner Recherche wohl auch die Darmschleimhaut schädigen und damit so einige Probleme schaffen, auch ohne (wie bei uns) jede Menge Antibiotika.

Darum sehe ich auch in Müsli eine gesündere Abwechslung, weil das in der Regel u.a. aus Haferflocken besteht, welche glutenarm und nährstoffreich sind (eigentlich ist reiner Hafer sogar glutenfrei, kann man auch “glutenfrei“ kaufen, aber er ist wohl in der Regel mit Weizen “verunreinigt“).

Ich hoffe, ich habe jetzt nicht den Rahmen gesprengt. Meinem Kind hat es jedenfalls sehr, sehr geholfen auf Gluten zu verzichten und auch wenn ihr Darm mal wieder völlig in Ordnung sein wird, werde ich, soweit ich das noch in der Hand habe, auf einigermaßen geringe Gluten-Mengen achten.

Re: Brotbox/Essen für die Schule für picky eater

Verfasst: 11.08.2018, 09:55
von Lösche Benutzer 16233
Erdnuss hat geschrieben: 11.08.2018, 00:41 Ich weiß, das ist eigentlich der falsche Thread, aber nach der ganzen Brot-Besprechung mal eine Frage: Was ist nun eigentlich so schlecht am Brot, dass man es nicht "so oft" (?) essen sollte? Ich lese das immer wieder, bin aber noch nicht recht dahinter gestiegen.
Ja, es ist verarbeitet - ok. Noch etwas? Denken wir an ein handwerklich hergestelltes Brot mit langer Teigführung, entsprechender Bekömmlichkeit. Paleo etc. sagen nein, klar - aber sonst? Wo ist der Unterschied zum Müsli mit diversem wenig gut verdaulichem Getreide, warum ist das besser - nur weil unverarbeitet? Was sagt der Darm dazu? Hm - weiß da wer was?

Mir geht's da auch um die Lust, prinzipiell finde ich Brot aus dunklem Mehl gesund.
Aber ich freue mich schon auch wenn ich mein Kind zu mehr Gemüse überreden kann :D

Re: Brotbox/Essen für die Schule für picky eater

Verfasst: 11.08.2018, 19:46
von aniliy
Vronilein hat geschrieben: 11.08.2018, 09:55
Erdnuss hat geschrieben: 11.08.2018, 00:41 Ich weiß, das ist eigentlich der falsche Thread, aber nach der ganzen Brot-Besprechung mal eine Frage: Was ist nun eigentlich so schlecht am Brot, dass man es nicht "so oft" (?) essen sollte? Ich lese das immer wieder, bin aber noch nicht recht dahinter gestiegen.
Ja, es ist verarbeitet - ok. Noch etwas? Denken wir an ein handwerklich hergestelltes Brot mit langer Teigführung, entsprechender Bekömmlichkeit. Paleo etc. sagen nein, klar - aber sonst? Wo ist der Unterschied zum Müsli mit diversem wenig gut verdaulichem Getreide, warum ist das besser - nur weil unverarbeitet? Was sagt der Darm dazu? Hm - weiß da wer was?

Mir geht's da auch um die Lust, prinzipiell finde ich Brot aus dunklem Mehl gesund.
Aber ich freue mich schon auch wenn ich mein Kind zu mehr Gemüse überreden kann :D
Oft ist Malzzucker oder so drin zum färben

Re: Brotbox/Essen für die Schule für picky eater

Verfasst: 11.08.2018, 22:58
von Lösche Benutzer 16233
Ja, da achte ich drauf...

Re: Brotbox/Essen für die Schule für picky eater

Verfasst: 12.08.2018, 09:48
von Mirimama
Ich denke auch, es kommt auf die Art des Brots an. Ich schätzt mal, so ein normales Graubrot hat nicht allzu viele Vorteile.
Aber ein Dinkel- oder Roggenvollkornbrot (100% Vollkorn) mit Saaten sicherlich schon.

Demgegenüber sind die hellen Kräcker, Brezeln, Pfannkuchen, Schnecken, etc. , die teilweise in den Bentoboxen auch hier zu finden sind, eher als Süßigkeiten zu werten, auch wenn die selbstgemacht sind. Aber beim Selbstmachen kann man natürlich immerhin mit Zucker und anderen Inhaltsstoffen variieren.

Re: Brotbox/Essen für die Schule für picky eater

Verfasst: 12.08.2018, 11:39
von aniliy
Meine Güte was für ein durcheinander in meinem ersten Satz eben, entschuldigung.
co+lu hat geschrieben: 11.08.2018, 09:20
Erdnuss hat geschrieben: 11.08.2018, 00:41 Ich weiß, das ist eigentlich der falsche Thread, aber nach der ganzen Brot-Besprechung mal eine Frage: Was ist nun eigentlich so schlecht am Brot, dass man es nicht "so oft" (?) essen sollte? Ich lese das immer wieder, bin aber noch nicht recht dahinter gestiegen.
Ja, es ist verarbeitet - ok. Noch etwas? Denken wir an ein handwerklich hergestelltes Brot mit langer Teigführung, entsprechender Bekömmlichkeit. Paleo etc. sagen nein, klar - aber sonst? Wo ist der Unterschied zum Müsli mit diversem wenig gut verdaulichem Getreide, warum ist das besser - nur weil unverarbeitet? Was sagt der Darm dazu? Hm - weiß da wer was?
Ich denke, es geht hier auch darum, dass viele Kinder keine Lust auf tagein tagaus belegte Brote haben.

Aber tatsächlich gehöre ich auch inzwischen zu denen, die viel Gluten kritisch sehen. Bei meinem Kind ist oder war der Darm aufgrund Antibiotika stark geschädigt. In diesem Fall können unter gewissen Umständen Eiweiß-Teilchen von Gluten (und Milcheiweiß) ins Blut und uns Gehirn gelangen und dort psychische Symptome hervor rufen. In unserem Fall deutlich Richtung ADHS und Autismus. Und mein Kind würde nicht zu den 2% gehören, die eine “nachweisbare“ Glutenunverträglichkeit haben, weil es eben mit den meisten gängigen Methoden nicht nachweisbar ist.

Ich bin der Meinung, wenn jemand richtig gesund ist, sich ausgewogen ernährt, kann er gerne alles essen, auch täglich Brot.

Ich sehe dennoch das Problem, dass in der heutigen Zeit von einigen sehr viel Gluten konsumiert wird (viel Pasta und Pizza, Fastfood, Kekse, Kuchen, schnell noch ein Brötchen vom Bäcker und noch Brot zu den Mahlzeiten...). Zudem soll der Gluten-Gehalt in Weizen in den letzten Jahren durch Züchtung stark gestiegen sein. Und weil du nach Auswirkungen auf den Darm fragtest; viel Gluten kann nach meiner Recherche wohl auch die Darmschleimhaut schädigen und damit so einige Probleme schaffen, auch ohne (wie bei uns) jede Menge Antibiotika.

Darum sehe ich auch in Müsli eine gesündere Abwechslung, weil das in der Regel u.a. aus Haferflocken besteht, welche glutenarm und nährstoffreich sind (eigentlich ist reiner Hafer sogar glutenfrei, kann man auch “glutenfrei“ kaufen, aber er ist wohl in der Regel mit Weizen “verunreinigt“).

Ich hoffe, ich habe jetzt nicht den Rahmen gesprengt. Meinem Kind hat es jedenfalls sehr, sehr geholfen auf Gluten zu verzichten und auch wenn ihr Darm mal wieder völlig in Ordnung sein wird, werde ich, soweit ich das noch in der Hand habe, auf einigermaßen geringe Gluten-Mengen achten.
Da würde ich auch gern wissen ob es Richtlinien gibt. Und es sollte überhaupt mal aufmerksam gemacht werden das in Dinkel viel mehr Gluten ist wie im Weizen, allein dadurch nehmen glaub ich viele noch mehr zu sich wie vorher. Das mit den Quellzeiten fand ich interessand da wohl allgemein auf dem Gebiet noch sehr viel unklar ist.

Und es tut mir Leid das ihr so Probleme habt, co + lu, Ich hoffe es wird nun wieder besser. Ich glaube schon das viele Probleme haben, so war es nicht gemeint falls es dir so vorkam, und ich denke das einige (ihr nicht, AB`s sind echt ganz gemein) vielleicht reelle Probleme haben da sie es Glauben. Sowas ist ja auch durchaus nicht zu unterschätzen und auch da muss geholfen werden.