Stillprobleme beim ersten Kind
Verfasst: 24.07.2018, 12:32
Hallo liebes Forum,
vor 8 Wochen ist unsere Tochter auf die Welt gekommen und seit dem taucht quasi ein Stillproblem nach dem anderen auf. Da ich aktuell nicht bereit bin mich vom Stillen zu verabschieden, hoffe ich auf Hilfe von euch. Aber mal ganz von vorne:
Meine Tochter kam per Kaiserschnitt (Vollnarkose) zur Welt und wurde aufgrund schlechter Sauerstoffwerte auf die Kinderstation verlegt. Sie bekam daraufhin 6 Stunden zusätzlich Sauerstoff. Ich habe Sie bis auf ein Foto das erste Mal nach diesen 6 Stunden sehen dürfen und auch halten. Ein Anlegen wurde trotz mehrfacher Nachfrage nicht erlaubt, weil Sie noch schlafen würde und wecken hätte da ja keinen Sinn (O-Ton Kinderkrankenschwester).
Das erste Anlegen erfolgte am nächsten Tag (24 Stunden später) und war alles andere als optimal. Die Kinderkrankenschwester versuchte Sie anzulegen, obwohl sie schrie, sich steif machte und von der Brust wegdrückte, wurde ihr immer wieder meine Brust in Ihren Mund gedrückt. Die Damen vermuteten, dass sie zu ungeduldig wäre zu warten bis Milch kommt. Nachgeholfen wurde daraufhin mit Glukose und einem Stillhütchen. In der ersten Nacht, die sie bei uns auf dem Zimmer bleiben durfte, schrie sie so ausdauernd, dass die Kinderkrankenschwester meinte, sie würde einfach nur Hunger haben und das mein Milcheinschuss ja noch nicht da wäre und das wir zu füttern sollen. Also bekam sie in dieser Nacht ihre erste Flasche Primergen (was nach ihrer Aussage ja keine Babynahrung wäre, sondern nur Kalorien).
In den folgenden Tage nahm ihre Bereitschaft an die Brust zu gehen deutlich ab, das Gewicht verringerte sich und der Druck zuzufüttern, seitens der Kinderärzte nahm stetig zu. Am 4. Tag nach der Entbindung begann ich mit abpumpen und wir sollten mit Pre Nahrung zufüttern. Leider weiß ich den Gewichtsverlust aus dem Krankenhaus nicht mehr, aber ich glaube mich zu erinnern, dass er an diesem Tag ca. 7 Prozent lag.
Als wir wieder zuhause waren, fingen wir an unsere Stillprobleme mit Hilfe meiner Hebamme anzugehen. Wir schafften es, dass unsere Kleine ihre Angst vor der Brust verlor und nicht mehr brüllte, wenn man nur Ihren Nacken berührte. Dann habe ich mitbekommen das ihr das Stillhütchen aus dem Krankenhaus zu groß für ihren Mund und auch zu groß für meine Brust war. Nach einigem Probieren fanden wir tatsächlich das Stillhütchen, mit dem Sie an die Brust zu nuckeln anfing. Bei dem Versuch ohne Stillhütchen zu „stillen“ nimmt sie die Brustwarze nicht mal in dem Mund. Es muss Plastik zu spüren sein. Daraufhin fingen wir mit dem Brusternährungsset zu stillen an für ca. 1,5 Wochen. Leider mussten wir wegen einer Komplikation beim Kaiserschnitt unterbrechen, da diese mich für 1 Woche ins Krankenhaus brachte. Seit letzter Woche sind wir aber wieder dabei mit dem BES zu füttern und probieren sie zum Saugen an der Brust zu bewegen, auch wenn keine Milch vom BES schon im Stillhütchen steht.
Auch wenn alle immer sagen es sind auch andere schon mit der Flasche groß geworden, kann und möchte ich mich noch nicht vom Stillen trennen, denn ich sehe, wie gut es ihr tut. Sie ist wesentlich ausgeglichener, trinkt auch mit mehr Ruhe und Gelassenheit als an der Flasche und sie trinkt auch an der Brust weniger als an der Flasche.
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Flasche mit Pulvermilch, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Seit dem 4. Lebenstag wir mit Pre Nahrung zugefüttert. Meine abgepumpte Milch ist leider so gering (10-20 ml auf beiden Seiten pro Abpumpen) das wir die Milch mit ins Badewasser tun. Täglich füttern wir ca. 8 mal und insgesamt ca. 640 ml. Im Krankenhaus wurde Primergen und Pre Nahrung gegeben (mit Nuk Sauger). Dann als wir zuhause waren wurde die Pre Nahrung mit einem Avent Sauger gegeben und aktuell wird die Pre Nahrung mit dem BES gefüttert.
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Letzte Woche, quasi nach Beginn waren es mit dem größten Schlauch (beide offen) noch 30 Minuten. Heute sind wir beim mittleren Schlauch (nur einer offen) und wir brauchen pro Mahlzeit 25 Minuten. Wenn sie so viel trinkt wie sie mag (90-100 ml) schläft sie 4 Stunden tagsüber und 5-6 Stunden nachts. Teilen wir die Portionen in z.B. 65 und 30 ml verkürzt sich ihre Schlafenszeit auf 2-3 Stunden und nachts auf 4 Stunden. Wir haben sie auch schon probiert zu wecken leider nur mit mäßigem Erfolg. Entweder sie schreit sich in Rage oder sie schläft einfach an der Brust weiter (selbst nach wechselseitigem Anlegen).
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
Sie hat pro Tag ca. 6 volle Windeln und davon sind ca. 1-2 mit Stuhlgang.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Aktuell üben wir das Andocken und das asymmetrische Anlegen. Sie macht leider nicht immer den Mund richtig auf oder schiebt sich das Stillhütchen danach so hin als würde sie aus der Flasche trinken. Sobald sie merkt, dass das BES nicht offen oder dran ist, fängt sie an der Brust an zu nuckeln oder zu schlafen. Durch anfängliches Pucken haben wir es geschafft, dass das Stillen insgesamt ruhiger verläuft. Doch seit zwei Tagen dockt sie andauernd ab, schreit oder reist das Stillhütchen von der Brust.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Sie kennt das Füttern mit der Flasche. Hat seit dem Krankenhaus einen Nuckel und wir benutzen ein Stillhütchen (MAM)
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Unsere Hebamme hat uns von Anfang an unterstützt, sagt inzwischen aber selbst sie weiß bei unserer Problematik keinen Rat mehr. Außerdem waren wir beim Osteopathen. Dieser stellte fest, dass sie eine Brustwirbelblockade hat. Wir hätten eigentlich letzte Woche noch einen Termin gehabt, aber diesen mussten wir leider krankheitsbedingt meinerseits absagen, werden ihn aber noch nachholen.
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Übergewicht
Gewichtsentwicklung
29.05 3420 g Geburt KH
09.06 3480 g Hebamme
12.06 3720 g Hebamme
16.06 3900 g Hebamme
18.06 4120 g Hebamme
29.06 4700 g Hebamme
09.07 5000 g Hebamme
24.07 5320 g Babywaage
Liebe Grüße
Franzi
vor 8 Wochen ist unsere Tochter auf die Welt gekommen und seit dem taucht quasi ein Stillproblem nach dem anderen auf. Da ich aktuell nicht bereit bin mich vom Stillen zu verabschieden, hoffe ich auf Hilfe von euch. Aber mal ganz von vorne:
Meine Tochter kam per Kaiserschnitt (Vollnarkose) zur Welt und wurde aufgrund schlechter Sauerstoffwerte auf die Kinderstation verlegt. Sie bekam daraufhin 6 Stunden zusätzlich Sauerstoff. Ich habe Sie bis auf ein Foto das erste Mal nach diesen 6 Stunden sehen dürfen und auch halten. Ein Anlegen wurde trotz mehrfacher Nachfrage nicht erlaubt, weil Sie noch schlafen würde und wecken hätte da ja keinen Sinn (O-Ton Kinderkrankenschwester).
Das erste Anlegen erfolgte am nächsten Tag (24 Stunden später) und war alles andere als optimal. Die Kinderkrankenschwester versuchte Sie anzulegen, obwohl sie schrie, sich steif machte und von der Brust wegdrückte, wurde ihr immer wieder meine Brust in Ihren Mund gedrückt. Die Damen vermuteten, dass sie zu ungeduldig wäre zu warten bis Milch kommt. Nachgeholfen wurde daraufhin mit Glukose und einem Stillhütchen. In der ersten Nacht, die sie bei uns auf dem Zimmer bleiben durfte, schrie sie so ausdauernd, dass die Kinderkrankenschwester meinte, sie würde einfach nur Hunger haben und das mein Milcheinschuss ja noch nicht da wäre und das wir zu füttern sollen. Also bekam sie in dieser Nacht ihre erste Flasche Primergen (was nach ihrer Aussage ja keine Babynahrung wäre, sondern nur Kalorien).
In den folgenden Tage nahm ihre Bereitschaft an die Brust zu gehen deutlich ab, das Gewicht verringerte sich und der Druck zuzufüttern, seitens der Kinderärzte nahm stetig zu. Am 4. Tag nach der Entbindung begann ich mit abpumpen und wir sollten mit Pre Nahrung zufüttern. Leider weiß ich den Gewichtsverlust aus dem Krankenhaus nicht mehr, aber ich glaube mich zu erinnern, dass er an diesem Tag ca. 7 Prozent lag.
Als wir wieder zuhause waren, fingen wir an unsere Stillprobleme mit Hilfe meiner Hebamme anzugehen. Wir schafften es, dass unsere Kleine ihre Angst vor der Brust verlor und nicht mehr brüllte, wenn man nur Ihren Nacken berührte. Dann habe ich mitbekommen das ihr das Stillhütchen aus dem Krankenhaus zu groß für ihren Mund und auch zu groß für meine Brust war. Nach einigem Probieren fanden wir tatsächlich das Stillhütchen, mit dem Sie an die Brust zu nuckeln anfing. Bei dem Versuch ohne Stillhütchen zu „stillen“ nimmt sie die Brustwarze nicht mal in dem Mund. Es muss Plastik zu spüren sein. Daraufhin fingen wir mit dem Brusternährungsset zu stillen an für ca. 1,5 Wochen. Leider mussten wir wegen einer Komplikation beim Kaiserschnitt unterbrechen, da diese mich für 1 Woche ins Krankenhaus brachte. Seit letzter Woche sind wir aber wieder dabei mit dem BES zu füttern und probieren sie zum Saugen an der Brust zu bewegen, auch wenn keine Milch vom BES schon im Stillhütchen steht.
Auch wenn alle immer sagen es sind auch andere schon mit der Flasche groß geworden, kann und möchte ich mich noch nicht vom Stillen trennen, denn ich sehe, wie gut es ihr tut. Sie ist wesentlich ausgeglichener, trinkt auch mit mehr Ruhe und Gelassenheit als an der Flasche und sie trinkt auch an der Brust weniger als an der Flasche.
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Flasche mit Pulvermilch, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Seit dem 4. Lebenstag wir mit Pre Nahrung zugefüttert. Meine abgepumpte Milch ist leider so gering (10-20 ml auf beiden Seiten pro Abpumpen) das wir die Milch mit ins Badewasser tun. Täglich füttern wir ca. 8 mal und insgesamt ca. 640 ml. Im Krankenhaus wurde Primergen und Pre Nahrung gegeben (mit Nuk Sauger). Dann als wir zuhause waren wurde die Pre Nahrung mit einem Avent Sauger gegeben und aktuell wird die Pre Nahrung mit dem BES gefüttert.
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Letzte Woche, quasi nach Beginn waren es mit dem größten Schlauch (beide offen) noch 30 Minuten. Heute sind wir beim mittleren Schlauch (nur einer offen) und wir brauchen pro Mahlzeit 25 Minuten. Wenn sie so viel trinkt wie sie mag (90-100 ml) schläft sie 4 Stunden tagsüber und 5-6 Stunden nachts. Teilen wir die Portionen in z.B. 65 und 30 ml verkürzt sich ihre Schlafenszeit auf 2-3 Stunden und nachts auf 4 Stunden. Wir haben sie auch schon probiert zu wecken leider nur mit mäßigem Erfolg. Entweder sie schreit sich in Rage oder sie schläft einfach an der Brust weiter (selbst nach wechselseitigem Anlegen).
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
Sie hat pro Tag ca. 6 volle Windeln und davon sind ca. 1-2 mit Stuhlgang.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Aktuell üben wir das Andocken und das asymmetrische Anlegen. Sie macht leider nicht immer den Mund richtig auf oder schiebt sich das Stillhütchen danach so hin als würde sie aus der Flasche trinken. Sobald sie merkt, dass das BES nicht offen oder dran ist, fängt sie an der Brust an zu nuckeln oder zu schlafen. Durch anfängliches Pucken haben wir es geschafft, dass das Stillen insgesamt ruhiger verläuft. Doch seit zwei Tagen dockt sie andauernd ab, schreit oder reist das Stillhütchen von der Brust.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Sie kennt das Füttern mit der Flasche. Hat seit dem Krankenhaus einen Nuckel und wir benutzen ein Stillhütchen (MAM)
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Unsere Hebamme hat uns von Anfang an unterstützt, sagt inzwischen aber selbst sie weiß bei unserer Problematik keinen Rat mehr. Außerdem waren wir beim Osteopathen. Dieser stellte fest, dass sie eine Brustwirbelblockade hat. Wir hätten eigentlich letzte Woche noch einen Termin gehabt, aber diesen mussten wir leider krankheitsbedingt meinerseits absagen, werden ihn aber noch nachholen.
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Übergewicht
Gewichtsentwicklung
29.05 3420 g Geburt KH
09.06 3480 g Hebamme
12.06 3720 g Hebamme
16.06 3900 g Hebamme
18.06 4120 g Hebamme
29.06 4700 g Hebamme
09.07 5000 g Hebamme
24.07 5320 g Babywaage
Liebe Grüße
Franzi